Kategorie: Unsere Reisen

Dresden: Zweiter Hochzeitstag ♡

#Hochzeitstag #Liebe #Zweisamkeit #Besichtigung #Dresden #Elbe #Kurzurlaub #Leben 💍💍👩‍❤‍👨

Dresden, der 13. 10.2019. Unser zweiter Hochzeitstag und die Feier der „Baumwollenen Hochzeit“.

Der zweite Hochzeitstag ist, laut Internet, der Beginn der Routine – es werden, wenn der Plan aufgeht, noch viele folgen. Im Volksmund wird er auch als Baumwollhochzeit bezeichnet. Die Ehe ist nicht mehr so reißanfällig wie Papier, sondern hat schon eine Festigkeit wie von einem Baumwollstoff erhalten. Außerdem ist Baumwolle weich und wärmt, ganz genau wie die junge Ehe. Naja, von Routine kann bei uns tatsächlich nicht gesprochen werden. Im Gegenteil: Wir sind sehr spontan in unseren Entscheidungen. Aber auch unsere Liebe erfährt jeden erneuten Tag wunderbare Akzente, so dass wir unsere Schmetterlinge jeden Tag neu spüren dürfen. Routinemäßig jedoch läuft aber bei uns das tierleidfreie, empathische Leben tagtäglich gleich ab. Hier wird sich auch nichts ändern. Wir werden unseren persönlichen baumwollenen tierleidfreien Jahrestag in der wunderschönen Stadt Dresden feiern.

Nach einem verpassten ICE kommen wir mit vielen Umwegen in Dresden an. Das Hotel ist von mir optimal ausgewählt, ein Geschenk für meine Zauberfee.

Unsere Glückszahl ist unsere Zimmernummer. Eine Zahlenkombination aus der Family. Das kann ja nur perfekt werden. 

 Erfrischt machen wir uns auf den Weg in die Neustadt.

Wie süß, das Bahnhäuschen 

Die Stadt imponiert uns weiterhin, mit ihrer Baukunst, den farbenfrohen Hauskulissen und den künstlerischen Straßenschauplätzen.

Hindurch durch das Öko-Szeneviertel, mit vielen neuen Eindrücken, ist es irgendwie eine eigene Welt: Hippies, Ökos, Punks, Linke und Andersdenkende. Gesprayte Häuser, farbenfrohe Mauern, verwinkelte romantische Hinterhöfe. Die Bilder sind beeindruckend, die Vorstellung aber hier zu leben für uns noch nicht vorstellbar.

Wir zielen den Imbiss „Curry & Co.“ an, welcher unserem veganen Gaumen eine pflanzliche Currywurst und viele verschieden Saucen dafür bieten kann. Der Laden ist voll, jedoch spielt sich vieles hier auf der Straße ab, weshalb wir uns dann doch einen freien Platz am Tisch ergattern können, um die tierleidfreie Mahlzeit in Ruhe zu genießen. Natürlich wählen wir die scharfe Currysauce, welche den letztendlichen Geschmack der Speise beschreibt: Scharf! Die Sauce allgemein, erinnert mich an Kindertomatensauce aus dem Glas. Was durchweg nicht negativ gemeint ist, für mich jedoch allemal zu süß. Vielleicht sind wir mittlerweile einfach zu Berlin-verwöhnte Schwaben geworden.ツ

Danach kehren wir in der „BARNEBY Spielebar“ ein. Eine riesige Auswahl aus über 400 Brett-, Würfel- und Kartenspielen wird hier geboten. Es gibt für jeden Spielegeschmack etwas – egal ob jung oder schon in die Jahre gekommen. Und das mögen wir. Wir haben sehr viel Glück und bekommen einen Spieletisch zugewiesen. Für Euch da draußen empfehlen wir trotzdem vorab zu reservieren, um einen Platz sicher zu stellen. Es ist so schön. Spielen bis zum Abwinken. Wann macht man das schon. Wir genießen das so.♡

An unserem Hochzeitstag besuchen wir das Dresdner Schloss, welches ein Renaissancebau in der Innenstadt von Dresden darstellt. Um dieses prunkvolle Gebäude zu erreichen, laufen wir an diesem sommerlichen Herbsttag, in kurzer Hose, Kleid und Sandalen an der Elbe entlang. Traumhaft schön. ★

Es war der Sitz des Dresdner Hofs und Residenzschloss der sächsischen Kurfürsten (1547–1806) und Könige (1806–1918). Als Stammsitz der albertinischen Linie des Hauses Wettin war es ab dem 16. Jahrhundert prägend für die kulturelle Entwicklung Dresdens. Das Residenzschloss ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt und baugeschichtlich bedeutsam, da alle Stilrichtungen von Romanik bis Historismus ihre Spuren an dem Bauwerk hinterlassen haben. Für mich stellte sich die Führung auditiv, mit diesen Hörgeräten, schwierig dar. In den letzten Zimmern war von der Geschichte auch visuell viel zu lesen, hier bin ich auf meine Kosten gekommen. Das Schloss mit Preis-Leistung und dem Touristik-Aufbau hat uns nicht überzeugt. Da haben wir schon besseres erlebt. Schade.

Wir erfrischen uns im Hofbräu zur Frauenkirche. Ein ganz gemütlicher Laden, der uns telefonisch auch ein veganes Gericht zusichert. Jedoch haben wir es nicht in Anspruch nehmen müssen, weshalb ihr hier am besten einfach nachfragt. Die Innenausstattung entzückt mich mehr, als die Räume im Schloss. Seht ihr die Anordnung der Stühle? Gedankenlos und unordentlich, oder einladend, gastfreundlich und offen? Wir empfinden genau das Letztere. Wunderschön! ✩

Wir möchten Liebe fühlen, Wasserrauschen hören, Menschen beobachten, Urlaubsfeeling empfinden und Sonnenstrahlen spüren, auch Zweisamkeit erleben. Das alles, an UNSEREM wichtigen 2. Hochzeitstag. Wo anderes als an der Elbe scheint dies denn möglich zu sein? Deshalb gibt es für uns nichts schöneres und romantischeres, als uns dort ein Plätzchen an der Sonne, zwischen all den lebenshungrigen und freudigen Menschen zu suchen. Die Skateboardfahrer machen ihrem Namen alle Ehre: Das Rollbrett mit zwei Achsen und vier Rollen, auf welchem man sich stehend durch Abstoßen vom Untergrund mit einem Bein oder mittels einer besonderen Technik des abwechselnden Drucks beider Füße zu den Außenseiten des Skateboards durch geschickte Gewichtsverlagerung fortbewegen kann, fasziniert uns ohne Ende. Auch unsere Jungs sind damit groß geworden, weshalb wir es damals mit den Augen  elterlicher Fürsorge gesehen haben. Aber hier und heute können wir uns rein an dem Ehrgeiz der Skater\-innen erfreuen. Ein Schauspiel.

Hier an der Elbe verspeisen wir auch einen veganen Döner, den wir uns aus der Einkaufszone in der Innenstadt mitgebracht haben. So saftig und reichlich belegt und auch die Falafel sind uns frisch zubereitet worden.

Mein Lieblings-Logo ツ

Wir besuchen nun den „Falscher Hase“ ein rein veganes Lokal und bestellen einen Burger mit einer pikanten Currysauce. So ein leckeres Essen, so liebe Personen und eine so wunderbare Lebensphilosophie. Wir fühlen uns sofort wohl! Es ist eine alternative, feministische Szene, welche sich für die Belange und Rechte der unterdrückten Gesellschaft einsetzt. Ein kräftezehrendes Unterfangen, aber die Powerfrauen machen deutlich, dass sie immer noch Bock, Kraft und querfeministische Zauberpowerenergie haben, um sich für ihre Rechte und denen der Anderen einzusetzen. Einfach stark. Wir kommen wieder!

