Zitronenmelissen-Tee 🌿

#Zitrone #Bienenweide #fruchtig #grün #Sommer #Sonne #Bio-vegan #Natur #Tee 🌿🐝☕

Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Zitronenmelisse wurde früher häufig in Klostergärten angebaut, aber auch die Bienen mögen die Blüten dieses Heilkrautes. Der Pflanzensaft soll mit seiner antiseptischen Wirkung die Ausbreitung von Krankheiten verhindern. In der Volksheilkunde wird die Zitronenmelisse überwiegend gegen Unruhe und Schlafstörungen eingesetzt, ihr Wirkungsspektrum ist allerdings deutlich größer.

Bei uns wächst die Pflanze gerade ins unendliche und wir müssen den Melissenbusch dringend stutzen. Aber wohin mit diesem wunderbaren Kraut? Wildkräuterpulver haben wir in rauen Mengen und bei diesen Bergen ist an Tee trinken gar nicht zu denken. Das ist nicht zu schaffen.

So entscheiden wir uns für den Vorrat in Form von getrockneten Teeblättern, denn gerade im Herbst und Winter wenn Erkältungen ihre Hochsaison haben, ist es ausgesprochen hilfreich, etwas Zitronenmelisse im Haus zu haben. Das Heilkraut lässt sich einfach und schnell trocknen und kann luft- und blickdicht in Weckgläsern verschlossen gut gelagert werden.

Wir schneiden die Melissenstengel im unteren Bereich ab und entlauben den unteren Teil etwas. Das heißt, wir geizen im unteren Bereich aus.

Da wir einen bio-veganen Garten haben waschen wir die Pflanzenstengel auch nicht ab. Das könnt ihr aber gerne machen, wenn ihr sie auf einer Wiese geerntet habt, bei der ihr Euch nicht sicher seid, ob ein Bauer oder Gärtner in der Nähe sein Unwesen treibt, zwecks Chemikalien.

Die Stängel am entlaubten Ende mit einem Zwirn oder Bast so zusammenbinden, dass die Triebe nicht zu eng aneinander liegen, damit auch alles gut durchtrocknen kann.

Nun könnt ihr die Melissenbündel an einem luftigen, dunklen und trockenen Ort aufhängen. Trotzdem bitte regelmäßig auf Schimmel kontrollieren, bis sie nach etwa 14 Tagen getrocknet sind.

Jetzt füllen wir die abgezupften getrockneten Zitronenmelisse-Blätter in Gläser und verschließen sie fest. So können wir in der nun bald kommenden kalten Jahreszeit den Sommer in Form unseres eigenen Zitronenmelisse-Tees genießen. ☕🌿

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Bienenfutterpflanzen 🐝

„Ein Blümchen vom Boden hervor,

war früh gesprosset in lieblichem Flor.

Da kam ein Bienchen und naschte fein,

die müssen wohl beide füreinander sein.“

-Johann Wolfgang von Goethe-

Unser eigener Gemüseanbau schreitet voran. Zeit, uns nun um unsere fleißigen Helferlein zu kümmern: Die Insekten. Ohne Wild- und Honigbienen gäbe es nämlich kein Obst, kein Gemüse und keine Blumen. Wer einen Garten hat, der kann viel für den Erhalt der nützlichen Kleinsttiere tun. Es darf einfach nicht sein, dass wir immer nur zu unserem Wohle leben und dabei die gesamte Schöpfung übersehen.

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Als Bestäuber für viele Pflanzen oder als Nahrung für verschiedene Tiere wie Igel oder Vögel sind Insekten lebensnotwendig. Wir möchten diese schönen und faszinierenden Tiere unterstützen und ein Buffet voller bunter Leckereien für die Tiere zaubern. Unsere Insekten-Hotels haben wir Euch ja schon vorgestellt. Nun gilt es, den Mittagstisch vorzubereiten, damit das Nahrungsangebot auch für unsere Mitlebewesen gesichert ist.

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Meist sind Gärten für das menschliche Auge stilvoll angelegt. Leider zum Nachteil für Bienen, Hummeln etc. Hier etwas Essbares zu finden scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Dem möchten wir entgegenwirken und unserem Garten eine lebendige Vielfalt schenken. Aber auch Balkon, kleiner Vorgarten oder Mini-Außenbereich kann als Pflanzenbuffet den Tieren zunutze gemacht werden. Die Größe der Anlage spielt überhaupt keine Rolle.

