Kategorie: Ausflüge

Marbach am Neckar

#Marbach #Blumen #Tourismus #Friedrich Schiller #Tobias Mayer #Wissen #Gedicht #Romantik 🖌✿

Heute führt uns unser Ausflug nach Marbach. Sonnenüberflutet erreichen wir den Bahnhof und gelangen nach ein paar Metern in einen kleinen Park.

Dort steht ein nachkonstruierter Quadrant und wir erfahren, dass einst Tobias Mayer für seine Sternwarte in Göttingen einen Mauerquadranten erhielt, der eigens für ihn in London vom damals besten Instrumentenbauer der Zeit erstellt wurde. Mit diesem Instrument beobachtete er von Februar 1756 bis August 1761 den Sternenhimmel. So kann der Mathematiker, Kartograf und Astronom die Positionen von 998 Sternen vorlegen und geht in die Geschichte ein.

Schillers Geburtshaus

Genannt wird dieses Städtchen am Neckar aber auch die Schillerstadt und ist bekannt als Geburtsstadt Friedrich Schillers. Und tatsächlich: Kaum haben wir die Altstadt, mit der aufwendigen Blumenpracht, erreicht, kommen wir am Thema „Schiller“ fast nicht mehr vorbei. Es gibt zahlreiche Hinweise an den verschiedenen Hausfassaden und auch das Geburtshaus haben wir entdeckt.

Fachwerkhäuser, Holdergassen, Türme und Brunnen prägen das Bild der historischen Altstadt Marbachs. Sie ist eine der ältesten Landstädte in Württemberg mit Stadtmauer und mittelalterlichen Wehranlagen. Durch den verheerenden Stadtbrand im Jahr 1693 ist Marbach gleichzeitig eine von wenigen Städten im Land mit einem nahezu geschlossenen Ensemble von Bauten aus dem 18. Jahrhundert.

Was mich aber am meisten beeindruckt sind die kleinen verwinkelten Gassen, die mit bunten Blumen umsäumten Häuser, die Sträucher, Figuren und kleinen Dekorationen innerhalb des historischen Städtchens. Ganz bezaubernd.✿ 

Wir machen uns auf den Weg zum Neckar. 

Ein paar Meter nach der Schiffsanlegestelle entdecken wir das Kunstwerk „Mond Boot“, welches dem Tobias Mayer-Bildhauersymposium 2011 gewidmet wird.

Schiller Nationalmuseum

Zum 100. Geburtstag Schillers wurde 1859 der Grundstein für das Schillerdenkmal gelegt. Es wurde nach Entwürfen des Bildhauers Ernst Rau aus dem Material erbeuteter französischer Kanonen des Krieges von 1870/1871 gegossen und 1876 eingeweiht. Seither ehren die Marbacher Grundschüler den großen Sohn der Stadt jedes Jahr an seinem Geburtstag mit dem „Blumengruß“. Eine schöne Geste.✿

Die ganzen Eindrücke machen Hunger und wir möchten uns gerne eine gemütliche Lokalität suchen. Bekannt ist uns das Bootshaus, welches wir bereits von der Brücke, aus der S-Bahn heraus, entdeckt haben. Durch die optimale Lage direkt am Neckar und dem prächtigen Wetter, könnt ihr Euch jedoch bestimmt vorstellen, wie überfüllt das Lokal ist. Außerdem wird im Außengelände gegrillt, was für uns, durch den Grillrauch, schier nicht auszuhalten ist: Tierleid auf dem Präsentierteller. Nicht mit uns. Also ab zurück Richtung Altstadt.

Das Amaranth – ein vegetarisches Restaurant – Café – Bar, kann von uns nicht beurteilt werden, da der Ruhetag auf den Sonntag fällt. Sehr schade und irgendwie nicht nachzuvollziehen.

Im Jägers Restaurant Schillerhöhe, direkt beim Denkmal und dem Schiller Nationalmuseum, bekommt ihr an veganem Essen folgendes Gericht: Zweierlei Reisbällchen mit Basilikum und Falafel auf Ratatouille Gemüse und Kräuterkartoffel. Getestet haben wir es nicht. Aber immerhin steht wenigstens ein tierleidfreies Essen auf der Speisekarte.

Unseren Lieblingsplatz haben wir in der Pizzeria Al Forno, gegenüber dem Schiller-Geburtshaus gefunden. Hier gibt es eine Veggie-Pizza, ohne Käse, aber viel Gemüse und in Herzform. Das macht uns glücklich. Umgeben von Gemüsepflanzen auf einem kleinen Balkon ein Erlebnis.★🌱

„Der gebildete Mensch macht die Natur zu seinem Freund“.
Friedrich Schiller (1759 – 1805)

Fazit: Die Informationsflut über die Stadt Marbach ist immens hoch und wir waren voller neuer Eindrücke. Um aber bis ins Detail, die Geschichte Marbachs nachvollziehen zu können, wäre für Euch eventuell auch eine Stadtführung interessant. Der „Klassiker“ führt Euch dann direkt durch die historische Altstadt, während es aber auch Kostümführungen und Literaturspaziergänge im Angebot gibt. Eine Reise ist das Städtchen definitiv wert.★✿

Der Biggesee

#Ausflug #Höhle #See #Heimat #happiness #Erinnerung #Lebensfreude  #Liebeunendlich ♡ღ

Vor ein paar Tagen besuchen wir das Heimat-Bundesland meines Seelendiamants. Regelmäßig sind wir hier, jedoch noch nie gemeinsam an diesem wunderschönen Ort.

Die Anfahrt mit dem Zug führt uns zu Beginn zur Atta-Höhle oder Attendorner Tropfsteinhöhle, welche aufgrund ihres Formenreichtums und der Farbheit wie aus einer anderen Welt erscheint.

