Berlin: Curryvurst-Challenge

#Berlin #Sommer #Sonne #Hauptstadt #Mauer #Veganfeeling #pflanzlich #tierleidfrei #Liebepur 💝

Unser Berlin-Kurztrip-Wochenende in unserer Hochzeitsstadt Berlin ist ein Traum. Knappe 30° und Sommerfeeling-pur. Nach einer kurzen Nacht im ICE und der Einkehr im Hotel ist unser erstes Ziel das Schloss Charlottenburg. Wir laufen an der Spree entlang, durch den Park dem Schloss entgegen.

Wir dürfen unsere Fotos nicht alle veröffentlichen, trotzdem können wir Euch sagen, dass sich ein Besuch im Schloss Charlottenburg wirklich lohnt.

Traumhaft schön ist die Parkanlage, besonders die farbenfrohen Blumen und die Statuen.

Im Belvedere im Schlossgarten erwarten uns Porzellangegenstände der königlichen Familie. Es diente dem König als Aussichtspavillon und Teehaus. Auch die mystischen Geisterbeschwörungen der Rosenkreuzer, eines Geheimordens, dem Friedrich Wilhelm II. angehörte, fanden hier statt. Ziemlich gruselig, oder?

Das Mausoleum: Königin Luises Tempel für die Ewigkeit

Besonders beachtenswert ist das Mausoleum im nordwestlichen Schlossgarten, das König Friedrich Wilhelm III. für seine jung verstorbene Gemahlin Luise in Form eines kleinen antiken Tempels errichten ließ. In der für die Öffentlichkeit unzugänglichen Gruft unter der Gedenkhalle sind außerdem die zweite Gemahlin Friedrich Wilhelms III. – Fürstin Auguste von Liegnitz – und Prinz Albrecht, der jüngste Sohn Luises und Friedrich Wilhelms III., sowie das Herz des in der Potsdamer Friedenskirche beigesetzten Friedrich Wilhelms IV. bestattet worden.

Die Besichtigung und vielen neuen Eindrücke machen uns hungrig. So machen wir uns auf den Weg und landen bei….Attila. ツ Bei unserem vierten Berlin-Besuch schaffen wir das endlich. So genial und die Mitarbeiter sind ganz arg freundlich.

Der Burger ist unfassbar gut und wir versuchen ganz dezent durch die Blume darum zu bitten, doch bei uns in Stuttgart einen Attila-Burgerladen zu eröffnen. ツ Naja, Spaß beiseite, so lange dies noch in den Sternen steht lassen wir uns solange hier den Burger schmecken und wie ihr seht bleibt natürlich nichts, aber auch kein Krümelchen übrig. Wir kommen definitiv wieder.★🍔🌱

Im „Extrablatt“ machen wir eine Pause um uns etwas zu trinken zu kaufen und sehen, dass auch hier veganes Essen möglich wäre.

So meine Lieben, jetzt müsst ihr Euch warm anziehen, denn wir starten unsere veganisierte Testreihe zur „Berliner Currywurst“. Zu sagen ist, dass es sich hierbei um keine ausgewogene vegane Ernährung handelt, es an sämtlichen Vitaminen und Mineralstoffen mangelt und den Anforderungen einer gesunden, ausgewogenen Kost nicht standhält. Das heißt wir haften für keine Mangelzustände und  gesundheitlichen Schäden. Falls ihr mutig seid, könnt ihr aber unser Ergebnis gerne prüfen und gegebenenfalls relativieren. Ich kann aber sagen, dass wir die beiden Tage überstanden haben und noch in gutem gesundheitlichem Zustand sind. Auch ganz wichtig: Geschmäcker sind verschieden, wie schon Jens und ich während der Testreihe feststellen dürfen. Hier möchten wir Euch vorab aber auch noch ein Youtube-Video empfehlen zum Thema vegane Wurst, falls ihr daran zweifelt, ob Ersatzprodukte von Nöten sind: Veggie-Operation Currywurst – Bundeswehr-Soldaten bewerten Currysaucen – Rach tischt auf!“. Wirklich sehenswert und es zeigt, dass bei den Carnivoren der Kopf entscheidet.

Den Anfang machen wir bei „Curry36“. Eine Imbissbude mehrmals in Berlin vertreten. Meine erste Berliner Currywurst!! Ich habe vorher so etwas noch nie gegessen. Der erste Biss und… mir wird ganz anders: Ich kann nicht glauben, dass die Vurst vegan ist und versuche sie zu analysieren. Auch Jens ist sich gerade nicht ganz sicher. Das macht mich natürlich nervös. Ich gehe zur Verkaufstheke und vergewissere mich, dass keine Verwechslung zustande gekommen ist. Eigentlich möchte ich das Essen zurückgeben. Aber fast wie aus einem Munde rufen drei Personen aus der Küche gleichzeitig: „Doch, die ist vegan“. Nach dieser Aussage kann ich die Vurst nun genießen und gewöhne mich an den doch tierischen Beigeschmack. Obwohl dies bei mir auch tatsächlich nur kopfsache sein kann. Die Currysoße an diesem Stand fällt bei Jens und mir leider durch, da für uns zu süß und zu wenig Currygeschmack und umwelttechnisch auch keine Plastikgabeln verwendet werden müssen. Ein no-go.

Die nächste Curryvurst kaufen wir bei „Bergmann Curry“. Ein fast unscheinbarer, kleiner Laden mit Fotos von Kunden und deren Resumée zum Essen. Insider behaupten, dass es hier die beste vegane Currywurst seit 6 Jahren gibt. Der junge Mann ist sehr freundlich und behält die Ruhe, auch wenn sich teilweise schon Schlangen bilden. Da er alles frisch und eigenhändig macht, braucht es etwas Zeit, aber der Unterschied zur vorherigen Vurst ist deutlich zu schmecken. Wir bestellen scharf und die Chillikörnchen zieren das Bild. Außerdem gibt es Holz-Gäbelchen. Top!

