Walnüsse

#Walnüsse #Hirn #gesund #Omega 3 #Advent #Eichhörnchen #Ahörnchen und Behörnchen #Sammeln 🥜🌰


Die Erntezeit für Walnüsse ist bei uns in vollem Gange.

Unser großer Walnussbaum im Garten trägt unendlich viele Früchte dieses Jahr. Die Nüsse sind erst dann reif, wenn sie vom Baum fallen und ihre Schale aufplatzt. Gut getrocknet und richtig gelagert sind sie dann viele Monate haltbar. Wir sammeln die Nüsse und trocknen sie auf einem Tuch entweder im Garten oder legen sie im Haus an einer luftigen Stelle aus. Jeden Tag werden die Nüsse dann gewendet um Schimmelbildung vorzubeugen. Sind die Nüsse vollständig getrocknet, können sie bedenkenlos aufbewahrt werden.

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Jeder Tag ist bestückt mit Sammeln der Nüsse.
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Hier schweifen meine Gedanken beim Auflesen ab: Ein Mehrgenerationenhaus zeichnet sich durch die Mithilfe aller Beteiligten aus. Im Idealfall natürlich, denn zweifelsohne sind alle Altersklassen in verschiedenen Lebensphasen verbandelt. Der Eine will seine selige Ruhe, der Andere Bewegung und Abwechslung, der Dritte ist beruflich stark eingespannt und der Vierte frönt seinen Hobbies nach. Zielfördernd für ein harmonisches Zusammenleben ist nun, jeden so sein zu lassen wie er ist. Trotzdem ist das Aufteilen von häuslichen Arbeiten oder der Gartenarbeit zur Entlastung jedes einzelnen Familienmitgliedes unabdingbar. Im besten Fall engagiert sich jeder in dem Bereich, in dem er sich selbst zu finden vermag. Gemeinsame Absprachen wirken hier wunder und vereinfachen die alltäglichen Abläufe. Es ist schön, wenn bei uns klein und groß gemeinsam mit anpacken. So soll es immer sein. ♥

Zurück zum Thema: Reife Walnüsse sind durch den hohen Gehalt an Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren übrigens sehr gesund. Ganz lecker schmecken sie im Müsli, Obstsalat oder veganem Joghurt. Aber auch zum knappern pur sind sie eine Köstlichkeit.
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Die trockenen Nüsse werden bei uns in Körben, besser noch in Säcken eingelagert.

 

Fazit: Sammelt Nüsse, einheimische Nüsse hier bei uns. Das Jahr 2018 birgt eine reiche Ernte. In Erinnerung habe ich, dass meine Oma uns Kindern immer die Seeberger Nüsse nach dem Schwimmunterricht gereicht hat. Mit meinem heutigen Wissen ein Unding: Diese Walnüsse kommen aus Chile und den USA. Ein No-Go. Unsere wilden Walnüsse hier bei uns sind einmalig. 🥜🌰

Speyer

Endlich Weekend und was machen wir? Wir reisen nach Speyer.

Speyer ist eine Stadt am Oberrhein und gehört zu Rheinland-Pfalz. Als römische Gründung, damals Noviomagus oder Civitas Nemetum (Hauptstadt des Stammes der Nemeter) genannt, ist sie eine der ältesten Städte Deutschlands und wurde als Spira um 600 Zentrum des Speyergaues. Im Mittelalter war Speyer als freie Reichsstadt eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Sehr interessant.

Unsere erste Station war die Kapelle am Adenauerpark, mit Einbindung des jüdischen Friedhofes. Dort haben wir auch das Grab von Helmut Kohl gefunden. Mir war nicht mehr im Gedächtnis, dass der ehemalige Bundeskanzler hier seine letzte Ruhe fand. Helmut Kohl liebte Speyer, er fuhr dort oft zum Beten hin. Er verehrte die Staufer, was den Wunsch zu seiner Beisetzung in dieser Stadt erklärte.

Auf der Suche nach der Dreifaltigkeitskirche fanden wir erst Einkehr in der St. Josef Kirche. Die filigrane Heiligenfigur dieses Apostels spricht mich so sehr an, dass ich Euch dieses Bild nicht vorenthalten möchte. Wunderschön und magisch. Ich kann einfach immer nur darauf schauen.

