Kategorie: Tiere

Weltkatzentag

#Gedenktag #Katze #Lillyfee #Tiger #Stube #Freiheit #Eigen #Sensibel 🐈

Es ist der Internationale Tag der Katze, an welchem Katzenfreunde das Zusammenleben mit der als Haustier beliebten Hauskatze feiern. Wir kennen diesen Tag gar nicht, obwohl wir selbst einen Freigänger haben.

Im Prinzip eine schöne Idee. Unsere Gedanken kreisen darum. Im Grunde sollte wenn dann jedes Tier von der Spinne bis zum Elefanten einen solchen Gedenktag bekommen.

Aber sollte es nicht auch ein Tag sein der dazu dient, an die mit der Katzenhaltung verbundene Verantwortung zu erinnern und gerade auch auf Missstände in der Katzenhaltung hinzuweisen? Das Bewusstsein für Themen wie Tierschutz und Qualzucht kann damit geschärft werden, was natürlich auch alle anderen Tierarten betrifft.

Zudem wird dieser Katzenfeiertag meist von Tier- oder Umweltschutzorganisationen zum Anlass genommen, um auf die Problematik bedrohter Wild- und Großkatzen aufmerksam zu machen. Eine gute Gelegenheit.

Eine ganz wichtige Aussage finde ich im Netz: „Es gibt keinen Weltkatzentag. Für gute Katzenhalter ist jeder Tag ein Feiertag den man mit seinen Samtpfoten verbringen kann.“ Das fühlen wir auch so.

Um diesen Beitrag mit Bildern zu schmücken und Euch unsere Erzählungen vor Augen zu führen machen wir uns auf die Suche nach passendem Bildmaterial. Es dauert nicht lange bis wir fündig werden. Sowohl aktuelle Bilder von unserer Lillyfee können wir Euch präsentieren, als auch Erinnerungen, die durch das ansehen der Fotos wieder in den Vordergrund rücken. Das war sehr emotional und wir haben Euch passend zu dem heutigen Weltkatzentag ein paar typische Eigenschaften, Gewohnheiten und Gefühlsausdrücke unseres Vierbeiners notiert.

Zärtlichkeit/Nähe

Im Prinzip sucht die Katze die Nähe des Menschen und nicht anders herum. Katzen haben ihren eigenen Kopf und ein sehr sensibles Gespür für Sympathie.

Eigenarten/Marotten

Zu den Eigenschaften der Hauskatze kann vieles gehören: Sie kann scheu sein oder sehr anhänglich, verschmust oder sehr frech. Auch hat jeder kleine Tiger seine Eigenarten und Marotten. Unsere Lillyfee quetscht sich zum Beispiel liebend gerne in Kartons, selbst wenn diese nicht ihrer Größenordnung entsprechen. ツ

Liebe

Ein Blick, der alles sagt. Lillyfee hat sich ihren Lieblingsmenschen herausgesucht. Sie vergöttert ihn regelrecht. Dies zu Beschreiben ist fast unmöglich. Diese Anhänglichkeit und Verschmustheit Jens gegenüber übertrifft wirklich alles. Aber gut, bei einem so tollen Mann kann ich das natürlich nachvollziehen. ღ

Katzen spüren immer, ob der Mensch es ernst meint oder nicht. Getäuscht werden kann keine Katze. Auch lässt sich die Liebe von ihr nicht erkaufen. Das machen diese Tiere nicht mit. Sie selbst entscheiden es.

Gelassenheit

GelassenheitGleichmutinnere Ruhe oder Gemütsruhe ist beim Menschen eine innere Einstellung und trifft auf unseren Vierbeiner absolut zu. Lillyfee ist ein ausgeglichenes Wesen, welches mit einer gewissen Seelenruhe zu umschreiben ist.

Spielen

Wenn Katzen etwas nicht passt, dann können sie schon einmal kratzen, beißen, knurren und fauchen. Gerade in Spielsituationen kommt das Raubtier in ihnen heraus.

Schlafen

Katzen sind die größten Schläfer unter den Säugetieren. Sie lieben Ruhe und Entspannung und halten ständig Dauerschläfchen über den Tag verteilt. Unsere Lillyfee mit ihren 14 Jahren Lebenserfahrung toppt dies, indem sie fast ausschließlich schläft. Schnarch Geräusche sind übrigens nicht selten dabei zu vernehmen.

Während die kleinen Tiger schlafen, arbeitet ihr Gehirn weiter und registriert und analysiert Reize aus seiner Umgebung. Nach dem Aufwachen ist herzhaftes Gähnen und ausgiebiges Recken und Strecken angesagt.

Eine weitere Marotte von Lillyfee ist es auch, sich nachts neben Jens zu kuscheln. Dabei sucht sie aktiv den Körperkontakt. Im Endeffekt sieht das dann so aus, dass während der Nachtstunden wir alle immer weiter auf die Endseite des Bettes rutschen, weil Lilly immer aufrückt, wenn Jens sich etwas von ihr wegbewegt. So liegt sie morgens wie ein langer Lulatsch meist quer und wir beiden Menschleins liegen eng aneinander gekuschelt am Rand des Bettes. So erziehen Vierbeiner ihre Herrschaften. ツ

Träumen

Die Traumfähigkeit auch bei Katzen findet nachweislich während der Tiefschlafphasen statt. Die Katze träumt dann, wenn sich, wie bei Hunden auch, Pfoten und Krallen bewegen, wenn Schnurrbarthaare und Ohren zucken.

Höhenflug

Katzen sind kleine Abenteurer und lieben die Freiheit, schließlich stammen sie von der Wildkatze ab. Wenn eine Haltung mit Freigang schon nicht möglich ist, sollten sie unbedingt innerhalb der Wohnung genug Platz zum Toben haben.

Da Katzen die Verhaltensweisen ihrer wilden Vorfahren nicht verlernt haben, sind sie gute Kletterer, geschickte Läufer und sie sehen und hören sehr gut, auch wenn es dunkel ist. Lillyfee hat von Jens eine selbstgebaute Konstruktion geschenkt bekommen, an der sie sich regelmäßig ausprobiert und die verschiedenen Höhenunterschiede genießen kann.

