Die Yburg in Stetten 🏰

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Alternativnamen: Eibenburg, Yberg

Entstehungszeit: um 1300 bis 1350

Burgentyp: Höhenburg, Hanglage

Erhaltungszustand: Ruine

Ort: Kernen im Remstal

Höhe: 330 m ĂŒ. NN

Die Yburg ist die Ruine einer Hangburg ĂŒber der Gemeinde Kernen im Remstal, umgeben von Weinbergen, in BW.

Die Yburg ragt sichtbar aus den Weinbergen an den HÀngen eines Seitentals der Rems empor. Die von Weinbergen umgebene ehemalige Wohnburg wurde nicht auf einer Anhöhe, sondern in den Hang hinein gebaut.

Der ursprĂŒngliche Name des GebĂ€udes lautete Eibenburg. Dieser Name wandelte sich allmĂ€hlich ĂŒber Yberg zur heutigen Bezeichnung Yburg aus.

Der genaue GrĂŒndungszeitpunkt der Yburg ist unbekannt. Sie wurde im frĂŒhen 14. Jahrhundert von den Truchsessen von Stetten erbaut. Nach dem Bau der Wasserburg im Tal (1384–1387) verlor die Yburg allerdings zusehends wieder an Bedeutung fĂŒr die Stettener Herrschaft. Hans von Yberg verkaufte 1443 die Burg mitsamt seinem Anteil am Dorf an das Haus WĂŒrttemberg. Die 1598 als baufĂ€llig beschriebene Burg wurde 1659 wieder Instand gesetzt und erhielt ein viertes Stockwerk.

Auf Befehl des Herzogs Carl Eugen von WĂŒrttemberg erfolgte schließlich 1760/61 der Abriss der Burganlage bis auf die heute noch sichtbaren AußenwĂ€nde.

1845 wurde im Innenhof der Yburg eine Platane gepflanzt. Diese wurde 1931 wieder entfernt, da sich in der Baumkrone etliche Vögel sammelten, die sich ĂŒber die Trauben der umliegenden Weinberge hermachten. ツ🐩🩅🩉🩇

1969 wurde die Burg von der Gemeinde Stetten im Remstal vom Haus WĂŒrttemberg erworben und fĂŒr die Öffentlichkeit zur Begehung hergerichtet.

Da die Burganlage als reine Wohnburg konzipiert war, verfĂŒgte sie ĂŒber keinerlei Verteidigungsanlagen.

Die Yburg gleicht in ihrem Ă€ußeren Erscheinungsbild etwa einem WĂŒrfel. Die schmucklosen Außenmauern sind noch alle erhalten. Auf der talwĂ€rts gerichteten Westseite befindet sich das Eingangstor. Linker Hand des Eingangs liegt im Inneren der Burg ein tĂŒrloser Raum mit gewölbter Decke, der bis zur Nordmauer reicht und dort ein schmales Fenster hat.

In der rechts des Eingangs liegenden SĂŒdwestecke des GebĂ€udes fĂŒhrt eine Treppe hinauf in das nĂ€chste Stockwerk. Die Decken der darĂŒber liegenden Geschosse und das Dach sind nicht mehr vorhanden.

Da die Burg keinen eigenen Brunnen besaß, musste das Wasser ĂŒber die Burgsteige vom Tal heraufgetragen werden.

Heutige Nutzung:

Die Ruine ist ein beliebtes Wanderziel, da sie eine gute Aussicht ĂŒber Stetten und das Remstal bietet.

Seit dem 17. April 2011 sind bei der Yburg 16 Skulpturen von Karl Ulrich Nuss aufgestellt.

Der Stettener Weinweg, ein etwa einstĂŒndiger Rundgang rund um die Burg durch die Weinberglagen LindhĂ€lder, Brotwasser und PulvermĂ€cher, bietet die Möglichkeit, sich ĂŒber die verschiedenen Sorten und ihren Anbau zu informieren.

Die Lage „Brotwasser“ unterhalb der Burg verdankt ihren Namen einer in Stetten residierenden Hofdame, die ihr Brot statt in Wasser heimlich in Wein tauchte….uiuiui ăƒ„đŸ·

Fazit: Der Besuch der Yburg ist es allemal Wert. Der Marsch die Weinberge empor erfordert zwar etwas an Kondition und vor allem Geschick, da durch die momentan vorherrschende Baustelle einige Umwege in Kauf zu nehmen sind, jedoch lohnt sich die MĂŒhe: Der Blick ĂŒber das Remstal von dort oben ist phĂ€nomenal. ★🏰

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