Tag: 13. August 2020

Sejerlänner Riewekooche

#Siegerland #Reibebrot #Engel #Lecker #Kartoffeln #easy #Füralle

Nun gut, ich bin ja nicht so und übersetze Euch unsere Überschrift. Schließlich habe ich einen echten Siegerländer an meiner Seite, der diese Sprache kennt: Siegerländer Reibekuchen. Ein Kartoffelbrot sozusagen. Da seid ihr platt, wohl? Also ich als Schwäbin auch. ツ

Wir backen heute also ein originales Siegerländer Reibebrot…naja nur fast. Schließlich kennt ihr mich und wisst, dass die Zauberküche mich zum zaubern verleitet.

Ein Special Edition Siegerländer Reibekuchen mit rotem Herz in der Mitte also: Ein Riewekooche Brot sozusagen mit Schmackes. Irgendwie möchte ich unsere Rote Beete meinem Gemüsekobold etwas näher bringen. Schon gemein…aber sehr gesund. Lasst uns beginnen.

Zutaten

  • 7 g Hefe
  • 490 g Kartoffeln (ca. 9 Stück)
  • 2 TL Salz
  • 415 g Dinkelmehl 630
  • 120 g Hafer Soja Drink
  • 1 Prise Zucker
  • 3 kleine Rote Beete

Zubereitung

Also diese Anzeige auf der Waage könnt ihr vergessen. Bei uns hat sich alles während des Experimentierens zahlenmäßig verändert.

Die Hefe in etwas warmer Milch und einer Prise Zucker auflösen. Mit Mehl bestäuben und stehen lassen.

Währenddessen entsafte ich die Rote Beete.

Die Kartoffeln schälen und fein reiben. Diese dann zusammen mit dem Salz in die Hefemilch geben. Das Mehl zufügen. Mit soviel Milch  verrühren, dass ein zähflüssiger Teig entsteht. Den Teig lassen wir zwei Stunden gehen.

Dann noch einmal gut durchkneten und evtl. etwas Flüssigkeit oder Mehl dazugeben, bis der Teig die richtige Konsistenz hat. 1/4 der Masse mit der Roten Beete und etwas Rote Beete-Saft vermengen. Dieser rote Teig wird das Herzstück unseres Reibekuchens.

Den Teig auf eine Kastenform verteilen mit dem roten Teig befüllen, oben verschließen und noch einmal etwa 1/4 Stunde im vorgewärmten Backofen bei 50°C gehen lassen. Den Backofen dann auf 200°C aufheizen. Sobald die Temperatur erreicht ist, auf 160°C herunterdrehen und etwa eine Stunde ab diesem Zeitpunkt backen.

Jaja Lillyfee….der Sejerlänner Riewekooche duftet so lecker und sieht wunderschön aus.

Das Brot wird traditionell im Siegerländle gerne mit gesalzener Butter gegessen. Oder mit dem originalen Grafschafter Goldsaft, der auch vegan ist. Achtet bitte trotzdem auf die Inhaltsstoffe. Wer weiß, was die Hersteller sich einfallen lassen.

Fazit: Das Reibebrot hat mich komplett überzeugt. Gerne werde ich es für meinen Siegerländer Traummann in der Originalfassung, sprich OHNE Rote Beete, gerne noch einmal backen. Probiert es aus. 🌱

Bohnen-Tipi

#Bohnen #frisch #fettfrei #regional #vegan #saisonal #Feld #grün

Unsere Gemüsekiste beinhaltete auch ein Päckchen frischer Bohnen mit Bohnenkraut. Bohnen erinnern mich grundsätzlich an unsere Polo-Omi, durch die immer eine Tupperdose gekochter Bohnen im Kühlschrank stand. Als Jugendliche habe ich nach der Schule so gerne davon genascht. Deshalb werden wir heute Bohnen zubereiten.

Bei den heißen Temperaturen möchten wir damit einen leckeren Bohnensalat in Form eines Tipis zaubern. Im Waldkindergarten haben wir so ein Indianerzelt schon aus Ästen gebaut, warum also nicht auch in unserer Zauberwald-Küche. Ich weiß zwar nicht, ob die Indianer zu früheren Zeiten über Bohnen verfügt haben, spätestens jetzt, mit unserem Bohnen-Tipi, würden die grünen Stangen Einzug in das Indianerdorf halten.

