Autor: Nadl

Weihnachtsmenü 2019 | PETA ✩

#Weihnachten #Menü #vegan #pflanzlich #tierleidfrei #Vorschlag #PETA ✮ ✯ ✰ ☆ ⭐

Wie jedes Jahr erhält Jens als Fördermitglied Weihnachtspost von PETA. Allgemeine aktuelle Informationen sind darin enthalten, eine Weihnachts-Glückwunschkarte und eine kleine Speisekarte mit Rezeptvorschlägen für das Weihnachtsdinner. Da schauen wir doch einmal genauer hin und entscheiden, diesen Vorschlag umzusetzen.

Wir kochen es also für Euch vor: Das PETA-Weihnachtsmenü 2019. Jedoch wie immer bei uns, in der abgespeckten Version, mit den Zutaten die vorrätig sind und die wir im Normalfall auch verwenden würden. Allgemein stehen wir sehr positiv der ausgewählten Menü-Wahl gegenüber, da sie im Großen und Ganzen Regionalität vorlebt und keine exotischen Lebensmittel in den Mittelpunkt stellt. Hier ein großes Dankeschön an den Koch.

Das PETA-Originalrezept verlinken wir Euch jeweils unter dem Menünamen. Unsere eigene Menükomposition werden wir Euch hier präsentieren.

Vier-Gänge-Weihnachtsmenü
für 2 Personen

  1. Gang

Orangen-Fenchel-Salat auf Endivie

Zutaten

  • 1 Fenchelknolle
  • 1 Orange
  • 1 Rote Zwiebel
  • 2 EL Walnusskerne
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz + Pfeffer
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1 TL Xylit
  • 150 g Endiviensalat
  • Balsamico, Walnussöl

 

Zubereitung

Schon im ersten Rezeptteil nehmen wir einige Veränderungen vor. Das liegt aber einzig daran, dass Jens auf Fenchel nicht wirklich gut zu sprechen ist, weshalb ich dieses Gemüse auch dünsten werde. Auch Rucola zählt nicht wirklich zu unserem Lieblingssalat, deshalb ersetzen wir ihn mit einem etwas weniger bitteren Endiviensalat

Den Fenchel waschen wir und hobeln ihn in feine Streifen. Kurz andünsten und dabei würzen.

Auch die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden, um sie auch in der Pfanne anzubraten.

Unser überengagiertes Mädchen, macht mit wo sie nur kann. Was würden wir ohne Dich nur tun? Lillyfee, Du bist so wunderbar, aber lass uns bitte die Zwiebelchen. 🐈

Die Orange in mundgerechte Stücke schneiden und die Walnüsse in der Pfanne anrösten.

Den sauberen, klein gezupften Endiviensalat mit der Orangen-Fenchel-Komposition anrichten und mit den angerösteten Walnusskernen garnieren. In der Balsamico-Walnuss-Soße durchschwenken und servieren. Mit dem Fenchelgrün noch dekorieren.

2.Gang

Fruchtige Rote-Beete-Süßkartoffelsuppe mit Mandelschaum

Zutaten

  • 1 Rote Beete
  • 350 g Süßkartoffeln
  • 1 Birne
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stück Ingwer
  • Saft einer ½ Zitrone
  • 1 EL Gemüsebrühepulver
  • 1 ½ Olivenöl
  • Salz + Pfeffer
  • 500 ml kochendes Wasser
  • 1 EL weißes Mandelmus

Zubereitung

Süßkartoffeln und Rote Beete schälen und mit der Birne klein schneiden.

Ingwer und Zwiebel ebenso schälen, beides klein würfeln und in einer Miniaturdosis Olivenöl kurz anschwitzen. Süßkartoffel, Rote Beete und Birne hinzu geben und alles kräftig anbraten. Mit Gemüsebrühe auffüllen bis alles bedeckt ist und 20 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.

Anschließend die Suppe pürieren, den Zitronensaft unterheben und mit den Gewürzen abschmecken.

Auf Tellern anrichten und mit ein paar Klecksen Mandelmus verzieren.

  1. Gang

Gekräuterte Kartoffelrolle mit Maronen-Champignon-Gemüse in einer Preiselbeersoße

Zutaten

  • 375 g Kartoffeln
  • 135 g Weizenmehl
  • Etwas Muskatnuss
  • 1 Bund Petersilie
  • Saft ½ Zitrone
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz + Pfeffer
  • Frischhaltefolie
  • ½ Glas Preiselbeeren
  • 200 vorgekochte Maronen
  • 300 g frische Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 75 ml trockener Rotwein
  • ½ TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 EL Sojasoße
  • 1 EL Tomatenmark

Zubereitung

Die Kartoffeln in Gemüsebrühe gar kochen und anschließend fein stampfen.

Alles kurz abkühlen lassen und das Dinkelmehl + Olivenöl unterkneten. Mit den Gewürzen abschmecken.

Champignons putzen und vierteln. zwiebeln fein würfeln und in Olivenöl anschwitzen. Champignons und Maronen unterheben und kräftig anbraten. Dann Sojasoße, Tomatenmark und Paprikapulver unterheben. Für die Soße haben wir die Menge diesmal nicht auf zwei Personen runter reduziert, da wir einen Teil davon für die Füllung unserer Kartoffelrolle verwenden möchten.

Auch die Preiselbeeren und den Rotwein hinzugeben. Kurz aufkochen lassen und 10 Minuten, bei geschlossenem Deckel weiterköcheln lassen.

Für das Innenleben der Kartoffelrolle einen Teil der Soße mit dem Bund Petersilie und etwas Flüssigkeit pürieren.

Den Kartoffelteig auf ein großes Stück Frischhaltefolie geben und grob ausbreiten. Ein weiteres Stück Frischhaltefolie auf den Teig legen und diesen mithilfe eines Nudelholzes auf eine Größe von ca. 30 x 20 cm ausrollen. Er sollte ca. 1,5 cm dick sein. Den Teig quer zur Arbeitsfläche legen und die Soßenmasse darauf ausstreichen. Oben und unten sollte ein ca. 3 cm breiter Rand frei bleiben. Mithilfe der Frischhaltefolie den Teig vorsichtig aufrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Die Oberfläche mit etwas Olivenöl einstreichen und bei 175 C° Umluft ca. 30 bis 40 Minuten goldgelb backen.

4.Gang

Mandel-Grießpudding auf Mousse au Chocolat

Zutaten

  • 250 ml Mandelmilch
  • 1 ½ EL Mandelmus
  • 3 EL Hartweizengries
  • 2 EL Quittengelee
  • 1 EL Xylit
  • Vanille

Soße

Zutaten

  • 200 g Seidentofu
  • 2 TL Kakao
  • 1 EL Quittengelee
  • Xylit
  • Vanillearoma

Zubereitung

Die Mandelmilch zusammen mit dem Mandelmus und den Süßungskomponenten zum kochen bringen. Den Grieß unter ständigen rühren einrieseln lassen, von der Kochstelle nehmen und eine Minute kräftig weiter rühren. Anschließend in mit Wasser ausgespülte Förmchen geben und abkühlen lassen.

Den Seidentofu zusammen mit Kakao, Quittengelee, Xylit und Vanillearoma zu einer glatten Mousse mixen und für mindesten eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Pudding aus den Förmchen holen und mit der Mousse au Chocolat anrichten. Verziert es nach Belieben und Gusto.

Fazit: Ein regionales und saisonales Weihnachtsessen ohne großen Aufwand. Einfach in der Durchführung und praktisch, da die Gerichte auch weitgehendst vorbereitet werden können und dabei nichts an Geschmack verlieren. Die Original-Rezepte von Alexander Flohr, der dieses Menü für PETA zusammengestellt hat, entnehmt ihr bitte den von uns beigefügten Links. Wir wünschen Euch allen ein wunderbares Fest, ein paar erholsame Tage voller Frieden und Liebe im Herzen, für unsere Mitmenschen, wie auch allen Tieren dieser Erde. ⭐

Vogel-Futter-Karussell 🐦

#Winter #Tiere #Vögel #Hunger #Überleben #Nahrungsmittelknappheit #Freunde #Liebe ♡ 🐦🎡

Es ist Winter. Die Böden sind gefroren und unseren gefiederten Freunden mangelt es an Nahrung. Wir möchten gerade jetzt helfen und tischen groß auf in unserem tierischen Vogel-Restaurant.