Vertrauen

Ich möchte schon fast Urvertrauen dazu sagen, denn Lillyfee lässt im Grunde alles zu was wir machen, weil sie spürt, dass wir ihr helfen möchten. An diesem Beispiel haben wir ihr die Ohren säubern müssen, weil sie einen ständigen Juckreiz darin verspürte. Wir konnten ihr in aller Seelenruhe den Ohrenschmalz entfernen, ohne dass die Lady in Panik verfallen wäre. Und Ohren sind sehr empfindliche Organe, da ist doch jeder sehr empfindlich.

Kletteraffe

Naja, etwas überzogen ist die jetzige Überschrift. Aber wenn Katzen die Möglichkeiten haben auf Bäume und in diesem Fall auf den Kratzbaum zu klettern dann machen sie das und sind glücklich. Auch klettert Lillyfee überall hoch. Bergziege fällt mir dazu ein und das ist nicht abwertend gemeint.

Neugierde

Katzen sind unwahrscheinlich neugierig. Das führt im Freien oft dazu, dass sie in Schuppen durch Zufall eingesperrt werden, oder in Verstecke kriechen, aus denen sie nicht mehr entkommen können. Höhlen sind die Leidenschaft von Lilly. Überall dort, wo sich so etwas auftut, beispielsweise beim Trocknen einer Decke über den Gartenstühlen, schlüpft sie hinein.

Gerade für Euch da draußen, die ihr mit dem Gedanken spielt einer Katze ein Zuhause zu schenken, ist es wichtig zu wissen, dass ihr vorab Euer Außengelände inspiziert. Gefahrenquellen lauern überall, an erster Stelle stehen hier die Autos, denn sie können die Geschwindigkeit davon nicht einschätzen.

Gemeinschaft

Zwar werden Katzen oft als Einzelgänger charakterisiert, doch haben sie ebenso eine ausgeprägte Fähigkeit zur Geselligkeit und dem Gemeinschaftsleben. Äußerst unkompliziert scheint die Platzwahl also von statten zu gehen. Völlig angstfrei legt sie sich während der Büroarbeit in unseren kleinen Karton, in welchem wir Brief Couvere aufbewahren.

Auch werden alle neuen Gegenstände akribisch untersucht. Hier wird unser neuer Fahrradanhänger unter die Lupe genommen. Fast möchte man meine, sie möchte mit uns die erste Tour damit drehen.

Dazu muss aber gesagt werden, dass Katzen KEINE Veränderungen mögen. So führt das Heraufholen von unseren Koffern aus dem Keller zu den ersten Verhaltensänderungen bei unserem Mädchen. Auch werden Möbelumstellungen innerhalb der Wohnung schwer ertragen. Das kann mal mehr, mal weniger Auswirkungen haben, je nachdem wie empfindsam die Katze ist.

Offenheit

Die Offenheit gegenüber Neuem beindruckt uns immer wieder. Trotz des hohen Alters unserer Madame staunt sie immer noch über Dinge und zeigt sich äußerst interessiert. So ein wunderbares Wesen ist sie doch!

Aufmerksamkeit

Wenn Katzen aufmerksam sind stellen sie ihre Ohren auf und die Augen scheinen heraus zu kugeln, so weit sind sie geöffnet. Wenn bei uns die Haustüre aufgeht und Lillyfee dieses Geräusch nur vernimmt ist genau diese Körperhaltung zu vernehmen. Wir sagen dann immer „Aufpassen Lilly“, weil es scheint, dass sie wie ein kleiner Wachhund ihr Revier verteidigen möchte.

Blickkontakt

Meist werden Veränderungen der Augen durch Variationen der Lichtstärke erzeugt. Außer diesen Reaktionen auf Licht geben die Augen verschiedene Stimmungssignale. Die Pupillen der Katze werden nicht nur groß und rund wenn sie etwas Angenehmes erblickt, sondern auch dann, wenn sie etwas sehr Bedrohliches sieht.

Lillyfee kann uns mit ihrem Blick immer einfangen. Oft überlege ich, wenn ich nur wüsste, was sie nun denkt. Aber eigentlich versteht sich dieser Blick auch wortlos. Es ist eine stimmlose Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Nicht zu beschreiben, aber einzigartig und magisch!

Hungrig

Lillyfee ist eigentlich immer hungrig. Naja, das ist jetzt etwas übertrieben. Sagen wir gefühlt immer hungrig, aber praktisch hat sie ihren gleichen Essensrythmus wie wir Menschen auch. Sind wir vorrübergehend nicht up to date und vergessen die Zeit, macht uns unser Fräulein erst dezent mit Blickkontakt, Miauen und Herumtänzeln darauf aufmerksam.

Überhören wir das, steigern sich die AufmerksamkeitsVersuche und die Tonlage des Miauens bekommt einen regelrechten Unterton. Fordernd! Das ist nicht zu überhören. Außerdem hat Lillyfee sich angewöhnt zu weiteren Mitteln zu greifen, in dem sie an der herumliegenden Arbeitstasche oder in unserem Beispiel am gelben Sack raschelt. Bei den ersten Malen ist ein „Gleich Lilly“ noch akzeptiert. Reagieren wir dann aber immer noch nicht, wird das Rascheln intensiver, lauter, penetranter, bis zum kompletten durschwurschteln dieser gelben Tüte. Da fängt das Kopfkino an, denn irgendwie erinnert mich das an „Simon´s Cat“. Spätestens dann springe ich auf um Lillyfee zu füttern, denn das sonst folgende Küchenchaos möchte ich uns nicht antun. Ihr seht, auch hier hat uns der Vierbeiner im Griff. Wir armen Untertanen.ツ

Beste Freunde

Die Katze hat leider auch Feinde, so wie manches Mal den Hund. Aber der Hund kann auch ihr Freund sein, wenn sie zusammen aufgewachsen sind. In unserem Fall sind das diese beiden Tiere nicht. Sie sind tatsächlich nur Bekannte aus der eigenen Familie, die sich aber von Anfang an mögen. Sie sehen sich nicht oft, gehen dafür aber sehr respektvoll miteinander um. Wie wenn sie sich blind verstehen. Jedoch kommt es auch immer auf die Tagesverfassung von Lillyfee an, wie nahe sie ihre Freundin an sich lässt.

Seid Euch gewiss, dass wenn ihr bereits einen Hund zuhause habt und vorhabt eine Katze aus dem Tierheim zu holen, es niemals sicher ist, dass sich die beiden Tiere jemals verstehen werden. Das liegt nicht im Ermessen des Menschen. Es kann sogar Jahre dauern, bis die beiden in einem Raum verweilen können. Das haben wir alles schon erlebt. Andererseits kann es auch wie bei Jens und mir Liebe auf den ersten Blick sein. Seid Euch darüber bewusst.