Die Besichtigung dieser unterirdischen Wunderwelt dauert etwa 40 Minuten. Durch einen 80 Meter Tunnel gelangen wir ins Reich der Fürstin Atta. Das Kunstwerk steht übrigens unter Naturschutz und die Tropfsteingebilde sind sehr zerbrechlich. Deshalb ist das Berühren der Steine im Höhlenlabyrinth auch strengstens verboten. Aber auch das Fotografieren. Deshalb stammt dieses Bild von der offiziellen Seite der Atta-Höhle.

Die begleitende Führung durch diese Tausend-und-eine-Nacht Gänge lohnt sich wirklich. Nichts gleichnamigeres habe ich jemals vorher gesehen. Das Glitzern und Funkeln der Steine erinnert an den Orient. Die perlmut und goldfarbenen Akzente symbolisieren für mich Heiterkeit, Optimismus und Lebensfreude. Kristallklare Träume am Tage mit meinem geliebten Jens – das bereichert das Leben zu l(i)eben.

Mein absolutes Highlight ist der Kristallpalast. Hier wäre ich gerne die Zauberelfe, welche die glitzernden Kunstgebilde mit einem Pinselchen vom Staub befreit.ツ

Mit der Biggolino-Bahn lassen wir uns in einer abenteuerlichen Fahrt, bergauf und bergab, zum langersehnten Biggesee fahren. Am Anleger Biggedamm steigen wir aus der Bimmelbahn:

Was für ein Anblick. Kaum angekommen sehen wir unser „Westfalenschiff“ bereits auf uns zusteuern. „Captain…ähm Schiff ahoi“…oder so ähnlich. ⛵ 

Unseren Platz nehmen wir auf dem obersten Deck ein, um auch alles erblicken zu können und schon geht die Personenschifffahrt los. Es gibt rund um den See ein Strandbad, Bootsanlegestellen, Campingplätze, Unterhaltungsangebote mit Kinderattraktionen, Restaurants, Cafés und viele gemütlich verwinkelte Badestellen. Und die Landschaft ist bezaubernd. Insgesamt ist dieses Örtchen hier, mit der Fahrt auf dem Boot, sehr idyllisch.

Für unsere veganen Freunde: Auf dem Schiff gibt es zum derzeitigen Augenblick lediglich Pommes und Salat. Somit ist von unserer Seite der Imbiss an Bord tierleidfrei nicht zu empfehlen. Auch das Restaurant Himmelreich an der Atta-Höhle konnte uns kulinarisch nichts besonderes bieten. Hier die Empfehlung, selbst ein Vesper einzupacken, oder sich in Restaurants und Cafés an den verschiedenen Anlegestellen rund um den See verwöhnen lassen.

Ein wunderschöner Tag geht zu Ende und ich bin jedes Mal glücklich, etwas von der Heimatgegend meiner geliebten Seelenhälfte kennenzulernen. Danke dafür!★♡

Grabkapelle auf dem Württemberg 🏛

„Die Liebe höret nimmer auf“ ♡

Heute hat mein Engel mich ganz besonders überrascht. Auf unserer Tour nach Untertürkheim hat Sie mir den Besuch in der Grabkapelle auf dem Württemberg ermöglicht.
Als „zugezogener“-Esslinger hat mich schon immer dieses Bauwerk auf dem Berg fasziniert, zumal ich bis vor kurzem nicht wusste welche Bedeutung es hat. Durch die Aktion „Küss mich im Schloss“ am Valentinstag habe ich den Sinn dieses Bauwerks erfahren und bin begeistert von dieser Geschichte.

König Wilhelm I. (1781-1864) hat diese Grabkapelle als ewigen Liebesbeweis für seine zweite Frau Katharina Pawlowna (1788-1819) errichtet. Dort liegt auch ihre gemeinsame Tochter Marie Frederike Charlotte von Württemberg.

So romantisch sich die Geschichte auch anhört und für Verliebte als eine traumhafte Liebesbeziehung über den Tod hinaus geht, war es dann aber doch nicht ganz. Es gab diverse Liebschaften, allerdings war dies, denke ich, in dieser Zeit nichts Ungewöhnliches.
Daher bewerte ich diese Geschichten nicht über und erfreue mich an der Tatsache, dass er nur mit ihr in dieser Grabkapelle bestattet werden wollte.

In den Wandnischen des Kapellenraumes stehen die Figuren der vier Evangelisten: Matthäus, Lukas, Markus und Johannes.

Lukas
Johannes
Matthäus
Markus

Diese stellen den einzigen figürlichen Schmuck im Kapellenraum dar. Die monumentalen Figuren bannen den Blick des Betrachters. Der König gab die vier Figuren 1822 in Auftrag. Entworfen wurden sie von den beiden bedeutendsten Bildhauern der Zeit: Johann Heinrich Dannecker (1758–1841) und Bertel Thorvaldsen (1770–1844). Die Figuren sollten aus feinstem Material hergestellt werden – also kam nur Carrara-Marmor in Frage.

Jede Figur hält eine Schrifttafel in den Händen und ist mit ihrem Kennzeichen dargestellt. Für Matthäus ist dies der Engel, für Lukas der Stier und für Markus der Löwe.

Uhlbach

Die Grabkapelle hat auf uns eine ganz besondere Wirkung, wir sind fasziniert von dieser Liebesbezeugung. Trotz nachfolgender Ehe und Kinder wollte Wilhelm I nur mit Katharina bestattet werden, ein Treueschwur über den Tod hinaus.