Hierfür wird in unserer Zauberküche eifrig gekocht und gewerkelt. Ein Winter-Dinner par excellence ist geplant.

Wir möchten nichts Fertiges kaufen, da hier meist tierische Inhaltsstoffe enthalten sind. Achtet da bitte darauf. Futterkringel oder Futterzapfen lassen sich sehr einfach aus Kokosfett und Weichfutter herstellen was die Tiere unendlich freut. Sie sind so dankbar dafür. ♡

Mit den selbst hergestellten Meisenringen könnt ihr losziehen und damit die Bäume in Wald und Wiesen schmücken. Die Erdnussketten werden an Bändeln aufgehangen und die Äpfel und Erdnüsse aufgefädelt.

Kinder mögen solche herzerwärmenden Aktionen sehr gerne. Mittlerweile wird sogar In der Spiele-Küche für die Vögel gekocht!

Zubehör

  • Körner, Nüsse, Haferflocken, Äpfel…
  • Kokosnussöl
  • Backofengitter, Backpapier
  • Nadel, festes Garn
  • Zange
  • Zweige
  • Bindfaden, Packschnur
  • Draht

Zauberwald-Vorgehen

Das Kokosnussöl schmelzen lassen. Die Körner nach Belieben einrühren und in ein Förmchen geben, oder wie wir, auf dem Backblech zu runden Plätzchen formen. Kalt stellen.

Wir haben uns für einen rustikalen Kranz aus Zweigen ohne viel Schnickschnack entschieden. Das könnt ihr handhaben wie ihr wollt. Was zu Euch und Euren Piepmätzen am besten passt.

Dafür die Weidenzweige in Wasser einweichen, um sie dann formen zu können und mit Basteldraht fixieren. Die Nüsse, Äpfel und Birnen auffädeln und eventuell noch mit einem Sitzstöckchen bestücken.

Dekorieren könnt ihr das Vogel-Restaurant mit Tannenzweigen oder eben dem was Euch der Garten oder die Natur auf Eurem Wege hergibt.

Leider soll es nicht sein: Unsere Bedenken treten tatsächlich bei den ersten Sonnenstrahlen ein und lassen das Kokosfett schmelzen. Unsere Vogelplätzchen brechen auseinander und fallen zu Boden. Lillyfee nutzt sogleich die Chance und macht sich über die Leckereien her.

Einer unserer Lieblingsmenschen übergibt uns daraufhin zwei Päckchen Palmin, da in der Menschenküche keine Verwendung dafür stattfindet. Sie ist überglücklich für das Loswerden dieser Artikel und wir auch, um abermals einen Vogel-Plätzchen-Versuch starten zu können. Nichts muss entsorgt werden, nichts muss gekauft werden. Nachhaltigkeit findet auch hier in diesem Bereich statt.

Wir befüllen diesmal Muffinförmchen mit unseren Vogelkörnern und übergießen sie mit dem geschmolzenen Palmin.

„Du bist doch kein Vögelchen, Samtpfote!“ ♡ツ🐈

Fazit: An unserem selbstgebastelten Vogel-Futter-Karussell können sich unsere gefiederten Freunde nun erfreuen. Die Vogel-Plätzchen kommen wunderbar an und sind auch eine Augenweide. Einzig bei wärmeren Temperaturen bezweifeln wir, dass abermals das Fett den Wetterverhältnissen standhält. Wir sind hier für praktische Alternativen dankbar. Wir möchten nur keine Netze nehmen, da sich unsere gefiederten Freunde hier verfangen können. Zumindest haben wir das gelesen. Falls wir hier falsch informiert sind, könnt ihr uns gerne berichtigen. 🐦

Glückskiste | zweimal Lecker

#Gemüseglück #Rettung #Foodsaving #Nahrungsmittel #Helfen #Engagement #Liebe ♡ 

Dieses Wochenende retten wir von unserem Gemüse-Dealer des Vertrauens zwei Kisten Bio-Ware für 7 €uro, was uns ganze zwei Tage rundum versorgt. Seid gespannt, was man aus „fast“ nichts zaubern kann und macht es uns nach. Gemeinsam können wir so ganz einfach die Welt ein bisschen heiler machen und zumindest dem Wegwerfkonsum die Stirn bieten.

Inhalt unserer Kisten

  • 4 Salatköpfe
  • ½ Gurke
  • 1 kg Karotten
  • ½ Sellerie
  • 1 schwarzer Rettich
  • 2 kg Kartoffeln
  • 1 kg Rosenkohl
  • 2 Bund Dill
  • 2 Bund Petersilie

Aus unserem Foodsharing-Café

  • 1 Bund Mangold
  • 1 Stengel Grünkohl
  • 3 Urkarotten

Gekauft

  • 1 Becher tierleidfreier Naturjoghurt
  • 1 x Sojaquisine
  • 1 Handvoll Mini-Champignons
  • 3 Kohlrabi
  • Pfefferonen

Vorrätig

  • Zwiebeln
  • Gewürze

Die Vorbereitungen starten, lasst uns beginnen.

Den gold-gelb-farbenen Mangold blanchieren wir mit dem Grünkohl in etwas Gemüsebrühe gar.

Schwarzer Rettich und Sellerie zählen bis zum heutigen Tag nicht unbedingt zu unseren regelmäßig konsumierten Gemüsesorten.

Deshalb überlegen wir auch kurz, was wir damit Schönes in unserer Zauberwaldküche heraufbeschwören sollen. Die Entscheidung fällt einstimmig: Schnitzelchen sollen es werden.

Diese bereitet Jens mit unserem neu erworbenen Eiersatz Vollei zu, welches auf der Basis von Lupinenmehl hergestellt wird. Ein Gedicht.

Aus einigen der Karotten und Zwiebeln kocht der Hausherr dazu eine eigene Bratensoße. Hier wird die Flüssigkeit immer wieder reduziert, damit der Geschmack in das Gemüse übergeht.

Den größten Teil der Karotten verarbeiten wir zu Karottengemüse mit einer Petersilien-Sahne-Soße.

Dazu gibt es einen grünen Salat mit einer Kräuter-Joghurt-Soße und Kartoffelspalten. Wir sind so gesättigt von diesem reinen Gemüsemahl, dass wir die weiteren Zutaten am nächsten Tag verspeisen möchten.

Die restlichen Karotten vom Vortag werden heute zu einem saftig, rot-orangefarbenen Balsamico-Dill-Karottensalat.

Aus den Kartoffeln und den Kohlrabi zaubern wir Spiralen, wie Locken aus Mozarts Zeiten. ツ

Außerdem braten wir Zwiebeln an und garen in etwas Gemüsebrühe die Champignons und den Rosenkohl.

Lillyfee, Du bist noch nicht an der Reihe und musst Dich noch etwas gedulden. ♡ツ🐈

Wir genießen unser Adventsmahl und erfreuen uns an allem was wir haben. ♡

Fazit: Unser Körper ist erfüllt mit Gemüse und dem guten Gewissen, dass diese Lebensmittel von uns gerettet wurden und nicht in der Tonne landen mussten. Probiert es aus. Fragt, wenn Euch etwas unklar ist, nach. Wir geben Euch in dieser Rubrik keine Rezepte, sondern die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen und zu sehen, dass mit den kleinsten Gesten, großes bewirkt werden kann. Vor allem, wenn wir das gemeinsam tun. Go vegan. 🌱

Tierleidfreie Bratwurscht

#vegan #pflanzlich #fettfrei #proteinreich #selbstgemacht #Abwechslung 🌭🌱

Fleischersatzprodukte sind ein no-go! Sagt wer?

