Die Yburg in Stetten 🏰

Alternativnamen: Eibenburg, Yberg

Entstehungszeit: um 1300 bis 1350

Burgentyp: Höhenburg, Hanglage

Erhaltungszustand: Ruine

Ort: Kernen im Remstal

Höhe: 330 m ü. NN

Die Yburg ist die Ruine einer Hangburg über der Gemeinde Kernen im Remstal, umgeben von Weinbergen, in BW.

Die Yburg ragt sichtbar aus den Weinbergen an den Hängen eines Seitentals der Rems empor. Die von Weinbergen umgebene ehemalige Wohnburg wurde nicht auf einer Anhöhe, sondern in den Hang hinein gebaut.

Der ursprüngliche Name des Gebäudes lautete Eibenburg. Dieser Name wandelte sich allmählich über Yberg zur heutigen Bezeichnung Yburg aus.

Der genaue Gründungszeitpunkt der Yburg ist unbekannt. Sie wurde im frühen 14. Jahrhundert von den Truchsessen von Stetten erbaut. Nach dem Bau der Wasserburg im Tal (1384–1387) verlor die Yburg allerdings zusehends wieder an Bedeutung für die Stettener Herrschaft. Hans von Yberg verkaufte 1443 die Burg mitsamt seinem Anteil am Dorf an das Haus Württemberg. Die 1598 als baufällig beschriebene Burg wurde 1659 wieder Instand gesetzt und erhielt ein viertes Stockwerk.

Auf Befehl des Herzogs Carl Eugen von Württemberg erfolgte schließlich 1760/61 der Abriss der Burganlage bis auf die heute noch sichtbaren Außenwände.

1845 wurde im Innenhof der Yburg eine Platane gepflanzt. Diese wurde 1931 wieder entfernt, da sich in der Baumkrone etliche Vögel sammelten, die sich über die Trauben der umliegenden Weinberge hermachten. ツ🐦🦅🦉🦇

1969 wurde die Burg von der Gemeinde Stetten im Remstal vom Haus Württemberg erworben und für die Öffentlichkeit zur Begehung hergerichtet.

Da die Burganlage als reine Wohnburg konzipiert war, verfügte sie über keinerlei Verteidigungsanlagen.

Die Yburg gleicht in ihrem äußeren Erscheinungsbild etwa einem Würfel. Die schmucklosen Außenmauern sind noch alle erhalten. Auf der talwärts gerichteten Westseite befindet sich das Eingangstor. Linker Hand des Eingangs liegt im Inneren der Burg ein türloser Raum mit gewölbter Decke, der bis zur Nordmauer reicht und dort ein schmales Fenster hat.

In der rechts des Eingangs liegenden Südwestecke des Gebäudes führt eine Treppe hinauf in das nächste Stockwerk. Die Decken der darüber liegenden Geschosse und das Dach sind nicht mehr vorhanden.

Da die Burg keinen eigenen Brunnen besaß, musste das Wasser über die Burgsteige vom Tal heraufgetragen werden.

Heutige Nutzung:

Die Ruine ist ein beliebtes Wanderziel, da sie eine gute Aussicht über Stetten und das Remstal bietet.

Seit dem 17. April 2011 sind bei der Yburg 16 Skulpturen von Karl Ulrich Nuss aufgestellt.

Der Stettener Weinweg, ein etwa einstündiger Rundgang rund um die Burg durch die Weinberglagen Lindhälder, Brotwasser und Pulvermächer, bietet die Möglichkeit, sich über die verschiedenen Sorten und ihren Anbau zu informieren.

Die Lage „Brotwasser“ unterhalb der Burg verdankt ihren Namen einer in Stetten residierenden Hofdame, die ihr Brot statt in Wasser heimlich in Wein tauchte….uiuiui ツ🍷

Fazit: Der Besuch der Yburg ist es allemal Wert. Der Marsch die Weinberge empor erfordert zwar etwas an Kondition und vor allem Geschick, da durch die momentan vorherrschende Baustelle einige Umwege in Kauf zu nehmen sind, jedoch lohnt sich die Mühe: Der Blick über das Remstal von dort oben ist phänomenal. ★🏰

Fingerspiel „Ein Schneeglöckchen“

❀ ✿ ❁ ✾ ✽ ❃❋

Tief in der Erde, von Schnee bedeckt,
hat sich das Schneeglöckchen versteckt.