Am Abend möchten wir unser Hochzeitsessen im „Steffenhagen“ einem rein veganen Lokal in Dresden Neustadt feiern. Auch dieses Lokal tendiert zur alternativen Szene, vermittelt uns reinste Gemütlichkeit und wir sind überwältigt von den rein pflanzlichen Speisen hier. Ich bestelle mir Schnitzel mit Rahmpilzen, Bratkartoffeln und Soße, während meine Zauberfee Sojagulasch mit Salatbeilage bekommt. Eines muss hierbei erwähnt werden: Beide Gerichte werden uns auf Nachfrage eigens zusammengestellt und gibt es vorab so nicht auf der Speisekarte. Ein großes Dankeschön hier an die Küche. Dies ist allemal nicht selbstverständlich und gibt deshalb von uns viele leuchtende Sterne für dieses Restaurant. ★ ✩ ✮ ✯ ✰ ☆

Der Spaziergang zurück zum Hotel lässt unseren besonderen Tag ausklingen. Die Liebe für unseren großen Tag, das Bewusstsein zum Jahrestag und das Beseligen dessen auf der Marienbrücke rundet alles Erlebte an unserem Liebestag ab. ♡

Ein Thema trifft mich hier in Dresden jedes Mal sehr: Die Kutschfahrten der Touristen. (-̮̮̃-̃) Sie fahren im Minutentakt an uns vorbei. Ich möchte „stopp“ rufen beim Anblick der armen Tiere, aber keiner würde verstehen wieso. Ich möchte die Pferde um Verzeihung bitten, traue mich aber nicht in die Nähe der armen Seelen. Zuviel Tourismusgehabe müssen sie über sich ergehen lassen. Da möchten wir nicht darunterfallen und die armen Tiere unnötig mit unserer Anwesenheit strapazieren. Was für edle Tiere! Ich möchte Euch helfen, schäme mich in Grund und Boden, dass es Zweibeiner gibt, die Euch zähmen wollen und Euch zu Untertanen machen, aber auch, dass es mir als Person nicht möglich ist einzugreifen und Euch zu helfen.

Ein einziges Mal während unseres Aufenthaltes sehen wir einen pferdelosen Kutschwagen an uns vorbeifahren, wie wir ihn schon so oft in Berlin gesichtet haben. Das Bewusstsein dafür gibt es also. Nur wird es zu wenig gefördert und gebucht. Das nehmen wir uns für den nächsten Dresden-Besuch unbedingt vor.

Unser Hochzeits-Kurzurlaub neigt sich dem Ende entgegen und wir lassen die letzten paar Stunden voller Herz und Emotionen in einem Stadt- und Szene-Treffpunkt ausklingen, mit urigen Menschen, welche sogleich das Gespräch mit uns suchen. Den einzigen Sonnentisch erhaschen wir und werden gewärmt und gestreichelt von der Herbstsonne.

Im Hauptbahnhof entdecken wir noch für Kurzentschlossene eine vegane Buffet-Möglichkeit, welche wir uns zwar von der Anrichtung optisch begutachten, aber von uns selbst nicht getestet wird. Unser Zeit Management lässt das heute leider nicht zu. Das bleibt Euch überlassen.

Die DB verwöhnt uns auf der Heimreise aber dann mit einem leckeren Salat und so lassen wir die letzten Stunden unserer Hochzeitsreise genüsslich ausklingen.

Fazit: Das Sommer-Sonnenlicht-durchtränkte Dresden war die beste Wahl 2019 für unseren 2. Hochzeitstag. Wir lieben diese besondere Stadt, sie unterstreicht unsere luftige, freudige Lebensphilosophie. Wir haben gefeiert, geliebt, gelacht, genossen, getanzt und umarmt. Und alles im Zeichen unserer Liebe. Danke Leben für diesen Mann. ★♬♡ ❀ ✿ ❁

Berlin: Curryvurst-Challenge

#Berlin #Sommer #Sonne #Hauptstadt #Mauer #Veganfeeling #pflanzlich #tierleidfrei #Liebepur 💝

Unser Berlin-Kurztrip-Wochenende in unserer Hochzeitsstadt Berlin ist ein Traum. Knappe 30° und Sommerfeeling-pur. Nach einer kurzen Nacht im ICE und der Einkehr im Hotel ist unser erstes Ziel das Schloss Charlottenburg. Wir laufen an der Spree entlang, durch den Park dem Schloss entgegen.

Wir dürfen unsere Fotos nicht alle veröffentlichen, trotzdem können wir Euch sagen, dass sich ein Besuch im Schloss Charlottenburg wirklich lohnt.

Traumhaft schön ist die Parkanlage, besonders die farbenfrohen Blumen und die Statuen.

Im Belvedere im Schlossgarten erwarten uns Porzellangegenstände der königlichen Familie. Es diente dem König als Aussichtspavillon und Teehaus. Auch die mystischen Geisterbeschwörungen der Rosenkreuzer, eines Geheimordens, dem Friedrich Wilhelm II. angehörte, fanden hier statt. Ziemlich gruselig, oder?

Das Mausoleum: Königin Luises Tempel für die Ewigkeit

Besonders beachtenswert ist das Mausoleum im nordwestlichen Schlossgarten, das König Friedrich Wilhelm III. für seine jung verstorbene Gemahlin Luise in Form eines kleinen antiken Tempels errichten ließ. In der für die Öffentlichkeit unzugänglichen Gruft unter der Gedenkhalle sind außerdem die zweite Gemahlin Friedrich Wilhelms III. – Fürstin Auguste von Liegnitz – und Prinz Albrecht, der jüngste Sohn Luises und Friedrich Wilhelms III., sowie das Herz des in der Potsdamer Friedenskirche beigesetzten Friedrich Wilhelms IV. bestattet worden.

Die Besichtigung und vielen neuen Eindrücke machen uns hungrig. So machen wir uns auf den Weg und landen bei….Attila. ツ Bei unserem vierten Berlin-Besuch schaffen wir das endlich. So genial und die Mitarbeiter sind ganz arg freundlich.

Der Burger ist unfassbar gut und wir versuchen ganz dezent durch die Blume darum zu bitten, doch bei uns in Stuttgart einen Attila-Burgerladen zu eröffnen. ツ Naja, Spaß beiseite, so lange dies noch in den Sternen steht lassen wir uns solange hier den Burger schmecken und wie ihr seht bleibt natürlich nichts, aber auch kein Krümelchen übrig. Wir kommen definitiv wieder.★🍔🌱

Im „Extrablatt“ machen wir eine Pause um uns etwas zu trinken zu kaufen und sehen, dass auch hier veganes Essen möglich wäre.

So meine Lieben, jetzt müsst ihr Euch warm anziehen, denn wir starten unsere veganisierte Testreihe zur „Berliner Currywurst“. Zu sagen ist, dass es sich hierbei um keine ausgewogene vegane Ernährung handelt, es an sämtlichen Vitaminen und Mineralstoffen mangelt und den Anforderungen einer gesunden, ausgewogenen Kost nicht standhält. Das heißt wir haften für keine Mangelzustände und  gesundheitlichen Schäden. Falls ihr mutig seid, könnt ihr aber unser Ergebnis gerne prüfen und gegebenenfalls relativieren. Ich kann aber sagen, dass wir die beiden Tage überstanden haben und noch in gutem gesundheitlichem Zustand sind. Auch ganz wichtig: Geschmäcker sind verschieden, wie schon mein Seelendiamant und ich während der Testreihe feststellen dürfen. Hier möchten wir Euch vorab aber auch noch ein Youtube-Video empfehlen zum Thema vegane Wurst, falls ihr daran zweifelt, ob Ersatzprodukte von Nöten sind: Veggie-Operation Currywurst – Bundeswehr-Soldaten bewerten Currysaucen – Rach tischt auf!“. Wirklich sehenswert und es zeigt, dass bei den Carnivoren der Kopf entscheidet.

Den Anfang machen wir bei „Curry36“. Eine Imbissbude mehrmals in Berlin vertreten. Meine erste Berliner Currywurst!! Ich habe vorher so etwas noch nie gegessen. Der erste Biss und… mir wird ganz anders: Ich kann nicht glauben, dass die Vurst vegan ist und versuche sie zu analysieren. Auch der Gemüsekobold ist sich gerade nicht ganz sicher. Das macht mich natürlich nervös. Ich gehe zur Verkaufstheke und vergewissere mich, dass keine Verwechslung zustande gekommen ist. Eigentlich möchte ich das Essen zurückgeben. Aber fast wie aus einem Munde rufen drei Personen aus der Küche gleichzeitig: „Doch, die ist vegan“. Nach dieser Aussage kann ich die Vurst nun genießen und gewöhne mich an den doch tierischen Beigeschmack. Obwohl dies bei mir auch tatsächlich nur kopfsache sein kann. Die Currysoße an diesem Stand fällt bei uns leider durch, da für uns zu süß und zu wenig Currygeschmack und umwelttechnisch auch keine Plastikgabeln verwendet werden müssen. Ein no-go.