Bestimmt nicht wir.

Aber gerade von extrem unsicheren Carnivoren wird ja oft wie folgt argumentiert: „Wer kein Fleisch essen mag, soll auch auf Fleischersatzprodukte verzichten. Denn wer Fleisch ablehnt, darf auch nichts essen was wie Fleisch aussieht und danach schmeckt und in echt gar kein Fleisch enthält.“

Aha. Sagt nochmal wer?

Solche Argumente sind wenig hilfreich und führen auch zu nichts.

Es geht darum, wo immer möglich sinnloses Leid und überflüssige Umweltbelastungen zu verhindern. Beides findet im Zusammenhang mit der Fleischproduktion jedoch statt. Wenn es daher mit Hilfe von gesunden Ersatzprodukten möglich ist, Leid und Umweltbelastung zu verringern, warum nicht? Übrigens marschiert auch Wurst nicht auf vier Beinen durch die Landschaft sondern wird aus Endloszutaten und unter schlimmsten Qualbedingungen der Tiere erst hergestellt. Hier, schön zusammengefasst.

Es ist also für den Menschen völlig normal, dass er seine Mahlzeiten aufwändig zubereitet und vor dem Verzehr verändert. Ob man daher bei Lust auf etwas herzhaft Gewürztem zu einem Produkt aus Tofu greift oder zu einem aus Fleisch, spielt somit keine Rolle. Rein am Aufwand gemessen. Was die Verhinderung von Mord und Totschlag betrifft hingegen schon. Wir haben alle eine Verantwortung unseren lieben tierischen Freunden gegenüber. Lasst sie uns wahrnehmen und uns für die Gerechtigkeit einstehen.

Falls ihr nichts gegen Saitan habt und es Euch gesundheitlich auch nicht beeinträchtigt, machen wir mit Euch heute eine pflanzliche, kohlenhydratarme, fettfreie Bratwurst. Ganz ohne Zusätze. Vielleicht liebäugeln da auch einmal die Ersatzprodukt-Gegner und springen über ihren Schatten. Wer weiß das schon. Uns würde es freuen, denn was gibt es besseres als eine „normale“ Mahlzeit zu sich zu nehmen, abseits von Leid und Schmerzen. Für uns das einzig Wahre. Mit den Inhaltsstoffen kann unendlich variiert werden: Von Gemüse, über Kichererbsen bis Linsen und Bohnen. Diesmal haben wir uns für die Kombination aus Saitan und Seidentofu entschieden. Probiert es doch mal aus.

Unsere Bratwurst ist OHNE: Qual, Grausame Tierhaltung, Massentierhaltung, Tierleid, Tier, Schwein, Rind, Kalb (Baby-Kuh), Schafdarm, Speck, Tier-Backen, Rohwurst, Ei, Milch, Casein, Kutterhilfsmittel, Dextrose, Gen-Soja, Di-und Triphosphat E450, E451, E575, Ascorbinsäure E300, Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren E471, Natriumascorbat E301, Aroma, Geschmacksverstärker E 621, jodiertes Nitritpökelsalz, Antibiotika, Gen-Futter, Phosphate, Säuerungsmittel, tödliche Keime.

Unsere Bratwurst ist MIT: Liebe, Zuversicht, Saitan, Seidentofu, Bio-Sojasoße, Wasser, Gemüsebrühe, Gewürze.

Nun lasst uns voller Freude, Glück und Frohsinn in unsere tierleidfreie Wustproduktion starten.

Zutaten

  • 300 g Saitan
  • 200 g Seidentofu
  • 44 ml Wasser
  • 1 ½ TL Brühe
  • 1 EL Schnittlauch
  • 1 EL Petersilie
  • ½ TL Majoran
  • Etwas Pfeffer
  • Sojasoße (optional)

Vorbereitung

  1. Teilt ein Backpapier in vier Teile
  2. Bereitet Euch in einer etwas längeren Variante alte Baumwolltücher vor
  3. Falls ihr auf keine Baumwolltücher ausweichen könnt, Frischhaltefolie vorbereiten
  4. Schneidet Euch Bindfäden zurecht

Zubereitung

Alle Zutaten außer dem Saitan in einem Hochleistungsmixer sämig mixen.

Die Masse mit dem Saitan nun mit dem Knethaken verrühren.

Auf die Backpapier-Rechtecke verteilen und in die gewünschte Form bringen.

Aufrollen und zusätzlich ein zweites Mal in die Tücher einrollen und an den Enden zubinden.

Wir haben einen Teil unserer Würschtle statt der Tücher in Frischhaltefolie gewickelt. Hierbei könnt ihr ganz gezielt die Teigmasse zusammenzwirbeln, welche dann im Endergebnis fester erscheinen. Hierfür an beiden Enden gefühlt endlos gegenzwirbeln und verknoten. Versucht es bei Eurem ersten Versuch erst einmal so. Aus Umweltschutzgründen sind wir dann auf Baumwolltücher umgestiegen und spielen auch theoretisch mit dem Gedanken einer Wurstfüll-Maschine mit pflanzlicher Sojahülle. Dann hätte sich das Umweltproblem gelöst. Wir werden sehen.

Nach 25 Minuten die Würstle aus dem siedenden Wasser holen und kurz abkühlen lassen. Die Enden abschneiden, aus dem Baumwolltuch und dem Backpapier ausrollen. Unser Tipp: Schneidet nur eine der beiden Seiden auf, dreht die Bratwurst um und drückt mit dem Endteil eines Löffels oder Messers die Wurst aus der selbstgebastelten Pelle. Bei uns hat dies reibungslos geklappt.

Die Bratwürste in einer Pfanne mit einem Miniaturklecks Olivenöl anbraten.

Anrichten werdet ihr es so, wie ihr es kennt. Bei mir musste Grün in Form von Petersilie darüber. Da kringeln sich Jens Nägel, denn er mag es hier heute ganz klassisch mit Senf und/oder Tacos. So können wir Euch nur Beispielbilder liefern. Setzt es nach Eurem Gusto um.

Ja wo ist sie nur die tierleidfreie Bratwurst…? Sie hat sich unter einem Berg von Kichererbsen mit gelber Paprika versteckt. Tststs….. ツ

Tipp von Jens: Falls ihr keinen Seidentofu vorrätig habt, könnt ihr hier auch auf einen Teil MyEiweiß und ein pflanzliches Vollei ausweichen. Das Ergebnis ist auch hier brilliant. Fragt uns, falls ihr nähere Informationen darüber haben wollt. 

Fazit: Von der Konsistenz, dem Geschmack und Aussehen nach haben wir uns für die „Bratwurst“ als Namensträger entschieden. Würzt bitte nach Eurem eigenen Empfinden gut nach, da ihr sonst den Saitan-Geschmack zu intensiv empfinden könntet. Da wir die tierleidfreien Würstle zu unserer Currysauce gereicht haben, war das Geschmackserlebnis für uns völlig neutral. Das 1A-Gewürz hierbei ist übrigens der Majoran. Lasst es Euch schmecken. 🌭🌱

MyEy Eischnee | Mousse au Chocolat

#Eiweisspflanzlich #fluffig #cremig #Nachtisch #süß #Versuch #ohnealles 🍮🥚🥞

Wir testen das pflanzenbasierte Eiweiß der Firma MyEy. Eine vegane, rein pflanzliche Alternative zum Backen und Kochen ohne Ei. Laut Hersteller werden feinste Zutaten geschickt kombiniert, um vegane Speisen mit rein pflanzlichen Bestandteilen schmackhaft zu machen. Auch wer auf Grund von tierischen Fetten auf sein Cholesterin achten muss, findet hier einen Ersatz.

EyWeiß

Zum Anreichern der Speisen, Erhöhung des Nährwertes, Verfeinern & Verbessern der Krumenstruktur. Einfach mit Wasser verrühren. Aufschlagbar.