Eine Hand bildet flach die Erdoberfläche, die zweite Hand wird zur Faust geformt und bildet unter der Erdoberfläche die „Wurzel“.

Scheint die liebe Sonne und regnet es ganz sacht,

Für die „Sonne“ Finger spreizen und die Arme nach oben strecken, als „Regen“ mit den Fingern rieseln lassen.

da hat sich das Schneeglöckchen gedacht:

Den Zeigefinger an die Stirn führen.

„Da oben auf der Erde im Sonnenschein,
da möchte ich gerne Blümelein sein.“

Mit dem Finger nach oben zeigen, dann eine Blume andeuten.

Es reckt sich und streckt sich und guckt aus dem Beet,

Die Faust beginnt langsam nach oben zu wachsen, die Finger recken sich zugespitzt nach oben und „gucken nach rechts und links“

Seht nur, wie fest es auf seinen Beinen steht.

Die Faust öffnet sich ein wenig.

Hört ihr es läuten ganz fein?
Schneeglöckchen läuten den Frühling ein.

Die Handfläche an die Ohrmuschel, die Finger wackeln, als ob das Schneeglöckchen „läutet“.

Kinder lieben Fingerspiele. Dieses Fingerspiel versinnbildlicht wie ein Schneeglöckchen erwacht und sich dem Licht entgegenstreckt.

„Alle Dinge mit den Zehen zu verstehen, mit den Fingern zu begreifen, ist das erste hier auf Erden. Worte werden bald erblühen und Gedanken werden reifen.“

Gerade um die Sprachentwicklung bei kleinen Kindern zu fördern sind Fingerspiele optimal geeignet. Aber auch das Rhythmusgefühl wird dabei angesprochen und der Umgang mit Texten und Gedichten, Geschichten spielerisch erlernt. 

Selbstverständlich können Fingerspiele aber auch einfach so, zwischendurch, gemacht werden. Ob auf dem Wickeltisch, auf einer langen Reise in der Bahn oder als Abendritual vor dem Zubettgehen: Die Kinder werden die Gesten bald mitmachen, wenn die Fingerspiele regelmäßig geübt werden. Aber aufpassen: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die kleinen Zwerge die Texte bald sicherer vortragen können als so mancher Erwachsene!ツ 

Fingerspiele machen Kinder und Erwachsene einfach glücklich! ❀ ✿ ❁ ✾ ✽ ❃❋🌸

Schloss Nymphenburg 🏰

Unser Besuch im Schloss Nymphenburg im Westen Münchens. Nach dem wundervollen Aufenthalt im Schlosspark Nymphenburg und den kleinen Parkburgen widmen wir uns den Sehenswürdigkeit Rund um das Schloss. Die Spannweite übertrifft mit 632 Metern selbst Schloss Versailles.

Das Schloss war jahrhundertelang die Sommerresidenz der Wittelsbacher. Die Ente hier oben im Bild übrigens hatte sichtlich Freude an uns. Kaum zu glauben bei den riesigen Besucherzahlen tagtäglich. Sehr geduldig die Madame.♡

1663 wurde durch Schenkung ihres Gemahls die Bayerische Kurfürstin Adelheid von Savoyen zur Eigentümerin der Hofmark Menzing, wo bereits Schloss Blutenburg lag. Anlass war die Geburt des Kurprinzen Max Emanuel, des lange ersehnten Thronerben. Erst unter Max Emanuel wurde die Münchner Residenz eine Generation später ausgebaut. Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg bis 1714 und der Besetzung Bayerns durch die Österreicher wurden die Arbeiten ab 1716 wiederaufgenommen und die Parkburgen entstanden.