Wer nun Insekten unterstützen und ihnen einen Rückzugsort bieten möchte, kann dies mit der richtigen Pflanzenauswahl tun.

Wir beginnen mit einer Buschmalve, welche später von jeder Menge Bienen und Hummeln umschwirrt werden wird. Diese Pflanze stellt jede menge Nektar für die hungrigen Arbeiter bereit. Die rosafarbig blühenden Blüten sind wunderbar anzusehen und die naschenden Brummer außerdem. Aber auch der lilafarbene Lavendel als Klassiker, Salbei, Thymian und Gänseblümchen, Holunder und Schmetterlingsflieder sind wohlschmeckende Pflanzen für die kleinen, fleißigen Tierchen.

Fazit: Helft unseren Bienen durch eine Vielfalt an Blüten im eigenen Garten. Wir haben Euch nur eine kleine Auswahl an Blumen- und Pflanzensorten präsentiert, es bestehen einfach riesen Möglichkeiten. Erkundigt Euch. Mit einem Schmunzeln möchte ich Heinz Erhardt noch zu Wort kommen lassen, der sich dem Thema auf seine eigene Art nähert.ツ🐝🌷🌾🌺🌸🌼🌞

„Ein Gänseblümchen liebte sehr

ein zweites gegenüber,

drum rief’s: ‚Ich schicke mit‘ nem Gruss

dir eine Biene‘ rüber!‘

Da rief das andere: ‚Du weisst,

ich liebe dich nicht minder,

doch mit der Biene, das lass sein,

sonst kriegen wir noch Kinder!'“

-Heinz Erhardt-

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Bio-veganes Gemüse vorziehen 🌱

Die wertvollsten Lebensmittel sind die aus dem eigenen Garten. Regionaler, saisonaler und vor allem frischer geht es nicht. Die nötige Wandlung muss einfach bei uns beginnen. Es geht um ein ganzheitliches, ökologisches, die ganze Schöpfung einbeziehendes Bewusstsein und auch um nachhaltiges Denken in Kreisläufen. Deshalb werden wir dieses Jahr unsere Pflanzen vom Samen bis zum fertigen Gemüse begleiten. Jedoch: Augen auf beim Samenkauf. Unsere Ansprüche sind hoch. Im Grunde sehr hoch, denn wir möchten KEINE Hybridsamen, sondern Saatgut von samenfesten, alten Sorten.

Wir haben für den Erwerb von genau diesen Wunschpflanzen einen Kontakt, der uns alte Tomaten-, Kartoffel- und Gemüsesorten ermöglichen kann. Falls Ihr hier Interesse habt, schreibt uns einen Kommentar oder eine kurze Nachricht, dann lassen wir Euch die Daten zukommen.

Für den Anfang wählen wir Salat, Radieschen, Zucchini, Gurken, Grünkohl, Schnittlauch, Petersilie und Tomaten.

Die richtige Erde wirkt Wunder: Samenkörner sind zarte Wesen und benötigen besondere Umgebungsbedingungen um zu keimen und zu gedeihen. Ihre Wurzeln bleiben gesund, wenn die Erde wenig Düngesalze und viel Feuchtigkeit enthält. Außerdem ist es uns wichtig, dass die Erde keine tierischen Bestandteile aufweist. Manche Abfüller verwenden für ihre Erden als Stickstoffdünger tatsächlich Horngriess, teils auch Blutmehl, Tierhaarmehl, Schlachtabfälle und Knochenmehl. Wenn wir uns das alles vor Augen führen, haben wir gar keine Lust mehr, „normales“ Gemüse, geschweige denn Bio-Gemüse im Laden zu kaufen, um es zu essen.

Hier ein Geheimtipp für das Gärtnern mit Kindern:

Leere Saftkartons oder kleine Päckchen eignen sich hervorragend als Blumentöpfe. Bemalt entstehen daraus sogar regelrechte Kunstwerke. Bitte piekst kleine Löcher in den Boden, damit sich kein Wasser staut. Anschließend könnt Ihr die vegane Erde einfüllen und die Samen vorsichtig einsetzen. Wichtig ist, dass pro Karton nur eine Samensorte verwendet wird, dann gedeihen die Pflänzchen ganz toll.

Licht ist unentbehrlich für das Wachstum der kleinen Triebe. Damit sie gleich von Anfang an genug davon bekommen, stellen wir sie direkt an unsere Fensterfront. Anfangs noch an der Heizung, ist die Lichtquelle bei uns nicht direkt zu Beginn gegeben. Nun hoffen wir trotzdem auf ein positives Wachstum unserer nun doch recht großen und hageren Mini-Pflanzen. 

