Next level Bolognese Rezept 🍝

#vegane Bolognese #frisch #gesunde Zutaten #tierleidfrei #voller Liebe #Lidlrezept ★🍝🌱

Heute kocht mein Traummann uns eine vegane Bolognesesauce. Ich protokoliere nur und halte dieses Kunstwerk in Bildern fest. Beim Stöbern im Netz, finde ich das Rezept zur Next Level Bolognese. Das gefällt uns sehr gut und wir machen uns ans Werk.

Das Next level Meat – veganes Hack vom Lidl ist in der Kühlung zu finden.

Dieses Alternativprodukt ist aus Erbsen-, Weizen- und Sojaeiweiß hergestellt und 275 g kosten 2,49 Euro. Es ist KEIN Palmöl enthalten, was für uns einen Kauf möglich macht.

Das vegane V-Label ist sofort zu erkennen und lässt einen Fehlkauf nicht zu. Die Verpackung soll im Vergleich zu anderen Produkten außerdem Plastik einsparen.

Die gesättigten Fettsäuren sind allemal zu hoch, eventuell durch das Kokosfett, aber es ist ja auch nicht für den täglichen Verzehr gedacht. Allemal gesünder jedenfalls als Fleisch. Das muss einfach immer und immer wieder gesagt und aufgeklärt werden. Denn die Aussagen „vegan“ sei ungesund stimmen de facto nicht, wenn man stattdessen tierische Produkte konsumiert. Auf der rein veganen Ebene wäre dieses Produkt natürlich vom Gesundheitsgrad weit unten. Trotzdem muss hier einfach objektiv festgestellt werden, dass die tierleidfreie Variante allem anderen vorzuziehen ist.

Das original Lidl-Rezept könnt ihr Euch hier herunterladen und auch ausdrucken, denn wir haben einige Angaben verändert oder auch hinzugefügt. Wenn ihr oben im Suchfeld auf der Rezepteseite „vegan“ eingebt, bekommt ihr auf besagter Homepage viele pflanzliche Gerichte aufgeführt.

Zutaten

  • 1 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stange Frühlingszwiebeln
  • 2 Karotten
  • 3 Stangensellerie
  • 200g Champignons, weiß
  • 2 Zweig Thymian, frisch
  • 1 EL Öl
  • 400 g Next Level Hackfleisch
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Xilit
  • 150 g Rotwein
  • 250 g Tomaten, gehackt
  • Pfeffer, schwarz             
  • 1 große Zucchini
  • Ein paar Erdnüsse
  • Hefeflocken

Zubereitung

Die Zwiebel halbieren, schälen und würfeln, den Knoblauch reiben, die Karotten schälen und die Enden entfernen und ebenfalls klein würfeln. Die Champignons in feine Streifen schneiden.

In einer Pfanne Öl auf mittlerer Stufe erhitzen und das Next Level Hack ca. 5–6 Min. kross anbraten. Gemüse zugeben und ca. 4 Min. mitbraten. Tomatenmark und Xilit hinzufügen und weitere ca. 2 Min. braten. Dann mit Rotwein ablöschen, diesen unter Rühren komplett reduzieren lassen und Tomaten und den Thymianzweig hinzugeben. Bolognesesauce aufkochen, mit Pfeffer würzen und alles auf niedriger Stufe ca. 40 Min. schmoren lassen.

Währenddessen die Zucchini zu Spaghetti zwirbeln. Wir verwenden hierfür den Lurch 10203, oder den Gefu Spiralschneider Spirelli.

Die Erdnüsse optional kurz in der Pfanne anbraten.

Den Tymianzweig aus der Bolognese nehmen und falls nötig zum Auflockern etwas vom Kochwasser unterheben. Mit Pfeffer abschmecken. Spaghetti mit Bolognese auf Tellern anrichten, mit Hefeflocken bestreuen und mit den Erdnüssen garnieren. 

