Apfel Projekt 🍎🍏

#Apfel #Bio #Natur #Eigenanbau #Import #Projekt #Angebot #Erfahrung #Zwerge 🍎🍏

Während schon im September der Tag des Apfels in Norddeutschland gefeiert wird und Ende November in Großbritannien, findet sich der Tag des deutschen Apfels landesweit am 11. Januar 2020 ein.

Schon in der Bibel spielt der Apfel eine entscheidende Rolle. Schneewittchen wurde mit einem Apfel vergiftet und angeblich hält ein Apfel am Tag den Arzt fern. Es ranken sich sehr viele Geschichten um den Apfel. Und weil die kleine, gesunde Vitamin-C-Bombe auch das Lieblingsobst schlechthin ist wird dem Apfel ein Ehrentag eingerichtet.

Über Apfelbäume freuen sich aber nicht nur wir Menschen, sondern auch Bienen, Hummeln und andere Insekten, vor allem auch das Klima. Deshalb steht einem Angebot für unsere kleinsten Zwerge im Kindi und Zuhause doch nichts im Wege. Ich biete Euch mein eigenes geistiges Eigentum. Einfach so. Umsonst. Lasst Euch inspirieren. Seien wir kreativ.

Projektwoche Apfel

Wir beginnen mit dem erstes kleinen Angebot: Dem „Kennenlernen“ der Äpfel und der verschiedenen Apfelsorten. Wir entdecken den Aufbau eines Apfels mit seinem Kerngehäuse und erfahren in einer folgenden Geschmacksprobe wie unterschiedlich jedes einzelne Obst doch schmeckt.

Einführung

Material

  • Äpfel
  • Apfelkerne
  • Messer
  • Schneidebrett
  • Dreieckstuch
  • Körbe

In der Mitte des Tisches stehen mehrere Körbe, abgedeckt mit einem großen Tuch. In einer Gesprächsrunde überlegen wir, was sich wohl unter dem Tuch befindet.  Beim Aufdecken sehen die Kinder mehrere Apfelkörbe. Wir überlegen uns, was uns alles zum Thema Apfel einfällt und warum die Äpfel verschieden Formen und Farben haben. Ob jeder Apfel gleich aussieht, gleich schmeckt. Dann lasse ich ein Säckchen herumgehen, in welches jedes Kind hineingreifen darf. Es sind Apfelkerne darin enthalten. Die Kinder behalten ihre Lösung bei sich. Wir stellen nun Überlegungen an, ob denn jeder Apfel Kerne hat? Und warum überhaupt?

Reihum probiert jedes Kind von jeder Apfelsorte. Zu Verfügung steht noch eine Tuch, falls ein Kind ohne zu schauen, nur den Geschmack einsetzen möchte. Die Kinder können dies frei entscheiden. Wenn jeder Apfel getestet wurde versuchen sich die Kinder, an die verschiedenen Geschmacksrichtungen zurück zu erinnern. Zum Abschluss werden wir versuchen zu beschreiben, wie unterschiedlich die Apfelsorten schmecken. Das ist so spannend.

Aus diesen Impulsen heraus ergeben sich wiederum neue Anhaltspunkt, die wir Aufgreifen und in weiteren Angeboten umsetzen.

In einer nächsten Angebotseinheit schneiden wir die Äpfel klein und machen uns einen Apfelsalat für unseren Frühstückstisch.

Ab jetzt finden einmal die Woche Vormittags Angebote zu unserem Apfelprojekt statt. Das möchten auch alle Eltern und Erziehungsberechtigten gerne wissen und wir bereiten deshalb einen kreativen Infobrief vor. Die Kinder haben so viele Ideen und Basteln, Malen und Kleben um die Wette.

Auch werden Einladungen für den Apfel-Elternabend geschrieben um unser Projekt vorzustellen und alle dafür anfallenden Termine zu präsentieren.

Den Flur dekorieren wir derweil mit selbstgebastelten und gemalten Kunstwerken. Auch befindet sich hier eine Tafel, mit allen uns nun bekannten Apfelsorten. Hier preisen wir den für uns leckersten Apfel mit einem Apfelmagnet. Dies kann sich täglich ändern, denn manches Mal erhaschen wir einen besonders süßen und leckeren Apfel der einen Sorte, ein anderes Mal schmeckt uns ein süß-säuerlicher Apfel der anderen Sorte um Weiten besser. Hier wird jeden Tag der Apfel-Tagessieger gekrönt. 🏆

Liedeinführung: „In meinem kleinen Apfel“ ♫ ♪ ♪ ♫ ♩ ♬

Ich singe für mein Leben gerne. Falls Ihr das mit mir teilt, freut es mich sehr für uns. Falls nicht: Habt keine Angst davor, die Kinder helfen Euch in allen Belangen und jedes angestimmte Lied wird zum Erfolgshit!