Des späteren haben wir dann, inmitten der schönen Altstadt, in der protestantischen Dreifaltigkeitskirche zwei Kerzen angezündet. Für uns, in voller Liebe. Der Eintrag ins Gästebuch war selbstverständlich.

Weithin bekannt ist Speyer durch seinen Kaiser- und Mariendom. Er ist die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche und zählt seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Natürlich bestiegen wir die Turmspitze und waren…enttäuscht. Kein Vergleich zum Ulmer Dom! Romanische Kirchen sind die Weiterentwicklung der frühchristlichen Basilika. Der romanische Baustil ist deshalb schlicht. Rundbögen gibt es an Fenstern und Portalen. Vier Türme rahmen den Kaiserdom ein. Sie sind 71,20 m bzw. 65,60 m hoch.

Von hier oben konnten wir das rege Treiben der Marktleute und der Besucher beobachten. Ein Gewusel wie in einem Ameisenhaufen.

Eine Unterkirche, die sogenannte Krypta, befindet sich unterhalb des Chorraums. Begraben sind hier vier Kaiser, drei Kaiserinnen und Könige aus den Häusern Habsburg, Staufen und Nassau. Die Gewölbe hier unten sind fast sieben Meter hoch. Charakteristisch sind die Gurtbögen aus abwechselnd rotem und gelbem Sandstein. Hier ist die göttliche Ordnung versinnbildlicht, die dem Leben des christlichen Menschen Struktur und Sinn gibt.

Von der Krypta gelangen wir zu der schlichten Grablege der mittelalterlichen Kaiser und Könige. Die Steinsarkophagen, zum Teil noch im original erhalten, bergen die sterblichen Überreste der vier salischen Kaiser, zweier Kaiserinnen und eines Kindes. Wobei hier auch weitere Herrscher über 200 Jahre hinweg bestattet wurden. Irgendwie ein mulmiges Gefühl hier unten.

Dieses Steinrelief an der Seitenwand der Vorkrypta hat mich ganz schön fasziniert. Dargestellt ist ein im Dom bestatteter Kaiser oder König. Die Menschen ohne Köpfe dargestellt hinterlassen bei mir ein großes Fragezeichen.

Am Rhein entlanglaufend verfolgen wir das Schiffstreiben: Die Binnenschifffahrt spielt eine wichtige Rolle für den Güterverkehr in Europa. Übrigens ist der heilige Johannes von Nepomuk unter anderem der Schutzpatron der Schiffer und Flößer.

Eine alte Speyerer Sage:
„Des Fährmanns Traum vom Dom kommend ziehen die Kaiser über den Rhein um in großer Not dem Reich zu helfen. Sie rufen: Fährmann hol über!“

Unsere letzte Etappe führt uns an den Wammsee.

Mit insgesamt knapp 30.000 Schritten gelangen wir zum Bahnhof und… verpassen den Zug. So stürzen wir uns abermals in das bunte Markttreiben und stellen fest, dass wir uns auf dem größten Bauernmarkt der Pfalz befinden. Wir probieren den neuen Wein an einem Marktstand und schwelgen im siebten Himmel. Zuckersüß und für uns kaum nach Wein schmeckend. Eigentlich wäre ich am liebsten dortgeblieben und hätte mich durch alle Rebsorten probiert. Doch die Heimreise stand bevor und wir liefen, bestückt mit einem Glas Wein, dem Bahnhof entgegen.

Fazit: Speyer ist ein entzückendes Städtchen mit verwinkelten Gassen und einem südländischen Flair. Nach unserer Tagestour fühlt es sich wie ein Kurzurlaub an. Wunderschön der Tag.

Wild-Tomaten-Samen

Die Tomate
Eine Tomate grün und rund,
sah zum Verfärben keinen Grund.
Sie sprach selbstbewusst und kühn,
ich find mich schön, ich bleibe grün.
Ein Käfer der den Satz gehört,
war von dem Früchtchen gleich betört.
Er sagte: „Dein Grün gefällt mir auch,
drum krabbel ich über Deinen Bauch.“
Bei diesem intimen Angebot,
wurde die Tomate rot.  ツ

Es ist Mitte September und in unserem kleinen Gartenstreifen wuchern die Tomaten. Kaum zu glauben, aber wir haben diese starken Pflänzchen, welche sich bei uns immer weiter ausbreiten keinesfalls gepflanzt. Es sind die Ableger von heruntergefallenen Tomaten, welche sich letztes Jahr in die Erde geschmuggelt haben.