Zufriedenheit

Mein Lieblingsbild von unserem Sonnenschein.

Mittendrin

Immer dabei und überall drauf. Solltet ihr Zeitung lesen wollen ist das Eurem Tiger nicht immer lieb, denn ausgerechnet möchte er sich genau darauf jetzt ausruhen. Plant einfach um und verschiebt das Lesen auf einen anderen Zeitraum. Alles andere nützt sowieso nichts. ツ

Tollpatschigkeit

Katzen haben generell Angst vor Wasser. Sie haben auch Angst vor lauten Geräuschen und spüren Gewitter schon weit vor uns. Unverständlich für uns ist es deshalb, warum Lillyfee manches Mal dann nach draußen flüchtet, wenn sie doch solche Angst davor hat. Wie ein gewaschener Pudel kommt sie dann meist nach Hause. Wenn sie dann auch noch gleich schmusen möchte gute Nacht. Erklärt mal einer solchen nassen Lady, dass das gerade keine so gute Idee ist. Da müssen wir Menschen einfach durch. ¯\_(ツ)_/¯

Grazil

Katzen sind edle Wesen. grazil und wunderschön. Im Seitenprofil denke ich mir oft, wie schön nun ein Scherenschnitt von unserer Lillyfee wäre. Das Gesichtsprofil fasziniert uns ganz besonders, weil es so harmonisch ist und Liebenswürdigkeit ausstrahlt.

Weise

Katzen werden etwa 14-20 Jahre alt, weshalb wir meinen, dass eine gewisse Lebenserfahrung nach diesem Zeitraum vorliegt. Die Frage die sich mir stellt ist diese: „Ist unsere Lillyfee weise?“. Eulen sind das doch auch, obwohl diese auch bis zu 19 Jahre alt werden. Also lässt sich Weisheit nicht am Alter ausmachen. Bei weitem nicht. Es ist nämlich die durch Lebenserfahrung oder Abgeklärtheit gewonnene innere Reife. Und das hat unsere Old-Lady definitiv. Unsere Lillyfee ist also weise, das zeigt sie uns jeden Tag.

Begrüßungsritual

Wenn ein der Katze vertrauter Mensch in ein Zimmer kommt, in dem die Katze schläft, begrüßt die Katze ihn meist, indem sie sich auf den Rücken rollt, ihre Beine so weit ausstreckt wie nur irgend möglich, gähnt, die Krallen ausstreckt und einzieht und sanft mit der Schwanzspitze wedelt. Dies ist eine passive, freundliche Begrüßung auf Katzenart, die sie nur gegenüber engen Vertrauten anwendet, da diese Position mit dem Bauch nach oben, das Tier im höchsten Grade wehrlos und angreifbar macht. Diese Geste ist in der Tat eine starke Freundschaftsbezeugung und ein Vertrauensbeweis. Bei uns wendet Lillyfee aktiv die Kopf an Kopfberührung sehr intensiv an. Das ist ihr sehr wichtig. Außerdem hebt sie bei uns den Kopf, öffnet den Mund und gibt ein leises Miau von sich. Wie ein „Hallo“ unter uns. Ich liebe das.

Lautsprache

Die Katze hat das größte Laut-Repertoire aller Lebewesen, mit Ausnahme des Menschen. Sie kann mit den verschiedenen Lauten ihre Befindlichkeiten ausdrücken. Dazu gehört Schnurren, Fauchen, Jaulen, Gurren und manches Mal sogar ein regelrechtes Quaken. Wir sagen dazu Entensprache. Katzen sind halt auch Mehrsprachig sagen wir dann schmunzelnd. Die verschiedensten Formen von Miauen versteht sich von selbst. Ein forderndes Maunzen ist nicht selten.

Sauberkeit

Katzen verwenden viel Zeit darauf, ihr Fell zu putzen, nicht nur um sich sauber zu halten. Die Fellpflege bedeutet aber noch mehr. Zusätzlich zur Reinigung von Staub und Schmutz oder den Resten der letzten Mahlzeit hilft das wiederholte Schlecken, das Fell geschmeidig zu halten, damit es bei Kälte und Regen seine isolierende und wasserfeste Wirkung nicht verliert.

Das Wichtigste zum Schluss

Mir liegt auf dem Herzen, dass Ihr Euch da draußen vor Augen führt, dass die Tierheime schier aus allen Nähten platzen. Falls ihr mit dem Gedanken spielt einen Vierbeiner zu Euch zu holen, dann unterstützt bitte die Rettungsstationen und Tierheime vor Ort. Gebt keinem Züchter Geld für ein Tier. Es ist falsch Tiere zu vermehren und Geld damit zu verdienen, wenn es so viele heimatlose Katzen, Hunde und viele andere Tiere auf der Welt gibt.

Außerdem muss Euch im klaren sein, dass Tiere Geld kosten. Im schlimmsten Fall viel Geld. Nicht jede Katze glänzt von Gesundheit. Das ist bei Menschen genauso. Umso öfter muss dann der Tierarzt aufgesucht werden und das kostet einfach ein Batzen Bares.

Denkt auch daran, dass Katzen 14 -19 Jahre alt werden können. Auch, dass ihr durch ein Tier NICHT einfach spontan in den Urlaub fahren könnt, schließlich braucht ihr eine passende Betreuungsperson, welche in manchem Fall dafür auch Geld bekommt.

Das soll Euch alle nicht abschrecken, denn Tierrettung ist so sehr wichtig. Jeder Mensch soll sich aber im Vorfeld im klaren sein, dass es eine verantwortungsvolle Aufgabe im Leben ist, einem Tier eine artgerechte Heimat zu schenken. Da stehen eigene Bedürfnisse nicht immer im Vordergrund, wenn es um das Wohl des Tieres geht.

Fazit: Euch und Euren geliebten Stubentigern einen tollen Weltkatzentag. 🐈

Das Wesen der Schnecken

#Schnecke #Haus #Kriechtier #wundervoll #liebevoll #bezaubernd #Charakter🐌

Auf unserer Mülltonne heraufkriechend entdecken wir sie: eine voller Spinnweben verzierte Schnecke. Beim Wegziehen dieses wundervollen Tieres zieht sie wie angenommen ihre Fühler jedoch NICHT ein. Im Gegenteil, äußerst interessiert und wach schaut sie mich an. Sie sucht regelrecht den Kontakt zu mir. Ich kann es kaum glauben.