Material

  • Stöcke,
  • Puppenstubenzubehör
  • Holzbäume
  • Äpfel
  • Steine, Erde
  • Papierfiguren
  • Gitarre

Im Vorfeld habt ihr bereits im Morgenkreis schon die Melodie und den Text mehrfach angestimmt. Zur Verfestigung und bildlichen Darstellung legen wir das Apfelgehäuse mit den Apfelbaumzweigen in die Mitte des Stuhlkreises. Anknüpfend an den vorherigen Morgenkreis werden sich die Kinder daran zurück erinnern. Diesmal werden wir aber die fünf Stübchen mit den Textinhalten befüllen um dies bildlich darzustellen.

1. In meinem kleinen Apfel,
da sieht es lustig aus:
es sind darin fünf Stübchen
grad wie in einem Haus.

2. In jedem Stübchen wohnen
zwei Kernchen schwarz und fein,
die liegen drin und träumen
vom lieben Sonnenschein.

3. Und alle Apfelkerne
die haben diesen Traum,
dass einst aus Ihnen werde
ein neuer Apfelbaum.

4. Wenn wir den Apfel essen,
dann kommen sie heraus.
Wir tun sie in die Erde,
im Garten vor dem Haus.

5. Dann wird aus jedem Kerne
ein Baum, der wächst heran.
Ein Baum mit grünen Blättern
und vielen Äpfeln dran.

6. Sie träumen auch noch weiter
gar einen schönen Traum,
wie sie einst werden hängen
am lieben Weihnachtsbaum.

Die Kinder legen also erst den Apfelstern mit den fünf Stübchen. Zu der jeweiligen Strophe werden die passenden Bilder und Gegenstände ausgewählt. Die einzelnen Strophen lese ich laut und deutlich vor. Dann singen wir gemeinsam. Am Ende werden wir das Lied mit Gitarrenbegleitung vervollständigen. 🎸♫ ♪ ♪ ♫ ♩ ♬

Bucheinführung 📖📙

Das nächste Angebot steht im Zeichen der Erzählung und dem Kamishibai. Ja, mit diesem japanischen Zaubertheater arbeite ich tatsächlich am Liebsten. Es trägt mich und die Kinder in eine Märchenwelt, voller Zauber, Magie und Spirit. Falls es Euch schwer fällt damit zu arbeiten, könnt Ihr hier gerne eine Bilderbuchbetrachtung im klassischen Sinne vorbereiten. Es soll immer authentisch sein.

Material

  • Buch
  • Kamishibai
  • Apfel

In dem Buch „Das „Apfelmäuschen“ wird ein Apfel zum Haus! Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht ein Mäuschen, das einen Unterschlupf sucht. Im Garten findet es einen Apfel und beginnt, ihn auszuhöhlen. Es hält Einzug in sein neues Haus, bekommt Besuch von einer zu dicken Weinbergschnecke, die mit ihrem großen Schneckenhaus nicht durchs ausgeknabberte Fenster passt und erlebt einen kräftigen Regenschauer, der sie wie einen Igel aussehen lässt. Obwohl die Fotos im Buch schwarz-weiß sind, sind die Kinder immer wieder aufs Neue fasziniert. Vielleicht ist das aber auch gerade der Reiz. Das Buch ist schlicht gehalten und ein Gegentrend zu den oft sehr überfrachteten Bilderbücher. Auch die Sprache ist sehr klar und ansprechend. Ein Traum.

Immer und immer wieder fiebern die kleinen Zuhörer mit, wenn das “Apfelmäuschen” loszieht, um die Welt im Garten zu erkunden.