Da es sich um Wild-Tomaten handelt und somit um KEINE Hybriden werden wir die Kerne der besonders leckeren Paradiesäpfel für nächstes Jahr selber ziehen. Das heißt wir entnehmen ein paar Kerne, säubern sie indem wir sie unter klarem Wasser abwaschen, lassen sie dann durch ein Sieb abtropfen und am besten auf einem Frühstücksbrettchen trocknen. Die Samen werden sodann in einem Glas oder einer Papiertüte bis zum nächsten Frühjahr aufbewahrt. Ein Versuch ist es wert. Am liebsten wäre es mir, wenn die starken, wilden Pflanzen mit ihrer Bärenkraft alles allein bewerkstelligen. Da wir aber nicht auf dieses besonders leckere, aromatische Fruchtgemüse verzichten wollen, gehen wir auf Nummer sicher und werden sie säen. Und das Ganze natürlich Bio vegan ohne Tierleid und Chemie.

Enten füttern …?! 🦆

Wir gehen oft in Parks mit Seen und erfreuen uns an der Natur und den Tieren.

Was uns aber dann gar nicht gefällt, sind dicke und kranke Wasservögel, die durch unwissende Bürger in ihr Elend getrieben werden. Diese sogenannten Tierliebhaber sollten sich bitte mal an Organisationen wenden, die sich auskennen. Es gibt so viele Ahnungslose, die meinen sie helfen den Tieren, indem sie diese mit Brot und ähnlichen Produkten füttern. Wenn Sie wirklich mit Herz und Verstand an die Sache herangehen würden, dann füttern sie entweder gar nicht oder mit speziellen Produkten!

Aber warum muss man überhaupt füttern?

Ist es in der Natur nicht so vorgesehen, dass es nur so viele Nachkommen gibt, wie es Nahrung gibt?
Enten essen Brot, weil sie wie wir Menschen alles mögliche essen, aber dies nicht in deren Natur liegt.

Laut Wiki:
„Die Stockente ist in Bezug auf die bevorzugte Nahrung anspruchslos, sie ist eine ausgesprochen omnivore Art, die alles frisst, was sie hinreichend verdauen und ohne großen Aufwand erlangen kann. Neue Nahrungsquellen werden von dieser Art schnell erkannt und unverzüglich genutzt.
Die Nahrung der Stockente besteht überwiegend aus pflanzlichen Stoffen. Sie liebt Samen, Früchte, grüne Wasser-, Ufer- und Landpflanzen. Zum Nahrungsspektrum gehören aber auch Weichtiere, Larven, kleine Krebse, Kaulquappen, Laich, kleine Fische, Frösche, Würmer und Schnecken.“

Der erste Satz sagt genau das aus, was diese Fütterer ausnutzen um sich an den Tieren zu ergötzen.
Aber ist das wirklich im Sinne der Tiere?
NEIN!
Keine Tier in der freien Natur benötigt den Menschen um zu überleben. Gibt es wenig Nahrung, gibt es wenig Nachkommen. Dann gibt die Natur genug Nahrung her, um diese Anzahl auch satt zu bekommen.

Das ist die natürliche Populationskontrolle, überall auf der Welt!

Nur der Mensch mischt sich ein, sorgt dadurch für viel Nachwuchs und hat dann die Berechtigungen zu füttern, wegen den armen hungernden Tieren.

Lasst es doch einfach sein, damit die Natur sich selber regelt. Das betrifft aber nicht nur Wassertiere, sondern viele Wildtiere. Jäger nutzen dies auch aus, um den Bestand an Rot- Damwild künstlich hochzuhalten, damit sie ihrem perversen Hobby nachgehen können. Dies zeigt doch immer wieder, da wo der Mensch sich in die Abläufe der Natur einmischt, gerät diese aus dem Gleichgewicht.