Auf einer Sitzecke an der Straße nicht weit der Bergmann-Currybude nehmen wir Platz und sind Mitten im Leben. Als ich probiere, gleicht die Soße einer Geschmackexplosion: Leicht scharf, tomatig und würzig. So stelle ich mir eine echte Berliner Curryvurst vor und dass, obwohl ich so etwas noch nie in meinem Leben probiert habe. Jens meint aber, es kommt der Originalen so ziemlich nahe. Während unseres Berlin-Besuches waren wir dann noch ein zweites Mal hier. Das sagt eigentlich alles. Volle Sternenpunktzahl. ★*★*★

Am Abend sind wir im Vaust“, ein komplett veganes Lokal. Wir werden sehr nett empfangen und dürfen den Platz frei wählen, obwohl schon sehr viele Reservierungen für diesen Abend anstehen. Das gefällt mir. Wir bestellen uns eine Curryvurst, aber ohne Brot, was leider nicht möglich ist, da uns der Kellner davon überzeugen möchte, dass Brot einfach dazu gehört. Auch zum Tunken sei das Brot unumgänglich meint er. Das stößt bei mir natürlich auf, da ich, aus welchen Gründen auch immer, schon selbst bestimmen möchte was ich zu mir nehmen will und kann und was nicht. Jens ist neugierig und lässt sich überreden. Also dann eben doch mit Brot.

Leider gibt es kein Foto von dieser Mahlzeit, es war aber sehr schön angerichtet. Jens sagt, dass es ihm gut geschmeckt hat, die Soße aber von sehr fester Konsistenz war. Und zum Brot-Dippen war von der Soße leider nichts mehr übrig. Probiert einfach selbst.

Gut gelaunt steuern wir am nächsten Tag „Curry at the wall“ an. Ein älterer sehr freundlicher Mann beglückt uns nach der veganen Bestellung mit den Worten:

Verkäufer: „Ihre vegane Curryvurst besteht aus 40% Protein“

Jens lächelnd: „Das ist mir egal, hauptsache KEIN Tier“.

Unser Testurteil: Die Vurst ist ganz anders als die zuvor getesteten. Eine andere Marke eventuell und erinnert etwas an die fränkische Art. Meiner Meinung nach aber trotzdem sehr lecker. Jens findet die Vurst und die dazugehörige Soße spitze. Hier könnt ihr gerne essen gehen.

  • Platz 1 der von uns getesteten „Berliner Curryvurst“ geht an „Bergmann Curry“. 🏆 🥇
  • Platz 2 an „Curry at the wall“ 🥈
  • Platz 3 an „Curry36“ und „Vaust“ 🥉

Today it´s Football-time und Bayern spielt gegen Mainz. Wir kehren im Hofbräu-Haus Berlin ein und wissen schon im Vorfeld, dass eine private Veranstaltung die Übertragung des Spieles verhindert. Doch nichts ist unmöglich hier in Berlin und die überaus freundlichen Mitarbeiter ermöglichen uns tatsächlich die Live-Übertragung des Fussball-Spiels. Dafür sind wir Euch so dankbar und auch glücklich, dass sich nach und nach auch andere Fans zu uns gesellen.

Kulinarisch sind wir auch hier bestens versorgt: Schwarze Gnocchi auf Tomatensoße mit Rucola und auch die Brezeln sind pflanzlich.

Gewonnen haben wir 6:1, was wir natürlich mächtig gefeiert haben. Da staunt ihr bestimmt: Aber auch wir Pflanzenesser können das Leben ab und an feiernd genießen. ツ

Fazit: Zu erwähnen ist hier noch einmal Attilas Burger, den Jens mit „absolut top“ umschreibt. Ansonsten ist unser Testprojekt der Berliner Curryvurst natürlich nicht zu empfehlen, wenn ihr Euch vollwertig, bio vegan und gesund ernähren wollt. Die absolute Ausnahme also. Ihr dürft unsere Empfehlungen aber gerne zum Anlass nehmen, die ein oder andere Curryvurst als Privileg in Berlin zu testen. Wir haben die zwei Test-Tage jedenfalls überlebt und freuen uns nun wieder auf das Powerfood in unserem eigenen Zuhause. Tschüss Berlin, bis bald. ★🌱

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Marbach am Neckar

#Marbach #Blumen #Tourismus #Friedrich Schiller #Tobias Mayer #Wissen #Gedicht #Romantik 🖌✿

Heute führt uns unser Ausflug nach Marbach. Sonnenüberflutet erreichen wir den Bahnhof und gelangen nach ein paar Metern in einen kleinen Park.

Dort steht ein nachkonstruierter Quadrant und wir erfahren, dass einst Tobias Mayer für seine Sternwarte in Göttingen einen Mauerquadranten erhielt, der eigens für ihn in London vom damals besten Instrumentenbauer der Zeit erstellt wurde. Mit diesem Instrument beobachtete er von Februar 1756 bis August 1761 den Sternenhimmel. So kann der Mathematiker, Kartograf und Astronom die Positionen von 998 Sternen vorlegen und geht in die Geschichte ein.

Schillers Geburtshaus

Genannt wird dieses Städtchen am Neckar aber auch die Schillerstadt und ist bekannt als Geburtsstadt Friedrich Schillers. Und tatsächlich: Kaum haben wir die Altstadt, mit der aufwendigen Blumenpracht, erreicht, kommen wir am Thema „Schiller“ fast nicht mehr vorbei. Es gibt zahlreiche Hinweise an den verschiedenen Hausfassaden und auch das Geburtshaus haben wir entdeckt.

Fachwerkhäuser, Holdergassen, Türme und Brunnen prägen das Bild der historischen Altstadt Marbachs. Sie ist eine der ältesten Landstädte in Württemberg mit Stadtmauer und mittelalterlichen Wehranlagen. Durch den verheerenden Stadtbrand im Jahr 1693 ist Marbach gleichzeitig eine von wenigen Städten im Land mit einem nahezu geschlossenen Ensemble von Bauten aus dem 18. Jahrhundert.

Was mich aber am meisten beeindruckt sind die kleinen verwinkelten Gassen, die mit bunten Blumen umsäumten Häuser, die Sträucher, Figuren und kleinen Dekorationen innerhalb des historischen Städtchens. Ganz bezaubernd.✿ 

Wir machen uns auf den Weg zum Neckar. 