Wir setzen uns für die Geschichte in den Stuhlkreis. In der Mitte des Tisches liegt ein Apfel mit einem Tuch abgedeckt. Wenn alle Kinder sitzen werde ich fragen, ob jemand weiß, was unter dem Tuch liegen könnte. Beim Aufdecken sehen die Kinder einen ausgehöhlten Apfel. Wir überlegen uns, warum wohl der Apfel Löcher hat. Wer diese Löcher wohl hineingebohrt haben könnte….oder etwa gefressen….genascht oder gesägt? Dann erzähle ich den Kindern, dass ich heute eine Geschichte zu diesem Apfel mitgebracht habe und wir diese in einer Art Theater erfahren werden. Das Kamishibai ist eine japanische Form des Erzähltheaters, bei dem die Handlung durch Bildtafeln in einem bühnenähnlichen Rahmen dargestellt wird. Ihr könnt hierfür mit den Kindern auch eigene Apfelgeschichten erfinden und die Bilder fürs Theater selber basteln und malen.

Versucht bei Eurer Präsentation zum Apfelmäuschen möglichst frei und kindverständlich zu sprechen. Greift die Überlegungen und Fragen der kleinen Zwerge auf, um darauf einzugehen und andere Angebote daran anzuknüpfen.

Äpfel tonen und anmalen

Material

  • Ton
  • Farben wie Fingerfarben/Bio-Acryfarben/Wasserfarben
  • Erde
  • Wasser

Anlehnend an die Buchpräsentation im Kamishibai stehen uns heute 2,5 Kilo Ton im Atelier zu Verfügung, welchen wir auf die 20 vorgesehenen Zwerge gerecht aufteilten. Zuallererst öffneten wir die Verpackung.

Dann teilen wir den Ton in gerechte Stücke. Die Kinder helfen bei der Einteilung mit und korrigieren, wenn sie mit der Vorabzeichnung im Ton nicht ganz einverstanden sind.

Jeder Zwerg formt zuallererst eine Kugel. Gar nicht so leicht. Der Anfang gestaltet sich schwer, da der Ton erst weichgeknetet werden muss. Nach einer Weile bemerken wir, dass der Teig geschmeidiger wird und sich viel weicher und sanfter anfühlt.

Nach der Formung der Kugel, bohren die Zwerge ein Loch in den Apfel. Sie wollen die Höhle der Maus nun endlich bauen. Manche machen zwei Eingänge, ein „Fenster“ und eine „Türe“, ganz wie das Apfelmäuschen. Korrigiert dabei bitte nicht. Lasst der kindlichen Kreativität ihren Lauf. Ihr werdet staunen was sich hier für Kunstobjekte offenbaren.

Um die Äpfel nicht zu verwechseln werden die Initialen der Zwerge darauf geschrieben und auch auf die darunter liegenden Zettel werden fleißig die Namen notiert. Wobei, ganz ehrlich: Jeder Zwerg erkennt grundsätzlich sein eigenes Kunstwerk. Aber Sicherheit geht nun mal vor.

Für jeden Apfel wird noch ein Stiel ausgewählt und von dem mitgebrachten Ast abgeschnitten. Dieser wird ganz zum Schluss dem Apfel noch aufgesetzt.

Verschiedenste Apfelformen mit und ohne Mausehöhlen entstehen. Sogar ein Gala-Apfel wird geformt. ツ

Nach dem Trocknen des Tones verleihen die Zwerge ihren Äpfeln ganz individuelle Farbkombinationen. Sie leuchten nun in kräftigen Rot-, Grün-, Braun-, Orange und Gelbtönen und sind Teil des Apfel-Projektes.

Apfelausstellung

Material

  • Tonäpfel
  • farbiges Untergrundtuch
  • Tisch
  • mit den Kindern gesammeltes Laub

Zwerg1: „Meinen Apfel finde ich schön“

Diese Aussage greife ich sogleich auf und sage zu den Zwergen, dass wir ja eine Ausstellung von ihren Ton-Äpfeln machen können. Für die Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde. Zwerg1 fragt mich, was eine Ausstellung sei. Ich antworte, dass wir einen Tisch richten können, mit einem schönen Tuch darauf und die Äpfel darauf stellen würden, dann könnten die Gäste sie betrachten.

Es war kurz ruhig.

Zwerg1 sagt zu mir: „Du bist ein Genie!“

Ich: „Warum bin ich ein Genie?“

Zwerg1: „Weil Du einen Plan hast“

Ich: „Welchen Plan habe ich denn?“

Der Zwerg deutet mit den Fingern und sagt: „Den einen Tisch da, den Apfel da und dann werden die Mamas und Papas unsere Äpfel sehen.“

Wir lächeln uns an.