„Die Liebe hört nimmer auf“ einfach wunderbar! ★🏛 ♡

Die Yburg

Wir besuchen die Y-burg in Stetten Baden Württemberg. 🏰

Alternativnamen: Eibenburg, Yberg

Entstehungszeit: um 1300 bis 1350

Burgentyp: Höhenburg, Hanglage

Erhaltungszustand: Ruine

Ort: Kernen im Remstal

Höhe: 330 m ü. NN

Die Yburg ist die Ruine einer Hangburg über der Gemeinde Kernen im Remstal, umgeben von Weinbergen.

Die Yburg ragt sichtbar aus den Weinbergen an den Hängen eines Seitentals der Rems empor. Die von Weinbergen umgebene ehemalige Wohnburg wurde nicht auf einer Anhöhe, sondern in den Hang hinein gebaut.

Der ursprüngliche Name des Gebäudes lautete Eibenburg. Dieser Name wandelte sich allmählich über Yberg zur heutigen Bezeichnung Yburg aus.

Der genaue Gründungszeitpunkt der Yburg ist unbekannt. Sie wurde im frühen 14. Jahrhundert von den Truchsessen von Stetten erbaut. Nach dem Bau der Wasserburg im Tal (1384–1387) verlor die Yburg allerdings zusehends wieder an Bedeutung für die Stettener Herrschaft. Hans von Yberg verkaufte 1443 die Burg mitsamt seinem Anteil am Dorf an das Haus Württemberg. Die 1598 als baufällig beschriebene Burg wurde 1659 wieder Instand gesetzt und erhielt ein viertes Stockwerk.

Auf Befehl des Herzogs Carl Eugen von Württemberg erfolgte schließlich 1760/61 der Abriss der Burganlage bis auf die heute noch sichtbaren Außenwände.

1845 wurde im Innenhof der Yburg eine Platane gepflanzt. Diese wurde 1931 wieder entfernt, da sich in der Baumkrone etliche Vögel sammelten, die sich über die Trauben der umliegenden Weinberge hermachten. ツ🐦🦅🦉🦇

1969 wurde die Burg von der Gemeinde Stetten im Remstal vom Haus Württemberg erworben und für die Öffentlichkeit zur Begehung hergerichtet.

Da die Burganlage als reine Wohnburg konzipiert war, verfügte sie über keinerlei Verteidigungsanlagen.

Die Yburg gleicht in ihrem äußeren Erscheinungsbild etwa einem Würfel. Die schmucklosen Außenmauern sind noch alle erhalten. Auf der talwärts gerichteten Westseite befindet sich das Eingangstor. Linker Hand des Eingangs liegt im Inneren der Burg ein türloser Raum mit gewölbter Decke, der bis zur Nordmauer reicht und dort ein schmales Fenster hat.

In der rechts des Eingangs liegenden Südwestecke des Gebäudes führt eine Treppe hinauf in das nächste Stockwerk. Die Decken der darüber liegenden Geschosse und das Dach sind nicht mehr vorhanden.

Da die Burg keinen eigenen Brunnen besaß, musste das Wasser über die Burgsteige vom Tal heraufgetragen werden.

Heutige Nutzung:

Die Ruine ist ein beliebtes Wanderziel, da sie eine gute Aussicht über Stetten und das Remstal bietet.

Seit dem 17. April 2011 sind bei der Yburg 16 Skulpturen von Karl Ulrich Nuss aufgestellt.

Der Stettener Weinweg, ein etwa einstündiger Rundgang rund um die Burg durch die Weinberglagen Lindhälder, Brotwasser und Pulvermächer, bietet die Möglichkeit, sich über die verschiedenen Sorten und ihren Anbau zu informieren.

Die Lage „Brotwasser“ unterhalb der Burg verdankt ihren Namen einer in Stetten residierenden Hofdame, die ihr Brot statt in Wasser heimlich in Wein tauchte….uiuiui ツ🍷

Fazit: Der Besuch der Yburg ist es allemal Wert. Der Marsch die Weinberge empor erfordert zwar etwas an Kondition und vor allem Geschick, da durch die momentan vorherrschende Baustelle einige Umwege in Kauf zu nehmen sind, jedoch lohnt sich die Mühe: Der Blick über das Remstal von dort oben ist phänomenal. ★🏰

Schloss Nymphenburg

#Schloss #Nymphenburg #Residenz #Park #Erholung #Liebe #Lernen #Wissen 🏰

Unser Besuch im Schloss Nymphenburg im Westen Münchens. Nach dem wundervollen Aufenthalt im Schlosspark Nymphenburg und den kleinen Parkburgen widmen wir uns den Sehenswürdigkeit Rund um das Schloss. Die Spannweite übertrifft mit 632 Metern selbst Schloss Versailles.

Das Schloss war jahrhundertelang die Sommerresidenz der Wittelsbacher. Die Ente hier oben im Bild übrigens hatte sichtlich Freude an uns. Kaum zu glauben bei den riesigen Besucherzahlen tagtäglich. Sehr geduldig die Madame.♡

1663 wurde durch Schenkung ihres Gemahls die Bayerische Kurfürstin Adelheid von Savoyen zur Eigentümerin der Hofmark Menzing, wo bereits Schloss Blutenburg lag. Anlass war die Geburt des Kurprinzen Max Emanuel, des lange ersehnten Thronerben. Erst unter Max Emanuel wurde die Münchner Residenz eine Generation später ausgebaut. Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg bis 1714 und der Besetzung Bayerns durch die Österreicher wurden die Arbeiten ab 1716 wiederaufgenommen und die Parkburgen entstanden.