1 Dose EyWeiß ersetzt rund 40 Eiweiß!

Einsatzgebiete

Es bringt Volumen und Fluffigkeit und ist insbesondere geeignet für Baiser, Merengue, pikant & süß, geschlagener Ey-Schnee, SpiegelEy, Omelettes, Schoko-Küsse, Kaiserschmarren, uvm.

Vorteile

Einfach in der Anwendung, zum Eindicken, Abschmecken, Aufwerten, ganz natürlich & rein pflanzlich.

Zutaten

Maisstärke*, pflanzliche Eiweißquelle: (Kartoffeleiweiß, Erbseneiweiß, Lupinenmehl*), Speisesoda, Schwarzsalz*, Geliermittel: Xanthan und Johannisbrotkernmehl*, Weißer Pfeffer gemahlen*

* 75,6% der landwirtschaftlichen Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau

Preis: 9,90 €

Die Dosierung des MyEy Weiß ist auf der Dose genau beschrieben, wodurch wir ein 100% perfekt geschlagenes Eiklar erhalten. Begeisterung macht sich breit.

Ich wünsche mir so sehr ein Mousse au Chocolat, möglichst fettfrei. Deshalb experimentiere ich etwas und wähle folgende Zutaten für unsere abgespeckte Version:

Zutaten | Schoko-Schnee

  • 150 g Wasser
  • 2 EL MyEy Weiß
  • 40 ml Pflanzenmilch
  • 3 EL Puderzucker
  • 1 EL Kakaopulver

Zubereitung

Schlagt das MyEy Weiß in Wasser auf. 

Lillyfee….! Kakao ist nichts für alte Katzendamen. ♡ツ🐈

Verrührt die Pflanzenmilch mit dem Kakaopulver und dem Puderzucker.  Gebt diese Masse vorsichtig unter den pflanzlichen Eischnee. Rein technisch haben sich hier schon einige Fehler eingeschlichen, weshalb ich um so glücklicher über unser leckeres, fettfreies Ergebnis bin. 

Solltet ihr ein nahezu perfektes Mousse au Chocolat-Ergebnis anzielen, seid ihr mit dem Original-Rezept auf der sicheren Seite. Wir durften es probieren und sind begeistert.

Zutaten | Original MyEy Mousse au Chocolat:

200 g Zartbitterschokolade, 150 g Feinkristallzucker, 100 ml Pflanzenmilch, 30 g MyEy EyWeiß, 150 g Wasser kalt, 10 g MyEy EyGelb, 50 g Wasser warm, 1 Prise Salz, Schale einer halben Orange, gerieben. Das Rezept findet ihr hier.

Das EyWeiß von MyEy lässt sich ganz leicht zu Eischnee verarbeiten und stellt eine echte Alternative dar. Wer nicht immer Bohnen- oder Kichererbsen-Wasser zu Verfügung hat um sich sein tierleidfreies Eiweiß aufzuschlagen tut gut daran, einen solchen Ersatz vorrätig zu haben. Zumal das Ergebnis wirklich in allen Versuchen überzeugt hat. Unser eigenes, persönliches, fettfreies Rezept war jetzt mehr ein Schoko-Schnee, als ein Mousse au Chocolat. Haltet Euch zum Angeben vor der Verwandschaft deshalb bitte an das Original (siehe oben). ツ☯🍮

 

 

 

Die weltbeste Currysoße

#Curry #Soße #Berlin #Zuhause #Süßscharf #legendär #erprobt #getestet #fürgutbefunden

„Engel, wie hast Du noch einmal Deine weltbeste Currysoße gemacht?“. Kaum ausgesprochen, werde ich in die Küche der feinen Gewürze und Geschmacksnuancen entführt. Die Grundlage dieser Soße stellen passierte Tomaten dar, welche mit sehr vielen verschiedenen Gewürzen und der Süße von Aprikosen die Soße zu einem Unikat machen. Ihr kennt unsere Berliner-Currywurst-Challenge. Bei uns kann keine dieser Soßen dort mithalten. Wir haben es einfach raus. Testet es unbedingt aus.

Zutaten

  • 500 g passierte Tomaten
  • 2 TL Tomatenmark
  • 3 EL Curry
  • 2 EL Curry mittelscharf
  • 1 TL Paprika
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Chili con Carne-Gewürz
  • 1 TL Zwiebelpuver
  • 1 TL Kloblauchpulver
  • 12 Aprikosen
  • 1 TL Senf

Zubereitung

Die passierten Tomaten mit dem Tomatenmark und den Gewürzen vermischen.

Jens hat das Glas der passierten Tomaten mit Wasser ausgeschwenkt und in die Soße gegeben.

Hier seht ihr den Teil passierter Tomaten, etwas von den Gewürzen, 1 Klecks Senf und die Aprikosen, welche im Mixer püriert werden.

Madame Lillyfee, die Aprikosen magst Du doch gar nicht. ♡【ツ】🐈

Ein Viertel der Soße nun mit den Aprikosen in einem Mixer fein pürieren und zu der restlichen Soße hinzugeben. Das verleiht dem Gericht eine fruchtig süße Komponente.

Jens hat uns zu unserer weltbesten Currysoße eigene Bratwürste aus Seitan und Seidentofu hergestellt. Falls ihr Interesse an diesem Rezept habt, gebt uns gerne bescheid.

Diese tierleidfreien Bratwürste passen natürlich perfekt zu unserer Currysoße. Aber auch jedem anderen Gericht, verleiht dieses Rezept den ultimativen Gewürz-Kick.

Fazit: Selbst wenn ihr die Bratwürste, oder auch eine andere Beilage, relativ reduziert abschmeckt, wird durch die würzige Currysoße ein schmackhaftes Gericht dargereicht werden. Ihr könnt die Soße gerne mit angebratenen Zwiebeln verfeinern. In Berlin war dies sogar mit Sauerkraut möglich. Seid kreativ und probiert aus. Mit der Grundlage dieser Soße liegt ihr schon mal richtig. Lasst es Euch schmecken. 🌭🌱

 

Das Zauberlicht ✩

#Weihnachtszeit #Advent #Kinder #Augen #Freude #Sehnsucht #Erlebnis #Erkenntnis #Freundschaft ✩🕯🔮

Alle Mittel bleiben nur stumpfe Instrumente,
wenn nicht ein lebendiger Geist sie zu gebrauchen versteht!
Albert Einstein

Präsentieren werde ich Euch heute ein Angebot zur Advents- und Weihnachtszeit. Lichter erhellen den Raum, Spannung macht sich breit und der Zauber der Zeit nimmt seinen Lauf.
Geprägt ist die Situation momentan natürlich durch die Adventszeit und dem anstehenden Weihnachtsfest. Lieder, Gedichte und Geschichten im Morgenkreis orientieren sich daran. Bei den etwas älteren Kindern steht das Thema Zauberei und Hexerei im Vordergrund. Derzeit finden viele Gespräche darüber statt. Ein von uns gefalteter Düsenjet wird sogar per Zauberei gelenkt. Und auch beim Malen stehen Magie und Zauberstäbe ganz hoch im Kurs.

Beschreibung 
Herstellung eines Zauberglases

Das Glas wird aus mehreren Schichten von kreuz und quer übereinander geklebten Papierstreifen oder –schnipseln bestückt . Zum Kleben verwenden wir Kleister. Der Bezug zu der beschriebenen Situation lässt sich ganz klar von dem Interesse der Kinder an der Zauberei und der Magie herleiten. Die Beobachtung der Kinder hat die Idee zum gewählten Thema reifen und entstehen lassen. In Bezug auf die Zielsetzung erhoffe ich mir eine Gruppendynamik, welche zulässt, dass mit viel Freude an das Thema herangegangen wird. Die Kinder sollen sich wild und frei und voller Energie gemeinsam dem Thema annähern.