Ein paar Meter nach der Schiffsanlegestelle entdecken wir das Kunstwerk „Mond Boot“, welches dem Tobias Mayer-Bildhauersymposium 2011 gewidmet wird.

Schiller Nationalmuseum

Zum 100. Geburtstag Schillers wurde 1859 der Grundstein für das Schillerdenkmal gelegt. Es wurde nach Entwürfen des Bildhauers Ernst Rau aus dem Material erbeuteter französischer Kanonen des Krieges von 1870/1871 gegossen und 1876 eingeweiht. Seither ehren die Marbacher Grundschüler den großen Sohn der Stadt jedes Jahr an seinem Geburtstag mit dem „Blumengruß“. Eine schöne Geste.✿

Die ganzen Eindrücke machen Hunger und wir möchten uns gerne eine gemütliche Lokalität suchen. Bekannt ist uns das Bootshaus, welches wir bereits von der Brücke, aus der S-Bahn heraus, entdeckt haben. Durch die optimale Lage direkt am Neckar und dem prächtigen Wetter, könnt ihr Euch jedoch bestimmt vorstellen, wie überfüllt das Lokal ist. Außerdem wird im Außengelände gegrillt, was für uns, durch den Grillrauch, schier nicht auszuhalten ist: Tierleid auf dem Präsentierteller. Nicht mit uns. Also ab zurück Richtung Altstadt.

Das Amaranth – ein vegetarisches Restaurant – Café – Bar, kann von uns nicht beurteilt werden, da der Ruhetag auf den Sonntag fällt. Sehr schade und irgendwie nicht nachzuvollziehen.

Im Jägers Restaurant Schillerhöhe, direkt beim Denkmal und dem Schiller Nationalmuseum, bekommt ihr an veganem Essen folgendes Gericht: Zweierlei Reisbällchen mit Basilikum und Falafel auf Ratatouille Gemüse und Kräuterkartoffel. Getestet haben wir es nicht. Aber immerhin steht wenigstens ein tierleidfreies Essen auf der Speisekarte.

Unseren Lieblingsplatz haben wir in der Pizzeria Al Forno, gegenüber dem Schiller-Geburtshaus gefunden. Hier gibt es eine Veggie-Pizza, ohne Käse, aber viel Gemüse und in Herzform. Das macht uns glücklich. Umgeben von Gemüsepflanzen auf einem kleinen Balkon ein Erlebnis.★🌱

„Der gebildete Mensch macht die Natur zu seinem Freund“.
Friedrich Schiller (1759 – 1805)

Fazit: Die Informationsflut über die Stadt Marbach ist immens hoch und wir waren voller neuer Eindrücke. Um aber bis ins Detail, die Geschichte Marbachs nachvollziehen zu können, wäre für Euch eventuell auch eine Stadtführung interessant. Der „Klassiker“ führt Euch dann direkt durch die historische Altstadt, während es aber auch Kostümführungen und Literaturspaziergänge im Angebot gibt. Eine Reise ist das Städtchen definitiv wert.★✿

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Der Biggesee

#Ausflug #Höhle #See #Heimat #happiness #Erinnerung #Lebensfreude #Brunhilde #Liebe unendlich ♡ღ

Vor ein paar Tagen besuchen wir das Heimat-Bundesland meines geliebten Mannes. Regelmäßig sind wir hier, jedoch noch nie gemeinsam an diesem wunderschönen Ort.

Die Anfahrt mit dem Zug führt uns zu Beginn zur Atta-Höhle oder Attendorner Tropfsteinhöhle, welche aufgrund ihres Formenreichtums und der Farbheit wie aus einer anderen Welt erscheint.

Die Besichtigung dieser unterirdischen Wunderwelt dauert etwa 40 Minuten. Durch einen 80 Meter Tunnel gelangen wir ins Reich der Fürstin Atta. Das Kunstwerk steht übrigens unter Naturschutz und die Tropfsteingebilde sind sehr zerbrechlich. Deshalb ist das Berühren der Steine im Höhlenlabyrinth auch strengstens verboten. Aber auch das Fotografieren. Deshalb stammt dieses Bild von der offiziellen Seite der Atta-Höhle.

Die begleitende Führung durch diese Tausend-und-eine-Nacht Gänge lohnt sich wirklich. Nichts gleichnamigeres habe ich jemals vorher gesehen. Das Glitzern und Funkeln der Steine erinnert an den Orient. Die perlmut und goldfarbenen Akzente symbolisieren für mich Heiterkeit, Optimismus und Lebensfreude. Kristallklare Träume am Tage mit meinem geliebten Jens – das bereichert das Leben zu l(i)eben.

Mein absolutes Highlight ist der Kristallpalast. Hier wäre ich gerne die Zauberelfe, welche die glitzernden Kunstgebilde mit einem Pinselchen vom Staub befreit.ツ

Mit der Biggolino-Bahn lassen wir uns in einer abenteuerlichen Fahrt, bergauf und bergab, zum langersehnten Biggesee fahren. Am Anleger Biggedamm steigen wir aus der Bimmelbahn:

Was für ein Anblick. Kaum angekommen sehen wir unser „Westfalenschiff“ bereits auf uns zusteuern. „Captain…ähm Schiff ahoi“…oder so ähnlich. ⛵ 

Unseren Platz nehmen wir auf dem obersten Deck ein, um auch alles erblicken zu können und schon geht die Personenschifffahrt los. Es gibt rund um den See ein Strandbad, Bootsanlegestellen, Campingplätze, Unterhaltungsangebote mit Kinderattraktionen, Restaurants, Cafés und viele gemütlich verwinkelte Badestellen. Und die Landschaft ist bezaubernd. Insgesamt ist dieses Örtchen hier, mit der Fahrt auf dem Boot, sehr idyllisch.

Für unsere veganen Freunde: Auf dem Schiff gibt es zum derzeitigen Augenblick lediglich Pommes und Salat. Somit ist von unserer Seite der Imbiss an Bord tierleidfrei nicht zu empfehlen. Auch das Restaurant Himmelreich an der Atta-Höhle konnte uns kulinarisch nichts besonderes bieten. Hier die Empfehlung, selbst ein Vesper einzupacken, oder sich in Restaurants und Cafés an den verschiedenen Anlegestellen rund um den See verwöhnen lassen.