Es gibt auch Organisationen, die sich um kranke Tiere kümmern, welche durch das unachtsame Handeln, wie z.B. falsches Füttern, Verletzungen durch Seile, Haare, Plastik oder ähnliches immer öfters vorzufinden sind.

Um wieder auf das Hauptthema zurückzukehren, ich möchte hier noch dazu einige Links veröffentlichen, die Euch zeigen dass Enten und weitere Wassertiere nicht gefüttert werden sollen. Natürlich auch mit der entsprechenden Begründung!

Also, wenn Ihr Tiere liebt, wenn Ihr möchtet, dass auch in Zukunft diese Tiere für Freude sorgen, hört auf diese zu füttern! Eure Kinder erfreuen sich auch so an den Lebenwesen!

Sorgt für natürliche Population, lasst die Natur in Ruhe und hört doch bitte auf Euren Verstand und Herz!
Nicht auf Eure anerzogenen, auf Unwissenheit aufbauende Erziehung und Traditionen! ★🦆

Hier ein paar Links zu Info´s zu diesem Thema:

LBV

Spektrum

NABU Hamburg

GEO

 

 

Ulm

„In Ulm und um Ulm und um Ulm herum“.


Unser letzter Urlaubstag ist angebrochen und was machen wir zwei Verliebten? Wir fahren mit dem Zug nach Ulm, mit einem erste Klasse-Ticket. Nobel, nobel. Dafür bin ich meinem lieben Ehemann unendlich dankbar.
Das obige Sprichwort ist zwar als Zungenbrecher bekannt, beschreibt aber unsere Aktivitäten in dieser Stadt am heutigen Tag sehr genau. In Wiki ist das Stadtbild folgendermaßen beschrieben:

„Ulm ist eine mittelalterliche Stadt im süddeutschen Bundesland Baden-Württemberg. In der Stadtmitte befindet sich das imposante Ulmer Münster, eine jahrhundertealte Kirche im gotischen Baustil. Ihr Kirchturm bietet Blick auf die Stadt und bei klarem Wetter lassen sich sogar die Alpen erkennen. Das Rathaus zeichnet sich durch seine Fassade aus der Frührenaissance, seine Fresken und seine astronomische Uhr aus dem 16. Jahrhundert aus. Die engen Gassen des Fischerviertels, einem Stadtteil an der Donau, werden durch Fachwerkhäuser geprägt.“

Das Ulmer Münster! Wie zwei kleine Ameisen stehen wir vor diesem gigantisch hohen Gebäude. Unfassbar wie die Türme in den Himmel ragen. Der Entschluss, die Treppen zu erklimmen um die oberste Spitze der Kirche zu erreichen fällt spontan und relativ zügig. Also die ersten Runden waren spaßig. Wir erzählen, lachen und schauen immer und immer wieder aus den kleinen Fensterluken, die mit Eisenstangen das mögliche Herunterfallen verhindern. Um einem Drehwurm vorzubeugen, ändert sich die Laufrichtung einmalig im unteren Teil. So weit, so gut.

Wir steigen immer weiter und weiter. Kommen uns Menschen entgegen, klammere ich mich anfangs noch an die äußeren Mauern. Später dann, im oberen Teil, bittet mich Jens mich an der Innenseite festzuhalten.

Interessant sind die verwendeten Baumaterialien: Alle Kanten des Kirchenschiffs und fast alle Teile der Türme sind aus Sandstein (in neugotischen Teilen teilweise auch Kalkstein) und üppige Steinmetz-Arbeiten. Dadurch fällt wenig auf, dass die Außenmauern größtenteils aus Backstein errichtet sind, der auch offen in den Fassaden zutage tritt. Damit steht das Münster einerseits stilistisch den klassischen Werksteinbauten der Gotik nahe, lässt sich andererseits aber auch als Backsteinkirche betrachten. Mir persönlich ist zu diesem Zeitpunkt nur wichtig, dass, welcher Stein auch immer, alles fest zusammenhält. Jens beteuert auch stets, dass diese Mauern zu 100% sicher sind.