Das Schnecklein bemüht sich definitiv um einen Hautkontakt mit mir, während ich sie zu einem Berg Löwenzahn bringe. Eben das kitzelt und bringt mich so zum lachen. So eine süße Maus. ツ

Auch wenn ich die weibliche Anredeform verwende sind die kriechenden Tiere geschlechtsneutrale Wesen und tragen jedes Geschlecht in sich. Irgendwie genderkonform. ツ

Mich fasziniere ihre Augen. Sie sitzen ganz vorne an ihren Fühlern, die sich teleskopartig aus ihrem Kopf herausschieben. Auch wenn sie damit jedoch nur hell und dunkel unterscheiden kann, habe ich das Gefühl, sie sieht mich direkt an.

Oder rieche ich einfach nur gut? Denn Schnecken besitzen sehr gute Riechorgane. Merkt sie eigentlich, dass wir kein Aas in unserem Gewebe haben? Keine toten Tiere, kein vergammeltes Fleisch?

Das habe ich mich wahrlich schon sehr oft im Leben gefragt. Fühlen Tiere wie Hunde und Katzen eigentlich wie wir leben? Unterscheiden sie zwischen Omnivoren und Pflanzenessern? Vom Geruch her könnte das doch tatsächlich zutreffen. Fleischesser haben nun einmal andere Ausdünstungen wie pflanzlich ernährende Menschen. Was nicht zwingend heißen muss, dass Veganer immer nur gut riechen, schließlich kann man sich auch pflanzenbasiert mit Fastfood eindecken und somit dem Körper nicht nur Gutes tun.

Trotzdem bleibt bei mir das Gefühl, dass dies zutrifft. Alle Tiere sind einfach empathisch.

Hier kommt nun ein Sträußchen Moos. Das lässt die kriechende Dame aber unbekümmert und sie walzt einfach darüber hinweg. Irgendwie schon toll. Ich habe gelesen, dass Schnecken nämlich nur eine sogenannte „Sohle“ statt Füße besitzen. Ihre Muskeln verursachen dann wellenartige Bewegungen, mit der sie sich fortbewegt.

Kein Zaun, keine Umrandung hält sie somit  im Allgemeinen auf, denn sie sind vorallem hungrig nach frischem Salat. Die gierigen Kriecher besitzen Tausende von Raspelzähnen auf ihrer Zunge. Jeden Tag vertilgen sie damit so viel wie sie wiegen. Kein Wunder, dass der Salat ruckzuck weg ist und alle Gärtner die Tierchen nur los werden wollen.

Meinen angebotenen Löwenzahn rührt die Lady jedoch überhaupt nicht an. Schwups macht sie sich auf den Weg zu einem mir unbekannten Ziel. Hungrig scheints sie also nicht zu sein.

Mich fasziniert das Tempo welches sie dabei zurücklegt. Also „Schneckentempo“ halte ich deshalb als sehr überzogen und werde es so auch nicht mehr verwenden. Klar, im Gegensatz zu anderen Tieren mag sie vielleicht etwas langsamer von der Stelle kommen. Aber welches andere Tier trägt schon währenddessen sein Haus auf dem Rücken? Das muss dabei sehr wohl berücksichtigt werden.

Schnecken nehmen die Welt auf eine ganz besondere Weise wahr, denn sie fühlen jede Erschütterung am Boden. Sie fühlen auch jeden Luftzug und riechen und hören und schmecken was sich ihnen nähert.

Sinnlichkeit fällt mir spontan dazu ein.

Wenn wir spazieren gehen und auf dem Weg oder Straße Schnecken entdecken heben wir sie selbstverständlich auf und setzen sie ins Gras. Das ist das was mir meine Eltern im Leben vorgelebt haben und was hoffentlich alle anderen Eltern da draußen auch tun. Als Tierschutzpädagogin weiß ich, was es bedeutet den Grundstein für ein empathisches Miteinander schon bei den kleinsten Kindern zu legen.

Das gleiche machen wir übrigens auch bei Bienen oder Hummein, denn wenn sie erschöpft sind nehmen wir sie mit nach Hause, geben ihnen Zuckerwasser und erfreuen uns, wenn sie sich wieder erholen und glücklich davon fliegen. 🐝

Hier nähert sich eine andere, etwas größere Schnecke. Vielleicht freunden sich die beiden ja an. Ich jedenfalls verabschiede mich nun von dem bezaubernden Wesen. Was für eine schöne Erfahrung.

Fazit: Irgendwie sind Schnecken für mich sehr geheimnisvolle Wesen. Das erlebe ich heute sehr intensiv. Danke für diese Erfahrung. Lasst das Schneckenpulver weg. Sammelt die Tierchen ein und tragt sie in weit entfernte grüne Gebiete. Es sind fühlende, empfindsame Wesen. Wie alle Seelen hier auf der Erde. 🐌🌱

Osterlamm

#Ostern #Schafe #Liebe #Sanftmut #Unschuld #Tod #Mord #Qual #Trauer 🐑

Heute entdecken wir es: Unser persönliches Liebes-Schaf, ein Lamm, mit einem Herz auf seinem Bäuchlein. Wir sind so entzückt und erfreuen uns voller Glück daran. Auf einer großen Wiese, im blütenreichen Meer aus Bäumen, grast es hier mit all den anderen friedlichen Tieren. Sie verspeisen das Gras und lassen sich durch uns nicht beirren. Unermüdlich, wie wenn sie das Leben daraus trinken, vertilgen sie einen Grasbüschel nach dem anderen. Märchenhaft.

Ein graues Eselein begleitet die anmutigen Tiere, während der Hund die Herde zu leiten scheint. Den Schäfer nehmen wir nicht wahr. Er hält sich im Hintergrund.

Eine malerische Idylle voller Friede, Liebe und Glück, wenn…

…ja, wenn uns die Gedanken zur Realität nicht einholen würden. 

Denn gerade jetzt zu Ostern, verspeisten Menschen wieder mehr Lämmer denn je.