Im Nymphenburger Vertrag von 1741 verbündeten sich Frankreich, Spanien, Bayern, Sachsen mit Preußen gegen Österreich. Kurfürst Karl Albrecht lebte nach seiner Rückkehr nach München in seiner Zeit als Kaiser ab Oktober 1744 meist in Nymphenburg. Im Jahre 1747 gründete Karl Albrechts Sohn Kurfürst Max III. Joseph die Nymphenburger Porzellanmanufaktur. Als wichtigste Sommerresidenz war Nymphenburg Schauplatz zahlreicher Festlichkeiten des Hofes, 1763 nahmen die Mozarts an einer großen Gala auf Schloss Nymphenburg teil und Wolfgang Amadeus Mozart spielte vor dem Kurfürsten. 1792 ließ Kurfürst Karl Theodor den Nymphenburger Park auch für das Volk öffnen.

1805 fiel der österreichische Feldmarschallleutnant Karl Philipp zu Schwarzenberg mit 200 Husaren in Schloss Nymphenburg ein und forderte mit ultimativen Drohungen den Anschluss der bayerischen an die österreichischen Truppen, bewirkte aber dadurch eine bayerische Allianz mit Frankreich.

König Maximilian I. starb 1825 im Schloss, sein Urenkel König Ludwig II. wurde 1845 hier geboren. 1863 fand in Nymphenburg das einzige Treffen zwischen Ludwig und Otto von Bismarck statt, der ihm in lebenslanger Freundschaft verbunden blieb. 1873–1875 wurde Prinz Otto im südlichen Pavillon unter Isolation gehalten.

Von 1890 bis 1916 befand sich 200 Meter östlich des Schlosses am Romanplatz der Volksgarten Nymphenburg, der zur damaligen Zeit größte Freizeitpark Deutschlands.

Durch die Revolution 1918 kam Nymphenburg dann in Staatseigentum. Die Wittelsbacher behielten ein begrenztes Wohnrecht, das vom jeweiligen Oberhaupt des Hauses Wittelsbach genutzt wird.

Mit dem Ende der Weimarer Republik bemächtigten sich die Nationalsozialisten der Anlage. Die Ortsgruppenleitung der NSDAP erhielt einen unterirdischen Bunker. Während des Zweiten Weltkriegs wurden das Hauptschloss und die Amalienburg zum Schutz vor Luftangriffen mit einem Tarnanstrich versehen, die großen Wegeflächen dunkel belegt und Teile des Mittelkanals abgedeckt. Nach dem Krieg wurden die Schäden beseitigt. 1952 erfolgte die Eröffnung des heutigen Marstallmuseums. Häufig diente das Schloss als Filmkulisse.

Einige Räume haben ihre originale Barockdekoration erhalten, andere wurden später im Stil des Rokoko und des Klassizismus umgestaltet.

Deckenfresko im Steinernen Saal

Im Mittelpavillon gestaltete François de Cuvilliés ab 1755 den über drei Geschosse reichenden Steinernen Saal als Festsaal. Die Fresken entstanden unter der Leitung von Johann Baptist Zimmermann, das zentrale Deckenfresko stellt Helios im Sonnenwagen, begleitet von anderen Göttern, dar. In seiner Form stammt der Saal jedoch noch aus der ersten Bauperiode von Barelli und Zuccalli, auch die Wand- und Fenstergliederung durch Viscardi von 1702–1704 wurde damals beibehalten.

Geburtszimmer von König Ludwig II.

Südliche Pavillons und Marstall

In den ehemals königlichen Stallungen im Südtrakt befindet sich das Marstallmuseum, mit einer der bedeutendsten Kutschensammlungen Europas. Darüber befindet sich die Sammlung Nymphenburger Porzellans. Wir waren in beiden Museen, auch wenn die Zeit sehr knapp war und die Museumswärter ein Auge zudrückten und uns die letzten Minuten bis zur Schließzeit auskosten ließen..

Die Auswahl der Fotos im Marstallmuseum fällt mir sichtlich schwer: Warum war Ludwig II. nur so protzig? Etwas übertrieben hat er es schon. Mir als Minimalistin ist diese Lebensweise sehr schwer nachzuvollziehen. Aber alles in allem war der Besuch sehr faszinierend. 🏰

Hotel Prinz Myshkin

Daran anknüpfend entführte mich mein allerliebster Herr Gemahl in das Prinz Myshkin garden Parkhotel, welches in direkter Nachbarschaft zum Schloss Nymphenburg liegt. Zu Fuß ein Hopser.

Die Küche wird wie folgt beschrieben: „Wir servieren flexitarische Küche mit einem Fokus auf kreative vegetarische und vegane Gerichte wie auch Optionen mit Fisch und Fleisch.“ Somit finden wir Gerichte wie Pizza Vegana mit verschiedenen Gemüsen und Mandelpesto, hausgemachtes, veganes Schokoladenmousse mit Mango-Maracuja-Kompott, Massaman Curry: Gelbes Kartoffelcurry mit Tofu, Karotten und Erdnüssen, wahlweise mit Reis, Quinoa oder Bulgur und Frische Trinkkokosnuss vor. 🍽 Und dies ist nur ein Auszug dessen, was hier möglich ist.

Am nächsten Morgen wurden wir von einem veganen Frühstück überrascht.

Wir haben es so genossen und ich danke Dir, mein lieber Mann, für dieses wunderbare Geschenk. ★♡🏰

Auf dem Weg zum Olympiaturm hält uns dieser kleine, feine Imbiss auf. Es duftet so lecker und 100% vegan überzeugt uns einfach.

Die Aussicht vom Olympiaturm ist phänomenal und ich bedanke mich bei meinem Seelendiamanten für dieses Erlebnis.

Hier wartet schon unser ICE-Schätzchen auf uns.ツ

Fazit: Ein wunderbares Erlebnis in reinster Liebe und Nähe mit der Seelenhälfte die sich jeder wünscht und tierleidkonform voller Empathie für alle Seelen dieser Erde geht dieses Wochenende zu Ende. 