Apfeldruck-Laternen🏮

Anknüpfend an das Apfelprojekt werden heute unsere Laternen für den Laternenlauf vorbereitet. Die Kinder kommen nacheinander an die Reihe und suchen sich für den Druck die Farben heraus. Diese werden auf einen Pappteller gegeben und mit einem Pinsel bereitgestellt.

Die Zwerge versehen die Apfelhälften mit Farbe. Dann wird das vorgesehene Pergamentpapier damit bedruckt.

Am Ende entscheiden die Zwerge, ob sie noch einen „Zauberapfel“ auf ihre Laterne möchten. Der Zauberapfel ist eine mit Farbe überzogene Apfelhälfte, welche die Kinder mit Punkten versehen. Das Endergebnis wird ein marmorierter Apfel sein.

Zwerg1 des späteren ganz erfreut im Malzimmer: „Schau mal Nadl, ich male einen Apfelbaum mit Bananen und Obst daran“.

Rollenspiel „Der Apfelkönig“ 👑

Material

  • Äpfel
  • Symbolkarten
  • Stirnband
  • Geschichte

Als die Zwerge sitzen sage ich ihnen, dass ich die GeschichteDer Apfelkönig“ mitgebracht habe und diese jetzt vorlesen werde.

Ich weise die Zwerge daraufhin, dass sie heute besonders gut zuhören sollen.

Sie wiederholen mit ihren eigenen Worten die Erzählung um den Inhalt zu vertiefen.

Im Hauptteil nun wollen wir die Geschichte „Der Apfelkönig“ nachspielen. Aus einem Körbchen ziehen die Kinder Karten, auf denen ihre Rollen abgebildet sind. Passend zu der gezogenen Figur erhält das Kind ein Stirnband, welches die zu spielende Figur symbolisiert. Wir markieren grob Schloss und Garten um eine Orientierung herzustellen. Ab hier beginnt das Rollenspiel.

Die Zwerge erhalten von mir die Information der noch verbleibenden Zeit um sich darauf einstellen zu können. Die Stirnbänder werden in die Schachtel zurückgelegt und damit die Rolle abgegeben. Das ist ganz wichtig.

Memory zum Apfelprojekt

Im Stuhlkreis machen wir heute alle gemeinsam ein Memory. Hier geht es nicht ums Gewinnen, sondern um das Erinnern an die vorangegangenen Angebote und die dabei empfundene Gefühlslage der Zwerge. Allen fällt zu dem Thema etwas ein und die verschiedensten Gedankengänge kommen zu Tage. Wir haben sehr viel Freude daran uns zurück zu erinnern, darüber nachzudenken und miteinander darüber zu sprechen. Das festigt unser Erlebtes und gibt uns Zusammenhalt, ein Gemeinschaftsgefühl und Teamgeist.

Fingerspiel „Apfelbaum und Zottelzaum“ 🖐

Da steht der große Apfelbaum.
(Der linke Arm ist der Apfelbaum, die Finger werden gespreizt.)
Da kommt der kleine Zottelzaum.
(Die rechte Hand spielt den „Zottelsaum“ der den Baum hochklettert.)
Er will die ganzen Äpfel klau’n.
Er klettert hoch, von Ast zu Ast,
(Der „Zottelsaum“ hüpft nacheinander auf jeden Finger der linken Hand.)
und hat alle Äpfel angefasst.
(Jede Fingerkuppe der linken Hand leicht drücken)

Der erste, der schmeckt sauer,
(Den Daumen berühren und Brrrrrr sagen.)
Der zweite, der hat einen Wurm,
(Den Zeigefinger berühren und Igittigitt sagen.)
Der dritte, der ist faul,
(Den Mittelfinger berühren und Pfui sagen.)
Der vierte, der hat eine Wespe,
(Den Ringfinger berühren und Sssssss sagen.)
Der fünfte Apfel, der ist klein, der schmeckt fein,
(Den kleinen Finger berühren und Mmh sagen.)

Da kommt der große Pustewind.
(Pusten)
Da wackelt aber der Apfelbaum.
(Mit dem linken Arm wackeln.)
Da zappelt aber der Zottelzaum.
Plumps, da fällt er hinunter.
(Der „Zottelsaum“ fällt den Arm herunter)

Apfelbaum malen

Material

  • Rinde
  • Apfelbaum-Puzzle
  • Farben
  • Papier

Kurzer Rückblick zu der Geschichte „Der Apfelbaum“. Nun kommt der praktische Teil hinzu: Die Zwerge legen nun gemeinsam ein Puzzle von einem Apfelbaum. Im Hauptteil haben sie die Aufgabe den im Vorfeld besprochenen Baum künstlerisch/zeichnerisch darzustellen.