Tiere, die jünger als ein Jahr sind. Das müsst ihr Euch mal vorstellen: Es sind Babys. Ein Lamm symbolisiert Verletzlichkeit und Unschuld und steht im christlichen Glauben für das Lamm Gottes. Auch wenn die armen Tiere hierzulande eher seltener geopfert werden, sind sie bis heute dem Osterfest zugeordnet und werden deshalb vielfach verspeist.

Da die Nachfrage aber vor allem nach billigem Lammfleisch aus deutscher Produktion nicht gedeckt werden kann, stammt der größte Teil von besonders in Discountern angebotenem Lammfleisch aus dem Ausland. Also nichts mit idyllischer Kurzlebigkeit auf einer saftig grünen Wiese wie bei unserer heutigen Begegnung.

Streicht diesen Gedanken und blickt der Realität ins Auge. Zu lange macht sich der Großteil der Menschheit schon etwas vor. Zu lange verdrängt der Einzelne die Herkunftsgeschichte des toten Fleisches auf seinem Teller.

Brauchst Du ein unschuldiges Schaf | ein Lamm auf Deinem Teller?

Brauchst Du überhaupt, etwas tierisches in deiner Ernährung zum überleben?

Die Antwort lautet: Nein!

Ostern ist vorbei und ich traue mich fast kaum, mir vorzustellen, was unsere armen Mitgeschöpfe die letzten Wochen für Qualen ertragen mussten. Deshalb wählt auch ihr bitte die pflanzenbasierte, tierleidfreie Nahrung, OHNE Tierfleisch und OHNE Tierleidprodukte. Für immer!

Weniger ist mehr und ein guter Essenszubereiter zeigt vor allem in den Gerichten sein Können, welche so wenig Zutaten als nötig beinhalten. Minimalismus par excellence.

Nur ein tierleidfreies Osteressen ist mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren und beschert Euch Friede, Liebe und Gesundheit. Überleben werdet ihr es ohne Tierkadaver zu 100% und ihr werdet zusätzlich eine noch nie empfundene Energie und Gesundheit verspüren. Versprochen.

Fazit: Tiere sind nicht zum essen da. Wer die Tierqualindustrie nicht unterstützen möchte, sollte sein „Osterlamm“ lieber aus einem süßen Hefeteig backen als gequält aus der Tiefkühltruhe des nächstbesten Discounters zu kaufen. Und auch der Metzger Eures Vertrauens streichelt seine Lämmer nicht tot. Auch sie erfahren Mord zwecks Fleischeslust. Und das passt nicht mehr in die heutige Zeit. Ändert Euer Leben und schenkt und erfahrt Liebe in allen Belangen. 🌱

Mauereidechsen

#Reptil #Echse #Saurier #Leichtigkeit #Kriechtier #zartesWesen #Wunder 🦎 ❁ ✾ ✽ ❃ ❋

Auf dem Weg durch unsere Weinberg-Gegend entdecken wir sie: Mauereidechsen in den unterschiedlichsten Größen und Farben. Leicht, leise, raschelnd, huschend und verschwunden im nächsten Augenblick. Abweichende Braun- und Grautöne, bis hin zu grünliche schimmernden Exemplaren nehmen wir wahr. Mit ihrer grazilen Gestalt, der feinen Beschuppung und in ihrem von Neugier geprägten Verhalten gleicht die Echse einem kleinen Drachen. 🐉

Nah war ich dran, zu überschau’n
Dich, zartes Tierchen, erdenbraun!
Du, grünes, bliebest mir fast ganz
Verborgen in des Grases Glanz.
Ihr sonnt euch hier mit Erd‘ und Pflanzen,
Ein kaum bemerkter Teil des Ganzen.
Eidechsen, wenn ich so euch beide
Von Erd‘ und Gras kaum unterscheide
Mit eurem Braun und eurem Grün,
So blitzen eure Äuglein kühn
Auf eurer Flucht mir doch zurück:
Ihr fühlte der Beseelung Glück!
Karl Mayer, 1786-1870

Die Tierchen sind schlank und überaus flink. Der Schwanz äußerst ausgedehnt, fast doppelt so lang wie die Körperlänge, was das Erscheinungsbild anmutig, fast zerbrechlich erscheinen lässt.

Wir wissen nicht zu 100%, ob es der Weinliebe geschuldet ist oder eher der sonnendurchflutete Standort der Reben zur Ansiedlung der Echsen führt. Eines ist jedoch sicher: Der Schutz der Mauern bietet den Tieren unendliche Möglichkeiten sich hier anzusiedeln.

Weinberge könnten im Grunde zu Naturreservaten werden und eine wichtige Rolle für den Artenschutz spielen. Mit vielfältiger Begrünung und das Wichtigste: Dem Verzicht auf chemische Pestizide.

Hier ringelt sich ein Pärchen durch die Gesteine. Mag nicht voneinander loslassen. ♡

Echsen, Schlangen und auch Schildkröten sind auf dem Rückzug, überall werden sie seltener oder verschwinden, obwohl sie gesetzlich strengen Schutz genießen. Doch was nützt dieser Schutz, wenn sich Menschen über diese Gesetze setzen? Monokulturen und Chemieeinsatz, aber auch fortschreitende Verkehrserschließung fordern ihre Opfer. Der Rückgang der Reptilien zeigt, dass sich die Landschaft und ihre ursprünglichen Lebensräume verändern.

Dieser Blick…! ツ

Wenn ich mir überlege, dass Kriechtiere oder Reptilien bereits weit vor den Säugetieren und uns Menschen diese Erde besiedelten ist es traurig, ihnen in unserer heutigen hochentwickelten Welt keine Lebensräume zu bieten. Sie sind der Ursprung vor uns allen.

Sonnenbäder, Versteckmöglichkeiten und Nahrung sind die Lebensbedingungen dieser kleinen Echsen.

Wein benötigt zur Reife Wärme und Sonne, das hat er mit den Reptilien gemein. Deshalb sind Weinberge grundsätzlich günstig als Lebensraum für diese Tiere. Dies durften wir heute voller Begeisterung erleben. Doch nur dann, wenn den Tieren nicht durch Chemikalien und Pestizidcocktails die Nahrungsgrundlage entzogen wird oder sie durch grobe Bearbeitungstechniken der Reben verletzt werden.