 

Burg Hohenneuffen

Wir besuchen die Burg Hohenneuffen auf der Schwäbischen Alb. 🏰

Die Burg Hohenneuffen ist die Ruine einer großen Burg oberhalb der Stadt Neuffen. Die hochmittelalterliche Burgruine steht auf einem Weißjurafelsen am Rande der Schwäbischen Alb. Bereits im Altertum war Hohenneuffen besiedelt.

Die Burg wurde zwischen 1100 und 1120 von Manegold von Sulmetingen, der sich später von Neuffen nannte, erbaut. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1198, damals im Besitz der Edelfreien von Neuffen, zu denen der Minnesänger Gottfried von Neifen gehörte. Ende des 13. Jahrhunderts ging die Burg an die Herren von Weinsberg, die sie 1301 an das Haus Württemberg verkauften. Ihre Verteidigungsfähigkeit bewies die Burg im Reichskrieg des Römischen Reiches in der sie 1312 nicht eingenommen werden konnte.

Der Ausbau der Burg zur Landesfestung begann bereits im 15. Jahrhundert. Die entscheidenden Baumaßnahmen zur befestigten Anlage wurden aber erst um die Mitte des 16. Jahrhunderts durch Herzog Ulrich unternommen. Hier entstanden die Vorwerke, Rundtürme, Bastionen, eine Kommandantur, die von uns erkundeten Kasematten, Stallungen, das Zeughaus, und zwei Zisternen. 1519 musste sie sich die Burg dem Schwäbischen Bund ergeben. In den Deutschen Bauernkriegen ab 1524 war sie jedoch abermals nicht einzunehmen.

Mehr als ein Jahr lang wurde der Hohenneuffen während des Dreißigjährigen Krieges belagert. Im November beschlossen Festungskommandant Hauptmann Johann Philipp Schnurm und die mutlos gewordene Mannschaft, mit den Feinden eine Übergabe auszuhandeln, die einen freien Abzug mit Waffen und aller Habe vorsah. Am 22. November 1635 übergab Schnurm die Festung nach 15-monatiger Belagerung an die kaiserlichen Truppen. Entgegen den Zusagen wurde die Mannschaft zum Dienst im kaiserlichen Heer gezwungen, und Schnurm verlor seinen Besitz.

Der württembergische Herzog Karl Alexander wollte den Hohenneuffen im 18. Jahrhundert zu einer Festung nach französischem Vorbild ausbauen; er starb aber vor der Vollendung. Sein Nachfolger Carl Eugen gab den Plan angesichts der hohen Kosten und des zweifelhaften militärischen Nutzens bald auf.

Wie andere Festungen auch diente der Hohenneuffen stets als Landesgefängnis, in dem wichtige Gefangene festgesetzt und falls notwendig auch gefoltert wurden. Die Schicksale einiger sind bekannt. Ein junger Graf von Helfenstein, stürzte sich 1502 bei einem Fluchtversuch in den Tod. 1512 ließ Herzog Ulrich den Abt des Klosters Zwiefalten, hier festhalten. Auch der hochbetagte Tübinger Vogt Konrad Breuning war 1517 der Willkür des Fürsten ausgesetzt und wurde nach Kerker und Folter in Stuttgart enthauptet. Im Jahr 1737 wurde Joseph Süß Oppenheimer, der jüdische Hoffaktor und persönliche Finanzberater des Herzogs Karl Alexanders, einige Wochen auf dem Hohenneuffen eingekerkert, bevor er auf die Festung Hohenasperg verlegt wurde und 1738 als Opfer eines Justizmordes vor den Toren Stuttgarts hingerichtet wurde.

Im Zweiten Weltkrieg war der Hohenneuffen Fliegerwache.

Die DreiländerkonferenzDie Militärregierungen der Besatzungszonen gründeten 1945/46 die Länder Württemberg-Baden in der amerikanischen sowie Württemberg-Hohenzollern und Baden in der französischen Zone. Als 1948 deutlich wurde, dass für das westliche Deutschland eine Verfassung erarbeitet wurde, ergriffen einige Politiker die Initiative, sie wollten einen Zusammenschluss der Länder im Südwesten. Der Regierungschef von Württemberg-Baden, Reinhold Maier, lud die Regierungen der drei Länder am 2. August 1948 zu einer Konferenz auf den Hohenneuffen ein. Er wollte eine erste Annäherung zustande bringen. Für Südbaden nahm eine Delegation unter Führung von Leo Wohleb teil, der ein kompromissloser Verfechter einer Wiederherstellung des Landes Baden war. Württemberg-Hohenzollern war durch seinen Innenminister Viktor Renner vertreten. In den Delegationen waren Minister, Parteivorsitzende, Abgeordnete und Beamte der drei Länder.

Gedenktafel für das Dreiländertreffen: Der Tagungsort war mit Bedacht gewählt. Der weite Blick ins Land und vor allem die wenige Kilometer entfernte, einschneidende Zonengrenze zwischen den Kreisen Reutlingen und Nürtingen sollten beeindrucken. Abgeschieden von ihren Regierungen und der Öffentlichkeit wollten die Teilnehmer hier sachlich debattieren, gut bewirtet mit Täleswein. Eine Einigung kam am Schluss zwar nicht zustande, aber dennoch hatte das Treffen Anstöße gegeben, wichtige Weichen wurden gestellt. Diese Dreiländerkonferenz auf dem Hohenneuffen markiert damit den Beginn der jahrelangen Auseinandersetzung um die Bildung des Südweststaates Baden-Württemberg, der 1952 aus der Taufe gehoben wurde.

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums dieser Konferenz wurde eine Informationstafel im historischen Tagungssaal angebracht.

Schaut Euch mal den Blick an! Also wenn sich der Aufstieg dafür nicht lohnt.