Fazit: Wir haben unseren Einkauf zusammengerechnet und die für dieses Gericht benötigten Zutaten durch vier geteilt. Der Inhalt der Next Level Hackfleisch-Packung umfasst 275 g.  In unserem Gericht waren also mehr als 400 g veganes Hackfleisch enthalten. Pro Person müsst ihr pro Gericht bei uns mit 3,10 € rechnen, da wir das Next Level Hack bei uns im Angebot für 2,29 € pro Packung erwerben konnten. Ihr seht, es ist möglich sich auch mit kleinem Geldbeutel gesund, pflanzlich und tierleidfrei zu ernähren. Lasst Euch darauf ein. Vegan sein rettet die Umwelt, die Tiere und auch Eure Gesundheit. Guten Appetit! ★🍝🌱

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Veganes Erdnuss-Curry 🥜

#Erdnüsse #Herbst #Curry #Wärme #Gemütlichkeit #Freunde #Liebe #Zweisamkeit ★🥜

Also eins möchte ich Euch vorab erzählen: Die Erdnuss gehört gewiss nicht zu dem Hauptbestandteil unserer Nahrungskette und zählt deshalb zu dem von uns am wenigsten konsumierten Nahrungsmittel. Grundsätzlich möchten wir uns regional und saisonal ernähren. Dazu gehören Erdnüsse, Cashews etc. nicht wirklich. Wir haben einen Walnussbaum im Garten, der drei Familien bis ins Frühjahr ernährt und einige Haselnussbäume im Umkreis. So versuchen wir unsere Rezepte möglichst auf diese vorhandene heimische Nüsse umzuschreiben. Wir verwenden solche Lebensmittel einfach sehr bewusst und mit Bedacht. Nichtsdestotrotz waren wir heute voller Vorfreude, auf dieses wundervolle, sämige Gericht und haben den Geschmack der Peanuts sehr genossen. Apropos Peanuts…

Die Kultserie Peanuts zeigt die Widersprüchlichkeiten menschlichen Lebens anhand einer Gruppe US-amerikanischer Vorstadtkinder auf.

Charlie Brown ist in gewissem Sinne die Hauptfigur unter den Peanuts. Er besitzt den Hund Snoopy, dessen Verrücktheit und Versponnenheiten er gutmütig erträgt. Charlie Brown ist ein ewiger Verlierer und Pechvogel, dessen Baseballmannschaft mit ihm als Manager nur ein einziges Mal gewinnt. Außerdem landen seine Drachen regelmäßig im „drachenfressenden Baum“. Charlie Brown ist das Opfer böser Streiche aller Mädchen und ganz besonders Lucys, diese ist jedoch auch diejenige, die ihn psychologisch berät, obwohl sie für seine psychischen Probleme maßgeblich verantwortlich ist. Charlie Brown ist hoffnungslos in ein kleines, rothaariges Mädchen verliebt. Deswegen bemerkt er nicht, dass sowohl Marcie als auch Peppermint Patty in ihn verliebt sind. Er ist im Großen und Ganzen ein ernsthaftes, unglückliches Kind. Meistens liegt sein Beagle auf dem Dach seiner Hundehütte und geht philosophischen Gedanken nach, während er auf das Essen wartet. Dies erinnert uns irgendwie an unsere Lillyfee, deshalb lasst uns nicht lange warten und voller Glück mit unserem Curry beginnen.ツ🥜

Zutaten

  • 1 Stk. Paprika, rot
  • 1 Stk. Paprika, gelb
  • 1 Stk. Zwiebel
  • 1 Stk. Knoblauchzehe
  • 3/4 Packung Kokosmilch
  • 300 g Erdnüsse
  • 250 g Natur-Tofu
  • 2 TL Kokosöl
  • 1 TL Kurkuma
  • Currypulver
  • 1 Prise Chilipulver
  • 1 Prise Zimt
  • 2 EL Nama-BioTamari
  • 1/2 Zitrone

Anleitung

Die Paprika und Zwiebel in Würfel schneiden und die Knoblauchzehe fein hacken oder pressen. Tofu in Würfel schneiden.

Nun bitte Curry, Curry und nochmals Curry beimischen.

In einer Pfanne ein TL Kokosöl erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Paprika, Knoblauch, Kurkuma, Chili und Zimt hinzufügen und unter Rühren kurz mitbraten.

Vorab die Erdnüsse mit einem Teil der Kokosmilch im Hochleistungsmixer pürieren. Mit Kokosmilch die Zutaten in der Pfanne ablöschen und die durchgemixte Kokosmilch-Erdnuss-Mischung beigeben. Den Tofu in einem Esslöffel Kokosöl anbraten und hinzufügen und alles für 10 – 15 Minuten köcheln lassen. Gegen Ende der Kochzeit mit einem Schuss Sojasoße und Zitronensaft abschmecken. 