Im Nymphenburger Vertrag von 1741 verbündeten sich Frankreich, Spanien, Bayern, Sachsen mit Preußen gegen Österreich. Kurfürst Karl Albrecht lebte nach seiner Rückkehr nach München in seiner Zeit als Kaiser ab Oktober 1744 meist in Nymphenburg. Im Jahre 1747 gründete Karl Albrechts Sohn Kurfürst Max III. Joseph die Nymphenburger Porzellanmanufaktur. Als wichtigste Sommerresidenz war Nymphenburg Schauplatz zahlreicher Festlichkeiten des Hofes, 1763 nahmen die Mozarts an einer großen Gala auf Schloss Nymphenburg teil und Wolfgang Amadeus Mozart spielte vor dem Kurfürsten. 1792 ließ Kurfürst Karl Theodor den Nymphenburger Park auch für das Volk öffnen.

1805 fiel der österreichische Feldmarschallleutnant Karl Philipp zu Schwarzenberg mit 200 Husaren in Schloss Nymphenburg ein und forderte mit ultimativen Drohungen den Anschluss der bayerischen an die österreichischen Truppen, bewirkte aber dadurch eine bayerische Allianz mit Frankreich.

König Maximilian I. starb 1825 im Schloss, sein Urenkel König Ludwig II. wurde 1845 hier geboren. 1863 fand in Nymphenburg das einzige Treffen zwischen Ludwig und Otto von Bismarck statt, der ihm in lebenslanger Freundschaft verbunden blieb. 1873–1875 wurde Prinz Otto im südlichen Pavillon unter Isolation gehalten.

Von 1890 bis 1916 befand sich 200 Meter östlich des Schlosses am Romanplatz der Volksgarten Nymphenburg, der zur damaligen Zeit größte Freizeitpark Deutschlands.

Durch die Revolution 1918 kam Nymphenburg dann in Staatseigentum. Die Wittelsbacher behielten ein begrenztes Wohnrecht, das vom jeweiligen Oberhaupt des Hauses Wittelsbach genutzt wird.

Mit dem Ende der Weimarer Republik bemächtigten sich die Nationalsozialisten der Anlage. Die Ortsgruppenleitung der NSDAP erhielt einen unterirdischen Bunker. Während des Zweiten Weltkriegs wurden das Hauptschloss und die Amalienburg zum Schutz vor Luftangriffen mit einem Tarnanstrich versehen, die großen Wegeflächen dunkel belegt und Teile des Mittelkanals abgedeckt. Nach dem Krieg wurden die Schäden beseitigt. 1952 erfolgte die Eröffnung des heutigen Marstallmuseums. Häufig diente das Schloss als Filmkulisse.

Einige Räume haben ihre originale Barockdekoration erhalten, andere wurden später im Stil des Rokoko und des Klassizismus umgestaltet.

Deckenfresko im Steinernen Saal

Im Mittelpavillon gestaltete François de Cuvilliés ab 1755 den über drei Geschosse reichenden Steinernen Saal als Festsaal. Die Fresken entstanden unter der Leitung von Johann Baptist Zimmermann, das zentrale Deckenfresko stellt Helios im Sonnenwagen, begleitet von anderen Göttern, dar. In seiner Form stammt der Saal jedoch noch aus der ersten Bauperiode von Barelli und Zuccalli, auch die Wand- und Fenstergliederung durch Viscardi von 1702–1704 wurde damals beibehalten.

Geburtszimmer von König Ludwig II.

Südliche Pavillons und Marstall

In den ehemals königlichen Stallungen im Südtrakt befindet sich das Marstallmuseum, mit einer der bedeutendsten Kutschensammlungen Europas. Darüber befindet sich die Sammlung Nymphenburger Porzellans. Wir waren in beiden Museen, auch wenn die Zeit sehr knapp war und die Museumswärter ein Auge zudrückten und uns die letzten Minuten bis zur Schließzeit auskosten ließen..

Die Auswahl der Fotos im Marstallmuseum fällt mir sichtlich schwer: Warum war Ludwig II. nur so protzig? Etwas übertrieben hat er es schon. Mir als Minimalistin ist diese Lebensweise sehr schwer nachzuvollziehen. Aber alles in allem war der Besuch sehr faszinierend. 🏰

Hotel Prinz Myshkin

Daran anknüpfend entführte mich mein allerliebster Herr Gemahl in das Prinz Myshkin garden Parkhotel, welches in direkter Nachbarschaft zum Schloss Nymphenburg liegt. Zu Fuß ein Hopser.