Ein wunderschöner Tag geht zu Ende und ich bin jedes Mal glücklich, etwas von der Heimatgegend meines Mannes kennenzulernen. Danke dafür!★♡

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Double-Feier 🏆

#München #Fußball #Pokalsieg #Double-Feier #Emotionen #Erfolg #Freude #Sieg 🏆

Nachdem wir beim letzten Besuch keinen FCB Erfolg feiern konnten, durften wir diesmal, am 25. Mai 2019, den DFB-Pokalsieg im Fan-Treff und die Double-Feier am Rathausbalkon miterleben. Das war ein Erlebnis, dies mit tausenden weiteren Fans zu erleben.

Im Restaurant Münchner Stubn werden wir vegan verwöhnt:🌱

  • VEGANER GEMÜSEEINTOPF mit allem was der Garten hergibt und Liebstöckelaroma
  • ROTE BETE-SÜSSKARTOFFEL-GNOCCHI mit Kokos-Chilli-Soß‘

Vom Starbucks in den Stachus Passagen sind wir jedoch maßlos enttäuscht. Beim Bestellen unseres Kaffees ist es Jens nicht möglich die Dame davon abzuhalten unsere Becher mit Plastikdeckeln zu bestücken. Sie meinte, es sei bei Ihnen Vorschrift. Ich war wirklich entsetzt darüber.

Öffentlich sieht Starbucks Klimaschutz als Aufgabe:
„Der Klimaschutz ist für Starbucks von größter Bedeutung. Wir sind der Überzeugung, dass wir unsere Investitionen in Lösungen und Strategien für den Klimawandel gerade zum jetzigen Zeitpunkt intensivieren müssen. Die Maßnahmen, die wir ergreifen, wirken sich nicht nur auf unseren ökologischen Fußabdruck aus, sondern sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass wir unseren Gästen auch in Zukunft den von uns erwarteten qualitativ hochwertigen Kaffee anbieten können. Wir arbeiten daran, unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, indem wir Energie und Wasser einsparen, die durch unsere Einweg-Becher verursachte Abfallmenge reduzieren, Recyclingmaßnahmen ausweiten und unsere Coffee Houses nach ökologischen Designprinzipien gestalten.“

Wollen wir im Namen unserer Umwelt hoffen, dass die Dame da etwas verwechselt hat.

Es waren zwei wunderschöne Tage. ⚽

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Hoffnung auf Meisterfeier ⚽

#Fußball #Gewinn #Stadion #Mia San Mia #Fußballfieber #Besichtigung #Zusammengehörigkeit #FC Bayern #Freundschaft #Liebe ♡ ⚽ 

Wir schreiben den 11. Mai 2019 und es ist der Tag unserer München-Reise am Tag des fast Meisterwerdens: Das Spiel RB-Leipzig gegen unseren FCB.

In der Allianz-Arena buchen wir die „Arena-Tour“ und auch wenn mein Engel hier schon unzählige Stunden verbracht hat, sind wir beide voller Vorfreude das Stadion besichtigen zu dürfen.

Die Tour durch das Stadion dauert ca. eine Stunde und wir können einen Blick hinter die Kulissen des imposanten Stadions werfen und entdecken sogar verborgene Bereiche wie die Mannschaftskabine und auch den Spielertunnel. So haben wir die Arena hautnah erleben dürfen. Ein ganz besonderes Gefühl.

Unser erstes Ziel, das nun folgende Fußballspiel zu schauen, war das Backstage in München. Die Fangemeinschaft war sehr überschaubar und die Getränkeauswahl sehr eingeschränkt. Zumindest gab es beispielsweise keinen Wein, für uns sehr enttäuschend, weshalb wir weitergezogen sind.

Für uns die beste Entscheidung, denn passend zur zweiten Halbzeit erreichen wir die legendäre Fankneipe „Fan Arena München, der rot – weiße Fan-Treff“ am Hauptbahnhof München. Wir erleben das Spiel hautnah und sitzen danach noch mit Fans aus Amerika und Holland zusammen, mit welchen wir das Spiel reflektieren. Ein ganz besonderer Abend. Da wir spät zurück in die Heimat fahren ist schon dort vor Ort von uns der Wunsch gefallen, das DFB-Pokal-Finale hier, an diesem Treffpunkt, anzuschauen. ★⚽

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Grabkapelle auf dem Württemberg 🏛

„Die Liebe höret nimmer auf“ ♡

Heute hat mein Engel mich ganz besonders überrascht. Auf unserer Tour nach Untertürkheim hat Sie mir den Besuch in der Grabkapelle auf dem Württemberg ermöglicht.
Als „zugezogener“-Esslinger hat mich schon immer dieses Bauwerk auf dem Berg fasziniert, zumal ich bis vor kurzem nicht wusste welche Bedeutung es hat. Durch die Aktion „Küss mich im Schloss“ am Valentinstag habe ich den Sinn dieses Bauwerks erfahren und bin begeistert von dieser Geschichte.

König Wilhelm I. (1781-1864) hat diese Grabkapelle als ewigen Liebesbeweis für seine zweite Frau Katharina Pawlowna (1788-1819) errichtet. Dort liegt auch ihre gemeinsame Tochter Marie Frederike Charlotte von Württemberg.

So romantisch sich die Geschichte auch anhört und für Verliebte als eine traumhafte Liebesbeziehung über den Tod hinaus geht, war es dann aber doch nicht ganz. Es gab diverse Liebschaften, allerdings war dies, denke ich, in dieser Zeit nichts Ungewöhnliches.
Daher bewerte ich diese Geschichten nicht über und erfreue mich an der Tatsache, dass er nur mit ihr in dieser Grabkapelle bestattet werden wollte.

In den Wandnischen des Kapellenraumes stehen die Figuren der vier Evangelisten: Matthäus, Lukas, Markus und Johannes.