Seht ihr, wie sich durch das Curry das Gericht in einen safranfarbenen, goldenensaharagelben Traum verwandelt? Wie in tausend und einer Nacht. ☆

Fazit: Unser veganes Erdnuss-Curry schmeckt einfach himmlisch. Hier gibt es für uns keinerlei Verbesserungsvorschläge. Einzig war im Originalrezept von Erdnussbutter die Rede. Da wir aber möglichst versuchen, die Urzustände der Zutaten zu verwenden, haben wir uns die Erdnüsse einfach mit Kokosmilch selbst zu einem Erdnussmus gemixt und es hat für uns fantastisch geschmeckt. Auch haben wir einen Naturtofu, statt einen Räuchertofu verwendet. Da Jens dieses Gericht gekocht hat, stimmt alles zu 100% mit dem Rezept überein, was man von mir als Speisenzubereiterin nicht immer behaupten kann.🙈 Die Abweichungen sind Euch bekannt und Salz könnt ihr bei allen unseren Gerichten zusätzlich hinzufügen, da dies bei uns nicht zum Einsatz kommt. Danke mein wunderbarer Mann und Lieblingskoch. Macht es nach, es ist so lecker.★🥜

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Vegane Knusperschiffchen (Flammkuchen)

Nun ich gebe zu, es braucht schon etwas Einbildungskraft und Fantasie, wenn es um unsere Knusperschiffchen geht. Aber der Name „Flammkuchen“ ist uns so gar nicht geläufig. Überhaupt nicht. Jedes Mal wenn wir dieses Gericht zubereiten wollen fällt uns der Name nicht ein. Da hat Jens dann jedes Mal gesagt, „Du meinst unsere Schiffchen?“ und so kam es dann auch. Im Übrigen ist Backbord und Steuerbord ganz deutlich an unserem Backwerk zu erkennen.

Der sagen wir „echte“ Flammkuchen ist meist im Winter auf den Weihnachtsmärkten anzutreffen. Eigentlich schade, weil auch in den restlichen drei Jahreszeiten dieser leichte, schnelle und variable Kuchen gar nicht so schwer im Magen liegt. Deshalb kann er zeitgemäß mit dem derzeitig wachsenden Gemüse belegt werden und ist somit ein regionales Allroundtalent.

Rezept Teig:

  • 200 g Hartweizengries
  • 120 g Dinkelmehl
  • 160 ml (Meer) Wasser (Rote Beete-Saft)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Brise Liebesluft (optional)

Ihr seht, dass wir für unsere Schiffchen den normalen Pasta-Teig verwenden. Glaubt uns, der wird sooo knusprig. Wichtig ist, dass Ihr Euren Flammkuchen sehr dünn ausrollt und zubereitet. Er soll kross sein, wie die Brandung im Sturm. Am Besten legt Ihr ein Backpapier darunter, damit Ihr den Teig direkt auf das Backblech legen könnt.

Für die Creme: Traditionell wird der Boden mit Sauerrahm beschmiert. Wir nehmen hier einen nicht gesüßten, veganen Joghurt, den wir mit Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern und Gewürzen abschmecken.

Der Belag: Ab jetzt startet Eure Kreativitätsphase. Inspiriert durch die Seeluft oder einfach bodenständig regional wie auch immer, wirklich jedes Gemüse passt zu unseren Schiffchen. Pflicht sind bei uns immer die orangefarbenen Zwiebelringe, welche den Abschluss bilden. Und ja, natürlich soll der Belag pflanzlich, regional, bio und tierleidfrei sein.

Hier ist das Schiffchen bereits im Hafen angekommen und bereit für den Verzehr. Fühlt Euch wie am Strand: Feiner Sand, warme Luft, glitzernde Wellen und ein leichtes Essen mit Eurer/m  Liebsten/n in der Brise. Genießt es. Love & Peace & vegan forever. ★🌱

Mit einem „Blümchen-Beilagensalat“ verzückt Ihr alle Anwesenden und habt für Euch eine passende Beilage geschaffen.

P.S. Ein liebgemeinter Tipp von Jens: Pimpt das Schiffchen doch einfach mit ein paar Käseflocken auf. Natürrlich vegan. Ihr werdet das Brausen der See am eigenen Leib spüren. ★🌬💦

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Vegane schwäbische Maultaschen

Der Legende nach versteckten Zisterzienser-Mönche im Kloster Maulbronn die in Nudelteig eingeschlagene Fleischbeilage in der Fastenzeit. Deshalb werden die Maultaschen im Volksmund auch “Herrgottsbscheißerle” genannt. Mittlerweile gibt es Maultaschen jedoch auch in vegan und in vielen Einkaufscentren zu kaufen und von „verstecken“ kann keine Rede mehr sein. In Stuttgart sind wir nach unserem Marktbesuch rein zufällig auf den Laden von „Herr Kächele“: handgemachte Maultaschen und mehr“ gestoßen und haben uns dort Motivation für unser Heimatessen geholt. Zuhause angekommen können wir nicht lange mit unserer Versuchsreihe warten, zu lecker ist dieses schwäbische Ur-Gericht. Aber selbst gemacht, schmeckt es halt doch immer noch am besten. So suchen wir nach einem „gscheiden Rezeptle“ ausm Ländle und stoßen auf folgende Pastarezeptur.