Die Küche wird wie folgt beschrieben: „Wir servieren flexitarische Küche mit einem Fokus auf kreative vegetarische und vegane Gerichte wie auch Optionen mit Fisch und Fleisch.“ Somit finden wir Gerichte wie Pizza Vegana mit verschiedenen Gemüsen und Mandelpesto, hausgemachtes, veganes Schokoladenmousse mit Mango-Maracuja-Kompott, Massaman Curry: Gelbes Kartoffelcurry mit Tofu, Karotten und Erdnüssen, wahlweise mit Reis, Quinoa oder Bulgur und Frische Trinkkokosnuss vor. 🍽 Und dies ist nur ein Auszug dessen, was hier möglich ist. Wir haben es so genossen und ich danke Dir, mein lieber Mann, für dieses wunderbare Geschenk. ★♡🏰

Liebstöckel-Petersilien-Pesto

Wir probieren uns durch das grüne Aufstrich- und Gewürz-Sortiment von Lebe-Gesund-Versand. Die verschiedenen Bärlauch-Varianten kaufen wir natürlich nicht, da unser eigener „Bärlauchwald“ schon grünt und wir in geraumer Zeit mit unserer eigenen Bärlauch-Pesto-Produktion starten können.

Jedoch testen wir das Pesto aus Petersilie und die Liebstöckel Würzsoße.

Petersilien-Pesto: Das Petersiliensträußchen im Glas

Preis:

7,95 €

Inhalt: 190 ml (4,18 € / 100 ml)

Zutaten:

Sonnenblumenöl*, Petersilie* (34%), Olivenöl* extra vergine (13%), Steinsalz, Mandeln*, Knoblauch*, Zitronensaftkonzentrat*

*Kontr. ökol. DE-ÖKO-037, EU-Landwirtschaft

 

Liebstöckel-Würzsoße: Das feine Würzkraut

Preis:

5,25 €

Inhalt: 125 ml (4,20 €  / 100 ml)

Zutaten:

Liebstöckel* 41%, Sonnenblumenöl*, Olivenöl* extra vergine 16%, Mandeln*, Steinsalz, Knoblauch*, Zitronensaftkonzentrat*

*Kontr. ökol. DE-ÖKO-037, EU-Landwirtschaft

*

Liebstöckel wird auch „Maggikraut“ genannt. Die Bezeichnung entstand aufgrund der Geschmacksähnlichkeit mit der Maggi-Würze, wobei Interessant ist, dass das Kraut in Maggi gar nicht vorhanden ist.

Gekauft haben wir die beiden Gläser am Lebe-Gesund-Stand in Stuttgart/Hauptbahnhof.

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Fazit: Beide Frischkräuter sind gut gewürzt und schmecken sehr intensiv. Preislich mag es kurz abschrecken, doch für was auch immer ihr die grüne Paste einsetzt, beide Gläser sind sehr ergiebig. Einzig die schmale Glas-Form wäre für uns zu verändern, wenn man beispielsweise unterwegs Brot oder Gemüse eintauchen möchte. Dies gestaltet sich bei uns als Kleckerei. Ansonsten Daumen hoch! ★🌱

Burg Hohenneuffen 🏰

Die Burg Hohenneuffen ist die Ruine einer großen Burg oberhalb der Stadt Neuffen bei uns Nahe Esslingen. Die hochmittelalterliche Burgruine steht auf einem Weißjurafelsen am Rande der Schwäbischen Alb. Bereits im Altertum war Hohenneuffen besiedelt.

Die Burg wurde zwischen 1100 und 1120 von Manegold von Sulmetingen, der sich später von Neuffen nannte, erbaut. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1198, damals im Besitz der Edelfreien von Neuffen, zu denen der Minnesänger Gottfried von Neifen gehörte. Ende des 13. Jahrhunderts ging die Burg an die Herren von Weinsberg, die sie 1301 an das Haus Württemberg verkauften. Ihre Verteidigungsfähigkeit bewies die Burg im Reichskrieg des Römischen Reiches in der sie 1312 nicht eingenommen werden konnte.