Lukas
Johannes
Matthäus
Markus

Diese stellen den einzigen figürlichen Schmuck im Kapellenraum dar. Die monumentalen Figuren bannen den Blick des Betrachters. Der König gab die vier Figuren 1822 in Auftrag. Entworfen wurden sie von den beiden bedeutendsten Bildhauern der Zeit: Johann Heinrich Dannecker (1758–1841) und Bertel Thorvaldsen (1770–1844). Die Figuren sollten aus feinstem Material hergestellt werden – also kam nur Carrara-Marmor in Frage.

Jede Figur hält eine Schrifttafel in den Händen und ist mit ihrem Kennzeichen dargestellt. Für Matthäus ist dies der Engel, für Lukas der Stier und für Markus der Löwe.

Uhlbach

Die Grabkapelle hat auf uns eine ganz besondere Wirkung, wir sind fasziniert von dieser Liebesbezeugung. Trotz nachfolgender Ehe und Kinder wollte Wilhelm I nur mit Katharina bestattet werden, ein Treueschwur über den Tod hinaus.

„Die Liebe hört nimmer auf“ einfach wunderbar! ★🏛

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Die Yburg in Stetten 🏰

Alternativnamen: Eibenburg, Yberg

Entstehungszeit: um 1300 bis 1350

Burgentyp: Höhenburg, Hanglage

Erhaltungszustand: Ruine

Ort: Kernen im Remstal

Höhe: 330 m ü. NN

Die Yburg ist die Ruine einer Hangburg über der Gemeinde Kernen im Remstal, umgeben von Weinbergen, in BW.

Die Yburg ragt sichtbar aus den Weinbergen an den Hängen eines Seitentals der Rems empor. Die von Weinbergen umgebene ehemalige Wohnburg wurde nicht auf einer Anhöhe, sondern in den Hang hinein gebaut.

Der ursprüngliche Name des Gebäudes lautete Eibenburg. Dieser Name wandelte sich allmählich über Yberg zur heutigen Bezeichnung Yburg aus.

Der genaue Gründungszeitpunkt der Yburg ist unbekannt. Sie wurde im frühen 14. Jahrhundert von den Truchsessen von Stetten erbaut. Nach dem Bau der Wasserburg im Tal (1384–1387) verlor die Yburg allerdings zusehends wieder an Bedeutung für die Stettener Herrschaft. Hans von Yberg verkaufte 1443 die Burg mitsamt seinem Anteil am Dorf an das Haus Württemberg. Die 1598 als baufällig beschriebene Burg wurde 1659 wieder Instand gesetzt und erhielt ein viertes Stockwerk.

Auf Befehl des Herzogs Carl Eugen von Württemberg erfolgte schließlich 1760/61 der Abriss der Burganlage bis auf die heute noch sichtbaren Außenwände.

1845 wurde im Innenhof der Yburg eine Platane gepflanzt. Diese wurde 1931 wieder entfernt, da sich in der Baumkrone etliche Vögel sammelten, die sich über die Trauben der umliegenden Weinberge hermachten. ツ🐦🦅🦉🦇

1969 wurde die Burg von der Gemeinde Stetten im Remstal vom Haus Württemberg erworben und für die Öffentlichkeit zur Begehung hergerichtet.

Da die Burganlage als reine Wohnburg konzipiert war, verfügte sie über keinerlei Verteidigungsanlagen.

Die Yburg gleicht in ihrem äußeren Erscheinungsbild etwa einem Würfel. Die schmucklosen Außenmauern sind noch alle erhalten. Auf der talwärts gerichteten Westseite befindet sich das Eingangstor. Linker Hand des Eingangs liegt im Inneren der Burg ein türloser Raum mit gewölbter Decke, der bis zur Nordmauer reicht und dort ein schmales Fenster hat.

In der rechts des Eingangs liegenden Südwestecke des Gebäudes führt eine Treppe hinauf in das nächste Stockwerk. Die Decken der darüber liegenden Geschosse und das Dach sind nicht mehr vorhanden.

Da die Burg keinen eigenen Brunnen besaß, musste das Wasser über die Burgsteige vom Tal heraufgetragen werden.

Heutige Nutzung:

Die Ruine ist ein beliebtes Wanderziel, da sie eine gute Aussicht über Stetten und das Remstal bietet.

Seit dem 17. April 2011 sind bei der Yburg 16 Skulpturen von Karl Ulrich Nuss aufgestellt.

Der Stettener Weinweg, ein etwa einstündiger Rundgang rund um die Burg durch die Weinberglagen Lindhälder, Brotwasser und Pulvermächer, bietet die Möglichkeit, sich über die verschiedenen Sorten und ihren Anbau zu informieren.

Die Lage „Brotwasser“ unterhalb der Burg verdankt ihren Namen einer in Stetten residierenden Hofdame, die ihr Brot statt in Wasser heimlich in Wein tauchte….uiuiui ツ🍷

Fazit: Der Besuch der Yburg ist es allemal Wert. Der Marsch die Weinberge empor erfordert zwar etwas an Kondition und vor allem Geschick, da durch die momentan vorherrschende Baustelle einige Umwege in Kauf zu nehmen sind, jedoch lohnt sich die Mühe: Der Blick über das Remstal von dort oben ist phänomenal. ★🏰

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Schloss Nymphenburg 🏰

Unser Besuch im Schloss Nymphenburg im Westen Münchens. Nach dem wundervollen Aufenthalt im Schlosspark Nymphenburg und den kleinen Parkburgen widmen wir uns den Sehenswürdigkeit Rund um das Schloss. Die Spannweite übertrifft mit 632 Metern selbst Schloss Versailles.

Das Schloss war jahrhundertelang die Sommerresidenz der Wittelsbacher. Die Ente hier oben im Bild übrigens hatte sichtlich Freude an uns. Kaum zu glauben bei den riesigen Besucherzahlen tagtäglich. Sehr geduldig die Madame.♡

1663 wurde durch Schenkung ihres Gemahls die Bayerische Kurfürstin Adelheid von Savoyen zur Eigentümerin der Hofmark Menzing, wo bereits Schloss Blutenburg lag. Anlass war die Geburt des Kurprinzen Max Emanuel, des lange ersehnten Thronerben. Erst unter Max Emanuel wurde die Münchner Residenz eine Generation später ausgebaut. Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg bis 1714 und der Besetzung Bayerns durch die Österreicher wurden die Arbeiten ab 1716 wiederaufgenommen und die Parkburgen entstanden.