Zutaten für den Teig:

  • 200 g Hartweizengrieß
  • 120 g Dinkelmehl
  • 160 ml Wasser (Rote-Beete-Fermentationswasser)
  • 2 EL Olivenöl

Für die Füllung:

  • 1 Zwiebel
  • 100 g Süßkartoffel/Spinat/Grünkohl/ Kürbis…
  • 100 g Champignons
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Pfeffer/Paprika/Kurkuma
  • Gemüsebrühe

Zubereitung:

Aus Grieß, Mehl, Wasser und Öl einen Teig kneten, diesen in Frischhaltefolie einschlagen und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.Für die Füllung die Zwiebel fein würfeln. Alle Zutaten in einer Pfanne andünsten und mit den Gewürzen abschmecken.

Den Nudelteig sehr dünn ausrollen und längliche Rechtecke ausschneiden.

Etwa 1 – 2 EL Gemüsefüllung auf die untere Seite setzen, den Teig an den Seiten mit Wasser anfeuchten, die rechte Seite über die linke klappen und den Rand mit einer Gabel gut andrücken.

Die fertigen Maultaschen sofort in reichlich heißem Wasser ca. 10 – 20 Minuten garen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Unser erster Versuch scheiterte daran, dass sich unsere hauchdünnen Maultaschen in dem kochenden Wasser auflösen. Beim zweiten Versuch im geschlossenen Folienbeutel verpackt und nur in siedendem Wasser schwimmend war ein voller Erfolg.

Unsere Nudelpakete mit pflanzlicher Spezialfüllung haben wir mit unserer fermentierten Roten Beete verfeinert, aber auch mit Süßkartoffeln, Grünkohl, Champignons und Kürbis experimentiert. Alle Gemüsefüllungen passen zu Maultaschen.

Für etwas Farbe beim Essen haben wir unseren Teig rosa eingefärbt und mit einer lila Süßkartoffel-Füllung ergänzt. Den Teig könnt Ihr auch mit Spinat grün einfärben und einen farblich passende Inhalt dazu wählen. Denkbar wäre hier noch gelb, zum Beispiel veganes Rührei als Eyecatcher.

Fazit: Wir haben schon so viele verschiedene Füllvariationen ausprobiert und alle waren auf Ihre Weise sehr lecker. Falls ihr eine Feier anstehen habt und alles farblich passend dekoriert, wählt doch Eure Maultaschen-Füllung passend zur Tischfarbe. Aufgeschnitten, als gebratene Maultaschen serviert ein „hingugger“. ★

P.S. Gras essen war tatsächlich gestern und Lillyfee schwebt mit uns im 7. Veganen-Maultaschen-Himmel.ツ😅🌱🌮

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Ein Flitzebogen-Bohnen-Burger 🍔

Es soll zügig und unkompliziert sein, außerdem mit schon vorhandenen Zutaten gefertigt werden können: unser Flitzebogen-Bohnen-Burger. Die Grundzutat der roten Bohnen wird mit einer 6-Korn-Haferflockenmischung von uns aufgewertet. Diese zwei Zutaten sind längst kein Geheimnis mehr als Grundlage für Burger Patties oder Bratlinge. Es braucht für dieses Rezept keinen Ei-Ersatz zur Bindung, einzig Leinsamen fügen wir noch optional hinzu. Der Tipp lautet: Bratet die Burger an und gebt sie danach noch für ca. 10 Minuten in den Ofen. Das gibt den Burgern den letzten Pfiff.