Mein methodisches Vorgehen beinhaltet, dass ich mein eigenes, schon fertiges Zauberlicht bereitstelle, um es den Kindern zu veranschaulichen. Dabei knüpfe ich an die Vorkenntnisse der Kinder an. Hier ein Tipp von mir: Nicht für jede Kindergruppe ist diese Variante geeignet, da ein schon fertiges Objekt nicht immer motivierende Eigenschaften aufweist. Beobachtet Eure Kinder und berücksichtigt bei der Planung Eures Angebotes deren Charakter, Entwicklung, Alter etc.
Den Gestaltungskriterien wie der Farbwahl räume ich einen eigenen Gesprächspunkt ein.
In der anschließenden Gestaltungsphase stehe ich den Kindern in den gemeinsamen Arbeitsschritten behutsam zur Seite. Sie sollen so viel wie möglich selbst entdecken und bekommen Freiräume zur Verwirklichung von eigenen Ideen.
Die in der Einleitung verwendete Geschichte „Die Hexe Pimpinella und der Drache Louis“ wurde in Zusammenarbeit mit einer Kollegin eigens dazu geschrieben um die Verbindung zum Zauberlicht herzustellen. Danke dieser lieben Person dafür. ♡

Mit der Dekoration und Gestaltung des Ateliers schaffe ich eine Atmosphäre zum phantasievollen und konzentrierten Arbeiten, wobei die Freude am kreativen Tun unbedingt Vorrang hat!

Anschließend werden die entstandenen Arbeiten gemeinsam betrachtet. Hierfür habe ich eine Ablage vorbereitet, welche durch die naheliegende Heizung gleichzeitig als Trockenplatz geeignet ist.
Das abschließende Gespräch mit den Kindern über den Arbeitsprozess und die entstandenen Werke und die gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung der individuellen Gestaltungswege führt die Kinder bedachtsam zurück.
Das gemeinsames Aufräumen beendet unser Kreativ-Angebot.

Richtziel: Förderung der Kreativität, Gruppenarbeit am Basteltisch

Grobziel: Die Kinder erweitern ihre Kenntnisse mit dem gewählten Material. Sie gestalten damit ihr Glas.

Feinziel: Die Kinder zerreißen Seidenpapier in kleine Stücke. Sie kleben das Glas mit Kleister und Zeitungspapier zu, ganz nach ihren Vorstellungen und entscheiden selbstständig über die Farbe ihrer Papierschnipsel.

Das Kind ist reich an Potentialen, stark, kraftvoll, kompetent
und vor allem verbunden mit Erwachsenen und anderen Kindern.
Loris Malaguzzi
Reggio Emilia

Auseinandersetzung mit dem gewählten Thema

Der Bezug zum Orientierungsplan stellt sich hier unter dem Bildungs- und Entwicklungsfeld „Sinne“ wie folg dar:
Die Kinder entwickeln, schärfen und schulen ihre Sinne (Hören, Sehen, Riechen, Tasten). Der Kleister wird gefühlt/gerochen, Papiere in Stücke gerissen, Anweisungen gehört, das Beispiellicht gesehen und Hände gewaschen.

Das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Denken“ fließt hier ein um Bekanntes zu variieren und weiterzuentwickeln, wie bei uns z.B. die Vorarbeit mit Kacheln (hier wurden Kacheln mit Kleister und Papier bestückt): Erkennen und sich erinnern!
Wort und Sprache werden durch die vorab erzählte Geschichte in der Einleitung gefördert, welche dann durch Wiederholung der wichtigsten Punkte nacherzählt werden können.

Das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Gefühl und Mitgefühl“ wird im sozialen Miteinander der Gemeinschaft beim Kleistern und anhand der Sprache/Kommunikation in diesem Prozess erlebt.
Es wird darauf geachtet, dass mit den Materialien und fremden Eigentum respektvoll
umgegangen wird. Auch das gegenseitige Helfen und die Ausstellung der gebastelten Werke zum Schluss dürfen nicht außer Acht gelassen werden.

Gestaltungsprozesse werden angeregt. Denn das Material lädt mit seinem mehr oder weniger stark schleimigem, klebrigem Charakter zum lustvollen Matschen und Kneten ein. Die Kinder festigen ihre feinmotorischen Fähigkeiten durch die einzelnen Bastelschritte.
Psychomotorischer Bereich: Die Handgeschicklichkeit wird beim Kleistern und Bekleben gefördert.
Insbesondere das Arbeiten mit Farben stimuliert die Sinne der Kinder und hat auch Auswirkungen auf die geistige Entwicklung. Das überlappen der einzelnen Farben (Seidenpapier) wird eine Vielzahl an Farbmischungen deutlich machen.
Sozialer Bereich: Die Kinder lernen durch das Teilen der verschiedenen Bastelmaterialien Rücksicht aufeinander zu nehmen: Ein Wir-Gefühl entsteht!
Affektiver Bereich: Durch Lob und Anerkennung wird das Selbstbewusstsein der Kinder gefördert.
Die Bedeutung des Raumes für den Selbstbildungsprozess des Kindes ist äußerst wichtig. Kinder brauchen eine anregungsreiche Umgebung, die ihr Tun herausfordert und unterstützt. Dieses Wissen setze ich in meinem gewählten Raum um, indem ich mit Licht und Farbe, Tüchern etc. arbeite und eine objektbezogene Lernwerkstatt entstehen lasse.
Die Umsetzung von inneren Bildern in Sichtbares/Begreifbares wird durch meine vorab erzählte Geschichte und die darauf folgende Bastelarbeit ermöglicht.
Die Ko-Konstruktiven Lernprozesse sollen angeregt werden. Somit sehe auch ich mich als aktiven Partner bei der Organisation der kindlichen Bildungsprozesse und Durchführung meines Angebotes.

Ich möchte Euch die wunderbare Geschichte meiner Kollegin gerne bereitstellen, weil so eine Kreativität Aufmerksamkeit verdient. Danke nochmals dafür.

Die Hexe Pimpinella und das Zauberglas                                                             

Die Hexe Pimpinella ist eine kleine Hexe, welche gerne zaubert und in einer kleinen Hütte im Wald wohnt. Sie liebt es anderen zu helfen und sie mit kleinen Zaubertricks zu überraschen. Eines Tages begegnet sie einem Drachen und hat anfangs große Angst vor ihm. Der Drache spricht zu ihr:
„Hallo, bist du Pimpinella die kleine Hexe? Ich bin Louis der grüne Drache“.
Pimpinella schaute ihn an und stammelt: „Ja…die bin ich wohl. Aber was möchtest du denn von mir?“
„Ich brauche deine Hilfe kleine Hexe. Du brauchst keine Angst vor mir zu haben, ich bin ein lieber Drache“

„Bei was könnte ich kleine Hexe dir denn helfen?“
„Meine Mutter ist schwer krank und nur ein Zauberlicht kann sie gesund machen. Es ist bunt und leuchtet ganz hell und klar. Ich weiß einfach nicht wo ich es finden kann“.

Pimpinella möchte dem grünen Drachen unbedingt helfen und überlegt lange.
„Ich habe eine Idee!“ sagt sie „Meine Zauberkugel kann uns den Weg zeigen“.
Louis ist überglücklich. Zusammen setzen sie sich vor Pimpinellas Glaskugel und die kleine Hexe spricht:

Zauberstab, Zylinderhut,
Zaubergeister, helft jetzt gut!
Abrakadabra 1,2,3
der Weg zum Zauberglas komme herbei.

In der Glaskugel wird der geheime Weg plötzlich ganz deutlich sichtbar. Pimpinella und Louis sehen sich an und gleichzeitig rufen beide: „Los geht´s“. Mit der kleinen Hexe auf dem Rücken fliegt der Drache also los. Die Reise dauert zwei Tage und zwei Nächte. Schließlich kommen die beiden zu einer dunklen Höhle und schleichen sich leise und vorsichtig hinein, um nach dem Zauberglas zu suchen. Ganz am Ende der Höhle finden, sie zugedeckt von Spinnenweben, das von Licht durchleuchtete Zauberglas und tanzen vor Freude im Kreis.
„Endlich kann meine Mutter wieder gesund werden. Vielen Dank Pimpinella. Du bist die beste kleine Hexe auf der Welt. Schnell, lass uns zurück fliegen, damit ich das Zauberlicht nach Hause bringen kann“.       
Zurück in Pimpinellas Hütte verabschieden sich die beiden und versprechen sich, für immer Freunde zu bleiben. „Tschüss Louis“ ruft Pimpinella dem Drachen hinterher. „Bis bald liebe Freundin“ schallt es aus der Ferne zurück.