Die nächste Curryvurst kaufen wir bei „Bergmann Curry“. Ein fast unscheinbarer, kleiner Laden mit Fotos von Kunden und deren Resumée zum Essen. Insider behaupten, dass es hier die beste vegane Currywurst seit 6 Jahren gibt. Der junge Mann ist sehr freundlich und behält die Ruhe, auch wenn sich teilweise schon Schlangen bilden. Da er alles frisch und eigenhändig macht, braucht es etwas Zeit, aber der Unterschied zur vorherigen Vurst ist deutlich zu schmecken. Wir bestellen scharf und die Chillikörnchen zieren das Bild. Außerdem gibt es Holz-Gäbelchen. Top!

Auf einer Sitzecke an der Straße nicht weit der Bergmann-Currybude nehmen wir Platz und sind Mitten im Leben. Als ich probiere, gleicht die Soße einer Geschmackexplosion: Leicht scharf, tomatig und würzig. So stelle ich mir eine echte Berliner Curryvurst vor und dass, obwohl ich so etwas noch nie in meinem Leben probiert habe. Meine Seelenhälfte meint aber, es kommt der Originalen so ziemlich nahe. Während unseres Berlin-Besuches waren wir dann noch ein zweites Mal hier. Das sagt eigentlich alles. Volle Sternenpunktzahl. ★*★*★

Am Abend sind wir im Vaust“, ein komplett veganes Lokal. Wir werden sehr nett empfangen und dürfen den Platz frei wählen, obwohl schon sehr viele Reservierungen für diesen Abend anstehen. Das gefällt mir. Wir bestellen uns eine Curryvurst, aber ohne Brot, was leider nicht möglich ist, da uns der Kellner davon überzeugen möchte, dass Brot einfach dazu gehört. Auch zum Tunken sei das Brot unumgänglich meint er. Das stößt bei mir natürlich auf, da ich, aus welchen Gründen auch immer, schon selbst bestimmen möchte was ich zu mir nehmen will und kann und was nicht. Jens ist neugierig und lässt sich überreden. Also dann eben doch mit Brot.

Leider gibt es kein Foto von dieser Mahlzeit, es war aber sehr schön angerichtet. Mein Traumpartner sagt, dass es ihm gut geschmeckt hat, die Soße aber von sehr fester Konsistenz war. Und zum Brot-Dippen war von der Soße leider nichts mehr übrig. Probiert einfach selbst.

Gut gelaunt steuern wir am nächsten Tag „Curry at the wall“ an. Ein älterer sehr freundlicher Mann beglückt uns nach der veganen Bestellung mit den Worten:

Verkäufer: „Ihre vegane Curryvurst besteht aus 40% Protein“

Der Zauberkobold lächelnd: „Das ist mir egal, hauptsache KEIN Tier“.

Unser Testurteil: Die Vurst ist ganz anders als die zuvor getesteten. Eine andere Marke eventuell und erinnert etwas an die fränkische Art. Meiner Meinung nach aber trotzdem sehr lecker. Die Vurst und die dazugehörige Soße sind spitze. Hier könnt ihr gerne essen gehen.

  • Platz 1 der von uns getesteten „Berliner Curryvurst“ geht an „Bergmann Curry“. 🏆 🥇
  • Platz 2 an „Curry at the wall“ 🥈
  • Platz 3 an „Curry36“ und „Vaust“ 🥉

Today it´s Football-time und Bayern spielt gegen Mainz. Wir kehren im Hofbräu-Haus Berlin ein und wissen schon im Vorfeld, dass eine private Veranstaltung die Übertragung des Spieles verhindert. Doch nichts ist unmöglich hier in Berlin und die überaus freundlichen Mitarbeiter ermöglichen uns tatsächlich die Live-Übertragung des Fussball-Spiels. Dafür sind wir Euch so dankbar und auch glücklich, dass sich nach und nach auch andere Fans zu uns gesellen.

Kulinarisch sind wir auch hier bestens versorgt: Schwarze Gnocchi auf Tomatensoße mit Rucola und auch die Brezeln sind pflanzlich.

Gewonnen haben wir 6:1, was wir natürlich mächtig gefeiert haben. Da staunt ihr bestimmt: Aber auch wir Pflanzenesser können das Leben ab und an feiernd genießen. ツ

Fazit: Zu erwähnen ist hier noch einmal Attilas Burger, den Jens mit „absolut top“ umschreibt. Ansonsten ist unser Testprojekt der Berliner Curryvurst natürlich nicht zu empfehlen, wenn ihr Euch vollwertig, bio vegan und gesund ernähren wollt. Die absolute Ausnahme also. Ihr dürft unsere Empfehlungen aber gerne zum Anlass nehmen, die ein oder andere Curryvurst als Privileg in Berlin zu testen. Wir haben die zwei Test-Tage jedenfalls überlebt und freuen uns nun wieder auf das Powerfood in unserem eigenen Zuhause. Tschüss Berlin, bis bald. ★🌱

München: Erster Hochzeitstag ♡

#München #Liebe #Erster Hochzeitstag #Demonstration #Parkanlage #Englischer Garten # Katzentempel #vegan # VNV-Nation

München, der 13. 10.2018. Unser 1. Hochzeitstag und die Feier der „Papierenen Hochzeit“. 💍 Symbolisch trifft die Erklärung hierfür nicht auf uns zu, die da nämlich heißt: „Die Ehe ähnelt nach einem Ehejahr noch einem unbeschriebenen Blatt Papier.“ Unsere Interpretation gleicht eher diesem Statement: „Es gibt unendlich viele Schriften auf Papier, die Jahrtausende Jahre überlebt haben. Von der ersten Sekunde an tritt die Beständigkeit in den Vordergrund.“ Die 2300 Jahre der gefundenen, alten Papyrusrollen werden Jens und ich zwar nicht wirklich erreichen, aber der Weg ist das Ziel.

Unseren Jahrestag verbringen wir in München.

Wir durchqueren den Englischen Garten. Ein Traum. Es gleicht einem Herbstspaziergang im Wald, einer gemeinsamen Naturerfahrung im Großstadt-Revier und einem magischen Erlebnis zwischen Laubblättern, Bächen und Seen. Stolze vier Kilometer dauerte die Park-Durchquerung an.

Das Café Katzentempel ist unser erstes Ziel.



Hier sind sechs wundervollen Katzen beheimatet. Es kann ausgiebig gefrühstückt werden; Mittag- und Abendessen gibt es auch.

Neben vielen Klettermöglichkeiten haben die Samtpfoten den ganzen Tag Beschäftigung mit den Gästen, denn die dürfen mit ihnen spielen. Sollte es den Katzen doch mal zu viel werden, können sie sich jederzeit in ihr eigenes Zimmer zurückziehen oder einfach ein paar Ebenen nach oben steigen und auf die Gäste herabblicken. Das Bild dieses hübschen Tigers ist von der Homepage des Café Katzentempel.
Besonders am Herzen liegt den Inhabern die Vermittlung von Tierschutzthemen. Im Katzentempel gibt es deshalb auch nur pflanzliche Speisen. Die Katzen kommen alle aus dem Tierschutz. Dieses Konzept hat uns überzeugt, weshalb wir uns einen Aufenthalt hier erfüllten. Informiert Euch hier über die wundervolle Ansicht der Inhaber und deren Mitarbeiter über die pflanzliche Lebensweise.
Was haben wir nun aber gelernt?

„Eine Katze liegt nicht nur faul herum; Sie verschönert den Raum“

*
Am Odeonsplatz stehend, erleben wir den friedlichen, farbenfrohen Demonstrationszug von enttäuschten Menschen über die andauernde politische Situation in Togo.

Togo ist ein Staat in Westafrika, am Golf von Guinea gelegen, und grenzt an Ghana im Westen, Benin im Osten und Burkina Faso im Norden. Hauptstadt und Regierungssitz ist Lomé.

