Barfußpfad

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Was gibt es schöneres, als bei diesen warmen Temperaturen für unser Füße vorzusorgen und in unseren Einrichtungen und heimischen Gärten und Umgebungen die geeigneten Vorkehrungen zu treffen. Damit meine ich, wie in unserem Fall, einen Barfuß-Pfad.

Ein Barfußpfad ist eine Gehstrecke, auf der durch Barfußlaufen besondere Sinneseindrücke und die damit verbundene Entspannung erlebt werden können. Kürzere Fußfühlpfade mit unterschiedlichen Bodenmaterialien, aber auch kilometerlange Barfußwanderwege werden unter diesem Begriff zusammengefasst. Derartige Freizeitangebote dienen dem Zweck, die Gesundheit und Bewegungskompetenz zu fördern und das Interesse an der Natur zu wecken.

Fußfühlpfade: Gerne werden Strecken mit unterschiedlichen Materialien eingerichtet und es werden die Materialien auf Vliesbahnen, Topfuntersetzer oder in flachen Kisten bzw. Kartons untergebracht.

Für unsere Kita eignet sich ein fest eingefasster Wegabschnitte mit unterschiedlichen Materialien. Hierbei wird unsere Barfußstrecke auf ein paar Meter angelegt.

Inspiration geben uns die unzähligen Barfußpfade in Deutschland, welche ich Euch allen nur ans Herz legen kann.

Unser Sinnesweg soll vorbereitete Fuß-Fühlstrecken mit abwechslungsreichen Naturmaterialien bieten sowie einen Baumstamm zum Balancieren beinhalten.

In dem oberen Bildbeispiel hat mir im übrigen der Zwerg erklärt, dass hier die Spuren eines Wolfes vorzufinden sind…..ツ🐶👻 Ich hoffe ihr könnt es erkennen….ツ

Das Sinneserlebnis abwechslungsreicher Bodenbeläge und Materialien soll den Zwergen geboten werden. So soll das Fühlen von Holz, Steinen, Rindenmulch, Rasen, Lehm, Schlamm und Wasser einen besonderen Reiz vermitteln, sowie die Konzentration schulen, den Bewegungsapparat kräftigen und die Abwehrkräfte stärken.

Eine von mehreren Möglichkeiten der Sinnesförderung geht zurück auf Hugo Kükelhaus (1900-1984), einem Universalgelehrten. Er beeinflusste die „organgerechte Gestaltung“ vieler Einrichtungen.

Kükelhaus beschäftigte die Frage, wie der Mensch wieder zur bewussten Wahrnehmung seiner Organe befähigt werden könnte, um mit sich selbst in Einklang zu kommen. Er erkannte es als notwendig, in unmittelbarer Berührung, also hautnah, mit den großen Erscheinungen der Natur und mit ihren Gesetzmäßigkeiten zu kommen, weil es dieselben Gesetzmäßigkeiten sind, nach denen sich auch der Mensch bildet.

„Was uns erschöpft, ist die Nichtinanspruchnahme der Möglichkeiten unserer Organe, ist ihre Ausschaltung, Unterdrückung, was aufbaut, ist Entfaltung“.
-Hugo Kükelhaus-

Der Erfinder möchte den Menschen wieder zur bewussten Wahrnehmung seiner Organe befähigen, um mit sich selbst in Einklang zu kommen. Dabei gelangt der Mensch auch zu der Erkenntnis, dass die Wahrung der Gesetze, Regeln und Bedingungen der eigenen Natur den Menschen befähigt, in den Erscheinungen der äußeren Natur die gleiche Gesetzlichkeit wahrzunehmen und zu wahren. Gerade für Kinder eine optimale Gelegenheit dies zu trainieren.

Es wird also ein Barfußpfad errichtet, bei dem sich Materialien mit starken und schwachen Reizen abwechseln. Diese „Schule des Gehens“ soll auf vielfältige Weise dazu anregen, alle Funktionszusammenhänge des „aufrechten Ganges“ auszubilden. Vor allem wird der Gang aus dem bestimmten Kontakt der Füße mit den verschiedensten Materialien bestimmt. Die Füße selbst werden, indem sie sich verschiedensten Materialstrukturen anpassen, außerordentlich angeregt. Dies ist keineswegs nur für die Fußmuskulatur wichtig, denn Nervenbahnen verbinden die Fußsohlen mit allen Organen des ganzen Körpers und leiten die belebende Wirkung zu ihnen weiter. Diese „Massage“ wirkt auf feinste Weise in die Tiefen des gesamten Organismus.

Nach diesen bezauberten Vorgaben bauen wir unseren eigenen, etwas abgespeckten Barfußpfad. Alle helfen mit: Die Kinder, Eltern, Freunde, Verwandte und wir Erzieher.

Vor allem die Vorarbeiten in unserem Geräteraum motivieren die Kids an unserem Projekt mitzuarbeiten. Voller Elan messen, sägen und transportieren sie die Materialien von Werkraum bis in den Garten. Ich bin so stolz auf Euch.

Die Arbeiten im Garten, wie das Ausheben des Bodens, das Setzen von Randsteinen und die Befestigung des Untergrundes, wurde von mir und meinen Kollegen/Innen abgeschlossen. Die Kinder und Eltern besorgten und organisierten die verschiedensten Materialien: Kopfsteinpflaster, Sand, große Holzscheiben, Moos, Dachziegel, Korken, Basaltsteine, Rindenmulch, Tannenzapfen, Sägemehl und Bachsteine.

Unter großer Beteiligung der Kinder werden die verschiedenen Materialien in die vorbereiteten Felder des Barfußpfades eingebracht, die Räume zwischen den einzelnen Pflastersteinen sowie der Baumscheiben, der Bachsteine und der Topfuntersetzer werden mit Sand ausgefüllt. Rindenmulch und Moos dazu festgetreten.

Die Kinder haben nun genügend Zeit, den Pfad auszuprobieren und von ihm vollends Besitz zu ergreifen. ღ

Fazit: Die Planung verläuft wie geplant und die Kinder und auch die Eltern sind den gesamten Zeitraum mit Begeisterung bei der Sache. Der Barfußpfad wird fristgerecht fertig und rege von allen Beteiligten genutzt, ebenso die Materialien und Ideen zur Sinnesförderung der Eltern und Großeltern angenommen. Ein intensives Miteinander zwischen Kindern, Eltern, Großeltern und uns Erziehern ist das Ergebnis. Welch ein dankbares Projekt. Macht es nach… ღ

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