Zutaten

  • 1/2 Kilo Bohnen mit Bohnengrün
  • Gemüsebrühe

Zutaten Vinaigrette

  • weißer Balsamico
  • Balsamico-Crema
  • Zitronensaft
  • Senf
  • Wasser
  • Italienische Kräuter
  • Petersilie

Zubereitung

Nun kommt der meditative Teil: Mit der Hand oder einem Messer, bei jeder einzelnen Bohne die beiden Endspitzen entfernen. Ausprobieren, ob die Bohnen Fäden haben, wenn ja, auch diese mit dem Messer entfernen.

Das mag sich für solche Ungeduldsbolzen wie mich etwas langwierig anfühlen. Aber es ist ein guter Zeitpunkt, um sich an Gedichte und Sprüche zu erinnern und diese im Innern aufzusagen. Ich mache das und bin erstaunt, was meine alten Zellen noch für Erinnerungsvermögen besitzen. ツ

So vergeht die Zeit…

…und schwups sind die grünen Bohnen bereit für ein Gemüsebrühe-Bad. Jucheee, hinein damit.

Aber bitte erst hineingeben, wenn die Gemüsebrühe kocht. Dann sind die Böhnchen nach ca. 15 – 18 Minuten gar, haben aber noch leichten Biss.

Um das tolle Grün der Bohnen zu bewahren, könnt ihr 1 TL Backpulver in das Kochwasser geben. Wir verfeinern mit Bohnenkraut, denn es macht das Gemüse bekömmlicher und ist geschmacklich eine Bereicherung. Dazu lassen wir das Kraut einfach mitköcheln.

Bereitet dann die Vinaigrette zu.

Über die noch lauwarmen Bohnen gebt ihr die fettfreie Salatsoße und lasst alles schön durchziehen. Bei uns war das ein halber Tag.

Dazu gibt es bei uns Kartoffeln.

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Nun könnt ihr auch schon an das Tipi bauen gehen. Schichtet Euch die Bohnen so auf den Teller, dass es Eurem Auge gefällt. Gebt Eure Beilagen dazu und genießt dieses sommerliche Essen.

Hier hat der Zauberwaldkönig das BohnenTipi bereits zerkleinert. ツ

Dieser Rosenstrauß untermalt unseren Esstisch und ist ein Geschenk von meinem Gemüsekobold.

Fazit: Ein perfektes Essen für solch heiße Temperaturen wie heute. Probiert es aus. Go vegan. 🌱

Pink-Panther-Dip

#RoteBeete #Rosa #Pink #Rohkost #fettfrei #dippen #Aufstrich #Frauen

Der eventuell beste, tierleidfreie, vegane und fast fettfreie Dip ever. Nach meinem Geschmack. Der Gemüsekobold ist sich da noch nicht ganz sicher. Es ist die Kombination Sellerie und Rote Beete die ihm Aufstößt…also bildlich gesprochen. Es mundet ihm nicht. Dagegen bin ich beim Verzehren dieser pinkfarbenen Creme im 7. Himmel. Aber vielleicht haben wir Frauen einfach einen höheren Rote Beete-Bedarf als unsere männlichen Schätze. Wer weiß das schon. Testet es einfach aus.

Jedenfalls sieht der Dip verdammt gut aus und schmeckt einfach erfrischend gut. Legen wir los.

Zutaten

  • 100 g Sellerieknolle (ca. 2 Scheiben)
  • 1 große Rote Beete
  • 15 g geschälte Hanfsamen
  • 5 g Hefeflocken (optional)
  • 1 TL gemahlene Leinsamen
  • Knoblauch- und Zwiebelpulver
  • 50 ml Wasser

Zubereitung

Vorbereitend schneiden wir Karotten in mundgerechte Stücke. Diese möchten wir dazu naschen. Sie sind für den Dip also nicht zwingend notwendig. Ihr könnt Euch auch Selleriestangen oder Gurken dazu richten.

Zerkleinert den Sellerie in kleine Stücke, damit Euer Mixer später nicht arg zu kämpfen hat.

Auch die Rote Beete in kleine Stücke schneiden.

Das Gemüse mit den Hanfsamen, dem Wasser und den weiteren Zutaten in den Mixer und los geht es. Es kann gewirbelt werden.