Im Nymphenburger Vertrag von 1741 verbündeten sich Frankreich, Spanien, Bayern, Sachsen mit Preußen gegen Österreich. Kurfürst Karl Albrecht lebte nach seiner Rückkehr nach München in seiner Zeit als Kaiser ab Oktober 1744 meist in Nymphenburg. Im Jahre 1747 gründete Karl Albrechts Sohn Kurfürst Max III. Joseph die Nymphenburger Porzellanmanufaktur. Als wichtigste Sommerresidenz war Nymphenburg Schauplatz zahlreicher Festlichkeiten des Hofes, 1763 nahmen die Mozarts an einer großen Gala auf Schloss Nymphenburg teil und Wolfgang Amadeus Mozart spielte vor dem Kurfürsten. 1792 ließ Kurfürst Karl Theodor den Nymphenburger Park auch für das Volk öffnen.

1805 fiel der österreichische Feldmarschallleutnant Karl Philipp zu Schwarzenberg mit 200 Husaren in Schloss Nymphenburg ein und forderte mit ultimativen Drohungen den Anschluss der bayerischen an die österreichischen Truppen, bewirkte aber dadurch eine bayerische Allianz mit Frankreich.

König Maximilian I. starb 1825 im Schloss, sein Urenkel König Ludwig II. wurde 1845 hier geboren. 1863 fand in Nymphenburg das einzige Treffen zwischen Ludwig und Otto von Bismarck statt, der ihm in lebenslanger Freundschaft verbunden blieb. 1873–1875 wurde Prinz Otto im südlichen Pavillon unter Isolation gehalten.

Von 1890 bis 1916 befand sich 200 Meter östlich des Schlosses am Romanplatz der Volksgarten Nymphenburg, der zur damaligen Zeit größte Freizeitpark Deutschlands.

Durch die Revolution 1918 kam Nymphenburg dann in Staatseigentum. Die Wittelsbacher behielten ein begrenztes Wohnrecht, das vom jeweiligen Oberhaupt des Hauses Wittelsbach genutzt wird.

Mit dem Ende der Weimarer Republik bemächtigten sich die Nationalsozialisten der Anlage. Die Ortsgruppenleitung der NSDAP erhielt einen unterirdischen Bunker. Während des Zweiten Weltkriegs wurden das Hauptschloss und die Amalienburg zum Schutz vor Luftangriffen mit einem Tarnanstrich versehen, die großen Wegeflächen dunkel belegt und Teile des Mittelkanals abgedeckt. Nach dem Krieg wurden die Schäden beseitigt. 1952 erfolgte die Eröffnung des heutigen Marstallmuseums. Häufig diente das Schloss als Filmkulisse.

Einige Räume haben ihre originale Barockdekoration erhalten, andere wurden später im Stil des Rokoko und des Klassizismus umgestaltet.

Deckenfresko im Steinernen Saal

Im Mittelpavillon gestaltete François de Cuvilliés ab 1755 den über drei Geschosse reichenden Steinernen Saal als Festsaal. Die Fresken entstanden unter der Leitung von Johann Baptist Zimmermann, das zentrale Deckenfresko stellt Helios im Sonnenwagen, begleitet von anderen Göttern, dar. In seiner Form stammt der Saal jedoch noch aus der ersten Bauperiode von Barelli und Zuccalli, auch die Wand- und Fenstergliederung durch Viscardi von 1702–1704 wurde damals beibehalten.

Geburtszimmer von König Ludwig II.

Südliche Pavillons und Marstall

In den ehemals königlichen Stallungen im Südtrakt befindet sich das Marstallmuseum, mit einer der bedeutendsten Kutschensammlungen Europas. Darüber befindet sich die Sammlung Nymphenburger Porzellans. Wir waren in beiden Museen, auch wenn die Zeit sehr knapp war und die Museumswärter ein Auge zudrückten und uns die letzten Minuten bis zur Schließzeit auskosten ließen..

Die Auswahl der Fotos im Marstallmuseum fällt mir sichtlich schwer: Warum war Ludwig II. nur so protzig? Etwas übertrieben hat er es schon. Mir als Minimalistin ist diese Lebensweise sehr schwer nachzuvollziehen. Aber alles in allem war der Besuch sehr faszinierend. 🏰

Hotel Prinz Myshkin

Daran anknüpfend entführte mich mein allerliebster Herr Gemahl in das Prinz Myshkin garden Parkhotel, welches in direkter Nachbarschaft zum Schloss Nymphenburg liegt. Zu Fuß ein Hopser.

Die Küche wird wie folgt beschrieben: „Wir servieren flexitarische Küche mit einem Fokus auf kreative vegetarische und vegane Gerichte wie auch Optionen mit Fisch und Fleisch.“ Somit finden wir Gerichte wie Pizza Vegana mit verschiedenen Gemüsen und Mandelpesto, hausgemachtes, veganes Schokoladenmousse mit Mango-Maracuja-Kompott, Massaman Curry: Gelbes Kartoffelcurry mit Tofu, Karotten und Erdnüssen, wahlweise mit Reis, Quinoa oder Bulgur und Frische Trinkkokosnuss vor. 🍽 Und dies ist nur ein Auszug dessen, was hier möglich ist. Wir haben es so genossen und ich danke Dir, mein lieber Mann, für dieses wunderbare Geschenk. ★♡🏰

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Burg Hohenneuffen 🏰

Die Burg Hohenneuffen ist die Ruine einer großen Burg oberhalb der Stadt Neuffen bei uns Nahe Esslingen. Die hochmittelalterliche Burgruine steht auf einem Weißjurafelsen am Rande der Schwäbischen Alb. Bereits im Altertum war Hohenneuffen besiedelt.