Der Ausbau der Burg zur Landesfestung begann bereits im 15. Jahrhundert. Die entscheidenden Baumaßnahmen zur befestigten Anlage wurden aber erst um die Mitte des 16. Jahrhunderts durch Herzog Ulrich unternommen. Hier entstanden die Vorwerke, Rundtürme, Bastionen, eine Kommandantur, die von uns erkundeten Kasematten, Stallungen, das Zeughaus, und zwei Zisternen. 1519 musste sie sich die Burg dem Schwäbischen Bund ergeben. In den Deutschen Bauernkriegen ab 1524 war sie jedoch abermals nicht einzunehmen.

Mehr als ein Jahr lang wurde der Hohenneuffen während des Dreißigjährigen Krieges belagert. Im November beschlossen Festungskommandant Hauptmann Johann Philipp Schnurm und die mutlos gewordene Mannschaft, mit den Feinden eine Übergabe auszuhandeln, die einen freien Abzug mit Waffen und aller Habe vorsah. Am 22. November 1635 übergab Schnurm die Festung nach 15-monatiger Belagerung an die kaiserlichen Truppen. Entgegen den Zusagen wurde die Mannschaft zum Dienst im kaiserlichen Heer gezwungen, und Schnurm verlor seinen Besitz.

Der württembergische Herzog Karl Alexander wollte den Hohenneuffen im 18. Jahrhundert zu einer Festung nach französischem Vorbild ausbauen; er starb aber vor der Vollendung. Sein Nachfolger Carl Eugen gab den Plan angesichts der hohen Kosten und des zweifelhaften militärischen Nutzens bald auf.

Wie andere Festungen auch diente der Hohenneuffen stets als Landesgefängnis, in dem wichtige Gefangene festgesetzt und falls notwendig auch gefoltert wurden. Die Schicksale einiger sind bekannt. Ein junger Graf von Helfenstein, stürzte sich 1502 bei einem Fluchtversuch in den Tod. 1512 ließ Herzog Ulrich den Abt des Klosters Zwiefalten, hier festhalten. Auch der hochbetagte Tübinger Vogt Konrad Breuning war 1517 der Willkür des Fürsten ausgesetzt und wurde nach Kerker und Folter in Stuttgart enthauptet. Im Jahr 1737 wurde Joseph Süß Oppenheimer, der jüdische Hoffaktor und persönliche Finanzberater des Herzogs Karl Alexanders, einige Wochen auf dem Hohenneuffen eingekerkert, bevor er auf die Festung Hohenasperg verlegt wurde und 1738 als Opfer eines Justizmordes vor den Toren Stuttgarts hingerichtet wurde.

Im Zweiten Weltkrieg war der Hohenneuffen Fliegerwache.

Die DreiländerkonferenzDie Militärregierungen der Besatzungszonen gründeten 1945/46 die Länder Württemberg-Baden in der amerikanischen sowie Württemberg-Hohenzollern und Baden in der französischen Zone. Als 1948 deutlich wurde, dass für das westliche Deutschland eine Verfassung erarbeitet wurde, ergriffen einige Politiker die Initiative, sie wollten einen Zusammenschluss der Länder im Südwesten. Der Regierungschef von Württemberg-Baden, Reinhold Maier, lud die Regierungen der drei Länder am 2. August 1948 zu einer Konferenz auf den Hohenneuffen ein. Er wollte eine erste Annäherung zustande bringen. Für Südbaden nahm eine Delegation unter Führung von Leo Wohleb teil, der ein kompromissloser Verfechter einer Wiederherstellung des Landes Baden war. Württemberg-Hohenzollern war durch seinen Innenminister Viktor Renner vertreten. In den Delegationen waren Minister, Parteivorsitzende, Abgeordnete und Beamte der drei Länder.

Gedenktafel für das Dreiländertreffen: Der Tagungsort war mit Bedacht gewählt. Der weite Blick ins Land und vor allem die wenige Kilometer entfernte, einschneidende Zonengrenze zwischen den Kreisen Reutlingen und Nürtingen sollten beeindrucken. Abgeschieden von ihren Regierungen und der Öffentlichkeit wollten die Teilnehmer hier sachlich debattieren, gut bewirtet mit Täleswein. Eine Einigung kam am Schluss zwar nicht zustande, aber dennoch hatte das Treffen Anstöße gegeben, wichtige Weichen wurden gestellt. Diese Dreiländerkonferenz auf dem Hohenneuffen markiert damit den Beginn der jahrelangen Auseinandersetzung um die Bildung des Südweststaates Baden-Württemberg, der 1952 aus der Taufe gehoben wurde.