Heute ist die Burg Hohenneuffen mit Restaurant, Biergarten und Kiosk ein beliebtes Ausflugsziel. Der Eintritt in die Burg ist frei.

An den Eingangstoren zur Burg Hohenneuffen empfängt uns dieser oktogonale Gedenkstein, der sogenannte Stauferstelen. Wie wir erfahren haben umfasst dieses Denkmal die herausragendsten Stauferstetten in Erinnerung an die Staufer. Die Staufer waren ein Adelsgeschlecht im Mittelalter. Der Name Staufer leitet sich von der Burg Hohenstaufen ab. Passend zu dieser Information wird uns bewusst, dass auch Esslingen im Besitz einer solchen Gedenkstele ist: Nämlich direkt vor dem Bürgerbüro.

Auf dem Weg zur Burg entdecken wir dieses Schild. Und tatsächlich: Auf der weiteren Route macht mich der Gemüsekobold auf die vorherrschenden Steinslagen aufmerksam. Es handelt sich um eine Schichtstufenlandschaft, die sich aus leicht geneigten, fast parallel übereinander liegenden Gesteinsschichten aufbaut.

Viele Ammoniten befinden sich hier auf der schwäbischen Alb. Sie sind Überbleibsel des Jura-Meeres. Zwei dieser wunderbaren Stein-Schnecken haben wir auf unserem Weg zur Burg mitgenommen. ★🐌🏰

Welch zauberhaftes Erlebnis.

Speyer

Endlich Weekend und was machen wir? Wir reisen nach Speyer.

Speyer ist eine Stadt am Oberrhein und gehört zu Rheinland-Pfalz. Als römische Gründung, damals Noviomagus oder Civitas Nemetum (Hauptstadt des Stammes der Nemeter) genannt, ist sie eine der ältesten Städte Deutschlands und wurde als Spira um 600 Zentrum des Speyergaues. Im Mittelalter war Speyer als freie Reichsstadt eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Sehr interessant.

Unsere erste Station war die Kapelle am Adenauerpark, mit Einbindung des jüdischen Friedhofes. Dort haben wir auch das Grab von Helmut Kohl gefunden. Mir war nicht mehr im Gedächtnis, dass der ehemalige Bundeskanzler hier seine letzte Ruhe fand. Helmut Kohl liebte Speyer, er fuhr dort oft zum Beten hin. Er verehrte die Staufer, was den Wunsch zu seiner Beisetzung in dieser Stadt erklärte.

Auf der Suche nach der Dreifaltigkeitskirche fanden wir erst Einkehr in der St. Josef Kirche. Die filigrane Heiligenfigur dieses Apostels spricht mich so sehr an, dass ich Euch dieses Bild nicht vorenthalten möchte. Wunderschön und magisch. Ich kann einfach immer nur darauf schauen.

Des späteren haben wir dann, inmitten der schönen Altstadt, in der protestantischen Dreifaltigkeitskirche zwei Kerzen angezündet. Für uns, in voller Liebe. Der Eintrag ins Gästebuch war selbstverständlich.

Weithin bekannt ist Speyer durch seinen Kaiser- und Mariendom. Er ist die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche und zählt seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Natürlich bestiegen wir die Turmspitze und waren…enttäuscht. Kein Vergleich zum Ulmer Dom! Romanische Kirchen sind die Weiterentwicklung der frühchristlichen Basilika. Der romanische Baustil ist deshalb schlicht. Rundbögen gibt es an Fenstern und Portalen. Vier Türme rahmen den Kaiserdom ein. Sie sind 71,20 m bzw. 65,60 m hoch.

Von hier oben können wir das rege Treiben der Marktleute und der Besucher beobachten. Ein Gewusel wie in einem Ameisenhaufen.

Eine Unterkirche, die sogenannte Krypta, befindet sich unterhalb des Chorraums. Begraben sind hier vier Kaiser, drei Kaiserinnen und Könige aus den Häusern Habsburg, Staufen und Nassau. Die Gewölbe hier unten sind fast sieben Meter hoch. Charakteristisch sind die Gurtbögen aus abwechselnd rotem und gelbem Sandstein. Hier ist die göttliche Ordnung versinnbildlicht, die dem Leben des christlichen Menschen Struktur und Sinn gibt.

Von der Krypta gelangen wir zu der schlichten Grablege der mittelalterlichen Kaiser und Könige. Die Steinsarkophagen, zum Teil noch im original erhalten, bergen die sterblichen Überreste der vier salischen Kaiser, zweier Kaiserinnen und eines Kindes. Wobei hier auch weitere Herrscher über 200 Jahre hinweg bestattet wurden. Irgendwie ein mulmiges Gefühl hier unten.

Dieses Steinrelief an der Seitenwand der Vorkrypta hat mich ganz schön fasziniert. Dargestellt ist ein im Dom bestatteter Kaiser oder König. Die Menschen ohne Köpfe dargestellt hinterlassen bei mir ein großes Fragezeichen.

Am Rhein entlanglaufend verfolgen wir das Schiffstreiben: Die Binnenschifffahrt spielt eine wichtige Rolle für den Güterverkehr in Europa. Übrigens ist der heilige Johannes von Nepomuk unter anderem der Schutzpatron der Schiffer und Flößer.

Eine alte Speyerer Sage:
„Des Fährmanns Traum vom Dom kommend ziehen die Kaiser über den Rhein um in großer Not dem Reich zu helfen. Sie rufen: Fährmann hol über!“

Unsere letzte Etappe führt uns an den Wammsee.