Von 1884 bis 1916 war das Gebiet Togos eine deutsche Kolonie, danach Mandatsgebiet des Völkerbunds bzw. Treuhandgebiet der Vereinten Nationen unter französischer Verwaltung. Geprägt wurde das Land fast 40 Jahre lang vom autokratisch regierenden Präsidenten Gnassingbé Eyadéma. Nach dessen Tod 2005 wurde sein Sohn Faure Gnassingbé unter Missachtung der Verfassung von der togoischen Armee zum neuen Präsidenten ernannt. Internationaler Druck und Unruhen im Lande führten nicht zur Rückkehr verfassungsgemäßer Zustände. Die folgenden Wahlen konnte Gnassingbé für sich entscheiden, wobei ihm die Opposition und auch die Europäische Union massiven Wahlbetrug vorwarfen. Nach wie vor befinden sich mehrere tausend Flüchtlinge im Ausland. Im Index der menschlichen Entwicklung steht das Land auf dem 166. Platz von 188.

Ein Demonstrant erzählte uns, dass es durch diese Familiendynastie keine Schulen und Krankenhäuser in Togo gäbe. Hierzu fand ich im Netz keine Quellen. Die Demonstration wurde durch Musik und Tanz begleitet. Sehr beeindruckend.

Wir laufen zum Stachus uns sehen einige imposante Gebäude.

In unserem Lieblingsuntergrund Münchens am Karlsplatz suchen wir nach etwas passendem für unsere Zellen.

Vegane Verköstigungen gibt es ja fast überall in München. Wir müssen nicht lange suchen um etwas passendes für uns im besagten Untergrund zu finden. Der Slogan „eat and smile“ spricht uns an und veranlasst uns dazu, die hier angebotenen indischen Köstlichkeiten zu probieren.

Nicht alle Gerichte und Saucen sind vegan, deshalb fragt am besten immer nach. Das junge Mitarbeiterteam berät hier gerne. Das Restaurant „My Indigo“ befindet sich auf dem Karlsplatz im UG vom Stachus.

Am Wahlsonntag in Bayern treten wir dann unsere Heimreise an. Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir München. Nicht das letzte Mal sind wir hier zu Besuch gewesen.

Unser Hochzeitswochenende findet den Ausklang am Abend nach unserer Heimkehr beim VNV-Nation-Konzert in Stuttgart. Wir staunen über das Publikum, welches altersgemischt auftritt und durchweg schwarz gekleidet ist.

Fazit: München ist eine Reise wert. Mit Nobel-Preisen trumpfen zwar die Läden im Stadtinneren, jedoch lassen sich auch Gegenden finden, wo das Preis-Leistungsverhältnis für uns stimmig ist. Mit Dir mein lieber Ehemann, ist es in jeder Stadt bezaubernd. Danke, für die Erlebnisse an unserem ersten Jahrestag und jedem einzelnen gemeinsamen Tag in unserem Leben. I love you.💍💍

Sylt

#Sand #Strand #Meer #Sonne #Wind #Muscheln #Quallen #Urlaubsfeeling #Lachen 🐚🦀🌞

Auf Sylt angekommen bringen wir als aller erstes das Gepäck in unser Appartement. Wir haben eine kleine, feine und vor allem saubere Unterkunft. Mich lechzte es nach der Nordsee und genau das war auch unser erster Gang. Ihr werdet es nicht glauben, bei strahlendem Sonnenschein sind wir spontan in das eiskalte Nass gesprungen. So salzig, aber schön.

Der Wind am folgenden Tag ist böig und nicht einzuschätzen. Der Blick auf die Wetterkarte sagt uns für den nächsten Tag einen windfreien, sonnigen Tag voraus. So entscheiden wir die geplante Fahrradtour nach List auf den folgenden Tag zu legen und fahren an diesem Tag mit dem Bus nach Hörnum. Dort angekommen setzen wir uns an den Strand, ganz nah am Wasser. Die Menschen um uns herum tragen Herbstsachen. Wir strotzen aber der kühlen Brise und machen es uns in Rock und kurzer Hose bequem. Ein paar einzelne Menschen wollen es wissen und stürzen sich in die kalten Fluten. Bewundernswert. Im Grunde durchaus möglich, nur erging es mir am ersten Badetag so, dass wir beide zu lange im kalten Wasser waren und mir die Kälte dann bis abends in den Knochen lag. Ein kurzes Baden ist demnach durchaus möglich. Zu lange würde ich das nicht mehr tun. Außer eine heiße Dusche ist direkt danach in Aussicht.

Nun eine ganz süße Geschichte vom Strand: Ich packe unser mitgebrachtes, veganes Käsebrot aus. Null Komma null Sekunden später haben wir einen ersten Gast vor uns sitzen: Eine Baby-Möwe. Diese findet den Anblick unseres Essens sehr verlockend. Zu verstehen. Wir erklären ihr freundlich, dass sie von uns nichts bekommen würde, weil Brot ja im Magen der Vögel aufquillt und sie sich selbst etwas zu essen suchen soll. Das findet die Madame nicht so toll. Gibt aber nach einiger Zeit auf und fliegt aufs Meer hinaus. Wir müssen lachen.

Am Samstag sind wir auf  List. Ein Naturerlebnis, unvergesslich. Anders als auf Hörnum, erstreckt sich dieses Ende von Sylt über Kilometer, bis zum Leuchtturm. Vom Schilfgras, über Muscheln, feinstem weißem Sand und den Hafen, bekommen wir alles geboten.

Eine Fahrt mit sehr vielen Runden erleben wir im Riesenrad. Von hier oben können wir über die weiten Flächen dieser Inselspitze sehen. Meine Zauberfee habe ich natürlich charmant wieich nun mal bin liebevoll überredet. ツ Ihre anfängliche Skepsis löste sich bald schon auf und wir sind beide irrsinnig stolz hier oben zu sein.

Aber auch Quallen haben wir am Ufer entdeckt. Gut, dass wir schon vor dieser Entdeckung im Wasser war und nicht mit dieser Vorstellung hineingehen musste. Auf der anderen Seite der Insel, in Hörnum, war dies nicht der Fall, dort waren keine Quallen zu sehen. So unterschiedlich ist das. Natürlich muss ich gleich recherchieren um was für Individuen es sich hier handelte. Als Qualle, auch Meduse oder Medusa genannt, bezeichnet man ein Lebensstadium von Nesseltieren. Die meisten Quallen haben lange Tentakeln, die mit Nesselzellen ausgestattet sind. Diese sind über die Fangarme verstreut und bilden ein giftiges Sekret. Aua! Wir sind ganz froh diese netten Tiere nur vor uns im Sand liegen zu sehen.

In Hörnum wandern wir auf die Nordsee zugewandte Seite und erleben dort einen sehr starken Wind, welcher hohe Wellen mit sich bringt. Da bleibt es nicht aus, dass wir klamottenmäßig einen ordentlichen Wasserschwall abbekommen. Wir nehmen es mit Humor. Trotz kühler Temperaturen trocknet die Kleidung wieder relativ schnell.

Von unserer Terrasse aus können wir einen herrlichen Sonnenuntergang erleben. Überhaupt haben wir über den gesamten Tag Sonnenschein in unserer Wohnung. Außerdem steht uns ein originaler Strandkorb zu Verfügung. Diesen können wir jedoch nur begrenzt nutzen, da wir tagsüber die Insel erkundigen.

Einwurf Zauberwaldfee: Am besten hat mir mein liebster Ehemann gefallen: Seine T-Shirts mit Info´s über Tierleid oder Tierrechte trägt er voller stolz an der Promenade, am Strand und in Einkaufsläden. Viele Blicke bleiben daran hängen und wir hoffen, damit Funken versprüht zu haben. Danke, an die wundervollste Menschenseele! ★

Kulinarisch ist an veganem Essen einiges geboten. Viele Lokale bieten außer den normalen Speisen eine vegetarische oder vegane Variante an. In einem Bioladen bestellen wir an der Verkaufstheke Gemüsebratlinge. Die Verkäuferin fragt zuvorkommend, ob sie uns Senf auf die Dinkelbrötchen machen soll. Wie entzückend von ihr. Und allemal informiert über unseren Lebensstil. Rein theoretisch hätte sie uns auch Butter anbieten können. Die Restaurants testen wir nicht und investierten unser Geld lieber in Einkäufe, um uns die Mahlzeiten selber zuzubereiten.

