Schwäbischer Kartoffelsalat

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Den besten echten schwäbischen Kartoffelsalat macht natürlich meine Mutter, wie soll es auch anders sein. Aber seit dem heutigen Tag bekommt sie reale Konkurrenz von meinem Gemüsekobold. Zumindest kann ich das nach dem Probeessen definitiv behaupten.

Für unseren Kartoffelsalat  haben wir die „Elegante Frühkartoffel Annabelle“ direkt beim Erzeuger gekauft. Diese Kartoffelsorte gehört zu den Frühkartoffeln. Ihre Knolle ist länglich geformt und gelbfleischig. Wegen ihrer glatten Schale lässt sie sich gut als Pellkartoffel oder Ofenkartoffel zubereiten.
Die Lauffener Salatkartoffel wird vom Erzeuger für ihren feinen Geschmack gelobt und soll für viele Kartoffelgerichte geeignet sein, vor allem für Kartoffelsalat, Gratin oder Bratkartoffeln. Auch als Salzkartoffel ist die Sorte Annabelle durchaus eine wohlschmeckende Beilage. Als festkochende Kartoffel hat die Lauffener Salatkartoffel scheints verhältnismäßig wenig Stärke. Vielleicht hilft Euch das etwas bei der Wahl der richtigen Kartoffel. Denn das ist beim Kartoffelsalat sehr wichtig. Wir testen das nun erstmal.

Legen wir los.

Zutaten

  • 1 kg Kartoffeln festkochend
  • 2 Zwiebeln
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Apfelessig mild
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL Neutrales Öl
  • Schnittlauch

Zubereitung

Die Kartoffeln bissfest kochen. Wir sind über den Geschmack unserer Erdäpfel so begeistert. Gerne könnt ihr ihr auch Bio- oder Demeter-Kartoffeln verwenden.

Die noch warmen Kartoffeln schälen und ganz dünn schneiden.

Dann die kleingeschnittenen Zwiebeln hinzugeben.

Mit der lauwarmen Gemüsebrühe und dem Essig auffüllen.

Noch kein Öl dazugeben.

Vorsichtig vermengen und mindestens 1 Stunde ziehen lassen. Dann mit Salz, Pfeffer, Kräuter und dem Öl abschmecken.

Es ist eine regelrechte Zeremonie, die zum bestmöglichen Ergebnis eines originalen, schwäbischen Kartoffelsalat führt: Die Wahl der richtigen Kartoffelsorte, der Abkühlungsgrad derselben, bevor sie geschält oder die weiteren Zugaben zugefügt werden, die Dicke der Kartoffelscheiben und die Art, wie sie geschnitten werden, die Menge und Reihenfolge des Zufügens der flüssigen Zutaten (Brühe, Essig, Öl) und die Menge und Art der Gewürze. Demnach ist es definitiv mehr, als eine Marinade über die Kartoffeln zu gießen. ツ

Die Kartoffeln saugen die Brühe komplett auf, deshalb kann es notwendig sein, noch weitere Brühe nach ca. 30 Minuten dazuzugeben. Wichtig ist, dass der Salat „schlotzig“ wird. Er hat nämlich die richtige Menge an Marinade, wenn der Kartoffelsalat beim Umrühren schwätzt, also etwas schmatzt. Der schwäbische Slang beschreibt das richtige Mengenmaß von Brühe und Kartoffeln eher so: „Zwischen furztrocken und soichnaß genau in der Mitte“. ツ

Je nach Kartoffelsorte saugen die Kartoffeln also mehr oder weniger Flüssigkeit auf. Deshalb ist die Mengenangabe in der Zutatenliste lediglich ein Richtwert und variiert daher sehr.

Wenn der Geschmack von der Brühe ausreicht, kann man zum Schluss etwas Mineralwasser mit Kohlensäure über den Salat geben, dann wird er schön glänzend und noch saftiger.

Dazu gibt es wie immer bei uns viel frisches Grün.

Es muss tatsächlich erst mein geliebter Mann aus NRW an meiner Seite sein, um mit mir als gebürtige Schwäbin einen echten schwäbischen Kartoffelsalat zu kreieren. Schon irgendwie verrückt. ツ

„Ein Tag ohne Kartoffelsalat ist kulinarisch betrachtet ein verlorener Tag“

…heißt der Titel des Kochbuches von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer. 100 Kartoffelsalat-Rezept werden Euch hier geboten. Um Euch heranzutasten könnt ihr jedoch erst einmal den Versuch mit unserem Rezept machen. Vielleicht kommt ihr auf den Geschmack.

Fazit: Testet bei Eurem nächsten Grillevent unbedingt diesen leckeren, tierleidfreien schwäbischen Kartoffelsalat. Eure Gäste werden begeistert sein. Go vegan. 🌱

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