Reptilien haben eine wichtige Funktion in den ökologischen Nahrungsnetzen. Sie vertilgen zum Beispiel Würmer, Schnecken und Insekten und dienen vielen Vögeln und Säugern als Nahrung. Sie sind auch deshalb ein wichtiger Faktor für die Balance des ökologischen Systems. Außerdem verhindern sie Massenvermehrungen ihrer Beutetiere und werden selbst von Beutegreifern im Zaum gehalten. Das Vorkommen von Reptilien wirkt ausgleichend auf das ökologische Gesamtgefüge, was auch der Weinproduktion zugutekommt.

Schwierig ist es nicht, geeignete Plätze für Reptilien in Weinbergen anzulegen. Wichtig sind Versteckmöglichkeiten, in die sich die Tiere zurückziehen können. In der Nähe davon müssen sich schnell aufwärmende Sonnenplätze befinden und das A und O: KEINE Chemie und KEINE mörderischen Geräte zum Einsatz bringen.

Fazit: Die Reptilien brauchen zum Überleben dringend unsere Hilfe. Dabei bedarf es nicht viel, um diesen Geschöpfen auch zukünftig geeignete Lebensräume besonders in Weinbergen zu bieten. Bei Einhaltung der genannten Mindestanforderungen kann Weinbau auch unmittelbar Artenschutz bedeuten. Wir haben die Begegnungen mit diesen zauberhaften Wesen genossen und fühlen uns irgendwie in eine magische Fabelwelt zurückversetzt. 🦎

Unser Katzen Luxus-WC

#Katze #Freigänger #Toilette #Eigenbau #Design #Luxus #praktisch #zweckmäßig

Nun ist es mittlerweile 2 Jahre her, wo wir unserer lieben Katze ein Dixi-Klo gebaut haben. Aber daher können wir auch voller Stolz sagen, es hat sich gelohnt und nach anfänglicher Skepsis, hat sich unser Stubentiger daran gewöhnt. Hier kann sie ihre Geschäfte im geliebten Sand, wetterunabhängig und unbeobachtet verrichten. Wie gesagt hat es einige Zeit gedauert bis sie es angenommen hat, aber das ist bei Katzen ja normal und auch gut so. Erstmal etwas kritisch gegenüber Neuem und schauen, ob es wirklich gut ist. Aber nach ein paar Tagen war die Skepsis verflogen und seitdem wird die Katzentoilette ausgiebig genutzt. Das Schöne daran ist, dass es ohne dieses künstliche Katzenstreu auskommt, einfacher Sand genügt. Nun gut, wir nutzen Spielsand, da dieser schadstoffgeprüft ist und wir es unserer Lillyfee schuldig sind, sie keiner unnötigen Chemie auszusetzen. ♡

Gebaut haben wir dies aus Aluwinkelstäben und undurchsichtigem Plexiglas.
Das Dach ist abgeschrägt und aufklappbar, damit wir den Sand reinigen und auch austauschen können. Der Freiraum zwischen den Wänden und dem Dach sorgt dafür, dass es besonders im Sommer nicht so stark riecht und unser Tiger sich dort beim Toilettengang nicht die Nase zuhalten muss. ツ

Ein Verschluss am Dach verhindert das selbstständige Öffnen bei Unwetter und Sturm.

Unser Fazit fällt mit der Erfahrung unserer Katze sehr positiv aus und wir alle möchten dieses kleine Bauwerk nicht mehr missen.
Das übliche Katzenklo aus dem Handel benötigen wir in der Wohnung nur zu besonderen Zeiten, wie Sylvester, da wir unsere alte Dame dann nicht rauslassen, um sie vor den törichten Menschen und deren unsinnigen Traditionen zu schützen.

Wenn ihr eine kleine Ecke in eurem Garten übrig habt und nicht mehr die herkömmlichen Katzentoiletten nutzen möchtet, baut eurem Liebling einfach ein Luxus-WC. Aber denkt dran, gebt dem Raubtier ein paar Tage Zeit um sich daran zu gewöhnen.

Falls ihr Interesse an den Maßen oder der Bauanleitung habt, helfen wir Euch gerne weiter. ★ 🐈

Hühner 🐔


Hühner sind neugierige und vor allem schlaue Tiere. Ihre Intelligenz ist den Säugetieren gleichgesetzt. Dürfen Hühner in ihrer natürlichen Umgebung aufwachsen, schließen sie Freundschaften, bilden soziale Hierarchien, erkennen einander, lieben Kinder und Menschen allgemein und genießen ihr Leben in vollen Zügen. Staub- und Sonnenbäder, Scharren in der Erde und das Schlummern in Bäumen ist hier mit inbegriffen.

Wie bei anderen Lebewesen auch, unterscheiden sich auch hier die Individuen und jedes Huhn hat seine eigene Art und Persönlichkeit: Manche sind neugierig und sprudeln vor Lebensfreude, andere sind eher introvertiert und schüchtern.

Viele unserer eigenen Hühner sind zutraulich und lassen sich streicheln und füttern und das, obwohl sie vor ihrem harmonischen Beisammensein bei uns, keinen schönen Start ins Leben hatten.


Hühner, die für die Nahrungsmittelindustrie aufgezogen werden, sind in Hallen eingepfercht, die von den Exkrementen unvorstellbar nach Ammoniak stinken. Jedes Huhn hat nicht einmal die Fläche eines normalen DIN A4 Papiers zur Verfügung. Da sie stark hochgezüchtet werden, leiden sie unter Knochenbrüchen, vor allem aber auch, weil Arbeiter sie grob an den Füßen packen und in Transportboxen stopfen. Häufig wird den Tieren bei vollem Bewusstsein die Kehle aufgeschlitzt, oder sie im Brühbad versenkt. Und dass, obwohl sie mit einer Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren zu diesem Zeitpunkt noch Babies sind.

„Der durchschnittliche Fleischesser trägt die Verantwortung für den Missbrauch und Tod von etwa 600 Hühnern.

Auch werden in vielen Produktionshallen für Eier die Hühner in Produktionszyklen gehalten und entweder ausgestallt, oder der Populationszyklus wird über eine Legeperiode hinaus verlängert und die Hühner dafür in die Mauser versetzt. Dabei erneuern sie ihre reproduktiven Organe und legen danach wieder mehr Eier. Das heißt, die Tiere müssen bis zu 14 Tage hungern. Wenn ich mir dann vor Augen führe unter welchen Bedingungen die Tiere leben grenzt das schon an Folterung.

