Unser veganer Leitfaden

#vollwertig #vegan #Individuell #pflanzlich #vollerLiebe #Seelenverwandschaft #Gesundheit ❁ ✾ ✽

Für uns ist es das einfachste der Welt: Aus Überzeugung leben wir vollwertig vegan. Und das, seit bereits  6 + 9 Jahren. Hossa, wie die Zeit vergeht und vorallem, wie die Anzahl der geretteten Tiere dadurch in die Höhe schießt.
Wieviele Tiere durch Dich weiterleben dürfen und welche klimarelevanten Mengen Du einsparst, kannst Du auf den folgenden Seiten berechnen lassen:
Veganrechner
Blitzrechner

Aber wie schaut es denn bei Euch da draußen aus? Wollt Ihr etwas an Eurem Lebensstil verändern? Im besten Fall ohne tierische Produkte? Werdet Ihr Euch so langsam bewusst, dass das Ausbeuten von Mitlebewesen zum stillen Eures Hungers nicht mehr zu rechtfertigen ist? Machen sich die ersten körperlichen Ziperleins bemerkbar?

Unser aller Ziel sollte es sein, Prävention mit unserem Essen zu betreiben, um unsere Gesundheit zu schützen. Aber auch gleichzeitig dem Tier- und Umweltschutz zu dienen.

Wir geben Euch einen kleinen Einblick, in unseren Speiseplan. Mit welchen Lebensmitteln wir uns wohl fühlen. Ganz wichtig: Nehmt nichts als die ultimative Wahrheit einfach so an, sondern hinterfragt, ob es für Euch passt und experimentiert damit. Jeder Körper hat eine andere Vorgeschichte und andere Bedürfnisse. Erstaunlich auch für uns, welch wunderbare Nahrungsmittel wir uns einverleiben.

Hier das Inhaltsverzeichnis dieses Beitrages:

Gewürze

Erst mein Gemüsekobold brachte mir die Künste des Würzens bei. Verzauberte mich mit all diesen geschmacklichen Facetten und Geschmacksnuancen und wir lernen auch nach diesen gemeinsamen Jahren jedes Mal neu hinzu, wenn wir ein uns noch unbekanntes Gewürz gemeinsam testen. Die Kombinationsmöglichkeiten scheinen schier unendlich.

Achtet beim Kauf darauf, dass die Gewürze ohne Geschmacksverstärker, künstliche Zusatzstoffe, billige Füllstoffe und Zuckerzusätze auskommen. Außerdem gibt es Monogewürze, aber auch Gewürzmischungen, welche sich im Alltag rentieren, falls ihr eine bestimmte Geschmacksrichtung erhalten wollt.

Zu unserem fast täglichen Gebrauch gehören:

KurkumaKnoblauch, Zwiebeln, Pepperoni/Chili, Ingwer, Meerrettich, Schwarzer Pfeffer, Cumin Kreuzkümmel, Bockshornklee, Koriander, Majoran, Curry, Muskatnuss, Oregano, geräucherte Paprika, Kala Namak,  Garam Masala.

Hier unsere liebsten Lebensmittel

Grüne Salate

Aus unseren Rezeptbeiträgen kennt Ihr unseren täglichen Gebrauch des wunderbaren Grüns in all seinen Facetten. Salate in allen Variationen ist unsere Chlorophyll-Quelle in diesem Bereich. Aufgepimpt mit Wildkräutern und knackigem Gemüse eine wahre Bereicherung für uns.

Gartenkräuter

Gartenkräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Salbei, Basilikum, Majoran, Oregano und Thymian.

Grünes Gemüse

Wir lieben unsere Grundgemüse, welche mehrmals in der Woche bei uns vorzufinden sind. Dazu zählen an aller ersten Stelle unser heiß geliebter Brokkoli. Gefolgt von Rosenkohl, Spinat, Grünkohl, Bohnen, Blumenkohl, Lauch/Porree, Erbsen, Chicoree, Fenchel, Gurke, Schwarzwurzeln, Sellerie, Spargel, Topinambur und Wirsing.

Aber auch Champignons werden bei uns in großen Mengen verspeist. Ob roh oder angebraten, beides hat seine Vorzüge.

Hier seht ihr roh marinierte Pilze, welche nicht über 45° erhitzt wurden und demnach all ihre Inhaltsstoffe vorweisen können. Ab und zu eine schöne Alternative zu den herkömmlichen Kochverfahren.

Farbenfrohes Gemüse

Unser buntes Gemüse füllt unsere Zellen mit Pflanzenenergie. Wir lieben die bunte Farbenvielfalt und sind jedesmal verzaubert über die verschiedenen Farbnuancen. Gelber-, roter- und pinkfarbener Mangold, Kohlrabi, Süßkartoffeln, Zucchini und Kürbis.