Mit insgesamt knapp 30.000 Schritten gelangen wir zum Bahnhof und… verpassen den Zug. So stürzen wir uns abermals in das bunte Markttreiben und stellen fest, dass wir uns auf dem größten Bauernmarkt der Pfalz befinden. Wir probieren den neuen Wein an einem Marktstand und schwelgen im siebten Himmel. Zuckersüß und für uns kaum nach Wein schmeckend. Eigentlich wäre ich am liebsten dortgeblieben und hätte mich durch alle Rebsorten probiert. Doch die Heimreise stand bevor und wir liefen, bestückt mit einem Glas Wein, dem Bahnhof entgegen.

Fazit: Speyer ist ein entzückendes Städtchen mit verwinkelten Gassen und einem südländischen Flair. Nach unserer Tagestour fühlt es sich wie ein Kurzurlaub an. Wunderschön der Tag.

Ulm

„In Ulm und um Ulm und um Ulm herum“.


Unser letzter Urlaubstag ist angebrochen und was machen wir zwei Verliebten? Wir fahren mit dem Zug nach Ulm, mit einem erste Klasse-Ticket. Nobel, nobel. Dafür bin ich meiner Seelenhälfte unendlich dankbar.
Das obige Sprichwort ist zwar als Zungenbrecher bekannt, beschreibt aber unsere Aktivitäten in dieser Stadt am heutigen Tag sehr genau. In Wiki ist das Stadtbild folgendermaßen beschrieben:

„Ulm ist eine mittelalterliche Stadt im süddeutschen Bundesland Baden-Württemberg. In der Stadtmitte befindet sich das imposante Ulmer Münster, eine jahrhundertealte Kirche im gotischen Baustil. Ihr Kirchturm bietet Blick auf die Stadt und bei klarem Wetter lassen sich sogar die Alpen erkennen. Das Rathaus zeichnet sich durch seine Fassade aus der Frührenaissance, seine Fresken und seine astronomische Uhr aus dem 16. Jahrhundert aus. Die engen Gassen des Fischerviertels, einem Stadtteil an der Donau, werden durch Fachwerkhäuser geprägt.“

Das Ulmer Münster! Wie zwei kleine Ameisen stehen wir vor diesem gigantisch hohen Gebäude. Unfassbar wie die Türme in den Himmel ragen. Der Entschluss, die Treppen zu erklimmen um die oberste Spitze der Kirche zu erreichen fällt spontan und relativ zügig. Also die ersten Runden waren spaßig. Wir erzählen, lachen und schauen immer und immer wieder aus den kleinen Fensterluken, die mit Eisenstangen das mögliche Herunterfallen verhindern. Um einem Drehwurm vorzubeugen, ändert sich die Laufrichtung einmalig im unteren Teil. So weit, so gut.

Wir steigen immer weiter und weiter. Kommen uns Menschen entgegen, klammere ich mich anfangs noch an die äußeren Mauern. Später dann, im oberen Teil, bittet mich mein Gemüsekobold mich an der Innenseite festzuhalten.

Interessant sind die verwendeten Baumaterialien: Alle Kanten des Kirchenschiffs und fast alle Teile der Türme sind aus Sandstein (in neugotischen Teilen teilweise auch Kalkstein) und üppige Steinmetz-Arbeiten. Dadurch fällt wenig auf, dass die Außenmauern größtenteils aus Backstein errichtet sind, der auch offen in den Fassaden zutage tritt. Damit steht das Münster einerseits stilistisch den klassischen Werksteinbauten der Gotik nahe, lässt sich andererseits aber auch als Backsteinkirche betrachten. Mir persönlich ist zu diesem Zeitpunkt nur wichtig, dass, welcher Stein auch immer, alles fest zusammenhält. Meine Seelenhälfte beteuert auch stets, dass diese Mauern zu 100% sicher sind.

Wasserspeier an der Westseite des Münsters können wir mit der Kamera einfangen. Beim Bau der Strebepfeiler am Münster, die dem Haus Stabilität verleihen, werden genau diese phantasievolle Figuren aus Stein geschaffen, durch die das Wasser nach außen „gespuckt“ wird. Unter den Figuren befinden sich Tiere wie Elefanten, Fische und Vögel sowie menschliche Gestalten und Drachentiere. Von einem Vogelstrauß ist allerdings nur das Hinterteil zu sehen. Der Legende nach soll sich diesen Gag ein Geselle ausgedacht haben: Er hatte sich in die Tochter des Meisters verliebt, die er nach der Zunftordnung aber nicht heiraten durfte. Nun sollte der Geselle eine Tierskulptur erschaffen – und frei nach dem Motto von Götz von Berlichingen zeigte der Strauß den Hintern direkt in die Richtung, wo der Meister wohnte. Ob der Geselle sein „Schätzle“ bekam oder nicht, ist unbekannt. Was für eine schöne Geschichte. Mir selbst ist es nicht möglich diese Figuren bildlich festzuhalten, da ich zum derzeitigen Zeitpunkt mit der Höhe zu kämpfen habe und bedacht darauf bin mich festzuhalten.

Das letzte Stück hat es dann in sich. Einspurig ist der höchste Punkt zu erklimmen. Der Hauptturm misst über 768 Stufen bis zu einer Galerie im oberen Drittel des Turmhelms. Von dort haben wir das eindrucksvolle Panorama der Stadt, ganz Oberschwaben bis zu den Alpen erblicken können. Der Gemüsekobold hat die Vorgeschichte, dass er als Kind nach ein paar Runden wieder abstieg. Mit dem heutigen Aufstieg hat er seine Angst über Bord geworfen und hat mit mir die 163 Meter Höhe erklommen.

Das Chorgestühl, mit Hunderten aus Eichenholz geschnitzten Figuren gefällt mir sehr gut. Eine Figur hat es mir besonders angetan: Die Tiburtinische Sibylle. Irgendetwas hat sie an sich, was mich fasziniert.

Unten angekommen zittern unsere Knie wie Espenlaub: Die Höhenluft, definitiv. ツ

Dann erkundigen wir die romantische Altstadt.