Richtet Euch die Creme in kleinen Schälchen an und genießt die farbenfrohe Zauberei.

Fazit: Rohköstlich, fast fettfrei und ultraschnell zubereitet. Go vegan. 🌱

Kartoffelkiste

#Basteln #Malen #selbermachen #günstig #easy #Kinder #Zwerge

Mit unserer Gemüselieferung kommt auch ein großer Sack Kartoffeln, welchem wir in unserer heutigen Mal- und Bastelaktion eine Aufbewahrung kreieren möchten.

Utensilien

  • Karton
  • Farbe
  • Pinsel oder Handschuhe
  • Unterlage

Vorgehensweise

Mischt Euch die für Euch passende Farbe zusammen, welche Eure Kartoffelkiste zieren soll. Wir haben Dunkelbraun und Ocker gewählt.

Sucht einen Karton aus, der Euch zwecks der Größe entspricht und schneidet die oberen Schließelemente ab, damit ihr eine luftige Aufbewahrung erhalten könnt.

Nun bemalen wir unsere Kartoffelkiste mit der Grundfarbe. Lasst es schön antrocknen. Bei den momentanen Temperaturen geht das recht zügig.

Nun geht es ans Verzieren. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf.

Nun könnt ihr einen schönen Platz suchen, um Eure leckeren Kartoffeln zu lagern.

Die Zwerge nehmen dafür gerne bunte, grelle Farben. Lasst sie sich austoben. Sie können sich beispielsweise Aufbewahrungskisten für ihre Zimmer gestalten oder auch für die Kita ein Geschenk zaubern. Irgendwie fehlen hier immer Aufbewahrungselemente. Farbenfroh, ordnungskonform und durchaus ein Kunstwerk. Bravo ihr Lieben.

Fazit: So einfach und fast kostenlos. Minimalismus par excellence und das sehen und fühlen auch die Zwerge. 🌱

Gemüsekiste

#Gemüse #Natur #vegan #gesund #bunt #geliefert #regional ✿❀✿

Eeeeendlich ist es so weit: Unsere Gemüsekiste kommt! Wir freuen uns wie kleine Kinder und können unseren Augen schon fast nicht trauen: Eine Farbenpracht in allen Nuancen und unterschiedlichen Farbtönen. Das erfreut unser Herz und später unseren Körper.

Aber gehen wir einmal zurück, in das Jahr….nein, natürlich nicht Leute. ツ  Gehen wir ein paar Monate zurück. Seit Wochen, vielleicht sogar Monaten, hören wir diese intensive Bimmel-Glocke immer am gleichen Tag und das sympathische Rufen: „Kartoffeln, wer möchte Kartoffeln, Äpfel und Spinat….Kartoffeln?“.

Nun gut, wir leben im Jahr 2020, aber fühlen uns irgendwie wie in früheren Zeiten.

Abermals gut leben wir im Süden und fühlen uns dadurch trotzdem den Marktschreiern von Hamburg, unrelevant wegen welchen schlimmen Produkten diese herumplöken, so nahe.

Wir sitzen also am Arbeiten und können einfach nicht weghören.ツ

Nach Recherche bekommen wir tatsächlich heraus, dass dieser Lieferant in der Nähe von uns ist, also regionale und auch saisonale Produkte aus der Umgebung anbietet. Schwups ist bestellt, auch für die Family und ein Tag später wurde geliefert.

Lillyfee kann es kaum glauben. So viel Gemüse in einer Kiste. Aus dem Staunen kommt sie gar nicht mehr heraus. Wir übrigens auch nicht. ツ

So viel Grün….

…und auch die Rottöne sind so faszinierend.

Tomaten, Radieschen, Sellerie, Rote Beete, Karotten, Champignons, Salate, Bohnen, Äpfel, Zwetschgen, Mirabellen und vieles, vieles mehr. Danke möchte ich sagen, dass wir so viel von Mutter Erde erhalten, aber auch den Menschen, die dafür sehr viel leisten müssen. Das ist ein Knochenjob. Bio-vegan wäre Priorität, dann wäre die Balance für uns alle geschaffen.

Gemeinsam mit unserem selbst geernteten Obst schaut alles so erfrischend schön aus.