Zur Anschauung haben wir einen Blumentopf mit einem kleinen Baum auf unserem Maltisch stehen. Am Ende findet eine Wertschätzung der Bilder durch gemeinsames Betrachten statt und das Aufräumen der Arbeitsflächen.

Turnstunde  

Material

  • Tücher
  • Reifen
  • Bänke

Wir versammeln uns auf den Bänken. Den Kindern erkläre ich die Spielregeln für das folgende Aufwärmspiel: Die Zwerge rennen im Kreis. Nach einer kurzen Weile rufe ich die vorab vereinbarten Wörter Apfel, Kern oder Apfelbaum. Sie erinnern sich an die damit verbundenen Aufgaben und führen diese durch. Es geht primär um das gleichzeitige Bewegen, Zuhören und Umsetzen der Wörter.

Bewegungsgeschichte

Die Kinder sitzen auf der Sitzbank und horchen der Geschichte zu. Im Vorfeld wurde erklärt, dass bei der Benennung der eigenen Farbe bis zur Wand nach vorne und wieder zurück gerannt werden soll. Wir müssen so lachen dabei.

-Im Herbst nun fallen die frisch polierten Äpfel vom Baum herunter.

-Erst fallen die roten Äpfel vom Apfelbaum.

-Dann fallen die gelben Äpfel herunter.

-Zuletzt plumpsen die grünen Äpfel herunter.

 

-Jetzt liegen alle Äpfel in der grünen Wiese verstreut.

-Die gelbe Sonne scheint herunter,

-und färbt die Äpfel rot.

 

-Für Omas Kuchen werden die roten Äpfel benötigt.

-Für den Apfelsaft werden die grünen Äpfel eingesammelt.

-Für das Apfelmus werden die gelben Äpfel ausgewählt.

Gestaltet die Geschichte nicht zu kompliziert. Es reichen einfache kurze Sätze.

Im zweiten Hauptteil tun sich jeweils zwei Kinder zusammen. In unserem Apfelbaum sitzen die Apfelmännchen. Sie wissen, dass bald die Ernte bevorsteht und sind eifrig dabei sich gegenseitig zu polieren und fein zu machen. Es beginnt eine Erzählung und unsere Apfel-Zwerge beginnen mit ihrer Arbeit. Hier stelle ich Euch mein Dokument zur Verfügung, worin auch der Schlussteil zu ersehen ist. Ganz viel Freude damit.

Apfelsaft pressen

Im Vorfeld vor dem Apfelsaft pressen in der Bücherecke beim Vorlesen:

Zwerg1: „Bei der Omi habe ich eine Handmühle. Wenn ich da oben Trauben rein tue, kommt unten Traubensaft heraus“

Ich: „Geht das auch mit Äpfeln?“

Zwerg1: „Nein, ich glaube nicht“.

Zwerg2 daraufhin: „Wir haben einen Apfelbaum“

Heute findet unser Ausflug zu den Apfelbäumen statt. Ich habe ein solches Glück so liebenswerte Eltern zu haben, die diesen besonderen Tag, mit ihrem Wissen rund um das Thema Äpfel und Saftpressen begleiten. Dafür bin ich Euch für immer dankbar. Ich liebe Euch beiden naturbewussten, allwissenden Eltern. Der Tag steht im Zeichen der Sonne und wir treffen nach einem guten Fußmarsch , auf unserem Apfelgrundstück ein. 🌳

Vor Ort versammeln wir uns in einem Kreis. Die Kinder erfahren etwas über die verschiedenen Apfelbäume mit den entsprechenden Sorten. Hier knüpfen wir an unsere Apfelverkostung im Kindergarten an wobei die Kinder aus ihrem Erfahrungsschatz schöpfen können. Es werden drei Gruppen gebildet, jedes Kind durchläuft die verschiedenen Stationen.

Wir schauen uns bewusst die alten Bäume an. Edel, stolz und voller Kraft tragen sie das reife, rote und grüne Obst an ihren Ästen und Zweigen. Danke möchten wir dazu sagen, dass ihr uns so sehr verwöhnt mit Eurer Gabe. Wir legen die Hände auf den Stamm und bedanken uns dafür. Nun lesen wir die am Boden liegenden Äpfel auf. Wir pflücken keinen Apfel vom Baum. Die Zwerge erhalten hierfür einen kleinen Apfelbeutel, in welchen sie die vom am Boden aufgelesenen Äpfel sammeln können. Wir unterscheiden zwischen Fallobst und fauligen Früchten und sortieren sie in die entsprechenden Behälter.  