Unsere Vorgeschichte orientiert sich am vorangegangenen Thema Krankenhaus und dem aktuellen Thema Zauberei, weshalb sich diese Geschichte genau damit beschäftigt. Ich motiviere Euch hier kreativ zu sein und Euch die Geschichte zur Einführung in das Thema einfach umzuschreiben. Passend auf die momentanen Themen Eurer Kinder.

Praktische Vorbereitungen
Mein Angebot findet im Mal- und Bastelzimmer statt. Es ist ein heller Raum mit einem runden Tisch und allen benötigten Arbeitsmaterialien. Die Gläser für das Zauberlicht habe ich mit bedacht ausgesucht, um jedem Kind die Möglichkeit zu bieten fertig zu werden. Da das wichtigste Material zur Herstellung eines Glasüberzuges Papier ist verwenden wir Seidenpapier, dieses ist saugfähig und deshalb gut geeignet. Ihr könnt wie ich für die Geschichte den Raum gerne ein wenig abdunkeln. Sprecht aber unbedingt mit den Kindern darüber und beachtet hier abermals, Entwicklung und Alter der Zwerge.

Eine Liste mit Material, Werkzeug und Hilfsmittel, aber auch Dekorationsutensilien wird Euch helfen alles zu organisieren und zu beschaffen. Mit der praktischen Übung könnt ihr das irgendwann aus Eurem Ärmel schütteln. ツ
Zusätzlich zum Arbeitstisch habe ich einen Materialtisch und einen Trockenplatz vorbereitet.
Auch das Anrühren von Farb– und Klebstoff, das Aufteilen der Materialien auf Teller, Wasserbehälter Bereitstellen, Papiere herrichten, Kittel und Lappen Bereitlegen wird von mir übersichtlich arrangiert.

Reflexion
Schon fertige Kinder dürfen gerne die Pinsel unter dem fließenden Wasser reinigen. Das birgt auch einige Freudensjuchzer. Wasser ist immer toll. 
Durch das Beschriften der Namensschilder und das entzünden des LED-Teelichtes hat die Rückführung der Kinder ein  nachvollziehbares Ende. Sie sind ganz im Hier und Jetzt und freuen sich über ihre Zauberlichter.
Einen Tag später erzählt ein am Angebot teilnehmendes Mädchen ihrer Mutter im Beisein von mir von dem Glibber und Schleimgefühl auf ihren Händen beim Herstellen des Lichtes. Bis ins kleinste Detail berichtet sie davon. Wir schmunzeln und erfreuen uns alle darüber. ♡

Future-Mango-Sorbet

#Süßkartoffel #Zukunft #Veränderung #Denken #Verantwortung #Kraft #Dank #Liebe 🍑🍠

Ein Mango-Sorbet OHNE Mango? Aus Süßkartoffeln? Undenkbar sagt ihr. Probiert es aus, sagen wir. Vielleicht wird es ja auch der Mangotraum der Zukunft. Wenn wir uns nämlich die Südfrüchte nicht mehr um die halbe Welt fliegen lassen können, um darin gedankenlos zu schwelgen. Weil die Voraussagungen der verehrenden Folgen der Umweltkatastrophen eventuell doch schneller Realität werden als vermutet. Weil die Menschen nicht mehr täglich Mangos, Papayas, Ananas, Datteln, Cashews und Avokados arglos konsumieren können, um sich erst aus der Not heraus nach Alternativen umzusehen.

Schwarzmalerei?

Bei weitem nicht.

Nur der Versuch die Realität zu reflektieren und Veränderung zuzulassen.

Wir können alle nicht alles richtig machen. Wenn aber jeder Einzelne das für sich Bestmöglichste unternimmt, um die Welt ein Stückchen heiler zu machen, ist das wertvoller, als gar nichts zu tun.

Ist Euch nach einer Mango, dann kauft Euch eine Mango. Am besten fair trade und Bio Demeter Qualität.

Zu teuer?

Nicht wenn ihr dieses eine Obststück in vollem Bewusstsein und Dankbarkeit genießt. Wenn ihr Euch dabei die Folgen für die Umwelt vor Augen führt und wisst was ihr tut. In liebenden Gedanken. ♡

Dies ist kein Vergleich zu dem achtlosen Massenkonsum in der Bevölkerung, bei welchem unendlich viele Nahrungsmittel weggeschmissen werden und im Umkehrschluss Menschen in armen Ländern verhungern müssen. Ihr braucht keinen 10 Bananen-Dattel-Shake und auch nicht täglich Avokados. Schaut Euch um. Hier bei uns. Die Fülle unserer heimischen Obst- und Gemüsesorten ist unendlich groß. Seid kreativ und überlegt Euch, was ihr daraus zaubern könnt. Was Euer Körper, Geist und Seele braucht.

Zurück zum Rezept. Wir werden heute keinen Fußabdruck backen, sondern ein zauberhaftes Sorbet kreieren. Versprochen. Trotzdem kommen wir nicht nur mit einheimischen Produkten aus. Aber weitgehendst. Tauscht und wechselt aus, probiert und experimentiert bis es zu Euch passt. Bis ihr Euer eigenes, persönliches Rezept gefunden habt. Dann haben wir unser Ziel erreicht.

Nun lasst uns glücklich sein, so voller Freude und einem Lächeln im Gesicht. Es ist ein schöner Tag heute. Legen wir los.

Zutaten Sorbet
(für 2 Personen)

  • 1 Süßkartoffel
  • 12 Aprikosen
  • 1 TL Quittengelee
  • 1 TL Spekulatiusgewürz
  • 1 TL Zitronensaft

Die Süßkartoffel weich kochen. Mit den Aprikosen, dem Quittengelee und den Gewürzen klein mixen  und in das Eisfach geben. Etwa 2 Stunden bis zum optimalen Gefrierpunkt dort verbleiben lassen. In einer Schüssel, Teller oder einem Glas anrichten.

Zutaten Plätzchen

  • 3 EL pürierte Rote Beete
  • 8 Soft-Aprikosen
  • 1 EL Leinsamenmehl
  • 1 EL Goldleinsamen
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • 1 TL flüssige Vanille
  • etwas schwarzer Sesam

Es kitzelt mir in den Fingern und wir werden doch einen Fußabdruck backen. Die genannten Zutaten dafür zusammenmischen und Plätzchen, oder wie in unserem Fall Fußabdrücke formen. Bei 180° etwas 20 Minuten im Ofen garen. Die Zeit ist abhängig von der Dicke und Größe Eurer Plätzchen. 👣

Zutaten Rote-Beete-Jus

  • 3 EL Rote Beete Saft
  • 3 TL Quittengelee
  • 2 TL Tapioka-Stärke
  • 1 TL Vanille

Die Zutaten zusammenrühren und der feinen Soße etwas Zeit abgewinnen, bis die Stärke eindickt. Es schmeckt laut Jens wie ein Himbeertraum.

Zutaten Karamellisierte Äpfel

  • 4 kleine Äpfel
  • 3 Päckchen Vanillezucker
  • Lebkuchengewürz
  • Eine Handvoll Rosinen

Die Äpfel klein schneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Den Vanillezucker in der Pfanne erwärmen und mit Wasser oder Weißwein ablöschen. Die Äpfel hinzugeben und karamellisieren lassen. Mit ein paar Rosinen abschmecken. Durchziehen lassen.

Das Future-Mango-Sorbet mit einem süßen Fußabdruck-Plätzchen und den karamellisierten Äpfeln anrichten. Mit dem Rote-Beete-Jus beträufeln.