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums dieser Konferenz wurde eine Informationstafel im historischen Tagungssaal angebracht.

Heute ist die Burg Hohenneuffen mit Restaurant, Biergarten und Kiosk ein beliebtes Ausflugsziel. Der Eintritt in die Burg ist frei.

An den Eingangstoren zur Burg Hohenneuffen empfängt uns dieser oktogonale Gedenkstein, der sogenannte Stauferstelen. Wie wir erfahren haben umfasst dieses Denkmal die herausragendsten Stauferstetten in Erinnerung an die Staufer. Die Staufer waren ein Adelsgeschlecht im Mittelalter. Der Name Staufer leitet sich von der Burg Hohenstaufen ab. Passend zu dieser Information wird uns bewusst, dass auch Esslingen im Besitz einer solchen Gedenkstele ist: Nämlich direkt vor dem Bürgerbüro.

Auf dem Weg zur Burg entdecken wir dieses Schild. Und tatsächlich: Auf der weiteren Route macht mich Jens auf die vorherrschenden Steinslagen aufmerksam. Es handelt sich um eine Schichtstufenlandschaft, die sich aus leicht geneigten, fast parallel übereinander liegenden Gesteinsschichten aufbaut.

Viele Ammoniten befinden sich hier auf der schwäbischen Alb. Sie sind Überbleibsel des Jura-Meeres. Zwei dieser wunderbaren Stein-Schnecken haben wir auf unserem Weg zur Burg mitgenommen. ★🐌🏰

Efeu

Efeu und ein zärtlich Gemüt,

heftet sich an und grünt und blüht,

kann es weder Stamm noch Mauer finden,

es muss verdorren, es muss verschwinden.

-Johann Wolfgang von Goethe-

 

„Wo´s Sträußchen hängt, wird ausgeschenkt.“ 🍷

Mit einem Kranz aus Weinreben oder Efeu machten Winzer – seit einem Erlass Karls des Großen – auf ihre Weinschänken aufmerksam. Nur mit einem solchen Kranz an der Eingangstür, durften Winzer eine Wirtschaft betreiben und ausschenken. Auch heute findet sich Efeu noch symbolisch auf so manchem Wirtshausschild.

Bereits in der Antike weihte man Efeu den Göttern des Weins und der Fruchtbarkeit. Später stand die immergrüne Pflanze als christliches Symbol für Treue und Unsterblichkeit. So umrankt das Gewächs viele Gräber und Friedhofmauern, diente aber auch bei Hochzeiten als Pflanzenschmuck.

Efeu blüht im Herbst und präsentiert im Frühjahr seine Früchte: Glänzend schwarze Beeren. Doch Vorsicht: Finger weg von Efeu. Die ganze Pflanze ist für Menschen giftig.

Efeu ist eine immergrüne Kletterpflanze, die bis zu 20 Meter hochwachsen kann. Die Blätter sind dunkelgrün. Ihre Form variiert, bringt aber so manches Herz zutage. Junge Blätter sind behaart, ältere erscheinen kahl.

Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in Efeublättern. Sie enthalten Triterpensaponine, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Vor allem die Substanzen Hederacosid C und B sowie alpha-Hederin spielen für die Wirkung eine Rolle. Daneben kommen in den Blättern Flavonoide, Kaffeesäurederivate und ätherisches Öl vor.

Aufgrund dieser Effekte dient Efeu als pflanzliches Mittel gegen Husten. Frische Efeublätter können jedoch allergische Reaktionen auf der Haut verursachen. Die Pflanze ist giftig und soll deshalb nicht selbstständig verarbeitet werden.

Der Efeu erklimmt außerdem Mauern und wandert die Baumstämme entlang in luftige Höhen: Er will umarmen und hüllt alles liebevoll in wundervolles Grün. Deshalb wird er im Volksglauben schnell zum Symbol für Liebe, Treue und Freundschaft.