Wasserspeier an der Westseite des Münsters kann Jens mit seiner Kamera einfangen. Beim Bau der Strebepfeiler am Münster, die dem Haus Stabilität verleihen, werden genau diese phantasievolle Figuren aus Stein geschaffen, durch die das Wasser nach außen „gespuckt“ wird. Unter den Figuren befinden sich Tiere wie Elefanten, Fische und Vögel sowie menschliche Gestalten und Drachentiere. Von einem Vogelstrauß ist allerdings nur das Hinterteil zu sehen. Der Legende nach soll sich diesen Gag ein Geselle ausgedacht haben: Er hatte sich in die Tochter des Meisters verliebt, die er nach der Zunftordnung aber nicht heiraten durfte. Nun sollte der Geselle eine Tierskulptur erschaffen – und frei nach dem Motto von Götz von Berlichingen zeigte der Strauß den Hintern direkt in die Richtung, wo der Meister wohnte. Ob der Geselle sein „Schätzle“ bekam oder nicht, ist unbekannt. Was für eine schöne Geschichte. Mir selbst ist es nicht möglich diese Figuren bildlich festzuhalten, da ich zum derzeitigen Zeitpunkt mit der Höhe zu kämpfen habe und bedacht darauf bin mich festzuhalten.

Das letzte Stück hat es dann in sich. Einspurig ist der höchste Punkt zu erklimmen. Der Hauptturm misst über 768 Stufen bis zu einer Galerie im oberen Drittel des Turmhelms. Von dort haben wir das eindrucksvolle Panorama der Stadt, ganz Oberschwaben bis zu den Alpen erblicken können. Jens hat die Vorgeschichte, dass er als Kind nach ein paar Runden wieder abstieg. Mit dem heutigen Aufstieg hat er seine Angst über Bord geworfen und hat mit mir die 163 Meter Höhe erklommen.

Tiburtinische Sybylle

Das Chorgestühl, mit Hunderten aus Eichenholz geschnitzten Figuren gefällt mir sehr gut. Eine Figur hat es mir besonders angetan: Die Tiburtinische Sibylle. Jens empfindet sie als gespenstisch, aber irgendetwas hat sie an sich, was mich fasziniert.

Unten angekommen zittern unsere Knie wie Espenlaub: Die Höhenluft, definitiv. ツ

Den restlichen Tag in Ulm verbringen wir an der Donau, an welcher wir bis in die Abendstunden sitzen.

Auf der Rückreise müssen wir erst einmal unsere geliebten Mamas anrufen um voller Euphorie von unseren Erlebnissen zu berichten. Stolz sind wir auf uns, jawohl!

Fazit: Was für ein adrenalingeladener Tag in Ulm. Nicht nur, dass mir mein Mann das Herz höher schlagen lässt, auch der Aufstieg aufs Münster brachte mich zum beben. Es war wunderschön!

Ludwigsburg

#Vor jeder Tür ein Kürbis steht, damit Ihr Geister weiter geht. Last in Ruhe mein schickes Haus, ich sah Süßes beim Nachbarshaus. 🎃

Bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir Ludwigsburg, eine Stadt in Baden-Württemberg, etwa zwölf Kilometer nördlich der Stuttgarter Innenstadt. Sie gehört zur europäischen Metropolregion Stuttgart. Seit 1956 ist Ludwigsburg große Kreisstadt. Das Residenzschloss, die umgebenden Grünanlagen und die Alleen prägen das Stadtbild.

Die Ludwigsburger Innenstadt wirkt wie ein gigantischer Maskenball, denn wir finden die „Venezianische Messe“ in der Barockstadt vor. Interessant zu wissen: Vor 250 Jahren brachte Herzog Karl Eugen den Karneval nach Ludwigsburg. Seit 25 Jahren wird diese Tradition nun wieder gepflegt. Ganz interessant ist der Kunst- und Handwerkermarkt. Beschrieben wird er online folgendermaßen: „Venedigs Reichtum und Pracht beruhte auf einem ausgedehnten Handel zwischen christlicher und islamischer Welt und ließ die Lagunenstadt schließlich zu einem Zentrum der Renaissance werden. Dieser Tradition verpflichtet, bietet der Kunst- und Handwerkermarkt nicht nur typisch venezianische Produkte wie Murano-Glas, Gondelstücke aus ausgesuchtem Holz, venezianische Masken oder berühmte Stickereien von der Insel Burano, sondern auch Schmuck, Seidenunikate, Goldschmiede und Bildhauerarbeiten, Urholzmöbel und Körbe aus anderen Regionen Italiens. Rund 50 Händler, einige davon eigens aus Italien angereist, freuen sich darauf, ihre exklusiven Waren anzupreisen.“

Der Termin für die nächste Venezianische Messe steht bereits fest: Im September 2020.