Wir Veganer essen nur Gras und Steine? Träumt weiter…. ツ

Fazit: Wir sind durch dieses sagenhafte Gemüse leider Wiederholungstäter und werden definiv wieder und wieder und wieder bestellen. Danke, dass es so fleißige Menschen und Familien gibt, die uns so einen Service ermöglichen. Go vegan. 🍅🥬🥒🥔🥕

Obsternte

#Obst #Wiese #Natur #kostenlos #umsonst #gratis #Dankbarkeit ❀ ✿ ❁ ✾ ✽ ❃ ❋

Umgeben von weiten Wiesen und wildwachsenden Bäumen und Sträuchern eröffnet sich uns ein Gabentisch, frei zugänglich, von Mutter Natur. Diese robusten, meist recht anspruchslosen Bäume und Sträucher liefern vielfältig nutzbare Früchte für zum Teil ungewöhnliche Geschmackserlebnisse und das völlig umsonst.

Oft schon haben wir uns gefragt, warum die meisten Menschen lieber in den Laden gehen, um dort Kirschen zu kaufen, anstatt einen schwer beladenen, wilden Baum von seiner Last zu befreien. Da faulen die wunderbar schmeckenden roten Perlen einfach so vor sich hin und der Mensch möchte lieber sein Geld dafür ausgeben.

Nun gut, eines unterscheidet die Kirschen im Laden zu denen auf dem wilden Baum: Die Zuchtware gleicht einem Bildnis. Alle haben die gleiche Form, Größe und Farbe. Das kann man von dem wildgewachsenen Obst wohl eher nicht behaupten. Außerdem ist scheinbar das Interesse nicht so groß, eigenhändig in stacheliges Geäst hineinzugreifen und Früchte zu pflücken, für die es irritierenderweise auch gar keine schriftlichen Angaben gibt: Keine Sortenbezeichnung, keine Handelsklasse, kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Kann man so etwas essen?

Naja, das war wohl jetzt etwas überzogen, aber wenn wir uns die prallgefüllten Bäume so ansehen, kommen solche Gedankengänge zustande.

Wer sich beim nächsten Spaziergang in seiner Stadt oder der Natur genau umsieht, wird allerlei essbare Köstlichkeiten entdecken. Prinzipiell ist Pflücken erlaubt, jedoch sollten einige Regeln beachtet werden.

Beachtet auf jeden Fall die Eigentumsrechte. Das ist sehr wichtig, damit ihr hier keine Probleme bekommt. In Reutlingen werden beispielsweise weiße Schleifen um die Bäume gebunden, welche signalisieren sollen, dass hier umsonst geerntet werden darf. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz darf man wild wachsende Früchte und Pilze „in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich entnehmen und sich aneignen“. Bayerns Landesverfassung zum Beispiel erlaubt in Artikel 141 ausdrücklich „die Aneignung wild wachsender Waldfrüchte in ortsüblichem Umfang“. Diese Gesetze….! Aber um auf der sicheren Seite zu sein macht es Sinn sich mit diesem Thema etwas zu beschäftigen, um nicht in ein Fettnäpfchen zu treten.

Online werdet ihr bestimmt fündig werden, was es in Eurer Gegend an Obst zu ernten und daher zu retten gibt. Auf mundraub.org beispielsweise findet ihr Standorte wildwachsender Früchte aller Art verzeichnet. Es ist eine mitmachende Community, welches die Seite ausmacht. Schaut doch mal rein.

Für uns ganz bedeutsam: Geht behutsam mit Baum, Strauch und Natur um. ღ

Hier schenkt uns die Natur wunderbar schmeckende lila Zwetschgen. Wir nehmen nur so viel mit, wie wir zwei Zauberwaldbewohner für den Eigenbedarf zuhause verbrauchen können.

Ein prall gefüllter Apfelbaum. Am liebsten suche ich den Boden ab und wähle die Früchte aus, die noch nicht von unseren Wurmfreunden bewohnt sind.

Reife Holunderbeeren.

Klee schmeckt wunderbar zusammen mit einem Apfel.

Auch Mirabellen landen bei uns im Körbchen.

Fazit: Vielleicht motiviert Euch das da draußen. Wir danken Mutter Natur und lassen es uns schmecken. 🍏🍎🍐 Go vegan. 🌱

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