Den restlichen Tag in Ulm verbringen wir an der Donau, an welcher wir bis in die Abendstunden sitzen.

sdr

Auf der Rückreise müssen wir erst einmal unsere geliebten Mamas anrufen um voller Euphorie von unseren Erlebnissen zu berichten. Stolz sind wir auf uns, jawohl!

Fazit: Was für ein adrenalingeladener Tag in Ulm. Nicht nur, dass mir meine Seelenhälfte das Herz höher schlagen lässt, auch der Aufstieg aufs Münster brachte mich zum beben. Es war wunderschön!

Ludwigsburg

#Vor jeder Tür ein Kürbis steht, damit Ihr Geister weiter geht. Lasst in Ruhe mein schickes Haus, ich sah Süßes beim Nachbarshaus. 🎃

Bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir Ludwigsburg, eine Stadt in Baden-Württemberg, etwa zwölf Kilometer nördlich der Stuttgarter Innenstadt.

Sie gehört zur europäischen Metropolregion Stuttgart. Seit 1956 ist Ludwigsburg große Kreisstadt. Das Residenzschloss, die umgebenden Grünanlagen und die Alleen prägen das Stadtbild.

Die Ludwigsburger Innenstadt wirkt wie ein gigantischer Maskenball, denn wir finden die „Venezianische Messe“ in der Barockstadt vor.

Interessant zu wissen: Vor 250 Jahren brachte Herzog Karl Eugen den Karneval nach Ludwigsburg. Seit 25 Jahren wird diese Tradition nun wieder gepflegt. Ganz interessant ist der Kunst- und Handwerkermarkt. Beschrieben wird er online folgendermaßen: „Venedigs Reichtum und Pracht beruhte auf einem ausgedehnten Handel zwischen christlicher und islamischer Welt und ließ die Lagunenstadt schließlich zu einem Zentrum der Renaissance werden. Dieser Tradition verpflichtet, bietet der Kunst- und Handwerkermarkt nicht nur typisch venezianische Produkte wie Murano-Glas, Gondelstücke aus ausgesuchtem Holz, venezianische Masken oder berühmte Stickereien von der Insel Burano, sondern auch Schmuck, Seidenunikate, Goldschmiede und Bildhauerarbeiten, Urholzmöbel und Körbe aus anderen Regionen Italiens. Rund 50 Händler, einige davon eigens aus Italien angereist, freuen sich darauf, ihre exklusiven Waren anzupreisen.“

Der Termin für die nächste Venezianische Messe steht bereits fest: Im September 2020.

Am Residenzschloss Ludwigsburg kommen wir beim besten Willen nicht vorbei. Das Schloss wurde zwischen 1704 und 1733 unter der Herrschaft von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg im Stil des Barock errichtet. Es ist eine der größten barocken Schlossanlagen Deutschlands.

Als Blühendes Barock werden die Gärten um das Residenzschloss in Ludwigsburg in Baden-Württemberg bezeichnet. Hier findet ihr die offizielle Seite mit Informationen im Netz.

Zwei Hirschkäfer
Kürbis-Ameisen
Schnecke
 Eichhörnchen

Das Thema 2018 der Kürbisausstellung ist „Kürbis Wald“. Riesige Kürbis-Skulpturen sind zu sehen, Live Musik, Veranstaltungen, Schnitzkunst und Informationen Rund um das Thema Kürbis.

Ein riesiger Sandkürbis fasziniert uns hier besonders. Die Skulptur hat eine Größe von ca. 3,5 m Länge x 3,5 m Breite x 3 m Höhe. Auf 12 m werden ca. 21 m² Tonnen Sand verwendet.

Auch findet hier der Speise- und Zierkürbisverkauf statt. Sorten wie Sweet Dumpling, Bischofsmütze, Halloween- und Schlangenkürbisse, Mesa Queen und Hokkaidos in den verschiedensten Farben und Formen sind vorzufinden.

Was für eine Farbenpracht! 🎃

Um den Märchenpark kommen wir zwei verliebten Zauberwälder natürlich nicht herum.

Schon gespenstig die verworrene Hexe. ツ

Kulinarisch ist auf der Speisekarte der Kürbisausstellung jedoch nichts veganes zu finden. Sehr enttäuschend in unseren Augen, da hätte ich mir etwas mehr Pfiff in der Speisenzusammenstellung und Zubereitung gewünscht.

Fazit: Insgesamt war der Besuch dieser barocken Hochburg ein Erlebnis. Da die vielen Angebote bei weitem nicht an einem Tag zu erleben sind, wird ein weiterer Besuch in Ludwigsburg nicht auszuschließen sein. Die Kürbisausstellung ist die Einstimmung auf den bald folgenden Herbstanfang.

Bodensee: Schifffahrt

#Bodensee #Urlaubsfeeling #Besuch #Schifffahrt #türkisgrün #Traum #Liebe

Mal wieder besuchen wir unseren geliebten Bodensee. Heute aber mit einem besonderen Ziel: Wir möchten das große Wasser mit dem Boot erkunden.

Unser Boot liegt schon im Hafen. Jipiieeh.

Hier seht ihr von weitem die Insel Mainau, auf welche wir auch zusteuern und anlegen werden.

Vegan forever, auch am Bodensee.

Wir kommen immer näher. ツ

Jedoch entscheiden wir uns auf dem Boot zu bleiben und mit dem selbigen ans Festland zurückzufahren.

In Meersburg zurück erkunden wir die Promenade.

Juchuu, ein Zeppelin. Dieser kommt ursprünglich genau von hier.

Mit dem Bub noch getroffen und ein Café im Heimartort besucht.

Fazit: Hier werden wir noch sehr oft sein. 

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