Zutaten:

  • 2 Dosen Kidneybohnen
  • 150 g Haferflocken oder 6-Korn-Mischung
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Senf
  • 3 EL Kartoffelstärke
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1½ TL Salz
  • ½ TL Pfeffer
  • ⅓ Bund Petersilie
  • Einen Hauch Leinsamen

Zubereitung:

  1. Die Haferflocken in einem Mixer grob zerkleinern, so dass es noch etwas körnig ist.
  2. Das Wasser der Bohnen abtropfen lassen und einmal kräftig durchspülen. Dann die Bohnen ebenfalls in einem Mixer klein pürieren.
  3. Die Zwiebeln ganz fein zerkleinern und für wenigen Minuten in der Pfanne mit etwas Bratöl dünsten.
  4. Alle Zutaten zusammen in eine große Schüssel geben und den Teig solange kneten bis es eine feste Konsistenz ergibt.
  5. Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  6. Aus dem Teig 6 große oder 8 kleine Burger formen und anbraten, eventuell noch im Ofen backen.

Die Patties können entweder für Burger verwendet oder als Beilage zu einem Salat oder Gemüse gegessen werden. Wir essen unseren geliebten Grünkohl, Rote-Beete-Salat und frischgebackenes Brot dazu.

Fazit: In Null-Komma-naja fast nichts habt Ihr ein fertiges Essen auf dem Tisch. Das ist doch manches Mal sehr praktisch und gut zu wissen. Lasst es Euch schmecken. ★🍔

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Gemüse fermentieren II

Heute, zwei Wochen später, möchte ich Euch an dem Ergebnis unserer Fermentation mit der Roten Beete teilhaben lassen. Der Gärprozess neigt sich dem Ende zu und das Gemüse ist durch milde Säure haltbar geworden. Wir sind schon stolz auf unser pinkfarbenes Zauberglas. ツ

Wie Ihr seht, hat sich tatsächlich die sogenannte „Kahmhaut“ gebildet, welche ich nach anfänglichem Zögern abgeschöpft habe. Für mich sieht das aus wie Schimmel. Rein theoretisch kann hier doch gar nichts passieren, habe ich mir nebenbei verinnerlicht. Etwas Mut muss ich mir schon zusprechen, schließlich ist dies ein Experiment. Auf der anderen Seite ist dies doch wiederum eine uralte Kulturtechnik. Ich muss hier einfach umdenken lernen. Innerlich schließe ich Freundschaft mit den Bakterien und erhoffe mir damit einen gesunden Herstellungsprozess der Milchsäure. Schönreden ist auch eine Kunst. ツ

Dieser gelbliche, weiße Film bildete sich ca. am dritten Tag. Danach bleibt das Fermentationswasser relativ neutral und wir haben nur immer wieder Wasser nachgießen müssen.

Vom Geschmack erinnert die Rote Beete etwas an Sauerkraut, behält aber Ihren eigenen intensiven Geschmack bei. Wir entschließen uns einen Aufstrich mit Kichererbsen und dem Fermentationsgemüse zu zaubern. Es braucht dazu keine Gewürze, wobei ich sagen muss, dass Jens und ich es sehr einfach halten was das würzen angeht. Durch den Sauerkrautsud ist ja ein gewisser Salzanteil bereits vorhanden. Außerdem verarbeiten wir die eingelegten Zwiebeln und den Knoblauch mit in dem Aufstrich.

Die Konsistenz der Roten Beete würde ich als angenehm weich beschreiben und trotzdem bissfest. Das seht Ihr vielleicht an den Bildern. Unglaublich, dass dies ohne einen Kochvorgang möglich ist. Ich staune und staune und staune. Kann mich im wahrsten Sinne des Wortes nicht daran satt sehen.

Fazit: Wir mögen unser fermentiertes Experimentier-Gemüse und die Kombination mit den Kichererbsen ist bombastisch. Der Urknall im All. Lasst Euch aber gesagt sein: Wenn Ihr Euch unsicher seid ob das Gemüse noch genießbar ist, wenn es für Euch zum Beispiel nicht gut riecht oder aussieht dann hört bitte auf Euren Körper und esst es nicht. Das hat dann seine Richtigkeit. ★🌱

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Kichererbsen-Snack

Passend zum heutigen Bundesligaspiel wollen wir es uns so richtig gemütlich machen und bereiten uns eine schnelle, einfache und würzige Knabberei vor. Wir wählen dafür unsere geliebten Kichererbsen und ummanteln diese mit drei verschiedenen Gewürz-Teigdeckeln. Der perfekte Snack, um das Spiel locker und leicht zu gewinnen.ツ ⚽

Eigentlich kann man hier nicht von einem Rezept sprechen, denn mit etwas Olivenöl und Gewürzen kann jede Lieblings-Geschmacksrichtung in den gängigen Rezeptvorschlägen gewählt werden. Der Unterschied zu unserer hier erprobten Anleitung ist das fehlende Öl, weil es fettfrei sein soll. Unser Ziel ist es, geschmacklich die Konsistenz von scharfen Wasabi-Erbsen zu erlangen.