Fazit: Die Insel Sylt ist eine nordfriesische Insel, mehr nicht. Der Hype darum ist in unseren Augen völlig überzogen. Die teuren Preise allein für Mieten, Essen und Freizeit werden an die High Society angepasst, rechtfertigen aber nicht die überteuerten Angebote. Ansonsten sind wir schon ein bisschen auch in die Insel im Herzen verliebt,

Berlin: Kulturreise

#Berlin #Hauptstadt #Kultur #Sehenswürdigkeiten #Geschichte #Erfahrungen #Liebe #Heirat

Mal abgesehen von der mal wieder abenteuerlichen Fahrt mit der DB und dem dann doch etwas kürzeren Freitag in unserer Hauptstadt, spielt wenigstens das Wetter, trotz angekündigtem Wettereinbruch, dankend mit. Unser Wochenendtrip entpuppt sich als Kulturreise par excellence.

Beeindruckend sind für mich die unendlichen Grünstreifen unserer Hauptstadt. Die Sehenswürdigkeiten sind durch Wald- und Wiesenstreifen in der Natur zu erreichen. So können wir Kultur und Natur spielerisch verbinden.

Unsere erste Sehenswürdigkeit führt uns zum sowjetischen Ehrendenkmal. Eine Kriegsgräberstätte für das Gedenken an die gefallenen sowjetischen Helden im Kampf gegen das faschistische Deutsche Reich. Sehr beeindruckend und pompös!

Zwischendurch dürfen wir auf unserer langen Wanderung einen Zwergen-Garten besichtigen. Die Schrebergärten ziehen sich durch ganz Berlin.

Bei diesem netten Kindertrio wird eine kurze Erinnerung an die Zwerge ausgelöst. Tücher flattern im Wind. Positive Gedanken und Vorfreude auf alles was kommt.

Der Besuch der Bunkeranlage Humboldtheim führt uns über eine steile Holztreppe. Eine Endlosaussicht über Berlin wird uns geschenkt. Auffallend ist die enorme Graffiti-Bemalung hier und in ganz Berlin. Niemals haben wir solche unzähligen Bemalungen in irgendeiner anderen Stadt Deutschlands gesichtet.

Hier kommen wir an dem ersten jüdischen Altersheim der Gemeinde Berlin vorbei. Die Gestapo verwandelte es 1942 in ein jüdisches Sammellager. 55000 Juden vom Säuglingsalter bis zum Greis wurden in die KZ Lager Auschwitz und Theresienstadt verschleppt und bestialisch ermordet. VERGESST DAS NIE, WEHRET DEM KRIEG, HÜTET DEN FRIEDEN steht in unvergesslichen Zeilen dabei.

Der Tränenpalast zeigt uns dann nochmals im Detail die Geschichte von Ost- und Westberlin: Ort der deutschen Teilung. Am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße sind vom Bau bis zum Fall der deutschen Mauer die Folgen der Teilung besonders stark zu spüren. „Am Tränenpalast – Abfertigungshalle seit 1962 – kommt es täglich zu erschütternden Szenen. Deutschland ist ab 1945 in vier Zonen, Berlin in vier Sektoren eingeteilt.“

Der Rosengarten…..eine Gefühlsexplosion an schönen Farben und Gerüchen. Bildausschnitte erinnern mich an Monet. Wenn ich hier wohnen würde, wäre dies mein täglicher Platz zum Aufladen neuer Energie.

∼ Der Rosengarten ∼
In einen großen, stillen Garten
bin ich dereinst doch geraten.
Das Tor stand offen, ich glaubte es kaum,
um einzuladen und um rund zu schaun.

Umschlossen war er von Rosensorten,
die unbekannt waren an unseren Orten.
Von süßem Duft war erfüllt die Luft,
den zu atmen war reinste Lust.

Als ich eintrat in den Garten
war ich überrascht von den vielen Arten.
Wer hat sich diese Pracht erdacht?
hab ich still bei mir gedacht.

Nicht aufzuzählen war das, was da blühte.
Das erfreute mächtig mein Gemüte.
Ich nahm mir die Gelegenheit,
zu bleiben eine lange Zeit.

Herrlich war`s mit anzusehen
all das Kommen und wieder Gehen.
Wie sich Hummeln, Bienen und Insekten
erfreuten an den Nektarsäften.

Von Feld zu Feld bin ich gegangen.
War stark beeindruckt und sehr befangen.
Die Zeit verrann und schwand dahin,
doch sie hat erfüllt einen tiefen Sinn.

Diesen Garten hab ich nie wieder gefunden.
Doch er ließ mein “ Ich “ gesunden.
Solch ein Erlebnis musste sein,
damit man erkennt was bin ich doch klein.

sdr

Die Berliner Mauer…daran führt kein Weg vorbei in unserer Hauptstadt. Meinen Lehrmeister habe ich dabei: Meinen wunderbaren, alles wissenden Gemüsekobold, den ich ausquetschen kann über alles, rund um die damalige Zeit.

Zum Essen gibt es an veganen Gerichten sehr, sehr viel Auswahl. Nicht nur, dass an unserem Wochenende das „Vegane Sommerfest Berlin 2018“ stattfindet; Nein, auch der normale Einkauf lässt unzählige tierleidfreie Essensalternativen zu. Eine Freude und Leichtigkeit hier kulinarisch und pflanzlich vergnügt und mit behagen die Nahrungsmittel zu verzehren.

Nette Cafés, Bars und Kneipen laden zu einer gemütlichen Einkehr ein. Unsere Berlin-Reise war wunderschön. Trotz unserer Heirat hier vor knapp einem Jahr werden wir wohl trotzdem im Oktober ein anderes Hochzeitsziel wählen, um im darauffolgenden Jahr erneut die Hauptstadt zu erkunden.

Fazit: Berlin ist allemal eine Reise wert, oder auch mehrere…! Wir werden trotz unzähliger Reisen hierher abermals die Metropole besuchen.

Berlin: Hochzeit 💍

#Heirat #Engel #Traummann #Berlin #Standesamt #Reise #Lachen #Tanzen 💍⛪🤵👰💃🕺

Nun endlich ist es soweit: Wir treten unsere Reise nach Berlin an und ich werde als glückliche Ehefrau mit neuem Namen zurückkehren. Die Aufregung ist riesengroß.

-Unser magisches Datum ist der 13.10.2017-

Wir sitzen im ICE 512 nach Köln, haben dort eine Stunde Aufenthalt um dann mit dem IC gen Berlin zu reisen. Hier im Zug fällt nun langsam die Anspannung von uns ab. Der Tag der Abreise ist noch mit sämtlichen Aufgaben bestückt und alles durch einen straffen Zeitplan durchgetaktet. Jens besucht unter anderem noch den Friseur während mir meine Schwester die Hochzeitsfrisur steckt. Sie ist so aufgeregt, hat es aber mit Bravour gemeistert.  Das Ergebnis lässt sich wirklich sehen und im Nachhinein ist ihre Nervosität total unbegründet. Nun muss ich die Nacht im Zug nur ganz stillsitzen, damit auch am Hochzeitstag am nächsten Morgen meine Haare noch sitzen.

Im Hotel angekommen, freuen wir uns auf unser Zimmer, denn wir sind zeitlich knapp bemessen und sollten uns alsbald in unsere Hochzeitskleidung werfen. Die etwas raue Bekanntgabe der Empfangsdame, dass unser Zimmer nicht frei sei und wir uns aber auf der Toilette umziehen können lässt uns das Herz in die Hose rutschen. Ein freundlicher Rezeptionist fügt aber hinzu, dass wir auch gerne die Behinderten-Toilette nehmen können, dort hätten wir mehr Entfaltungsmöglichkeit. Schweigen von uns. Eher von mir. Jens überspielte es mit seiner charmanten Art.