Fazit: Das Rezept gleicht einem orangefarbenen Traum. Mangozauber liegt in der Luft, obwohl KEINE tropischen Früchte bei unserer Rezeptur um die Welt transportiert werden mussten. Und ganz ehrlich, wenn ihr Euch die Zutaten anseht, wäre dieses winterliche Gewürz-Sorbet auch ein sommerlicher Dessert-Traum. So lässt sich die Zeit bis dahin doch überstehen. Wir sind gespannt, auf Eure Ergebnisse. ♡ 🍑🍠

Himmlische Adventsplätzchen | ✩

#ohne Backen #einfach #schnell #fettfrei #Herzenswärme #Winter #Advent #Sinnlichkeit #Liebe 🕯❄⛄

Unsere Zauberwaldküche hat sich in ein Versuchslabor verwandelt. Wir probieren hier, experimentieren dort und möchten Euch ein nahezu fettfreies Teigrezept vorstellen, voll gesunder Energie und tropischer Geschmacksexplosion, ohne eine einzig importierte Südfrucht. Ihr werdet dem Charme des Mangogenusses unterliegen. Versprochen.

Dafür wählen wir die Süßkartoffel, die aufgrund des Klimawandels mittlerweile auch bei uns angebaut werden kann. Sie ist eine Wurzel- und Knollenpflanze und zählt wie alle Gemüse zu den basischen Lebensmitteln. In Süßkartoffeln sind außerdem viele Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Ihre rosarote bis violette Färbung verdankt die Süßkartoffel bestimmten sekundären Pflanzenstoffen. Hochwirksame Antioxidantien, die freie Radikale entschärfen und somit über eine hohe antientzündliche und antioxidative Wirkung verfügen. Diese sind sogar dem Vitamin C und dem Vitamin E überlegen. Carotinoide können außerdem Krebs, Arteriosklerose, Rheuma, Alzheimer, Parkinson, Grauen Star und der Alterung vorbeugen.

An Mineralstoffen und Vitaminen enthält die rosa Knolle außerdem reichlich Mangan, Folsäure, Kupfer und Eisen. Dazu die genannten Vitamine plus die Vitamine des B-Komplexes, das Ganze geschmückt mit hochwertigen Ballaststoffen und schon haben wir ein perfektes Lebensmittel für unseren Plätzchenteig.

Aber dürfen wir die Süßkartoffel überhaupt roh essen? Laut Verbraucherzentrale und unserer Erfahrung ja. Doch informiert Euch bitte hier oder anderswo, vor allem wenn Eure kleinen Zwerge mitnaschen. Einfach um auf Nummer sicher zu gehen, zwecks der darin befindlichen Oxalsäure. So ganz aus dem Bauch heraus würde ich in diesem Fall einen Teil der Süßkartoffeln eventuell durch Karotten ersetzen. Eine weitere Variante wäre, die Süßkartoffel vorher weich zu kochen und daraus den Teig zu kreieren oder den Rohkostteig mit ordentlicher Temperatur im Ofen zu backen.

Zutaten
(für ca. 12 Plätzchen)

  • ½ Süßkartoffel
  • 10 Aprikosen
  • 1 TL Quittengelee
  • 1 TL Spekulatiusgewürz

Zubereitung

Schneidet die Süßkartoffel in kleine Stücke, gebt die anderen Zutaten mit zusätzlichem Wasser hinzu und mixt alles in einem Hochleistungsmixer sämig. 

Die Menge vom Wasser ist von der Leistungsstärke Eures Mixers abhängig. Eine festere, sämige Masse ist das Ziel. Durch die stärkehaltige Batate mussten wir öfters Flüssigkeit nachgießen, bis uns das Ergebnis überzeugt hat. Geht nach Eurem Gefühl, probiert aus und experimentiert.

Mit unserer Mango-Attrappe können wir Lillyfee so gar nicht überzeugen. Sie ist kein Fan von den süßen und klebrigen Aprikosen und das ist auch gut so, da dies keine Nahrung für unseren Stubentiger darstellt. Jedoch möchte sie es einfach nicht akzeptieren und mischt trotzdem ordentlich mit. ¯\_(ツ)_/¯ 

Vorsicht…Dein Pfötchen! ♡🐈

Mit dem fertigen Ergebnis möchten wir Plätzchen herstellen, weshalb wir den Teig auf ein Dörrblech streichen, um ihn für einige Stunden im Ofen trocknen zu lassen.

Das wichtigste Arbeitsutensil ist eine professionelle Dörr- oder Backunterlage aus Silikon. Bei uns hat sich der Teig mit dem verwendeten Backpapier so vereint, dass wir es schwer hatten die Knetmasse zu lösen.

Nach abermaligem Durchkneten des Teiges können wir schließlich doch noch Plätzchen ausstechen. Da müsst ihr Euch etwas herantasten. Während des Dörrvorganges könnt ihr den Teig nach ein paar Stunden erstmalig wenden und noch etwas weiter dörren lassen, bis er dann bereit zum Plätzchen ausstechen ist. Auch die Zeitangabe ist rein spekulativ, da wir das Malheur mit dem Backpapier hatten. Aber ihr könnt das bestimmt selbst gut abschätzen.

Falls ihr die Teigschüssel nicht schon vorher ausgeschleckt habt, könnt ihr rein theoretisch die fertige Masse auch in Dessertgläser füllen und als Nachtisch servieren. Mit noch etwas zusätzlicher Vanille geschmacklich ein Träumchen!

Die Doppelkekse haben bei uns eine Schokofüllung erhalten, da wir für die typischen Spitzbuben (bei uns sagen wir natürlich genderkonform Spitzmädels…ツ) nur das farbengleiche Quittengelee zur Hand haben. Ich kann mir zu den orange-gold-farbenen Keksen am Besten eine dunkelrote Träuble– oder Himbeermarmelade aus dem Garten vorstellen. Ansprechend wäre auch eine dunkle blau-lila Waldbeerenfüllung. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Fazit: Die orangefarbenen Kekse sind sehr schön anzusehen und schmecken nach einem Tag etwa wie weiches Fruchtleder. Eben sämig, nach Teig, so wie es sein soll. Aus den Teigresten stellt ihr einfach Plätzchen her. Dazu knetet ihr alles zusammen, rollt den Teig aus und legt mit Euren Ausstechformen los. Ganz viel Freude dabei. ♡ 🕯❄⛄

Tag der Philosophie ✩

#Philosophie #Sinn #Interpretation #Auseinandersetzung #Wissen #Denken #Freigeist ✩⭐🌟✨👑

Heute ist der Welttag der Philosophie, welcher die Aufmerksamkeit auf philosophische Fragen und auf die Philosophie als Disziplin lenken soll.

Mein erster Gedankengang zum Thema trifft mich wie ein Blitz: „Der kleine Prinz“ von Saint-Exupéry. Die kindliche Philosophie für Erwachsene. In dieser Geschichte setzt sich der Autor mit dem Sinn des Lebens auseinander. Er fragt sich, was das Leben bestimmt. Seine Antwort ist glasklar: Es ist der Geist. Der Geist ist das schöpferische Wesen, das Verbindungen zu den Dingen und Menschen knüpft. Der Geist beseelt die Dinge und macht sie einzigartig und unverwechselbar. Der Geist schafft Bedeutung. Der Körper dagegen ist nur eine Hülle, die der Geist überdauert. Wenn der Körper abgestreift wird, lebt der Geist in den von ihm geknüpften Verbindungen fort. Letztendlich verleiht der Geist dem Leben Sinn. Durch den Fuchs lernt der kleine Prinz, was den Geist ausmacht. Er lehrt: »Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.« Der Geist ist das verborgene Wesen der Dinge. Er wird geschaffen durch Freundschaft und Liebe, durch unsere Entscheidungen, durch unseren Eifer, unsere Opferbereitschaft und durch das Zuwenden zu etwas oder zu jemandem. Und wer mit dem Herzen sieht, wer den Geist entdecken will, muss alle Sinne bemühen. Ich habe dieses Buch in meiner Jugend verschlungen und liebe es heute noch.