Wir haben vorgegarte Kichererbsen aus dem Glas verwendet: Abgießen, etwas trocknen lassen und nun geht es ans würzen:

1. Numero uno:

Zwiebelpulver, Pfeffer, Hefeflocken, Kichererbsenmehl, Geriebener Knoblauch.

2. Numero due:

Chili, Paprikagewürz, Sambal Oelek, Vollkorn-Paniermehl, etwas Vollkorn-Dinkelmehl

3. Numero tre:

Asia Tandoori Masala-Gewürz, Zwiebelpulver- und Gewürz, Currypulver, Vollkorn Paniermehl

Den Backofen auf Ober-Unterhitze, 240° C vorheizen, dann maximal 20 Minuten backen. Bleibt hier lieber in der Nähe vom Ofen, denn der richtige Gar grad wird gegen Ende schnell überschritten. Während der Backzeit einmal wenden und durcheinanderrütteln, damit die Kichererbsen gleichmäßig gebräunt werden.

Was ist unser Fazit? Ihr habt einen Kichererbsen-Snack, der vegan, zuckerfrei, fettarm, kalorienarm, und einfach nur gesund ist. Leute, das schmeckt  richtig lecker. Was soll ich hier noch sagen außer: Toooooor!!! ★ツ🌱⚽

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Schnelle Grünkohl-Muffins vegan 🧁

Diese leckeren Muffins gelingen ganz schnell und einfach. Sie schmecken erfrischend und werden bei uns mit unseren selbstkreierten, fettfreien Aufstrichen belegt oder auf Reisen als Zwischenmahlzeit gesnackt.

Ergibt ca. 14 Stück

Zutaten:

  • 200 g Grünkohl
  • 1 Zwiebel (optional)
  • 350 g Dinkelvollkornmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 2 EL Nährhefe
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Paprikapulver und/oder Kurkuma
  • Pfeffer nach Bedarf
  • 200 ml Pflanzenmilch oder Wasser
  • Sonnenblumenkerne (optional)
  • 1 Leinsamenei

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 190° C vorheizen und Eure Papierförmchen vorbereiten. Falls Ihr auch ein Muffinblech habt wäre dies optimal. Dort hinein könnt Ihr die Förmchen legen. Wir hingegen fetten das Blech für die Muffins ein und geben noch Sonnenblumenkerne hinzu.
  2. Die Zwiebel anbraten, den Grünkohl hinzugeben, mit etwas Wasser und gegebenenfalls Gemüsebrühe aufgießen und kurz köcheln lassen, bis das Gemüse in zusammengefallen ist. Danach abgießen, trockentupfen und klein schneiden.
  3. Mehl, Backpulver, Nährhefe sowie Senf und Paprikapulver mischen
  4. Milch/Wasser und das Leinsamenei verschlagen.
  5. Die Milchmischung unter die Mehlmischung rühren. Den Spinat auch unterheben. Es soll eine cremige Konsistenz ergeben. Ihr könnt hier mit den verschiedenen Zutaten variieren. Ich selber habe noch Flohsamenschalen und Leinsamen hinzugegeben.
  6. Den Teig in die Bachförmchen geben und 20 – 25 Minuten im Ofen backen.

Ihr könnt für diese gesunden Muffins jegliches Gemüse verwenden, je nachdem was Ihr zuhause habt. Auch Wildkräuter passen hier dazu.

Fazit: In Scheiben geschnitten und als Fingerfood angerichtet, könnt ihr hier richtig kreativ werden. Wir belegen unsere Happen mit unseren fettfreien Aufstrichen und dem frischen Kräuterquark. Aber auch pur schmecken die Gemüse-Muffins vorzüglich. ★🧁

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Giersch-Kohlrouladen

Obwohl Giersch oft den Namen „Lästiges Unkraut“ abbekommt, ist er andererseits ein beliebtes, wohlschmeckendes Wildgemüse. Im Mittelalter, aber auch in neuerer Zeit wurde Giersch sogar als Gemüse und Heilpflanze angebaut.

Roh abgezupft am Wegesrand erinnert Giersch in Geruch und Geschmack ein wenig an Petersilie, gekocht hingegen an Spinat. Die jungen, grünen Blätter enthalten (je 100 g) etwa: 200 mg Vitamin C, 5 mg Carotin, 130 mg Calcium, 5 mg Magnesium, 3 mg Eisen und 2 mg Kupfer.

Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden. Als Salat eignen sich vor allem die jungen Blätter. Rohe Blätter können auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden. Nach der Blüte wird der Geschmack kräftiger und eine leicht abführende Wirkung kann eintreten. Durch das Entfernen der Blüten kann dies teilweise verhindert werden.

Beim Sammeln ist eine Verwechslung mit ungenießbaren und giftigen Arten, wie Gefleckter Schierling oder Breitblättriger Merk, zu vermeiden. Giersch lässt sich gut am dreikantigen Blattstiel erkennen.

Auch bei uns wächst und sprießt dieses feine Kraut im Garten, weshalb unser häutiges Gericht genau diese wertvollen Inhaltsstoffe vorweist.

Zutaten für 2 Personen:

4 Hände voll Giersch

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Pfeffer

Paprikagewürz

Gemüsebrühe

2 kleine Süßkartoffel

1 Handvoll Champignons (optional)

Walnüsse (optional)

Weiche große Kohlblätter

Zubereitung:

Den Giersch schneiden und ganz kurz andünsten. Nach Belieben würzen. Die Zwiebeln mit den Champignons und der geschnittenen Knoblauchzehe anbraten. Mit Gemüsebrühe aufgießen, würzen und die Süßkartoffel hinzufügen. Alle Zutaten etwas dünsten. In der Zwischenzeit den Giersch im Mixer zu Spinat zerkleinern, je nach dem, wie fein ihr die Konsistenz haben wollt. Nun könnt ihr die Kohlblätter mit Euren vorgefertigten Zutaten füllen. Wir haben noch Walnüsse hinein gegeben und manche Kohlroulade noch mit unserem Bärlauchpesto aufgepimpt. Im Grunde seid ihr hier völlig frei im Befüllen der Rouladen. Einzig tierleidfrei ist natürlich die Bitte. Wir haben Zahnstocher zum Zusammenhalten der Rouladen nach dem Wickeln verwendet. Hier ist Eurer Fantasie keine Grenze gesetzt: Faden, Garn, Twist oder im Topf einfach Schulter an Schulter zusammenlegen.ツ
Nun könnt ihr die fertigen Giersch-Rouladen entweder kross anbraten, oder im Backofen bei 190°, 30 Minuten backen. Je nach bräunegrad ihr sie gerne essen wollt. Dafür pinselt Ihr sie aber vorher mit einem guten Öl ein.

Fazit: Giersch ist sehr lecker, aber auch besonders speziell und sehr intensiv im Geschmack. Jens und ich hatten nach 2 Giersch-Rouladen eine Geschmackssperre und konnten dann auch nicht mehr weiter essen. Deshalb ist mein Vorschlag, dass ihr den Giersch mit Spinat oder einem anderen Euch lieben, etwas neutralerem Gemüse mischt. Wichtig ist immer, dass ihr gerade bei Wildkräutern auf Euren Körper hört und beim Zeichen „Stopp“ hier auch ein Ende macht. Lasst es Euch munden. ★🌿

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Gemüse fermentieren

Angeregt durch unseren momentan fast täglichen Sauerkrautkonsum und der Erkenntnis, dass es uns damit so gut geht kommen auch wir beim besten Willen nicht um das Thema Fermentation herum. Seit unserem Blogthema über das Sauerkraut wissen wir um die gesundheitlich positiven Effekte und möchten mit dem Versuch unsere Gemüse zu fermentieren weitere geschmackliche Highlights in unsere Mahlzeiten integrieren. Damals schätzen vor Hunderten von Jahren vor allem die Seefahrer die Fermentation und vor allem das Vitamin C im Kraut, das beim Gären auf natürliche Weise entsteht. Die durch diesen Prozess entstehenden gesunden Bakterien, sorgen in unserem Darm für ein positives Milieu.  Das wiederum bewirkt ein starkes und widerstandsfähiges Immunsystem und dies heißen wir natürlich „Herzlich Willkommen.“

Probiotische Lebensmittel und milchsauer vergorene Gemüse können äußerst kostengünstig selbst hergestellt werden. Ihr könnt sogar Eure Gemüsereste zum Einlegen verwenden, um diese vor der Entsorgung zu retten. In unserer Massenkonsumgesellschaft die Möglichkeit auch in diesem Bereich sich mit Fragen zum Thema Nachhaltigkeit, fairem Handel und dem Verbraucherverhalten zu beschäftigen.

