Sylt

#Sand #Strand #Meer #Sonne #Wind #Muscheln #Quallen #Urlaubsfeeling #Lachen 🐚🦀🌞

Auf Sylt angekommen bringen wir als aller erstes das Gepäck in unser Appartement. Wir haben eine kleine, feine und vor allem saubere Unterkunft. Mich lechzte es nach der Nordsee und genau das war auch unser erster Gang. Ihr werdet es nicht glauben, bei strahlendem Sonnenschein sind Jens und ich spontan in das eiskalte Nass gesprungen. So salzig, aber schön.

Der Wind am folgenden Tag ist böig und nicht einzuschätzen. Der Blick auf die Wetterkarte sagt uns für den nächsten Tag einen windfreien, sonnigen Tag voraus. So entscheiden wir die geplante Fahrradtour nach List auf den folgenden Tag zu legen und fahren an diesem Tag mit dem Bus nach Hörnum. Dort angekommen setzen wir uns an den Strand, ganz nah am Wasser. Die Menschen um uns herum tragen Herbstsachen. Jens und ich strotzen aber der kühlen Brise und machen es uns in Rock und kurzer Hose bequem. Ein paar einzelne Menschen wollen es wissen und stürzen sich in die kalten Fluten. Bewundernswert. Im Grunde durchaus möglich, nur erging es mir am ersten Badetag so, dass wir beide zu lange im kalten Wasser waren und mir die Kälte dann bis abends in den Knochen lag. Ein kurzes Baden ist demnach durchaus möglich. Zu lange würde ich das nicht mehr tun. Außer eine heiße Dusche ist direkt danach in Aussicht.

Nun eine ganz süße Geschichte vom Strand: Jens packt sein mitgebrachtes, veganes Käsebrot aus. Null Komma null Sekunden später haben wir einen ersten Gast vor uns sitzen: Eine Baby-Möwe. Diese findet den Anblick unseres Essens sehr verlockend. Zu verstehen. Wir erklären ihr freundlich, dass sie von uns nichts bekommen würde, weil Brot ja im Magen der Vögel aufquillt und sie sich selbst etwas zu essen suchen soll. Das findet die Madame nicht so toll. Gibt aber nach einiger Zeit auf und fliegt aufs Meer hinaus. Wir müssen lachen.

Am Samstag sind wir auf List. Ein Naturerlebnis, unvergesslich. Anders als auf Hörnum, erstreckt sich dieses Ende von Sylt über Kilometer, bis zum Leuchtturm. Vom Schilfgras, über Muscheln, feinstem weißem Sand und den Hafen, bekommen wir alles geboten.

Eine Fahrt mit sehr vielen Runden erleben wir im Riesenrad. Von hier oben können wir über die weiten Flächen dieser Inselspitze sehen. Ich gebe es zu, Jens hat mich charmant wie er nun mal ist, liebevoll überredet. Meine anfängliche Skepsis löste sich bald schon auf und ich war irrsinnig stolz hier oben.

Aber auch Quallen haben wir am Ufer entdeckt. Gut, dass ich mit Jens schon vor dieser Entdeckung im Wasser war und nicht mit dieser Vorstellung hineingehen musste. Auf der anderen Seite der Insel, in Hörnum, war dies nicht der Fall, dort waren keine Quallen zu sehen. So unterschiedlich ist das. Natürlich muss ich gleich recherchieren um was für Individuen es sich hier handelte. Als Qualle, auch Meduse oder Medusa genannt, bezeichnet man ein Lebensstadium von Nesseltieren. Die meisten Quallen haben lange Tentakeln, die mit Nesselzellen ausgestattet sind. Diese sind über die Fangarme verstreut und bilden ein giftiges Sekret. Aua! Wir sind ganz froh diese netten Tiere nur vor uns im Sand liegen zu sehen.

In Hörnum wandern wir auf die Nordsee zugewandte Seite und erleben dort einen sehr starken Wind, welcher hohe Wellen mit sich bringt. Da bleibt es nicht aus, dass Jens einen ordentlichen Wasserschwall abbekommt. Er nimmt es mit Humor. Trotz kühler Temperaturen trocknet die Kleidung wieder relativ schnell.

Von unserer Terrasse aus können wir einen herrlichen Sonnenuntergang erleben. Überhaupt haben wir über den gesamten Tag Sonnenschein in unserer Wohnung. Außerdem steht uns ein originaler Strandkorb zu Verfügung. Diesen können wir jedoch nur begrenzt nutzen, da wir tagsüber die Insel erkundigen.

Am besten hat mir mein liebster Ehemann gefallen: Seine T-Shirts mit Info´s über Tierleid oder Tierrechte trägt er voller stolz an der Promenade, am Strand und in Einkaufsläden. Viele Blicke bleiben daran hängen und wir hoffen, damit Funken versprüht zu haben. Danke, an die wundervollste Menschenseele! ★

Kulinarisch ist an veganem Essen einiges geboten. Viele Lokale bieten außer den normalen Speisen eine vegetarische oder vegane Variante an. In einem Bioladen bestellen wir an der Verkaufstheke Gemüsebratlinge. Die Verkäuferin fragt zuvorkommend, ob sie uns Senf auf die Dinkelbrötchen machen soll. Wie entzückend von ihr. Und allemal informiert über unseren Lebensstil. Rein theoretisch hätte sie uns auch Butter anbieten können. Die Restaurants testen wir nicht und investierten unser Geld lieber in Einkäufe, um uns die Mahlzeiten selber zuzubereiten.

Fazit: Die Insel Sylt ist eine nordfriesische Insel, mehr nicht. Der Hype darum ist in unseren Augen völlig überzogen. Die teuren Preise allein für Mieten, Essen und Freizeit werden an die High Society angepasst, rechtfertigen aber nicht die überteuerten Angebote. 

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