Aber auch verschiedene Paprika-, Radieschen– und Tomatensorten, am liebsten aus dem eigenen Garten.

Und nicht zu vergessen: Lila-farbenes Gemüse wie Spitz-, weiß-, und Rotkraut, rote Zwiebeln, orangefarbene und lila Urkarotten und natürlich RoteBeete.

Wildkräuter

Eine Besonderheit stellen die Wildkräuter dar. Kraftvoll wachsen sie aus dem Boden empor. Gleich ob Beton- oder Wiesengrund, die zarten und doch kraftstrotzenden Pflanzen gedeihen überall. Köstlich sind sie und ranken sich uns entgegen. Danke möchten wir sagen, für alle wirksamen Stoffe darin, die uns helfen, gesund zu bleiben.

Vogelmiere, Brennnessel und Löwenzahn, Giersch, Gundermann, Kapuzinerkresse, Klee, Ackerschachtelhalm, Vogelmiere und Garten-Ampfer.

Aber auch Bärlauch, Gänseblümchen und Veilchen.

Für die Wintermonate lassen sich die Wildkräuter trocknen und werden dann von uns pulverisiert und/oder klein gezupft. So haben wir auch in der kalten Winterzeit kein Nährwertdefizit in diesem Bereich.

Fermentation

Bei der Fermentation wandeln Mikroorganismen oder Enzyme organische Stoffe um. Sie zersetzen Zucker zu Ethanol, so wie es bei der alkoholischen Gärung von Wein oder Bier geschieht. Bei der Milchsäuregärung wandeln die Bakterien den Zucker in Lactose um. So entstehen zum Beispiel Sauerkraut, Kefir, Tofu oder Kimchi.

Fermentiertes Gemüse

Wie ihr bestimmt durch unsere Rezeptvorschläge erfahren habt, spielt fermentiertes Gemüse in unserem Zauberwald-Küchenalltag eine große Rolle. Undenkbar, dass wir ohne auskommen sollen. Wir sind stark davon überzeugt, dass die Kulturen darin, unseren Darm und somit unser Wohlbefinden positiv beeinflussen.

Joghurt

Aber auch verschiedene tierleidfreie Joghurt- und Quarkspezialitäten kommen bei uns regelmäßig auf den Tisch. Gerade jetzt im Frühjahr und Sommer, wenn die sprießenden Kräuter einen gewürzten, pflanzlichen Kräuterquark in seiner Nährwertzusammensetzung positiv beeinflussen, möchten wir diese Speise nicht mehr missen. Mittlerweile werden die Joghurts auch teilweise mit Vitamin B12 und/oder Calcium angereichert. Wir wechseln hier bewusst zwischen Soja-, Mandel-, und Lupinenzubereitung

Vitamine

Zitronen verwenden wir sehr gerne frisch über unseren Gerichten. Vitamin C ist wichtig für unseren Körper. Weitgehendst versuchen wir jedoch möglichst regionale Produkte zu kaufen, um unseren innerländlichen Anbau zu fördern.

An vitaminreichem Obst haben wir hier aus dem Garten und der Region Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen, Quitten, Himbeeren, Brombeeren und Träuble/Johannisbeeren. Ab und zu gönnen wir uns eine Bio-Orange aus dem Bioladen, welche wir in vollen Zügen genießen können. Gerade getrocknete Aprikosen sind wichtig, auch als Eisenquelle. Ansonsten kommen wir sehr gut ohne exotische Fruchtimporte aus. Im Grunde verspeisen wir hier in der Zauberwaldküche Obst nur in homöopathischen Dosen. Das könnt ihr selber handhaben, wie es Euch gut tut. Hört auf Euren Körper.

Keimlinge

Durch den Keimprozess steigt die Konzentration an essentiellen Aminosäuren in Hülsenfrüchten und Getreiden. Deshalb auch hier immer wieder verschiedene Zubereitungsarten testen.

Eine optimale Proteinversorgung ist also in einer veganen Ernährung problemlos möglich und lässt sich mit gekeimten Getreide noch optimieren. Die Biologische Wertigkeit steigt dadurch an.

Am Anfang werdet ihr Euch am Einfachsten mit ganz normalen, fast geschmacksneutralen Alfalfa-Sprossen tun, welche Euren Körper mit gesunder Energie versorgt. Alfalfa bedeutet aus dem Arabischen übersetzt „Vater aller Nahrung“ was sich auf den erstaunlichen Nährwert dieser Nahrung begründet. In einem Keimglas angesetzt, könnt ihr bereits nach ein paar Tagen davon naschen. Im weiteren Verlauf könnt ihr die Sorten der Keimsaaten von der Fensterbank erweitern und nehmt peu á peu auch Grünkohl, Kichererbsen, Fenchel, Erbsen, Bockshornklee, Brokkoli und auch Buchweizen hinzu. Alles natürlich in „Keimsaat“-Qualität. Bald werdet ihr herausschmecken, was Euch am liebsten mundet, wie ihr es mit den anderen Lebensmitteln geschmacklich kombinieren und somit regelmäßig in Euren Speiseplan etablieren könnt.