Am Residenzschloss Ludwigsburg kommen wir beim besten Willen nicht vorbei. Das Schloss wurde zwischen 1704 und 1733 unter der Herrschaft von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg im Stil des Barock errichtet. Es ist eine der größten barocken Schlossanlagen Deutschlands.

Als Blühendes Barock werden die Gärten um das Residenzschloss in Ludwigsburg in Baden-Württemberg bezeichnet. Hier findet ihr die offizielle Seite mit Informationen im Netz.

Zwei Hirschkäfer
Kürbis-Ameisen
Schnecke
 Eichhörnchen

Das Thema 2018 der Kürbisausstellung ist „Kürbis Wald“. Riesige Kürbis-Skulpturen sind zu sehen, Live Musik, Veranstaltungen, Schnitzkunst und Informationen Rund um das Thema Kürbis.

Ein riesiger Sandkürbis fasziniert uns hier besonders. Die Skulptur hat eine Größe von ca. 3,5 m Länge x 3,5 m Breite x 3 m Höhe. Auf 12 m werden ca. 21 m² Tonnen Sand verwendet.

Auch findet hier der Speise- und Zierkürbisverkauf statt. Sorten wie Sweet Dumpling, Bischofsmütze, Halloween- und Schlangenkürbisse, Mesa Queen und Hokkaidos in den verschiedensten Farben und Formen waren vorzufinden.

Was für eine Farbenpracht! 🎃

Kulinarisch ist auf der Speisekarte der Kürbisausstellung jedoch nichts Veganes zu finden. Sehr enttäuschend in meinen Augen, da hätte ich mir etwas mehr Pfiff in der Speisenzusammenstellung und Zubereitung gewünscht.

Fazit: Insgesamt war der Besuch dieser barocken Hochburg ein Erlebnis. Da die vielen Angebote bei weitem nicht an einem Tag zu erleben sind, wird ein weiterer Besuch in Ludwigsburg nicht auszuschließen sein. Die Kürbisausstellung ist die Einstimmung auf den bald folgenden Herbstanfang.

Sylt

#Sand #Strand #Meer #Sonne #Wind #Muscheln #Quallen #Urlaubsfeeling #Lachen 🐚🦀🌞

Auf Sylt angekommen bringen wir als aller erstes das Gepäck in unser Appartement. Wir haben eine kleine, feine und vor allem saubere Unterkunft. Mich lechzte es nach der Nordsee und genau das war auch unser erster Gang. Ihr werdet es nicht glauben, bei strahlendem Sonnenschein sind Jens und ich spontan in das eiskalte Nass gesprungen. So salzig, aber schön.

Der Wind am folgenden Tag ist böig und nicht einzuschätzen. Der Blick auf die Wetterkarte sagt uns für den nächsten Tag einen windfreien, sonnigen Tag voraus. So entscheiden wir die geplante Fahrradtour nach List auf den folgenden Tag zu legen und fahren an diesem Tag mit dem Bus nach Hörnum. Dort angekommen setzen wir uns an den Strand, ganz nah am Wasser. Die Menschen um uns herum tragen Herbstsachen. Jens und ich strotzen aber der kühlen Brise und machen es uns in Rock und kurzer Hose bequem. Ein paar einzelne Menschen wollen es wissen und stürzen sich in die kalten Fluten. Bewundernswert. Im Grunde durchaus möglich, nur erging es mir am ersten Badetag so, dass wir beide zu lange im kalten Wasser waren und mir die Kälte dann bis abends in den Knochen lag. Ein kurzes Baden ist demnach durchaus möglich. Zu lange würde ich das nicht mehr tun. Außer eine heiße Dusche ist direkt danach in Aussicht.