Auf der Tour in den Wäldern der Schwäbischen Alb durften wir daran teilhaben, wie der Efeu sich dort ausbreitet, sich um die Bäume schlängelt und das Erdreich bedeckt.

Eine Sage überbringt die Botschaft, dass der Efeu die Liebe der Blumen und Gräser zu den Blättern der Bäume emporträgt. Eine unendliche Liebeskette. Hier fühlen wir uns wohl. ♡

Außerdem birgt das Pflänzlein eine gewisse Mystik in sich: Der deutsche Volksglaube besagt, dass wer einen Efeuzweig bei sich trägt, in der Walpurgisnacht die Hexen sehen und erkennen kann.🔮 Ein Versuch ist das doch wert.ツ★ 

Schönen Flug 🤬

Man sitzt in der Sonne, schaut zum Himmel und sieht diese Ozonkiller!

Ich möchte hier nicht von Chemtrails reden, es geht mir nur um diese Umwelt-Luftverschmutzung. Das nur, weil die blöde Menschheit meint, in sämtliche Länder fliegen zu müssen. Ich bekomme da jedesmal einen Hals und wünschte, sie wären weg.

Bleibt doch einfach mal da wo ihr hingehört und wenn ihr reisen wollt, das machen wir auch, dann mit der Bahn!

Brotaufstrich Oma Rosa 👵

Wir testen den Ibi-Brotausstrich Oma Rosa vom Lebe-Gesund-Versand.


Zutaten:

*Kontr. ökol. DE-ÖKO-037, EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft

Rote Bete* (39%), Sonnenblumenöl*, Wasser, Sonnenblumenkerne*, Äpfel* (5%), Zwiebeln*, Meerrettich* (2%), Steinsalz, Zitronensaftkonzentrat*, Apfelessig*, Verdickungsmittel: (Johannisbrotkernmehl*), Pfeffer*

Preis:
3,29 €
 



Wir essen diesen Aufstrich als Brotbelag oder dippen unser Gemüse hinein. Auch vegane Würstchen schmecken hervorragend dazu. Gekauft haben wir die Oma Rosa in der Stuttgarter Hauptfiliale.

Fazit: Anfangs noch sehr misstrauisch zwecks der enthaltenen Äpfel und Zwiebeln, hat mich dieser Aufstrich dann doch überzeugt. Natürlich führt auch das knallige Pink dazu, dass ich dieses Produkt mögen muss. Wer kann einer solch leuchtenden Farbe schon widerstehen. (?) ツ🌱👵

Veganes Schnitzel

Heute testen wir ein Produkt von der holländischen Marke Vivera. Hier werden sowohl vegetarische, als auch vegane Produkte hergestellt, die mit zusätzlichem B12 und Eisen-Zusatz versehen werden. Als wir im Einkaufsladen vor dem Kühlregal stehen kommt eine Mutter mit ihren zwei Kindern. Die Kinder werden gefragt, ob sie Fischstäbchen haben möchten. Die Tochter fragt, ob da echtes Tier drin ist. Die Mutter antwortet: „natürlich nicht“ und greift zu der veganen Fischstäbchen-Variante. So schön! Im Netz finden wir die Beschreibung hierfür: „Diese Vissticks sind genial und von den „echten“ Fischstäbchen kaum zu unterscheiden. Tolle Konsistenz, bei welcher die Stäbchen nicht kaputt gehen und eine knusprige Panade. Und ganz ohne Tierleid!“.

Jens entscheidet sich für das krosse Schnitzel derselben Marke.

Da wir einen Ausflug machen, testen wir die Schnitzel unangebraten, einfach pur. Belegt auf einem Brötchen verwenden wir das Produkt als Sandwich-Grundlage. In Kombination mit Humus, Senf und Salat eine leckere Zwischenmahlzeit und Stärkung für unsere 12,27 km Lauf-Strecke.