Dank des Ideenreichtums meines Engels, haben wir uns dieses Jahr für vegane Kokostabletten als Basis unserer Samen entschieden. Diese gießen wir und lassen sie fünf Minuten quellen, um dann die Samen einzubringen. Ein Angießen ist nicht nötig, da das Substrat bereits feucht ist.

Dann heißt es warten….. 🌱

Nach einigen Tagen entdecken wir das erste zarte Grün: Die Keimblätter! Und das ist der momentane Stand unserer Pflanzenaufzucht. Wir freuen uns. 🌱

–> Raus ins Freie dürfen die Jungpflanzen übrigens erst im Mai nach den Eisheiligen. Dies vermerkt Ihr Euch gut.

Fazit: Wenn aus einem winzigen Saatkorn langsam eine Pflanze heranwächst, stehe ich mit leuchtenden Augen davor und empfinde das als kleines Wunder. Es ist unbeschreiblich. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Aussäen und gutes Gelingen! ★🌱🥬🥒🍅

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Wildkräuter-Pulver 🌿

#Wildpflanzen #Heilkraut #Garten #Bienen #Natur #Renaissance #Hexenküche #Zwergenreich 🌿🌼🌿

Seit vielen Jahrhunderten gehören heimische Wildpflanzen auf den Speiseplan des Menschen. In unserer heutigen Zeit werden sie verstärkt wiederentdeckt und das nicht nur von gesundheitsbewussten Menschen. Unter dem Begriff Wildkräuter werden die Pflanzen zusammengefasst, die zum Verzehr geeignet und nicht durch Zucht bearbeitet, sondern im jeweiligen Land heimisch sind. Das heißt sie gedeihen auf Wiesen und Äckern oder an Flüssen, Seen und Wäldern.

Gerade in Smoothies sind unsere Wildkräuter als „heimische Superfoods“ nicht mehr wegzudenken. Wildkräuter dürfen ungestört wachsen und sind demnach eine der natürlichsten und nährstoffreichsten Lebensmittel. Voller Kraft und Power. Wir haben das Glück, dass diese starken Pflänzchen direkt vor unserer Haustüre wachsen. Falls dies bei Euch nicht der Fall sein sollte gibt es genug Parks und Naturgebiete auch in der Nähe großer Städte, in denen ihr Euch bedienen könnt. Achtet nur darauf, dass ihr die Wurzeln immer stehen lasst und die Blätter nicht alle entfernt, damit sich die Pflänzchen auch weiterhin entfalten können.

Doch für den Herbst und Winter, wenn diese dann nicht mehr wachsen oder keine Zeit zum Sammeln ist, verarbeiten wir einen Teil unserer frischen Kräuter in den warmen Frühlings- und Sommermonaten zu Pulver.

Unsere eigenen Wildkräuter in Pulverform weisen folgende Merkmale auf:

  • aus Wildsammlung
  • mit Liebe geerntet
  • in Rohkostqualität getrocknet
  • schonend zerhäckselt
  • keine künstlichen Zusätze
  • in Glasbehälter abgefüllt
  • keine Mischpulver

Unsere gesammelten Kräuter breiten wir an einem luftigen, schattigen Ort großzügig aus. Die Pflanzenteile sollten nicht zu dicht beieinander und schon gar nicht übereinander liegen. Direkt in der Sonne getrocknet, mindert dies die Qualität. Nach der groben Trocknung bündeln wir unsere Wildkraut-Sträuße  und hängen sie wettergeschützt zum weiteren trocknen auf. Wir verwenden dazu alte Strumpfbänder.

Erst wenn die Pflanzen nach mehreren Tagen zu 100% getrocknet sind, trennen wir die Blätter von den Stielen. Dies erfolgt fast schon meditativ, da dies der aufwendigste Teil im ganzen Trocknungsprozess ist.

Wir zerhäckseln und zermahlen unser Grün im Vitamix. Knapp eine Minute, je kürzer umso besser, denn das Mahlwerk des Mixers wird sonst zu heiß, wodurch die Hochwertigkeit der Inhaltsstoffe zunichte gemacht werden können. Doch auch jeder andere Mixer tut hier bestimmt sein Richtiges. Einzig werden hier Unterschiede in der Feinheit des fertigen Pulvers zu vermerken sein.