Aber für uns gibt es keine Tragödien, wir nehmen das Leben so wie es kommt, weshalb wir im Alltag so unendlich glücklich und fröhlich sind und über sehr vieles auch lachen können. So wie über die nun folgende Geschichte: Das Umkleide-Prozedere spielt sich dann nämlich so ab, dass wir mitsamt unserem Gepäck das Handycap-WC beziehen. Wohlgemerkt hintereinander, das heißt einer von uns beiden steht vor der Türe, der andere richtet sich. Zuerst wirft sich Jens in seinen schicken Heiratsanzug. Dann bin ich an der Reihe. Nebenbei werden wir von den vorbeilaufenden Gästen im Frühstückssaal beobachtet, die nicht schlecht staunen, als wir im Hochzeitskleid und Anzug nach einer Stunde Umziehzeremonie die Toilette verlassen. Dies nur als kleine Anekdote. Im Nachhinein können wir darüber schmunzeln. Irgendwie kann man doch aus jeder Situation das Beste machen. Die Pointe aus dieser Story ist, dass wir statt eines gebuchten Zimmers, eine 65 qm-Suite im 13. Stockwerk erhalten. So als wieder Gutmachung. Stockwerk 13, am 13.10.17 unserem Hochzeitstag und der uns so gewünschten Zahl. Wir fühlen uns hier jedenfalls wie ein Königspaar. Happyend dieser Kurzgeschichte. ツ

Die Fahrt zum Standesamt ist abenteuerlich. In rot/orangefarbenen Higheels und langem, wallendem weißen Hochzeitskleid nicht gerade alltagstauglich, aber die Leute erfreuen sich an uns und wir bekommen viele schmunzelnde Blicke. Im Bus steigt ein älterer Herr vor uns aus, hält kurz davor bei uns an und gibt uns die folgenden Worte mit auf den Weg:

„Sowie am heutigen Tag die Sonne scheint, so soll sie Ihnen das ganze Leben lang scheinen“.

Gänsehaut pur.

Der Fahrstil der Berliner Busfahrer ist Geschmackssache. Uns definitiv zu aggressiv! Laut hupend, fluchend und ziemlich genervt umschreibt es am besten. Gas geben um kurz danach fast vollbremsend einem Zusammenstoß auszuweichen ist wenig vorausschauend. Wenn man nicht gerade im Doppeldecker am vorderen Fenster alles hautnah miterlebt lässt sich dies aber ertragen.

Heirat ist nicht das Happyend, sondern immer erst ein Anfang.“
Federico Fellini

Unsere Heirat auf dem Standesamt Berlin Tempelhof-Schöneberg findet in dem 100 jährigen Trauzimmer im klassizistischen Stil statt und ist bezaubernd.

Der Standesbeamte hält uns eine wunderschöne Rede mit einigen Zitaten berühmter Philosophen, darunter Friedrich Nietzsche mit den Worten von ihm: „Die gute Ehe beruht auf dem Talent zur Freundschaft“. Obwohl der Herr uns nicht kennt, hat er die Rede ganz und gar auf unsere Lebenssituation und Vergangenheit ausgerichtet. Das war sehr emotional und wir fühlen uns persönlich angesprochen. Ein Päckchen Humor sollen wir uns für unseren gemeinsamen Lebensweg bewahren, sind seine Schlussworte. Nichts leichter als das. Das tauschen der Eheringe und das Unterschreiben und besiegeln unseres Eheversprechens beendet diesen feierlichen Moment. 

★“Für immer Mein

★ Für immer Dein

★ Für immer Uns

Kaum sind wir draußen, rufen wir sogleich unsere Mamas an und ich melde mich zum ersten Mal mit dem Namen meines lieben Ehemannes.♡

Danach erkunden wir Berlin und kaufen mir ein Paar bequeme Sportschuhe. Meine Füße sind durch die Hochzeitsschuhe und das viele, viele Laufen durch die Großstadt strapaziert.

In dem veganen Restaurant Viasko in Berlin haben wir am Abend unseres Hochzeitstages einen Tisch reserviert und lassen es uns dort gut gehen.

Wir besuchen an diesem Wochenende außerdem eine Nachhaltigkeitsmesse, für die ich Karten gewonnen habe und nehmen an einer 4 stündigen Schifffahrt auf einem Partyboot teil, auf dem wir sogar vegan essen können.

Das alles erleben wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, vor allem mit der U-Bahn. Der Berliner Untergrund, um es einmal ganz salopp auszudrücken, fasziniert mich unendlich. Es sind die Farben und Anordnungen von Objekten, die es mir antun. Es werden regelrecht Geschichten erzählt mit einem Hauch Retrotouch. Hier gibt es immer etwas zu bestaunen und Neues zu entdecken. Meine künstlerische Ader pulsiert, wenn wir uns in dieser doch anderen Untergrund-Welt befinden. Ich bin entzückt.

Fazit: Glücklich über den schönsten Tag meines Lebens, dem besten Mann an meiner Seite und dem abenteuerlichen Hochzeits-Wochenende kehren wir als Ehepaar nach Hause. Du bist mein Fels und mein Anker. Jens, ich liebe Dich unendlich.💍🤵👰

Berlin: Veganes Sommerfest

#Berlin #veganes Sommerfest #Abenteuer #liebe Menschen #Empathie #Tierliebe #Zukunft 

Wir reisen in die Hauptstadt mit dem Ziel, das vegane Sommerfest zu besuchen.

Früh morgens kommen wir in Berlin Hauptbahnhof an. Die Fahrt in unserem Zugabteil war gewöhnungsbedürftig und wir möchten erst einmal einen Kaffee trinken. Im Bahnhof gibt es unzählige Möglichkeiten und wir finden eine gemütliche Sitzecke in einem Café. Dazu genießen wir unser eigenes pflanzliches Frühstück.

Da wir diesen Beitrag im Nachgang zwei Jahre später veröffentlichen, ist es manchmal erstaunlich zu sehen, wie sich die Essgewohnheiten in dieser Zeitspanne komplett verändern. Damals noch mit vielen Nüssen, Obst und Brot. Dagegen heute vollwertig, viel roh, Hülsenfrüchten und wenn möglich fettarm. Gänzlich weg von Obstsorten aus Übersee, vielmehr heimische Gemüsesorten in Kombination mit Proteinen aus Tofu, Erbsen und Soja. Niemals habe ich mich damit besser gefühlt. Niemals habe ich gänzlich auf jede Art Zucker freiwillig verzichten können. Und last but not least ging es mir gesundheitlich nie besser als jetzt. Dies so am Rande. Gerne dürft ihr uns dazu etwas schreiben oder fragen.

Hier seht ihr die perfekte Kutsche für tierliebe MenschenOHNE Pferde davor. Das ist genial! 🐎

Wir machen uns auf den Weg zum veganen Sommerfest in Berlin und laufen an der Spree entlang.

So viele neue Eindrücke erwarten uns auf dem von Tierliebe durchzogenen Fest.

Wir schlendern über den Platz und schauen uns die Stände mit den dahinterstehenden Organisationen an.

Diese Tasche erwerben wir hier und tragen sie seit zwei Jahren, um der Öffentlichkeit das Thema Tierschutz zu signalisieren. ♡

Auf den Veganator warten wir gefühlte Stunden….aber es hat sich gelohnt. ツ

Auch Treffen wir uns dort mit den Leuten der V-Partei Berlin. Der Gemüsekobold war im steten Kontakt damals mit den Organisatoren. Er gehörte mitunter zu den Gründungsmitgliedern, wobei er viele aktive Monate später dann doch die Diskrepanz von Parteiprogramm und der Umsetzung von oben verspürte, weshalb sich die Wege dann trennten. Nichtsdestotrotz war die Erfahrung dort mit den wunderbar engagierten Menschen unvergesslich. Das möchten wir nicht missen.

Das mit der Rechtschreibung üben wir nochmal, aber ansonsten, fühlen wir uns hier in der U-Bahn-Station schon ganz heimelig. ツ

Im Viasko lassen wir uns des späteren verköstigen, wobei ich Euch nicht sagen muss, dass es auf dem Sommerfest unendlich viele Möglichkeiten der pflanzlichen Verkostung gibt.

Zwei Tage nach unserer Rückkehr von Berlin, mache ich meiner Traumfrau einen Heiratsantrag und Sie gleichzeitig zur glücklichsten Zauberwald-Fee. ♡

Norden

#Norden im Norden # Seeluft #Urlaub #Wind #Zweisamkeit #Museen 🌬💦☔☂

Unser erster gemeinsamer Sommerurlaub in der Stadt Norden. Wir reisen in chaotischen Verhältnissen über Nacht mit der Bahn in dieses für mich bis dato unbekannte Städtchen. Bis jetzt wissen wir nicht, dass uns die Nordsee ab diesem Zeitpunkt im Sommer nie wieder loswerden wird. Zwar nicht hier, aber die Luft haben wir geschnuppert.