Das „Ausstallen“ bezeichnet das Verladen der Tiere zum anschließenden Transport in den Tod. Manche Höfe machen das konsequent alle zwei Jahre, da die Hühner ab diesem Zeitpunkt weniger Eier legen. Da zeigt sich der geldgierige und nach immer mehr strebende Zweibeiner.
Ich möchte Euch von unserer Rettungsaktion in einem Bio-Mastbetrieb an einem Novembertag im Großraum Stuttgart erzählen.
Bio hört sich ja erstmal „tierfreundlicher“ an. Ist es aber nicht. Frage an Dich: Rechtfertigt Biohaltung denn tatsächlich den Mord an einem unschuldigen Tier? Auch wenn die folgenden Bilder nicht schön anzusehen sind, ist es doch ein wichtiger Hinweis zur Vorgeschichte unserer Hühner. So etwas sollen die Tiere nie wieder erleben müssen!


Insgesamt können wir mit dieser Rettungsaktion mit anderen lieben Menschen 53 Hühner aus der Massentierhaltung retten. Wenn man diese armen Geschöpfe sieht, wird einem klar, dass es für jedes einzelne gerettete Huhn ein Glücksfall ist. Somit können dann wenigstens ein paar wenige Tiere einen artgerechten Lebensabend verbringen. Da die Tiere ihre Erlebnisse und eigenen individuellen Geschichten auf unterschiedlichste Art und Weise verarbeiten, muss jedes Tier genau beobachtet werden, um promt darauf reagieren zu können.

Es sind sehr wache, hochsensible Tiere, die den Menschen übrigens sehr gerne beobachten und bei Gesprächen auch zuhören. Ein sehr aufgewecktes, neugieriges Tier beäugt mich und meine Mutter nonstop. Es ist ein braunes, etwas kleineres Huhn. Wir stehen am Zaun und flüstern, um zu besprechen wie wir vorgehen sollen. Das Tier neigt den Kopf und hört aufmerksam zu. Zwischendurch gibt es einen Ton von sich, lässt uns nicht mehr aus den Augen. Dies dauert eine gefühlte Ewigkeit. Es kommuniziert mit uns. Ein Gefühl entsteht bei mir: Dieses Huhn möchte ich mitnehmen. Ich möchte, dass es lebt. Genau dieses eine von 2500 Hühnern. Wir beschließen, das Huhn dort rauszuholen. Durch die Türe schiebe ich mich in den Außenbereich der Halle. Ich versuche ganz ruhig zu sein, dabei schlägt mein Puls durch den Adrenalinschub unaufhörbar bis zum Hals. Ich summe ganz leise vor mich hin, um uns beide zu beruhigen. Langsam nähere ich mich. Das Tier schaut mich unentwegt an. Ich möchte, dass Du zu uns nach Hause kommst, bei uns bist, glücklich wirst, nicht sterben musst, spreche ich gedanklich meinem Gegenüber zu. Eigentlich gibt es jetzt nur noch uns beide, alles andere ist verschwommen und ausgeblendet. Und dann passiert es: Ein Tumult aus anderen flatternden Tieren, welche im Innern von den Arbeitern aufgeschreckt werden, holt mich zurück ins Hier und Jetzt. Hektik entsteht. Im falschen und doch einzig möglichen Moment versuche ich das Tier zu fassen und ….bekomme es nicht. Es flattert davon und geht in Hunderten von Tieren im dunklen Stallinnern unter. Gefühlt bricht bei mir der Boden unter den Füßen zusammen. Doch es bleibt keine Zeit. Die Arbeiter haben mich und meine Mutter entdeckt und wir werden zur Tür begleitet. Drei Hühner nehmen wir mit.

Der Schmerz zu wissen, dass Sekunden über Leben oder Tod eines Tieres entscheiden ist kaum zu ertragen. Ich werde die Augen dieses Tieres mein Leben lang nicht mehr vergessen, auch wenn es für manchen „nur“ ein Huhn ist. RIP
Manches ist mit dem Verstand einfach nicht zu erfassen, jedoch hat mich dieses Erlebnis spüren lassen, dass die Kommunikation mit diesen Wesen auf einer ganz anderen Ebene stattfindet. Es ist die Begegnung mit genau diesem einen Huhn unter Tausenden, welches mir die unerträglichen Lebensbedingungen der Tiere vor Augen führt.
Der Schock sitzt tief, starre breitet sich aus, jedoch brauchen unsere drei Mädels nun auf der Heimreise unsere ganze Aufmerksamkeit.

Hier seht ihr Charlotte, Helen und Milka kurz nach der Ankunft in ihrem neuen Zuhause. In die Transportbox haben wir Lavendel gegeben. Die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken beruhigend aufs Gemüt. Somit verlief auch die Fahrt äußerst harmonisch. Wobei ich zugeben muss, dass die drei Hühner an sich sehr stabil sind und sich nicht gleich aus der Ruhe bringen lassen.

Ein paar weitere Momentaufnahmen unserer Mädchenbande:

Die Hühner genießen jeden Moment draußen im Grünen. Sie scharren im Gras und bekommen dabei ganz braune, erdige Füße. Sie suchen deutlich den Kontakt zu uns Menschen: Gehe ich in die Hocke um die Hühner von weitem zu fotografieren, ist die Herde kurze Zeit später um mich herum versammelt. Die Kamera wird dabei genau inspiziert. Selbst an unserer Hündin wird einfach vorbei gegangen, wobei dann schon gebruddelt wird, wenn diese die Schnauze hebt, um an dem Huhn zu schnüffeln. Das geht dann doch etwas zu weit!

Die warmen Temperaturen lockt die Hühner auf ihren Leiterwagen im Gehege. Aufmerksam lauschen sie den Erzählungen unseres Besuches und dabei fällt der einen oder anderen die Äuglein zu. Ist ja auch ganz schön anstrengend so ein Gespräch!

Eine artgerechte Hühnerhaltung beinhaltet viele, viele Freiflächen, das ist zwingend notwendig. Allerdings bewegen sich die Hühner auch gerne in Bereichen, die ihnen nach oben Deckung bieten. Die Gefahr von oben stellen Greifvögel wie Habicht und Mäusebussard dar. Trotz unserer Baumbestände lassen wir unsere Tiere deshalb trotzdem niemals im Freigehege allein. Auch unsere Hündin passt hier mit auf, falls auch Gefahr am Boden droht.