Nun eine ganz süße Geschichte vom Strand: Jens packt sein mitgebrachtes, veganes Käsebrot aus. Null Komma null Sekunden später haben wir einen ersten Gast vor uns sitzen: Eine Baby-Möwe. Diese findet den Anblick unseres Essens sehr verlockend. Zu verstehen. Wir erklären ihr freundlich, dass sie von uns nichts bekommen würde, weil Brot ja im Magen der Vögel aufquillt und sie sich selbst etwas zu essen suchen soll. Das findet die Madame nicht so toll. Gibt aber nach einiger Zeit auf und fliegt aufs Meer hinaus. Wir müssen lachen.

Am Samstag sind wir auf List. Ein Naturerlebnis, unvergesslich. Anders als auf Hörnum, erstreckt sich dieses Ende von Sylt über Kilometer, bis zum Leuchtturm. Vom Schilfgras, über Muscheln, feinstem weißem Sand und den Hafen, bekommen wir alles geboten.

Eine Fahrt mit sehr vielen Runden erleben wir im Riesenrad. Von hier oben können wir über die weiten Flächen dieser Inselspitze sehen. Ich gebe es zu, Jens hat mich charmant wie er nun mal ist, liebevoll überredet. Meine anfängliche Skepsis löste sich bald schon auf und ich war irrsinnig stolz hier oben.

Aber auch Quallen haben wir am Ufer entdeckt. Gut, dass ich mit Jens schon vor dieser Entdeckung im Wasser war und nicht mit dieser Vorstellung hineingehen musste. Auf der anderen Seite der Insel, in Hörnum, war dies nicht der Fall, dort waren keine Quallen zu sehen. So unterschiedlich ist das. Natürlich muss ich gleich recherchieren um was für Individuen es sich hier handelte. Als Qualle, auch Meduse oder Medusa genannt, bezeichnet man ein Lebensstadium von Nesseltieren. Die meisten Quallen haben lange Tentakeln, die mit Nesselzellen ausgestattet sind. Diese sind über die Fangarme verstreut und bilden ein giftiges Sekret. Aua! Wir sind ganz froh diese netten Tiere nur vor uns im Sand liegen zu sehen.

In Hörnum wandern wir auf die Nordsee zugewandte Seite und erleben dort einen sehr starken Wind, welcher hohe Wellen mit sich bringt. Da bleibt es nicht aus, dass Jens einen ordentlichen Wasserschwall abbekommt. Er nimmt es mit Humor. Trotz kühler Temperaturen trocknet die Kleidung wieder relativ schnell.

Von unserer Terrasse aus können wir einen herrlichen Sonnenuntergang erleben. Überhaupt haben wir über den gesamten Tag Sonnenschein in unserer Wohnung. Außerdem steht uns ein originaler Strandkorb zu Verfügung. Diesen können wir jedoch nur begrenzt nutzen, da wir tagsüber die Insel erkundigen.

Am besten hat mir mein liebster Ehemann gefallen: Seine T-Shirts mit Info´s über Tierleid oder Tierrechte trägt er voller stolz an der Promenade, am Strand und in Einkaufsläden. Viele Blicke bleiben daran hängen und wir hoffen, damit Funken versprüht zu haben. Danke, an die wundervollste Menschenseele! ★

Kulinarisch ist an veganem Essen einiges geboten. Viele Lokale bieten außer den normalen Speisen eine vegetarische oder vegane Variante an. In einem Bioladen bestellen wir an der Verkaufstheke Gemüsebratlinge. Die Verkäuferin fragt zuvorkommend, ob sie uns Senf auf die Dinkelbrötchen machen soll. Wie entzückend von ihr. Und allemal informiert über unseren Lebensstil. Rein theoretisch hätte sie uns auch Butter anbieten können. Die Restaurants testen wir nicht und investierten unser Geld lieber in Einkäufe, um uns die Mahlzeiten selber zuzubereiten.

Fazit: Die Insel Sylt ist eine nordfriesische Insel, mehr nicht. Der Hype darum ist in unseren Augen völlig überzogen. Die teuren Preise allein für Mieten, Essen und Freizeit werden an die High Society angepasst, rechtfertigen aber nicht die überteuerten Angebote.