Das Wetter ist nordisch: Unbeständig, regnerisch und windig. Wie ihr schon wisst sind wir aber spontan und niemals verzweifelt. Wir disponieren um, planen wetterentsprechend und genießen dabei unsere Zweisamkeit. So erfahren wir Dinge, welche wir unter anderen Umständen gar nicht hätten erleben dürfen. Ein Träumchen. ツ

Die Seehundstation Nationalpark-Haus in Norddeich

Jetzt möchte ich ausholen. Die letzten Jahre habe ich mich aktiv gegen Zoo´s, Tierparks und das Einsperren von Tieren eingesetzt. Delphine waren vor allem vor dem Tierpark Nürnberg das Hauptthema. Dafür habe ich Plakate entworfen und umgesetzt und viele Reisen getätigt. Was ich jedoch niemals nie gemacht habe ist, Geld für die Eintrittskarte gezahlt, um mir die dort eingesperrten Tiere anzusehen. Es ist mir zuwider nur einen Cent für diese Gefängnisse zu investieren. Mein Gewissen macht da nicht mit. Ich habe in dieser Zeit Verständnis für die Tierschützer, welche sich um das Wohl der dort leidenden Geschöpfe Sorgen machen und regelmäßig die Wasserbecken kontrollieren und Auskunft über den Gesundheitszustand der Lebewesen geben können. Für mich undenkbar.

Hier im Urlaub stehe ich vor der Entscheidung, ob ich das erste Mal einen Sprung über meine Einstellung mache. Nichts ist eingemeißelt, alles kann relativiert werden. Und was soll ich sagen: Jens und ich besuchen die Seehundstation Nationalpark-Haus in Norddeich mit dem Hintergrund, dass hier zwischen 80 und 150 verwaiste Seehunde, aber auch Kegelrobben jährlich aufgezogen werden, um später in der Nordsee wieder die Freiheit zu erlangen. Ich bin gutgläubig und springe über meinen Schatten.

Die Seehundstation Norddeich ist zuständig für das Niedersächsische Wattenmeer, das als Nationalpark und Weltnaturerbe besonderen Schutz genießt. In der naturnah gestalteten Beckenanlage können die Gäste die Seehunde auf den Liegeflächen, im und sogar unter Wasser beobachten.

Ich bin sehr aufgeregt und habe trotz allem ein sehr mulmiges Gefühl. Gehe ich mir als Person mit gewissen ethischen Vorstellungen fremd? Gehe ich von meinem ursprünglichen Weg ab? Werde ich mir selbst unglaubwürdig, wenn ich eine Eintrittskarte für diese Seehundstation kaufe? Wird den Tieren dort geholfen, oder ist das reiner Touristenbetrug?

Wir informieren uns und entscheiden uns dafür. Eine große Ausstellung in der Seehundstation zeigt das Leben der Seehunde und lässt den Besucher, vieles über ihren natürlichen Lebensraum – das Weltnaturerbe Wattenmeer -, hautnah erleben. Für jede Altersgruppe wird ein vielfältiges Programm zu den Themen Seehund und Naturerlebnis Wattenmeer angeboten.

Trotzdem ist die Sichtweise, welche ich auf die Angebote dort lege, sehr kritisch. Mir macht niemand so leicht etwas vor. Dafür habe ich tierschutzmäßig zu viel erlebt und werde auch von Jens dahingehend sensibilisiert. Mein gutmütiges menschliches Gemüt macht mir hier manches Mal einen Strich durch die Rechnung. Aber ganz so blauäugig bin ich dann doch nicht. Das Gefühl die Seehunde lebendig zu sehen war enorm zwiespältig: Die Euphorie der um uns stehenden Menschen lies nicht nach, doch mein kritischer Blick mit dem unwohlen Gefühl bleibt fraglich. So bin ich, so sind wir. Wenn den Tieren letztendlich aber in diesen Auffangbecken geholfen wird, kann ich es nur gutheißen und hoffe, dass alle Lebewesen nach der Gesundung die Freiheit wieder erleben dürfen.

Das Wetter bleibt weiterhin unbeständig und wir entschließen uns, das Ostfriesische Teemuseum in Norden-Norddeich zu besuchen.

Auf über 1000 qm Ausstellungsfläche werden Anbau, Ernte und Verarbeitung des Tees ebenso anschaulich dargestellt wie dessen gesellschaftliche Bedeutung aufgezeigt. In verschiedenen Ländern haben sich unterschiedliche Rituale rund um den Tee entwickelt. Ostfriesland kommt mit seiner Teekultur einer besonderen Bedeutung zu. Sehr interessant.

Am nächsten Tag besuchen wir das Marinemuseum in Wilhelmshaven. Museumsschiffe und das Freigelände sind zu bestaunen. Die Technik vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart sind dargelegt und die Atmosphäre ist zu spüren.

Essenstechnisch versorgen wir uns mehr schlecht als recht. Zwar 100%ig pflanzlich, aber es ist die Plastikverpackung, welche sich manches Mal nicht vermeiden lässt, obwohl wir vieles selbst zubereiten.

Ein Besuch im Hafen zeigt Euch den morgendlichen Nebel am heutigen Tag.

Die Fischernetze gefallen mir gar nicht. Die engmaschigen, netzförmigen Flächengebilde, werden zum Fischfang benutzt. Sie bestehen aus Verknotungen von Fadenreihungen mit einer Fadenfolge, wodurch sie die Unverschieblichkeit dadurch besitzen, dass sich die Knoten durch Zug in jeder der Fadenrichtungen fester schließen. Es ist der Horror und ich möchte nicht wissen, wie viele Seelen in diesem Haufen ihr Leben lassen mussten.

Die Möwen sind ausgezeichnete Segelflieger, insbesondere auch bei starkem Wind. Sie suchen vor allem den Strand nach Nahrung ab und jagen manchmal anderen Vögeln die Beute ab. Wenn sie nach Nahrung tauchen, dann sind nur der Kopf und ein Teil des Körpers unter Wasser. Und laut sind sie. 

Fazit: Einmal Norden, nicht immer Norden. Jedenfalls für uns. Da wir die Stadt meinen, bleibt die Gegend aber die unsere und wir werden unsere weiteren Sommerurlaube auf Sylt verbringen. Im Prinzip ist jedes Fleckchen Erde für mich perfekt, wenn mein Seelengefährte und geliebter Mensch bei mir ist. ♡

 

 

Köln: Unheilig

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Köln, das traumhafte Abschiedskonzert!

München liegt schon ein paar Tage hinter uns, aber wir wussten schon damals, dass das nächste Konzert nicht lange auf sich warten lässt.

Nun ist es soweit, wir treffen uns in Köln am Hauptbahnhof. Diesmal gab es keine Komplikationen und wir fallen uns erneut in die Arme. Es ist so wunderschön, Dich in meinen Armen zu spüren und Deine Lippen zu fühlen. Das Glück lässt unsere Herzen wieder übersprudeln. Wir verlassen den Hauptbahnhof und es ist immer wieder beeindruckend den Kölner Dom in ganzer Pracht zu sehen.

Allzu weit gehen wir aber nicht, da ich diesmal eine Überraschung mitgebracht habe. Vor dem Dom steht eine Hinweistafel zur Schatzkammer, dies ist der perfekte Ort, um meinem Schatz etwas zu schenken. Ich gebe Dir eine kleine Truhe und Du öffnest das Päckchen, es kommt ein „Liebes“-Schloss zum Vorschein. Dieses möchte ich mit Dir an der Hohenzollernbrücke anbringen, an dem tausende Schlösser hängen.

Ich möchte Dir damit zeigen, dass meine Liebe zu Dir für alle Ewigkeit besiegelt ist. Wir gehen zu dieser Brücke und suchen einen schönen freien Platz für unser Schloss. Gemeinsam werfen wir dann den Schlüssel in den Rhein und besiegeln damit unsere LIEBE! Ein erster ganz besonderer Moment, dem Stunden später noch weitere folgen sollten.

Wir tingeln weiter etwas durch Köln und machen uns dann mit der S-Bahn auf den Weg zum Stadion, wo heute Unheilig ihr Abschiedskonzert geben werden. Es soll ein unvergessliches Erlebnis werden. Das Wetter spielt mit, was ja auch kein Wunder ist. Engel reisen und der Graf tritt ein allerletztes Mal auf.  Im Stadion angekommen, machen wir uns auf den Weg in den Innenraum. Diesmal gehen wir doch schon recht weit nach vorne an die Bühne, was für besondere Emotionen sorgen wird. Bis der Graf mit Band auftritt wird noch etwas Zeit vergehen, allerdings hat er für Bands gesorgt, die alleine schon das Eintrittsgeld wert sind. Bollmer, Wincent Weiss, Megaherz und Schandmaul, was hier aufgeboten wird ist der absolute Hammer. Einfach genial und die Stunden ziehen ins Land ohne nur eine Minute Langeweile.