Proteine

Zum Thema pflanzliches, hochwertiges Eiweiß, aber natürlich auch zu den anderen Themen empfehlen wir Euch das Buch von Niko Rittenau „Vegan – Klischee ade!“. Daraus haben wir die folgenden Zahlen entnommen: Zur Berechnung des eigenen optimalen Proteinbedarfs empfiehlt die WHO 0,83 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Wir gehen dabei von dem idealen, also theoretischen Normal- bzw. Idealgewicht aus und nicht von dem tatsächlichen Gewicht.

Bei einer kalorisch passenden Energiedichte und einer vollwertig pflanzenbasierten Ernährungsform ist es absolut möglich die Zufuhrempfehlung an Proteinen zu erreichen. Das heißt, ein Proteinmangel ist in den meisten Fällen durch einen Kalorienmangel hervorgerufen, außer es liegen andere organische Gründe vor.

Hülsenfrüchte sind ernährungsphysiologisch sehr wertvoll und unabdingbar bei einer pflanzenbasierten Ernährungsform. Mitunter auch, weil der relativ hohe Gehalt an der essenziellen Aminosäure Lysin von großer Bedeutung ist. Dieser ist relevant für den Aufbau von Muskelprotein, einigen Hormonen und Enzymen sowie für die Wundheilung und den optimalen Kalzium– und Eisenstoffwechsel im Organismus. Laut WHO benötigt der Mensch 37 mg Lysin pro kg Körpergewicht.

Die Zubereitungsform spielt auch eine gewisse Rolle, da sie die Proteine zum Beispiel aufwertet, aber auch eine Veränderung der Verdaulichkeit in Gang setzt. So kann das Kochen von pflanzlichen Proteinträgern wie den Hülsenfrüchten einige der verdauungshemmenden Stoffe wie Enzym-Inhibitoren drastisch reduzieren und die Verdaulichkeit im Umkehrschluss erhöhen.

Unser pflanzliches Protein decken wir also mit ausreichend Hülsenfrüchten. Anders ist das schier unmöglich. Gekochte rote Linsen schmecken einfach phänomenal, aber auch weiße Bohnen, rote Bohnen, Kichererbsen und gering verarbeitete Produkte wie Sojabohnen, Tofu und Tempeh.

Hülsenfruchtpasta in den verschiedensten Sorten bringen Abwechslung in den Speiseplan.

Gleichwohl auch Sojamilch im Müsli oder Sojajoghurt mit Haferflocken zum Frühstück geben einen guten Start in den Tag.

Vollkorngetreide ist ein wichtiger Bestandteil in der veganen Ernährung. Vollkornhaferflocken setzen wir gerne für Plätzchen ein, welche ein hochwertiges, pflanzliches Fingerfood für unterwegs darstellen.

Vergesst auch nicht die wertvolle Hirse in Eurem Speiseplan.

Vitamin B12

Vegan lebende Menschen sind nicht die einzige Personengruppe, der unter anderem Vitamin B12 fehlt und die diese als Nahrungsergänzungsmittel zuführen sollte. Das liegt an der heutigen Anbauweise, bzw. der durch Pflanzenschutzmittel zerstörten Bodenqualität. Das natürliche Bakterium B12 kann daher über die ursprüngliche Nahrung nicht mehr in ausreichender Menge im Darm aufgenommen werden. Das gilt auch für die Nutztiere, welche B12 und andere Vitamine/Nährstoffe/Mineralien daher supplementiert bekommen um diese dann dem Menschen über ihr Fleisch zuzuführen. Wie paradox! Denn die von der konventionellen Ernährung strapazierte und verklebte Darmoberfläche, ist nicht mehr in der Lage ausreichend Vitamine und Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Weshalb die B12 Zufuhr gerade auch bei Tierqual-Verzehrern hier nicht gewährleistet ist.

Weitere wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie zum Beispiel Vitamin B2,Vitamin D, Kalzium, Zink, Selen, Jod, und Eisen entnehmt ihr bitte lobbyunabhängiger Fachliteratur.

Die Sojalüge

Das Thema Soja spaltete die Gemüter. Wer überhaupt keinen Bezug zu der Sojabohne findet und sich damit nicht anfreunden möchte, kann auf andere Produkte zurückgreifen, wie Erzeugnisse auf Basis von Erbsenprotein und entöltem Sonnenblumenkernmehl, oder auch auf Pflanzenjoghurts, aus Mandel oder Lupinen, zurückgreifen.

