Knäckebrot

Das wohl einfachste Rezept um in Null Komma nichts eine Grundlage für Aufstriche herzustellen. Regulär wird Knäckebrot sehr kurz und sehr heiß gebacken und dann getrocknet. Danach enthält es fast kein Wasser mehr, wodurch es knusprig wird und bei trockener Lagerung sehr lange haltbar ist. Besonders in früheren Zeiten, als die Konservierung von Lebensmitteln ein großes Problem darstellte, war dies von Bedeutung: Knäckebrot hat den Vorteil, dass es gut auf Vorrat gebacken werden kann. Es hat meistens ein charakteristisches Muldenmuster und besteht hauptsächlich aus Roggenschrot und feingemahlenem Mehl aus Roggen und Weizen.

Dieses beschriebene Knäckebrot entspricht dem Unserem jedoch gar nicht. Im Gegenteil: Unser selbstkreiertes Zauberknäcke enthält keinerlei Getreide und kann von Euch je nach Bedarf mit den verschiedensten Saaten, Samen und Nüssen ergänzt werden. Es ist ein echter Brotersatz und ist für den Blutzuckerspiegel optimal. Zumindest bei mir. Durch die enthaltenen Leinsamen ist Euer Bedarf an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren weitestgehendst gedeckt. Für die Gesundheit unserer Haare und Fingernägel haben wir im vorliegenden Rezept Braunhirse verwendet. Das ist aber nicht zwingend notwendig und kann als i-Tüpfelchen betrachtet werden.

Zutaten:

  • Leinsamenmehl braun
  • Leinsamen gold gekeimt
  • Sesam
  • Flohsamenschalen
  • Sonnenblumenkerne
  • Braunhirse (optional)
  • Wasser

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten vermengen und zu einem recht flüssigen Teig verarbeiten. Das soll alles sehr zügig geschehen, da sonst die Leinsamen quellen und schwierig weiterzuverarbeiten sind. Das Verhältnis der Zutaten entspricht gleichen Anteilen.
  2. Den fast schon flüssigen Teig auf ein mit Backpapier versehenes Backblech streichen. Am Liebsten verwende ich hier sogar ein Gitter, da die Rillen dafür sorgen, dass sich das Knäckebrot später in Streifen zerteilen lässt.
  3. Den ausgestrichenen Teig dann im vorgeheizten Backofen bei ca. 190° backen. Hier ist es schwierig eine Zeitangabe zu geben. Wichtig ist es, dass ihr Euch immer in Backofennähe befindet, denn der Garzeitpunkt wird sehr abrupt überschritten. Oftmals habe ich auch schon ein an den Rändern verkohltes Knäcke aus dem Ofen geholt. Das tut dem übrigen Teil aber keinen Schaden. Ihr könnt die Ränder getrost abschneiden und den Rest noch weiterverarbeiten.

Da wir für uns immer nur soviel backen, wie wir auch benötigen, kann ich Euch über die Dauer der Lagerung keinen Hinweis geben. Nach einem Tag verliert das spezial Knusperbrot seinen Biss und wird dann weich. Fast wie ein Wrap. Falls ihr es, so wie wir, aber lieber knusprig mögt, könnt ihr Eure Reste gerne abermals in den Ofen schieben und etwas backen.

Der Bärlauch wird auch hier von uns mitverarbeitet: Einen Teil der Knäckebrot-Zutaten vermengen wir also mit unserem selbst hergestellten Bärlauch und backen ein Bärlauch-Knäckebrot. Eine weitere Variante, die mir sehr entgegenkommt, ist die Bärlauch-Hummus-Variante, welche auch sehr lecker schmeckt.

Ein Tipp: Falls ihr den Teig zu dick verstreicht, bekommt ihr ein teigiges Ergebnis. Für das superschnelle, krosse Knäckebrot verstreicht ihr Eure Zutaten bitte einfach so dünn als möglich. Bleibt aber um so näher am Backofen, da es ruck zuck fertig sein wird.

Lillyfee liebt unser Essen…und unser Knäckebrot. Sie isst das wirklich und ist schwer begeistert! 🐈🌱 Probiert es einfach mal aus. Es wird Euch schmecken. ★

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.