Die perfekteste Aufbewahrung wären natürlich dunkle Apothekergläser. Wir greifen auf normale Schraubgläser zurück und bewahren sie lichtgeschützt auf.

Fazit: Frische Wildkräuter sind natürlich immer vorzuziehen, denn bei jedem Verarbeitungsprozess gehen wichtige Vitamine und Nährstoffe verloren. Für uns ist das Pulver trotzdem eine schöne Alternative. Bitte informiert Euch vor dem Sammeln über Kenntnisse und Nutzung von Wildpflanzen. 🌿🌼🌿

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Efeu

Efeu und ein zärtlich Gemüt,

heftet sich an und grünt und blüht,

kann es weder Stamm noch Mauer finden,

es muss verdorren, es muss verschwinden.

-Johann Wolfgang von Goethe-

 

„Wo´s Sträußchen hängt, wird ausgeschenkt.“ 🍷

Mit einem Kranz aus Weinreben oder Efeu machten Winzer – seit einem Erlass Karls des Großen – auf ihre Weinschänken aufmerksam. Nur mit einem solchen Kranz an der Eingangstür, durften Winzer eine Wirtschaft betreiben und ausschenken. Auch heute findet sich Efeu noch symbolisch auf so manchem Wirtshausschild.

Bereits in der Antike weihte man Efeu den Göttern des Weins und der Fruchtbarkeit. Später stand die immergrüne Pflanze als christliches Symbol für Treue und Unsterblichkeit. So umrankt das Gewächs viele Gräber und Friedhofmauern, diente aber auch bei Hochzeiten als Pflanzenschmuck.

Efeu blüht im Herbst und präsentiert im Frühjahr seine Früchte: Glänzend schwarze Beeren. Doch Vorsicht: Finger weg von Efeu. Die ganze Pflanze ist für Menschen giftig.

Efeu ist eine immergrüne Kletterpflanze, die bis zu 20 Meter hochwachsen kann. Die Blätter sind dunkelgrün. Ihre Form variiert, bringt aber so manches Herz zutage. Junge Blätter sind behaart, ältere erscheinen kahl.

Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in Efeublättern. Sie enthalten Triterpensaponine, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Vor allem die Substanzen Hederacosid C und B sowie alpha-Hederin spielen für die Wirkung eine Rolle. Daneben kommen in den Blättern Flavonoide, Kaffeesäurederivate und ätherisches Öl vor.

Aufgrund dieser Effekte dient Efeu als pflanzliches Mittel gegen Husten. Frische Efeublätter können jedoch allergische Reaktionen auf der Haut verursachen. Die Pflanze ist giftig und soll deshalb nicht selbstständig verarbeitet werden.

Der Efeu erklimmt außerdem Mauern und wandert die Baumstämme entlang in luftige Höhen: Er will umarmen und hüllt alles liebevoll in wundervolles Grün. Deshalb wird er im Volksglauben schnell zum Symbol für Liebe, Treue und Freundschaft.

Auf der Tour in den Wäldern der Schwäbischen Alb durften wir daran teilhaben, wie der Efeu sich dort ausbreitet, sich um die Bäume schlängelt und das Erdreich bedeckt.

Eine Sage überbringt die Botschaft, dass der Efeu die Liebe der Blumen und Gräser zu den Blättern der Bäume emporträgt. Eine unendliche Liebeskette. Hier fühlen wir uns wohl. ♡

Außerdem birgt das Pflänzlein eine gewisse Mystik in sich: Der deutsche Volksglaube besagt, dass wer einen Efeuzweig bei sich trägt, in der Walpurgisnacht die Hexen sehen und erkennen kann.🔮 Ein Versuch ist das doch wert.ツ★ 

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Ein Wurzelwerk

#Wurzeln, #Gras, #Saft, #Energie, #Gesundheit, #Natur, #Körper, #Geist, #Seele ★🌱

Ein liebgewonnener Powertrunk ist der selbstgepresste Gras-Saft, oder auch Weizengrassaft. Für die schnelle Energie reicht es allemal das wilde Süßgras von der Wiese zu ernten und zu entsaften. Es beinhaltet sehr viel Lebenskraft und Vitalstoffe. Da es unendlich viele verschiedene Sorten gibt, probiere ich vor der Ernte immer ein zwei Gräser, um den Geschmack zu testen. Ist mir der Grashalm zu bitter gehe ich weiter und versuche an anderer Stelle mein Glück. Die Fasern der Halme spucke ich jedoch aus. Schließlich haben wir ja keinen Kuhmagen, welcher durch Wiederkauen dies faserige Grün verdauen kann.