Irgendwann ist es dann soweit und Unheilig betreten die Bühne. Das Publikum flippt aus und er wird mit tobendem Applaus empfangen. Es folgen unzählige musikalische Emotionen und alle bekommen Gänsehaut. Auch dem „Graf“ verschlägt es oft die Sprache, er ist unfassbar gerührt. Die Stunden vergehen und das Ende naht, nicht nur dieses Konzertes, sondern der Ära „Unheilig“! Wir waren dabei und werden es niemals vergessen, unvergesslich und emotional bis zur letzten Sekunde.

Nun machen wir uns auf den Heimweg, zu meinem Übergangszuhause, bei meiner Mutter in Siegen. Die Zugfahrt war das Grauen, wir dachten es handelt sich um ein Kühltransporter. Keine Heizung, nur die Klimaanlage funktionierte dauernd bei gefühlten 10 Grad. Naja, so blieben wir auf jeden Fall wach, denn wir hatten Angst einzuschlafen und tiefgekühlt in Siegen anzukommen. Endlich da, sind wir die 2 Kilometer zu Fuß gegangen, damit das eingefrorene Muskelfleisch wieder in Wallung kommt.
Meine Prinzessin muss noch etwas warten, ich muss noch etwas herrichten. Dann machen wir uns bettfertig und freuen uns auf das warme Bett.

Am nächsten Morgen lernt Sie dann auch meine Mutter kennen. Wir unterhalten uns zusammen und meine Mama ist sehr angetan und erfreut von ihrer zukünftigen Schwiegertochter. Wir fahren dann nach Siegen und ich zeige meiner Zauberfee noch etwas dieses Städtchens.

Leider geht auch diese gemeinsame Zeit wieder vorbei und es folgt der nächste Abschied. Allerdings werden die Abstände immer kürzer und wir wissen, dass im Dezember diese Zeit endgültig vorbei ist. Nach meiner Kündigungsfrist werde ich meine Geburtsstadt verlassen und ins wunderschöne Schabenländle ziehen, zu meiner Königin und ihrer wunderbaren Familie.

Dresden: Erster Liebesurlaub

#Dresden #Urlaub #Liebespaar #Romantik #Altstadt #Elbufer #Silbermond

-Unser erster gemeinsamer Kurzurlaub in Dresden-

Wir schreiben August 2016 und freuen uns auf unseren ersten gemeinsamen Urlaub.
Noch wohnen wir hunderte Kilometer getrennt, sind jedoch im Herzen so nah, dass nichts dazwischen passt. Deswegen freuen wir uns so auf diese gemeinsamen Tage im schönen Dresden. Im Vorfeld habe ich Karten für das Silbermond OpenAir Konzert am Elbufer besorgt, sodass wir, wie bei unserem ersten Treffen, erneut zum Rhythmus der Musik unseren Gefühlen freien Lauf lassen können. Ebenso habe ich für uns eine kleine Wohnung per Airbnb herausgesucht, in der „Äußeren Neustadt“, ein Szeneviertel mit besonderem Touch. Aber nun der Reihe nach.

Meine Fee kommt von Stuttgart mit dem ICE und wir treffen uns in Frankfurt, um gemeinsam die Reise fortzuführen. Es ist ein wunderschönes und doch auch besonderes Ereignis, aber wir werden noch 4 Monate warten müssen, um wirklich gemeinsam von zu Hause starten zu können. Aber es ist in diesem Moment egal, denn wir genießen unsere gemeinsame Zeit.

Angekommen in Dresden, werden wir vom Bruder der Vermieterin abgeholt und zur Unterkunft gebracht. Diese liegt idyllisch in einem Innenhof und wir fühlen uns dort sehr wohl. Nachdem wir uns eingerichtet haben, begeben wir uns auf einen Erkundungsspaziergang bei schönstem Sommerwetter. Entlang der Elbe bekommen wir einen ersten Einblick der wunderschönen Kulisse mit der historischen Silhouette der Altstadt mit ihren Wahrzeichen.

Allerdings heben wir uns diese nähere Erkundung für die nächsten Tage auf. Wir gehen noch in einen Biomarkt und versorgen uns mit etwas essbaren. Auf dem Rückweg kommen wir am Elbufer vorbei, wo gerade „Crow“ ein Konzert gibt und wir bekommen Vorfreude auf unser Konzert mit Silbermond. Der Abend bricht ein und die erleuchteten historischen Gebäude sorgen für eine besondere Atmosphäre.

Am nächsten Tag machen wir uns dann auf den Weg in die Altstadt und erfreuen uns heute am Zwinger und laufen durch eine wunderschöne Anlage.

Danach entlang an der Reiterstatue des sächsischen Königs Johann. Wir erfreuen uns an den verschiedenen Gebäuden und machen dann einen Schwenk in die Moderne und erkunden die Einkaufszentren.

Hier nehmen wir eine Mahlzeit ein, an veganen Möglichkeiten mangelt es in Dresden nicht. Am Abend ist es dann soweit, Silbermond steht auf dem Programm, ein schönes Konzert, welches wir mit allen Sinnen genießen. Eine echte Live-Band und das an dieser Location, grandios!

Nun kommt der dritte Tag und er bringt uns erneut einmalige Erlebnisse, allerdings nicht alles positiv.
Wir laufen erneut am Elbstrand entlang und begeben uns abermals in die bezaubernde Altstadt. Hier stößt uns als erstes eine widerliche Tierquälerei absolut negativ auf: De Pferdekutschen.

Es ist heiß und wir sehen diese kranke Menschheit, die meint mit Pferdekutschen rumfahren zu müssen. Ich wünschte mir, diese Personen würden vor den Karren gespannt werden und müssten dieses Gewicht ziehen! Es gibt so viele Alternativen, Rikschas oder auch historische motorisierte Kutschen (lieber ein paar gefilterte Abgase, wie diese Tierquälerei). Aber da sieht man wieder, was der Menschheit am Herzen liegt! Auf jeden Fall nicht das Wohl der Tiere, nur ihr eigenes Wohlbefinden!

Nun ja, wir stärken uns mit leckerem Grillgemüse auf Salat am Marktplatz bei „Die Manufaktur Burgerei“, sehr gemütlich. Im Anschluss geht’s auf eine Schifffahrt auf der Elbe mit dem rustikalen Schaufelraddampfer „Dresden“.

Einfach herrlich die Fahrt mit vielen Eindrücken.
Dann kommt das Highlight, wir besuchen die Frauenkirche und besteigen dieses imposante Bauwerk.

Eine wunderbare Aussicht über Dresden und auch in das Innere der Kirche. Das ist einfach beeindruckend und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Wir können nur sagen, Dresden ist eine Stadt, die jeder gesehen haben muss. Wir verstehen nicht die Menschen, die meinen in der Welt herumreisen zu müssen, ohne das wunderschöne Deutschland mit seinen herrlichen Gegenden zu erleben. Nach unseren kurzen bisherigen Trips haben wir uns geschworen, niemals in die Ferne zu schweifen. Deutschland und eventuell noch die angrenzenden Länder, welche mit dem Zug erreichbar sind, bieten so viel, dass ein Leben gar nicht ausreicht. Diese unsere Urlaubszielwahl unterstützt die Wirtschaft vor Ort und entlastet die Umwelt. Es wäre für unsere Erde so schön, wenn dieser wahnsinnige, klimakillende Tourismus aufhören würde. Aber die Menschheit ist leider auf dem Ego-Trip! Nun gut, davon lassen wir uns nicht beeinflussen.

Die Reise geht zu Ende und wir machen uns auf dem Weg in unsere noch getrennten Wohnortschaften. Das schöne ist, dass wir uns immer häufiger sehen werden und wir uns auf unser gemeinsames Leben freuen. In Frankfurt trennen sich erstmal unsere Wege, unsere Augen tränen fürchterlich, doch die Gewissheit unser Leben gemeinsam zu verbringen, hilft bei jeder Verabschiedung.

Ich möchte mich auf jeden Fall bei meinem Engel bedanken und freue mich auf eine weitere Reise in diese Stadt, da es hier noch so viel zu erkunden gibt.

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