Die Burg wurde zwischen 1100 und 1120 von Manegold von Sulmetingen, der sich später von Neuffen nannte, erbaut. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1198, damals im Besitz der Edelfreien von Neuffen, zu denen der Minnesänger Gottfried von Neifen gehörte. Ende des 13. Jahrhunderts ging die Burg an die Herren von Weinsberg, die sie 1301 an das Haus Württemberg verkauften. Ihre Verteidigungsfähigkeit bewies die Burg im Reichskrieg des Römischen Reiches in der sie 1312 nicht eingenommen werden konnte.

Der Ausbau der Burg zur Landesfestung begann bereits im 15. Jahrhundert. Die entscheidenden Baumaßnahmen zur befestigten Anlage wurden aber erst um die Mitte des 16. Jahrhunderts durch Herzog Ulrich unternommen. Hier entstanden die Vorwerke, Rundtürme, Bastionen, eine Kommandantur, die von uns erkundeten Kasematten, Stallungen, das Zeughaus, und zwei Zisternen. 1519 musste sie sich die Burg dem Schwäbischen Bund ergeben. In den Deutschen Bauernkriegen ab 1524 war sie jedoch abermals nicht einzunehmen.

Mehr als ein Jahr lang wurde der Hohenneuffen während des Dreißigjährigen Krieges belagert. Im November beschlossen Festungskommandant Hauptmann Johann Philipp Schnurm und die mutlos gewordene Mannschaft, mit den Feinden eine Übergabe auszuhandeln, die einen freien Abzug mit Waffen und aller Habe vorsah. Am 22. November 1635 übergab Schnurm die Festung nach 15-monatiger Belagerung an die kaiserlichen Truppen. Entgegen den Zusagen wurde die Mannschaft zum Dienst im kaiserlichen Heer gezwungen, und Schnurm verlor seinen Besitz.

Der württembergische Herzog Karl Alexander wollte den Hohenneuffen im 18. Jahrhundert zu einer Festung nach französischem Vorbild ausbauen; er starb aber vor der Vollendung. Sein Nachfolger Carl Eugen gab den Plan angesichts der hohen Kosten und des zweifelhaften militärischen Nutzens bald auf.

Wie andere Festungen auch diente der Hohenneuffen stets als Landesgefängnis, in dem wichtige Gefangene festgesetzt und falls notwendig auch gefoltert wurden. Die Schicksale einiger sind bekannt. Ein junger Graf von Helfenstein, stürzte sich 1502 bei einem Fluchtversuch in den Tod. 1512 ließ Herzog Ulrich den Abt des Klosters Zwiefalten, hier festhalten. Auch der hochbetagte Tübinger Vogt Konrad Breuning war 1517 der Willkür des Fürsten ausgesetzt und wurde nach Kerker und Folter in Stuttgart enthauptet. Im Jahr 1737 wurde Joseph Süß Oppenheimer, der jüdische Hoffaktor und persönliche Finanzberater des Herzogs Karl Alexanders, einige Wochen auf dem Hohenneuffen eingekerkert, bevor er auf die Festung Hohenasperg verlegt wurde und 1738 als Opfer eines Justizmordes vor den Toren Stuttgarts hingerichtet wurde.

Im Zweiten Weltkrieg war der Hohenneuffen Fliegerwache.

Die DreiländerkonferenzDie Militärregierungen der Besatzungszonen gründeten 1945/46 die Länder Württemberg-Baden in der amerikanischen sowie Württemberg-Hohenzollern und Baden in der französischen Zone. Als 1948 deutlich wurde, dass für das westliche Deutschland eine Verfassung erarbeitet wurde, ergriffen einige Politiker die Initiative, sie wollten einen Zusammenschluss der Länder im Südwesten. Der Regierungschef von Württemberg-Baden, Reinhold Maier, lud die Regierungen der drei Länder am 2. August 1948 zu einer Konferenz auf den Hohenneuffen ein. Er wollte eine erste Annäherung zustande bringen. Für Südbaden nahm eine Delegation unter Führung von Leo Wohleb teil, der ein kompromissloser Verfechter einer Wiederherstellung des Landes Baden war. Württemberg-Hohenzollern war durch seinen Innenminister Viktor Renner vertreten. In den Delegationen waren Minister, Parteivorsitzende, Abgeordnete und Beamte der drei Länder.

Gedenktafel für das Dreiländertreffen: Der Tagungsort war mit Bedacht gewählt. Der weite Blick ins Land und vor allem die wenige Kilometer entfernte, einschneidende Zonengrenze zwischen den Kreisen Reutlingen und Nürtingen sollten beeindrucken. Abgeschieden von ihren Regierungen und der Öffentlichkeit wollten die Teilnehmer hier sachlich debattieren, gut bewirtet mit Täleswein. Eine Einigung kam am Schluss zwar nicht zustande, aber dennoch hatte das Treffen Anstöße gegeben, wichtige Weichen wurden gestellt. Diese Dreiländerkonferenz auf dem Hohenneuffen markiert damit den Beginn der jahrelangen Auseinandersetzung um die Bildung des Südweststaates Baden-Württemberg, der 1952 aus der Taufe gehoben wurde.

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums dieser Konferenz wurde eine Informationstafel im historischen Tagungssaal angebracht.

Heute ist die Burg Hohenneuffen mit Restaurant, Biergarten und Kiosk ein beliebtes Ausflugsziel. Der Eintritt in die Burg ist frei.

An den Eingangstoren zur Burg Hohenneuffen empfängt uns dieser oktogonale Gedenkstein, der sogenannte Stauferstelen. Wie wir erfahren haben umfasst dieses Denkmal die herausragendsten Stauferstetten in Erinnerung an die Staufer. Die Staufer waren ein Adelsgeschlecht im Mittelalter. Der Name Staufer leitet sich von der Burg Hohenstaufen ab. Passend zu dieser Information wird uns bewusst, dass auch Esslingen im Besitz einer solchen Gedenkstele ist: Nämlich direkt vor dem Bürgerbüro.