Das Gras beinhaltet große Mengen Chlorophyll, viele Mineralstoffe und Spurenelemente, Enzyme, Aminosäuren, ungesättigte Fettsäuren und viele Vitamine. So weit, so gut. Was passiert aber in den Wintermonaten?

Mittlerweile gibt es unzählige Anleitungen im Netz, wie verschiedene grüne Gräser wie Dinkel, Gerste, Hafer, Weizen oder Kamut gezüchtet werden können. Auch wir haben diesen Versuch gestartet. Erst mit herkömmlichem Saatgut aus dem Bioladen. Nach kläglichem Scheitern und Schimmelbildung dann mit speziellem BioSaatgut. Diese Keimsaat ist bestens geeignet für Sprossen und Mikrogrün. Um eine möglichst hohe Keimfähigkeit zu bewahren, sollen die Samen kühl und trocken gelagert werden. An diese Vorgaben haben wir uns gehalten.

Hochmotiviert bestücken wir unsere Behälter mit Erde und säen die Keimlinge, nachdem sie die hierfür zugedachten Stunden eingeweicht wurden, liebevoll ein. Erbsen, Leinsamen, Brokkoli und Weizengras….wir strotzen vor Übermut. Das Ergebnis ist jedoch überschaubar: Ein Großteil der Saat geht nicht auf, andere Teile verschimmeln abermals. Ich zweifle an meinem grünen Daumen, wenn man bedenkt, dass das Ganze dann doch echt kein Hexenwerk darstellt.

Ein Unterschied bleibt jedoch: Die Aussaat in unserem Gewächshaus zeichnet sich dahingehend durch starken Wuchs der Gräser aus.

Hier ist nichts von Schimmelbildung oder dergleichen zu vermerken. Die Ernte ist im großen Stil von uns zu bewerkstelligen, da immer neue Gräser nachwachsen. Eventuell spielt die Luftfeuchtigkeit doch eine sehr große Rolle.

                                                                                               ★



Ein Wunder der Natur!

Beim Entsorgen der Behälter aus der Wohnung zeigt sich nun etwas Einzigartiges: Ein Geflecht aus Wurzeln, welches mathematisch nicht vollendeter angeordnet sein kann. Die Wurzeln ziehen Kreise wie aus Meisterhand. Die Größe der Rundungen wie aufeinander abgestimmt. Ein Wunderwerk der Natur, wenn man bedenkt, dass im oberen Erd-Bereich die Keimsaat wild durcheinander gesät wurde.

Gedanklich treten Verknüpfungen auf: Das Buch „Die Wurzelkinder“ war ein steter Begleiter in meiner Kindheit. Grob zusammengefasst brechen die Wurzelkinder im Frühling aus der Geborgenheit des Winterschlafs unter der Erde auf und ziehen als Blumen und Gräser mit den Käfern hinaus in die Welt. Hier bleiben sie den Sommer über, bis die Herbststürme sie wieder in die Erde zurücktreiben. Daran erinnern mich diese Wurzelberge, welche sich so filigran zu einer Einheit verbinden.

Fazit: Die Wurzelkinder stehen in den Startlöchern, der Frühling kurz bevor. Somit werden wir die nächsten Monate keine Experimentierversuche mit Weizengras und Co mehr durchführen. Aber wer weiß das schon, vielleicht nehmen wir es uns für die kommenden Wintermonate vor. Die Erfahrung mit dem Wurzelwerk ist für uns aber bedeutend.🌱

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Die Schneebeere

„Als eine weiße Schneebeere,

möchte ich Dein letztes Wort sein.

Niemand spricht es mehr aus,

aber die weiße Schneebeere am Haus,

wird noch dort sein,

jahrein, jahraus.“

„Hundertzehn Gedichte“ von Georg von der Vring

Auf unserem Fußweg nach Esslingen durchlaufen wir einen Weg, der von Kleingärten, aber auch wilder Natur umrandet ist. Hier sehen wir sie: Die „Gewöhnliche Schneebeere“. Extrem weiße, beerenartige Steinfrüchte mit meist zwei einsamigen Steinkernen. Zustande kommt die Weißfärbung durch die Totalreflexion des Lichtes. Wahre Kunstwerke der Natur!