Eine weitere Zwergengruppe verarbeiten die eingesammelten Äpfel der ersten Gruppe. Hierfür stehen ihnen Schneidebrettchen und Messer zur Verfügung. Die Äpfel werden grob zerkleinert und in den Schredder gefüllt, der sie in kleine Teile zerreißt. Dadurch kann später beim Pressen mehr Saft aus dem Obst gewonnen werden. Reihum dürfen sich die Kinder an dem großen Dreh-Rad erproben. Es erfordert großen Kraftaufwand um die Maschine in Bewegung zu setzen um die Äpfel zu zerkleinern (Maische).

Die Maische der vorherigen Gruppe wird von den Zwergen in den Sieb-Beutel gefüllt und in die Saftpresse gehängt. Hier erfolgt die Pressung. Dafür wird mit Menschenkraft die Maische zusammengedrückt. Der dabei austretenden Saft wird aufgefangen und durch ein Sieb in die bereitstehenden Flaschen abgefüllt. Am Ende bleibt neben wunderbaren Saft noch sehr trockener Presskuchen über, der sich wunderbar zum Kompostieren eignet.

Das ist anstrengend und wir kommen alle doch sehr aus der Puste. Um so stolzer sind wir, als wir unsere ganze Arbeit am Ende begutachten. Zur Stärkung essen wir natürlich einen Apfel.

Wir räumen zusammen unsere Arbeitsstationen auf, dabei ist darauf zu achten, dass die Streuobstwiese genauso verlassen wird, wie wir sie vorgefunden haben.

In unserem Kindergarten angekommen probieren wir ein winziges Schlückchen von unserem Apfelsaft. Damit wir keine Bauchschmerzen bekommen, füllen wir den restlichen Saft in Glasflaschen und bewahren sie leicht geöffnet im Kühlschrank auf. In unserem Morgenkreis, dürfen wir nun jeden Morgen ein Schnapsgläschen davon kosten. Das ist wunderschön und lässt unser Herz erstrahlen. 

Freies Spiel

Am heutigen Tag bauen die Zwerge in der Bewegungsecke eine Apfelsaft-Presse aus Bewegungsmaterialien wie Hütchen, Stangen, Bällen und Matten nach. Selbstverständlich wird die Maschine dann auch vorgeführt und alle dürfen symbolisch von dem friscch gepressten Saft probieren. Der Impuls kommt alleine von den Kindern und wird von uns Erziehern dann aufgegriffen und weitergeführt.

Unser Apfelfest

Für unser Apfelfest werden in verschiedenen  Angebotseinheiten im Vorfeld Äpfel klein geschnitten, wie wir es von unserem Projektbeginn her kennen. Davon bereiten wir unseren bekannten Apfelsalat und Apfelbrot-Auflauf zu, stellen Apfelchips und Apfelküchlein her, kochen Apfelmus, stechen Formen für Apfelplätzchen aus und backen einen großen Apfel-Blechkuchen. Wobei, es wurden dann doch drei Bleche. ツ Die Festgirlanden werden natürlich in Apfelformen vorbereitet in den Farben Gelb, Orange, Rot, braun und Grün. Die passenden Servietten haben wir besorgt und einige Zweige und Blätter unserer Apfelbäume zieren den Tisch. Hier nehmen wir natürlich nur die heruntergefallenen Naturmaterialien. Ein wunderschönes Fest wird gefeiert und angestossen mit frisch gepresstem Apfelsaft. Hier wird jedem Zwerg eine Apfelurkunde überreicht und wir sind alle überaus glücklich über diese wunderbare Zeit.

Schreibt mich gerne an falls ihr Fragen habt, Euch etwas unklar ist oder ihr Hilfe braucht.

Fazit: Denkt immer daran: Es sind alles meine eigenen, persönliche Ideenkompositionen, die ihr zwar verwenden dürft und sollt, weswegen Eure eigene kreative Ader aber nicht zum erliegen kommen soll. Hört auf Euer Inneres, spürt in Euch hinein und ihr werdet sehen, was zu Euch passt, was ihr verändern und neu hinzunehmen wollt. Das wichtigste: Hört auf die Stimmen der Zwerge, die weisen Euch den Weg.♡★🍎🍏

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