Die Menschen bei dir zu Hause“, sagte der kleine Prinz, „züchten fünftausend Rosen in ein und demselben Garten… und doch finden sie dort nicht, was sie suchen…“

„Sie finden es nicht“, antwortete ich…

„Und dabei kann man das, was sie suchen, in einer einzigen Rose oder in einem bisschen Wasser finden…“

„Ganz gewiss“, antwortete ich.

Und der kleine Prinz fügte hinzu:

„Aber die Augen sind blind. Man muss mit dem Herzen suchen.“

Das Verzwickte an philosophischen Fragen ist, dass es für sie keine Lösungen gibt. Und trotzdem behaupte ich, dass gewisse ethisch bezogene philosophische Grundsätze nur EINE Antwort zulassen.

Große Fragen

Wer/was bin ich?

Ich bin die Summe meiner Erfahrungen. Trotzdem füge ich hinzu, dass ich der Mensch bin, der im Einklang mit sich, der Umwelt und den Mitlebewesen ist. Die großen Menschen sind deshalb so verwunderlich, weil sie ständig mit dem Strom schwimmen, ständig trumpfen wollen und wie der eitle Mann nach ständiger Bewunderung suchen. Das brauchen wir alles gar nicht. Wir brauchen nur unser empathisches Herz und den Willen, den stimmlosen Wesen zu helfen.

Was ist Nichts?

Die Abwesenheit von Materie.

Gibt es Schicksal?

Unter Schicksal wird entweder der Verlauf eines Lebens verstanden oder eine Vorherbestimmung, der Menschen nicht entweichen können. Eigentlich umschreibt Schicksal einfach das tatsächliche Geschehen im Leben. Viele Aspekte der eigenen Existenz können beeinflussen werden, aber vielleicht doch nicht alle? Äußere Faktoren lassen sich jedenfalls nicht vorherbestimmen. Mir fallen hier Unfälle oder Umweltkatastrophen ein. Aber auch Krankheiten. Ist das alles vorherbestimmt, oder kann ich es mit Herz und Verstand beeinflussen?

Ist der Konsum von Fleisch ethisch zu rechtfertigen?

Prof. Dr. J.-C. Wolf von der Universität Freiburg beantwortete die Frage folgendermaßen:

„Der Fleischkonsum ist moralisch problematisch, weil wir leider meistens nicht hinreichend kontrollieren können, wie Tiere gehalten und getötet wurden. Darüber hinaus ist der Fleischkonsum eine Vergeudung von Ressourcen, die wir – anstatt sie an Tiere zu verfüttern – selber essen könnten. Es ist demnach ein moralisches Gebot, den Fleischkonsum zu reduzieren. Der australische Philosoph Peter Singer hat bereits in den Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts einige der wichtigsten Argumente für einen konditionalen Vegetarismus zusammengetragen, das heisst für einen Vegetarismus unter den Bedingungen der modernen industriellen Fleischproduktion, unter den Bedingungen ausreichender Nahrungsalternativen – wir sind nicht auf den Verzehr von (viel) Fleisch angewiesen – und unter den Bedingungen, dass wir die Haltung einzelner Tiere nicht selber kontrollieren können. Ich glaube, dass damit im Wesentlichen alles gesagt ist.“

Ethisch ist der Konsum von Fleisch mit keinem Argument zu rechtfertigen. „Es fehlen den Menschen die Wurzeln“, sagt der kleine Prinz. „Hätten sie diese, könnten sie viel selbstbewusster Entscheidungen zum Thema Tierwohl treffen und sich dem Mitläufertum entziehen“, sage ich.

Gibt es einen freien Willen?

Laut Recherche sind nur sehr willensstarke Menschen fähig einen eigenen Willen zu haben und diesen zum Ausdruck zu bringen, weil sie hinterfragen, anstatt zu akzeptieren, weil sie Informationen sammeln, die sie miteinander vergleichen. Und ich behaupte, weil sie ein gesundes Herz haben mit Empathie und Fürsorge für andere.

Denn der Wille vieler Menschen ist lediglich eine Programmierung. Die meisten Menschen werden beeinflusst, von Kindesbeinen an. Sei es religiös, politisch, bildungstechnisch, im Umgang mit Tieren oder sonst wie. Diese haben dann dieselbe Meinung wie die die ihnen eingetrichtert wurde, glauben jedoch trotzdem eine eigene Meinung und einen eigenen Willen zu haben.

Bezogen auf das vorherrschende Tierleid und die umweltbezogene Notwendigkeit einer Lebensstil-Änderung ist mir hier jedoch nicht verständlich, warum Menschen weiterhin mit Scheuklappen an ihrer krankmachenden, weltvernichtenden Lebensweise festhalten. Denn zum jetzigen Zeitpunkt sind mittlerweile die Informationen über den Zustand unserer Mutter Erde jedem zugänglich. 🌍

Willensfreiheit schließt ein Anderskönnen und Wollen jedenfalls ein. Jedoch scheint das Verständnis und die Existenz von Willensfreiheit in der Philosophie weitaus komplexer verstanden zu werden.

Wann ist der Mensch gut?

Der Mensch ist gut, wenn er moralisch gut ist. Das Richtige also tun und das Falsche einfach sein lassen.

Aber was ist denn nun richtig und was ist falsch?

Vor über 2200 Jahren formuliert der römische Dichter Titus Maccius Plautus (ca. 254–184 v.Chr.) in seiner Komödie „Eseleien“: „Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.“
Der Philosoph Jean-Jacques Rousseau (1712–1778): „Der Mensch ist von Natur aus gut“. Er verteufelt deshalb die Umwelt und die Gesellschaft. Am Bösen, an den Verbrechen und den Kriegen, am Neid und am Hass, an der Missgunst und der Gehässigkeit – daran seien die nur äußeren Einflüsse Schuld.
Imanuel Kant
erkennt den guten Willen als Quelle der Moral. Er glaubt fest an ihn. Jeder Mensch will gut sein ist seine These.
Friedrich Nietzsche hingegen sieht das anders. Er erklärte ein Jahrhundert nach Kant, Moral sei etwas für Schwächlinge, und ruft den „Übermenschen“ aus, der sich seine eigenen Gesetze schreibt, so wie er will. Das tut übrigens auch Donald Trump.

Trotz dem es im Alltag meist so schwer fällt, da werden mir alle Tierschützer und Weltverbesserer zustimmen können, möchte ich den Glauben an das Gute im Menschen nicht verlieren. Unzählige Beispiele sprechen dafür, dass es die feinfühligen, liebevollen, herzlichen und empathischen Menschen auf der Welt braucht, um etwas positiv zu verändern.

Im Übrigen sind für mich Kinder die einzig wahren Philosophen. Mit ihnen lässt sich ganz leicht und unbekümmert über Gott und die Welt sinnieren. So lernen Erwachsene und Kinder im gemeinsamen Gespräch verschiedene Ansichten kennen, dabei wird nach Begründungen gesucht und neue Ideen entwickelt. Manchem Erwachsenen eröffnen sich hier Welten. Hier habt ihr die Möglichkeit Euch zum Thema Träumen und Philosophieren mit Kindern einzulesen. Auch das Thema Tier- und Umweltschutz fällt im Übrigen darunter.

Fazit: „Aber die Augen sind blind. Man muss mit dem Herzen suchen“ ist für mich der heutige Leitsatz, um den Konsum von Tieren und tierischen Produkten in Frage zu stellen. Ganz im Innern weiß jeder Mensch auf der Erde wie Tiere artgerecht leben und wie sie von Natur aus leben sollten, wie mit ihnen jedoch tatsächlich umgegangen wird und das wir jeden einzelnen Tag die Entscheidung über Leben und Tod unserer vierbeinigen Freunde treffen. Wir sehen und wissen es, handeln aber nicht nach unserem Herzen. Das ist Karnismus pur. Lasst Eure Herzen sprechen. Go vegan.🌱👑

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