In der Natur fressen Hühner Samen, Würmer, Insekten oder Beeren. Hühner sind also keineswegs reine Körnerfresser, im Gegenteil, sie benötigen eine abwechslungsreiche Ernährung. Auch über Essensreste freuen sie sich. Doch Vorsicht: Es darf nicht zu salzig und fettig sein.

Hier bekommen die Hühner die Reste meines grünen Powersaftes, denn heute möchte ich unseren Damen eine besondere Freude machen. So bringe ich voller Euphorie den Trester aus Gurken, Zucchini, Fenchel, Spinat, Petersilie und Zitrone in den Stall.

Naja….Nase rümpfen geht ja nicht. Aber Begeisterung schaut irgendwie anders aus!

Sodele, dann muss eben Plan B her: Nimm eine Handvoll Bio-Sonnenblumenkerne und ein paar Nüdelchen, streue sie über den besagten grünen Auflauf und warte ab…….. 🙂 Njomnjomnjom, lecker! Geht doch Mädels!

„Sommer, Sonne, Sonnenschein,
hier schenk´ich Dir drei Blümelein!“ ✿ ✿ ✿

Matthilda 💜

Dieser Traktor ist zwar nicht gänzlich unbekannt, jedoch hier, Mitten im Gehege, völlig fehl am Platz!

Schon mysteriös das Fahrzeug, aber die Neugierde siegt letztendlich!

Einen wunderschönen Satz habe ich gelesen, der diese sensiblen Wesen auf den Punkt beschreibt:
„Hühner sind zweifelsohne tiefgründige Tiere“.


Fazit: In ihren kognitiven Fähigkeiten gleichen Hühner den Säugetieren. So versteht ein Huhn beispielsweise, das ein Gegenstand noch vorhanden ist, wenn man ihn versteckt. Dies reicht über die Fähigkeiten eines Kleinkindes hinaus. Das muss man sich einmal vorstellen! Umso absurder erscheint doch die Massentierhaltung und das qualvolle Leiden dieser intelligenten Tiere. Sich dies vor Augen zu führen rechtfertigt es nicht mehr, seinen bisherigen Lebensstil fortzuführen, falls er noch tierische Produkte beinhaltet. Go vegan. ★🌱🐔

Schnecken-Sterben…!

#Schnecken #Sterben #Umwelt #Natur #Spirale #Wunder #Ruhe #Langsamkeit 🐌

Während der Gartenarbeit unserer Geschäftsräume habe ich unzählige leere Minischneckenhäuser gefunden. Warum sterben sie? Ein Massensterben von Schnecken im Garten tritt meist nur auf, wenn ein Eingriff in das biologische Gleichgewicht durchgeführt wird. Besteht der Garten hauptsächlich aus Rasenflächen die regelmäßig mit Unkrautvernichtungsmitteln versehen werden, kann ein Massensterben von Schnecken also einsetzen.

Schnecken sterben bei uns aber ohne Anwendung von Herbiziden. Nun, gefährdet sind auch Grundstücke die in unmittelbarer Nachbarschaft von landwirtschaftlichen Nutzflächen liegen, heißt es. Da durch ungünstige Windverhältnisse die Herbizide bis in die Gärten getragen werden. Die betroffene Anlage befindet sich jedoch Mitten in der Stadt, an Bahngleisen. In der Nachbarschaft des Gartens befindet sich lediglich ein kleiner privater Nutzgarten. Ansonsten Industrie.

Schnecken halten Winterschlaf. Vielleicht konnten sie sich nicht rechtzeitig dafür eingraben (?). Jedoch kann ich online in Erfahrung bringen, dass die Tiere den Winter nicht überstanden haben. Durch den Klimawandel und dem ständigen Temperaturwechsel war es in den Wintermonaten möglicherweise auch zwischendurch so warm, dass die Mini-Schnecken erwacht sind und ein Sterben eintrat.

Es bleibt in unserem Ermessen die Sache zu beobachten um mögliche Rückschlüsse darauf ziehen zu können. Jedoch steht unterschwellig wieder der Mensch und sein Handeln im Raum. Wir vergiften uns selber und machen auch vor der Natur und anderen Lebewesen nicht halt. Wir haben die Verantwortung: Für uns, die Tiere und die Umwelt. Das beginnt im Kleinen und zieht sich durch das gesamte Lebens-Spektrum. Wake up! ☮🐌

Weinbergschnecken

#Weinbergschnecken #Salatköpfe #Schleimspur #Zeitlupentempo 

„Tastend streckt sich ihr Gehörne
Schwach nur ist das Augenlicht.
Dennoch schon aus weiter Ferne
Wittern sie ihr Leibgericht.
Schleimig, säumig, aber stete
Immer auf dem nächsten Pfad,
Finden sie die Gartenbeete
Mit dem schönsten Kopfsalat.“

-Wilhelm Busch-

Weinbergschnecken sind nützliche Tiere. Jedoch sind wir momentan sehr auf der Hut, da auch sie den vorzüglichen Geschmack unserer Salatpflanzen zu schätzen wissen. So verschwindet dann bei Unachtsamkeit schon mal ein ganzer Salatkopf. Einfach so, schwups, wie wegradiert. Restspuren an Grün kennzeichnen den Tatort und manchmal ist der Übeltäter schon auf dem Weg zum nächsten Gaumenschmaus.

Was nun tun? Die Antwort ergibt sich aus unserer Lebensphilosophie und dem damit verbundenen Lebensstil: Sammeln! Fleißig, die mit haselnussbraunen Streifen oder gelb-, braun-, und ockerfarbenen Exemplare auflesen und in entferntere Gebiete versetzen. Das ist der einzig richtige Weg.

Mittlerweile scheinen unsere kriechenden Besucher das auch verstanden zu haben und kommen immer unregelmäßiger in unser Gemüse-, und Kräuterparadies. Vielleicht spricht es sich so langsam herum… ツ

Wichtig ist mir die Message, dass Schneckenkorn und andere Gräueltaten, um diese Tiere aus den Gärten zu verbannen, nicht unserem ethischen Gedankengut entspricht. Wir sind nur Gast auf diesem Planeten und es kommt alles auf uns zurück. Ein wenig mehr Respekt vor dem Leben würde vielen Menschen gut tun. Jede noch so kleine Kreatur im Garten hat ihre Aufgabe im Kreislauf der Natur. Das sollten wir uns immer vor Augen halten. ☮

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