Auf dem Weg zur Burg entdecken wir dieses Schild. Und tatsächlich: Auf der weiteren Route macht mich Jens auf die vorherrschenden Steinslagen aufmerksam. Es handelt sich um eine Schichtstufenlandschaft, die sich aus leicht geneigten, fast parallel übereinander liegenden Gesteinsschichten aufbaut.

Viele Ammoniten befinden sich hier auf der schwäbischen Alb. Sie sind Überbleibsel des Jura-Meeres. Zwei dieser wunderbaren Stein-Schnecken haben wir auf unserem Weg zur Burg mitgenommen. ★🐌🏰

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München: Erster Hochzeitstag ♡

#München #Liebe #Erster Hochzeitstag #Demonstration #Parkanlage #Englischer Garten # Katzentempel #vegan # VNV-Nation

München, der 13. 10.2018. Unser 1. Hochzeitstag und die Feier der „Papierenen Hochzeit“. 💍 Symbolisch trifft die Erklärung hierfür nicht auf uns zu, die da nämlich heißt: „Die Ehe ähnelt nach einem Ehejahr noch einem unbeschriebenen Blatt Papier.“ Unsere Interpretation gleicht eher diesem Statement: „Es gibt unendlich viele Schriften auf Papier, die Jahrtausende Jahre überlebt haben. Von der ersten Sekunde an tritt die Beständigkeit in den Vordergrund.“ Die 2300 Jahre der gefundenen, alten Papyrusrollen werden Jens und ich zwar nicht wirklich erreichen, aber der Weg ist das Ziel.

Unseren Jahrestag verbringen wir in München.

Wir durchqueren den Englischen Garten. Ein Traum. Es gleicht einem Herbstspaziergang im Wald, einer gemeinsamen Naturerfahrung im Großstadt-Revier und einem magischen Erlebnis zwischen Laubblättern, Bächen und Seen. Stolze vier Kilometer dauerte die Park-Durchquerung an.

Das Café Katzentempel ist unser erstes Ziel.



Hier sind sechs wundervollen Katzen beheimatet. Es kann ausgiebig gefrühstückt werden; Mittag- und Abendessen gibt es auch.

Neben vielen Klettermöglichkeiten haben die Samtpfoten den ganzen Tag Beschäftigung mit den Gästen, denn die dürfen mit ihnen spielen. Sollte es den Katzen doch mal zu viel werden, können sie sich jederzeit in ihr eigenes Zimmer zurückziehen oder einfach ein paar Ebenen nach oben steigen und auf die Gäste herabblicken. Das Bild dieses hübschen Tigers ist von der Homepage des Café Katzentempel.
Besonders am Herzen liegt den Inhabern die Vermittlung von Tierschutzthemen. Im Katzentempel gibt es deshalb auch nur pflanzliche Speisen. Die Katzen kommen alle aus dem Tierschutz. Dieses Konzept hat uns überzeugt, weshalb wir uns einen Aufenthalt hier erfüllten. Informiert Euch hier über die wundervolle Ansicht der Inhaber und deren Mitarbeiter über die pflanzliche Lebensweise.
Was haben wir nun aber gelernt?

„Eine Katze liegt nicht nur faul herum; Sie verschönert den Raum“

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Am Odeonsplatz stehend, erleben wir den friedlichen, farbenfrohen Demonstrationszug von enttäuschten Menschen über die andauernde politische Situation in Togo.

Togo ist ein Staat in Westafrika, am Golf von Guinea gelegen, und grenzt an Ghana im Westen, Benin im Osten und Burkina Faso im Norden. Hauptstadt und Regierungssitz ist Lomé.

Von 1884 bis 1916 war das Gebiet Togos eine deutsche Kolonie, danach Mandatsgebiet des Völkerbunds bzw. Treuhandgebiet der Vereinten Nationen unter französischer Verwaltung. Geprägt wurde das Land fast 40 Jahre lang vom autokratisch regierenden Präsidenten Gnassingbé Eyadéma. Nach dessen Tod 2005 wurde sein Sohn Faure Gnassingbé unter Missachtung der Verfassung von der togoischen Armee zum neuen Präsidenten ernannt. Internationaler Druck und Unruhen im Lande führten nicht zur Rückkehr verfassungsgemäßer Zustände. Die folgenden Wahlen konnte Gnassingbé für sich entscheiden, wobei ihm die Opposition und auch die Europäische Union massiven Wahlbetrug vorwarfen. Nach wie vor befinden sich mehrere tausend Flüchtlinge im Ausland. Im Index der menschlichen Entwicklung steht das Land auf dem 166. Platz von 188.

Ein Demonstrant erzählte uns, dass es durch diese Familiendynastie keine Schulen und Krankenhäuser in Togo gäbe. Hierzu fand ich im Netz keine Quellen. Die Demonstration wurde durch Musik und Tanz begleitet. Sehr beeindruckend.
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Vegane Verköstigungen gibt es fast überall in München. Wir müssen nicht lange suchen um etwas passendes für uns zu finden. Der Slogan „eat and smile“ spricht uns an und veranlasst uns dazu, die hier angebotenen indischen Köstlichkeiten zu probieren. Nicht alle Gerichte und Saucen sind vegan, deshalb fragt am besten immer nach. Das junge Mitarbeiterteam berät hier gerne. Das Restaurant „My Indigo“ befindet sich auf dem Karlsplatz im UG vom Stachus.
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Am Wahlsonntag in Bayern treten wir dann unsere Heimreise an. Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir München. Nicht das letzte Mal sind wir hier zu Besuch gewesen.

Unser Hochzeitswochenende findet den Ausklang am Abend nach unserer Heimkehr beim VNV-Nation-Konzert in Stuttgart. Wir staunen über das Publikum, welches altersgemischt auftritt und durchweg schwarz gekleidet ist.

Fazit: München ist eine Reise wert. Mit Nobel-Preisen trumpfen zwar die Läden im Stadtinneren, jedoch lassen sich auch Gegenden finden, wo das Preis-Leistungsverhältnis für uns stimmig ist. Mit Dir mein lieber Ehemann, ist es in jeder Stadt bezaubernd. Danke, für die Erlebnisse an unserem ersten Jahrestag und jedem einzelnen gemeinsamen Tag in unserem Leben. I love you.💍💍

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