Fazit Jens: Geschmacklich sehr lecker, Konsistenz wie Hähnchenfleisch. Angebraten gibt die krosse Panade bestimmt noch einiges her an Gaumenfreude. Eine angebrachte Alternative. 🌱

Ein Wurzelwerk

#Wurzeln, #Gras, #Saft, #Energie, #Gesundheit, #Natur, #Körper, #Geist, #Seele ★🌱

Ein liebgewonnener Powertrunk ist der selbstgepresste Gras-Saft, oder auch Weizengrassaft. Für die schnelle Energie reicht es allemal das wilde Süßgras von der Wiese zu ernten und zu entsaften. Es beinhaltet sehr viel Lebenskraft und Vitalstoffe. Da es unendlich viele verschiedene Sorten gibt, probiere ich vor der Ernte immer ein zwei Gräser, um den Geschmack zu testen. Ist mir der Grashalm zu bitter gehe ich weiter und versuche an anderer Stelle mein Glück. Die Fasern der Halme spucke ich jedoch aus. Schließlich haben wir ja keinen Kuhmagen, welcher durch Wiederkauen dies faserige Grün verdauen kann.

Das Gras beinhaltet große Mengen Chlorophyll, viele Mineralstoffe und Spurenelemente, Enzyme, Aminosäuren, ungesättigte Fettsäuren und viele Vitamine. So weit, so gut. Was passiert aber in den Wintermonaten?

Mittlerweile gibt es unzählige Anleitungen im Netz, wie verschiedene grüne Gräser wie Dinkel, Gerste, Hafer, Weizen oder Kamut gezüchtet werden können. Auch wir haben diesen Versuch gestartet. Erst mit herkömmlichem Saatgut aus dem Bioladen. Nach kläglichem Scheitern und Schimmelbildung dann mit speziellem BioSaatgut. Diese Keimsaat ist bestens geeignet für Sprossen und Mikrogrün. Um eine möglichst hohe Keimfähigkeit zu bewahren, sollen die Samen kühl und trocken gelagert werden. An diese Vorgaben haben wir uns gehalten.

Hochmotiviert bestücken wir unsere Behälter mit Erde und säen die Keimlinge, nachdem sie die hierfür zugedachten Stunden eingeweicht wurden, liebevoll ein. Erbsen, Leinsamen, Brokkoli und Weizengras….wir strotzen vor Übermut. Das Ergebnis ist jedoch überschaubar: Ein Großteil der Saat geht nicht auf, andere Teile verschimmeln abermals. Ich zweifle an meinem grünen Daumen, wenn man bedenkt, dass das Ganze dann doch echt kein Hexenwerk darstellt.

Ein Unterschied bleibt jedoch: Die Aussaat in unserem Gewächshaus zeichnet sich dahingehend durch starken Wuchs der Gräser aus.

Hier ist nichts von Schimmelbildung oder dergleichen zu vermerken. Die Ernte ist im großen Stil von uns zu bewerkstelligen, da immer neue Gräser nachwachsen. Eventuell spielt die Luftfeuchtigkeit doch eine sehr große Rolle.

                                                                                               ★



Ein Wunder der Natur!

Beim Entsorgen der Behälter aus der Wohnung zeigt sich nun etwas Einzigartiges: Ein Geflecht aus Wurzeln, welches mathematisch nicht vollendeter angeordnet sein kann. Die Wurzeln ziehen Kreise wie aus Meisterhand. Die Größe der Rundungen wie aufeinander abgestimmt. Ein Wunderwerk der Natur, wenn man bedenkt, dass im oberen Erd-Bereich die Keimsaat wild durcheinander gesät wurde.

Gedanklich treten Verknüpfungen auf: Das Buch „Die Wurzelkinder“ war ein steter Begleiter in meiner Kindheit. Grob zusammengefasst brechen die Wurzelkinder im Frühling aus der Geborgenheit des Winterschlafs unter der Erde auf und ziehen als Blumen und Gräser mit den Käfern hinaus in die Welt. Hier bleiben sie den Sommer über, bis die Herbststürme sie wieder in die Erde zurücktreiben. Daran erinnern mich diese Wurzelberge, welche sich so filigran zu einer Einheit verbinden.

Fazit: Die Wurzelkinder stehen in den Startlöchern, der Frühling kurz bevor. Somit werden wir die nächsten Monate keine Experimentierversuche mit Weizengras und Co mehr durchführen. Aber wer weiß das schon, vielleicht nehmen wir es uns für die kommenden Wintermonate vor. Die Erfahrung mit dem Wurzelwerk ist für uns aber bedeutend.🌱