Die Gewöhnliche Schneebeere ist in Nordamerika heimisch. Mitte des 19. Jahrhunderts war der Strauch in Deutschland in Gärten, Parks und Friedhöfen weit verbreitet, unter anderem, weil er auch eine ergiebige Bienenweide darstellt.

Genutzt wurde die Pflanze von den Indianern in Washington und Oregon, denn sie aßen die Früchte frisch oder getrocknet, und nutzten sie als Haar-Shampoo. Früchte und Blätter wurden zerstoßen auf Wunden aufgetragen. Ein Tee aus der Rinde wurde zur Behandlung von Tuberkulose und Geschlechtskrankheiten eingesetzt. Wobei sie bei uns als giftig deklariert wird. Also ist hier Vorsicht geboten. Aus dem Holz wurden damals aber auch Pfeilschäfte und Pfeifenrohre hergestellt. In Europa wird die Gewöhnliche Schneebeere häufig als Ziergehölz gepflanzt. In Großbritannien eher als Deckungsgehölz für Vögel und Wild gepflanzt.

„Gewöhnliche Schneebeere“

Jens erinnert sich an seine Kindheit und dass die Schneebeeren früher sehr beliebt waren, da sie beim auf den Boden werfen knacken und leicht knallen. Daher auch der Name „Knallerbsenstrauch“. Der Name erlangte 1999 auch durch Stefan Raab Berühmtheit, als er diesen nämlich in seinem Lied Maschen-Draht-Zaun verwendete. In dem Streit ging es darum, dass ein Knallerbsen-Strauch in einem Garten in das Nachbargrundstück reicht und entfernt werden sollte.

Die Blüten werden von Bienen, Wespen und Schwebfliegen besucht. Sie sind eine Bienenweide, aber auch Selbstbestäubung ist möglich. Blütezeit ist Juni bis September. Das Fruchtfleisch ist großzellig und schwammig; Es findet eine Verdauungsverbreitung durch Vögel wie Drosseln und Finken statt. Als Futter werden die Früchte jedoch nur wenig angenommen.

Der von uns gesichtete Schneebeeren-Strauch scheint eine verwilderte Pflanze zu sein.

Fazit: Die Schneebeere hat etwas verwunschenes, unwirkliches; Der weiße Kugelblitz ist ein Hingucker, gerade wenn noch keine Schneeflocken das Umland in verhüllendes weiß verwandeln. Märchenhaft die Vorstellung, dass die Eisperlen im Zwergen- und Elfenreich eine besondere, geheimnisvolle Rolle spielen könnten.

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Frauenmantel

#Göttertropfen #Diamanten #Garten #Natur #Harmonie #Symbiose🌿💦

Wassertropfen am Frauenmantel:

Der Frauenmantel ist ein beliebter Bodendecker. Die Staude hat nicht nur hübsches, sommergrünes Laub, sondern ist mit ihrer gelbgrünen Blütenfarbe auch ein guter Kombinationspartner für viele andere Pflanzen im Beet.

In der Natur kommen bei uns die Arten der Staude auf Hochlandwiesen und Waldlichtungen vor.

Eine beliebte Heilpflanze ist zudem der „Gewöhnliche Frauenmantel“, der schon seit dem Mittelalter als krampflösendes und schmerzstillendes Mittel gegen typische Frauenleiden und wegen seiner verdauungsfördernden Wirkung auch gegen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt wird.

Die Wuchshöhe dieser Art beträgt 45 – 60 Zentimeter, der „Silber-Frauenmantel“ hingegen wird nur zwischen 10 – 15 Zentimeter hoch. An ihren Standort stellen die meisten Frauenmäntel nur geringe Ansprüche. Sie gedeihen je nach Art sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten und einige sogar an schattigen Plätzen. Obwohl sie einen nährstoffreichen, durchlässigen Boden bevorzugen, tolerieren sie auch schwere Lehmböden. Der „Filzige Frauenmantel“ gedeiht vor allem auf trockenen, mageren Standorten, der „Zierliche Frauenmantel“ kommt auch auf frischen bis feuchten Plätzen im Garten zurecht. Der „Weiche Frauenmantel“ neigt zur starken Selbstaussaat und kann mit der Zeit im Beet überhandnehmen. Das kann durch regelmäßiges Herauszupfen der Jungpflanzen und einen bodennahen Rückschnitt direkt nach der Blüte eingedämmt werden. Die Arten des Frauenmantels sind sehr robust. Es sind keine besonderen Anfälligkeiten für Krankheiten und Schädlinge bekannt. ✿

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