Zum Thema Klimabilanz: Weltweit werden jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeschmissen, was einer CO2-Emission von mehr als drei Gigatonnen entspricht. Es sind 240 Milliarden Bäume nötig, um diese Menge CO2 zu kompensieren. 🌲🌳🌲

Unser erstes eigenes milchsauer vergorenes Gemüse besteht aus einem kleinen Wirsing und zwei Roter Beete, welche wir in zwei verschiedenen Verarbeitungsprozessen herstellen.

Zutaten Saurer Wirsing:

110 g Wirsing

2 g Salz

1 Knoblauchzehe

1//2 kleine, rote Zwiebel

1 Scheibe Zwiebel

20 g Salz verwenden wir pro Kilo Gemüse. Wir tasten uns hier heran, denn es kann zum Beispiel auch ganz OHNE Salz fermentiert werden, deshalb starten wir hier einige Versuchsreihen, bis wir unser eigenes persönliches Geschmackserlebnis dokumentieren können.

Den Wirsing klein schneiden und mit den anderen Zutaten in einer großen Schüssel „kneten“. Dadurch tritt Zellwasser heraus und wir gewinnen damit das Einlegwasser. Das Gemisch füllen wir dann in vorher heiß ausgespülte Weckgläser. Bitte KEINE Gläser mit Schraubverschluss verwendet, da Euch diese explodieren können. Wir füllen noch Wasser auf, damit das Gemüse bis oben hin bedeckt ist, legen ein Wirsing-Blatt auf das Gemisch und beschweren es mit einem Glas, damit das Gemüse unter der Wasseroberfläche bleibt. Jeden Tag das Glas öffnen und etwas drehen. Und dann heißt es abwarten.

Unser nächstes Glas fermentieren wir mit unserer Roten Beete. Die Rote Beete dafür erst reiben und dann in feine, dünne Sticks schneiden.

Zutaten saure Rote Beete:

2 Rote Beete

1 kleine rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Hier handelt es sich um einen Experimentierversuch, denn wir befüllen das Glas nun mit etwas Sauerkrautsaft, den wir übrig haben. Den fehlenden Rest füllen wir abermals mit Wasser auf und beschweren das Ganze wieder mit einem Glas. Wir haben noch nichts darüber gelesen, das dies funktionieren kann, aber: „Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?“ sagte einst Vincent van Gogh. Dieses Glas bestücken wir außerdem mit unseren Sorgen-Püppchen, damit diese dafür Sorge tragen, dass dem korrekten Fermentationsprozess nichts im Wege steht. ツ

Unser Gemüse gärt nun einfach vor sich hin. In den ersten beiden Tagen wird das Wasser langsam trüb, später auch etwas gelblich. Auf der Oberfläche bildet sich außerdem die sogenannte „Kahmhaut“, also ein trüber, unappetitlicher Film. Wir schöpfen diesen etwas ab oder saugen ihn mit einem Küchenpapier auf. Abermals füllen wir unsere Gläser dann mit Wasser auf, denn es darf keine Luft an das eingelegte Gemüse kommen. Das ist sehr wichtig.

–>Je länger das Gemüse vor sich hin gart, desto saurer und weicher wird es. Bereits ab dem 7. Tag ist es aber genießbar.

Eine sehr nette Geschichte möchte ich Euch zum Fermentationsprozess erzählen, welche mit einem lächelnden Auge betrachtet werden darf:

| * Früher gab es Kulturen, die um die Töpfe herumgetanzt sind, während Gasblasen aufstiegen. Sie dachten, Götter gehen in den Topf und machen das Essen für sie haltbar. Durch das Tanzen wollten sie den Göttern die nötigen Bewegungen vormachen. Wenn es blubberte, hatten die Götter es wohl verstanden, und man konnte aufhören zu tanzen. In anderen Kulturen dachte man, man müsse das Essen in Ruhe lassen, um die Götter nicht beim Fermentieren zu stören. Dass Bakterien die Götter sind, ahnte niemand. *  |💃🕺

Dies verdeutlicht die Kraft, welche hinter diesem Prozess steckt. Meine Eltern machen ihr Sauerkraut in großen, braunen Fässern und genau diese geben die eben beschriebenen blubbernden Geräusche von sich. Als Kind empfand ich das sehr gespenstisch. ツ👻

Fazit: Wir stehen immer noch am Anfang unserer Experimentierreihe mit fermentiertem Gemüse. Trotzdem möchten wir Euch motivieren, dies selbst einmal auszuprobieren. Wer weiß, vielleicht werdet Ihr auch solche „süßen Sauer-Fans“ wie wir. ツ★

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