Die Sojabohne an sich ist eine Hülsenfrucht unter vielen, die jedoch im Vergleich zu anderen Hülsenfrüchten mehr Protein, mehr Fett und weniger Kohlenhydrate enthält. Durch die darin enthaltenden Isoflavone, steht von mancher Quelle der Vorwurf im Raum, dass die Sojabohne negative, gesundheitliche Effekte mit sich bringt.

Auf der gesundheitlichen Ebene spielt es jedoch überhaupt keine Rolle, auf Soja zu verzichten. Wir empfehlen Euch dringend, Euch in die Fachliteratur einzulesen. Niko Rittenau widmet diesem Thema ein ganzes Kapitel in seinem Buch. Erkundigt Euch.

Vorallem Gegner der veganen Lebensweise, bringen hanebüchene Thesen über die Zerstörung des Regenwaldes, aufgrund der veganen Lebensweise und dessen überdimensionalen Konsum heraus. Ein durchschnittlicher Bürger bei uns verzehrt jedoch einen verschwindend geringen Teil als  Sojaprodukte. Wir können das als überlangjährige Veganer durchaus bestätigen.

Keiner der gängigen Produzenten von Tofu, Sojamilch und anderen Sojaprodukten für den menschlichen Verzehr bezieht Soja aus Gebieten des Regenwaldes.

Der allergrößte Teil des von dort stammenden Sojas wird zur Fütterung von Nutztieren für die Fleisch-, Milch-, Käse-, und Eierproduktion verwendet und somit nur indirekt vom Menschen verbraucht. „Direkt“ in unseren Augen jedoch, wenn sich jeder Tierleidernährer darüber bewusst ist. Denn dadurch findet die Zerstörung der Tropen statt. Nur so!

Gesunde Fette

Fakt ist: Das Wissen rund um die Omega-3-Fettsäure namens Alpha-Linolensäure und der Omega-6-Fettsäure namens Linolsäure ist äußerst wichtig, denn diese beiden Fettsäuren müssen in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis über die Nahrung zugeführt werden, um die Gesundheit zu gewährleisten.

Niko Rittenau beschreibt die wichtigsten Zusammenhänge in seinem Buch, weshalb wir Euch dringend dazu raten, Euch mit diesem Thema auseinanderzusetzen. So empfielt er ein Mikroalgenöl. Die Berechnung des Mindestbedarfes an ALA entnehmt ihr bitte der vorgeschlagenen Lektüre. Das würde den Rahmen hier sprengen.

Nüsse und Samen sind im Rahmen einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung der ideale Fettlieferant und sollten isolierten Pflanzenölen vorgezogen werden. Pflanzenöle müssen bei gesunden Menschen nicht aus dem Speiseplan gestrichen werden, aber sie sollten im Rahmen der Kalorienbilanz nicht zu Lasten des täglichen Nuss- und Samenverzehrs gehen.

Nehmt also Nüsse und Samen in Euren Speiseplan mit auf. Kürbiskerne, Sesam, Pistazien, Mandeln, Haselnüsse, Hanf– und Leinsamen beinhalten wervolle Fettsäuren. Aber auch Sonnenblumenkerne und vorallem Walnüsse.

Dr. Michael Greger schlägt hier übrigens vor, Eier in Rezepten durch ein Leinsamenei zu ersetzen. Das funktioniert tatsächlich und ist deshalb auch sehr interessant, da den geschroteten Leinsamen darin, trotz Hitze beim Backen, der Großteil der Omega-3-Fettsäuren und der Lignane erhalten bleiben. Probiert es aus.

Seitan

Seitan bekommt uns gut und wir stellen mit dem Pulver sehr viel selber her. Gleichwertige Fertig-Produkte sind etwas teurer, jedoch in großer Vielfalt in unterschiedlichsten Formen zu kaufen.

Weitere Zaubermittel in unserer Küche

Hefeflocken, Bio-Sojasoße, BalsamicoEssig, GemüseBrühe, Kichererbsen-, Hanf-, und Hirsemehl, Bio-Erdmandeln, pflanzliches Proteinpulver, La Vita-Saft, Vitamin D, Vitamin B12.

Zubereitungsformen

In seinem Buch „How Not to Die“ beschreibt Dr. Michael Greger eine Methode, die als Hacken- und Warten-Technik beschrieben wird. Dabei können alle Personen, die auch über gekochten Brokkoli oder Rosenkohl die Maximalmenge an ITC´s, die sogenannten Isothiocyanate, erhalten wollen, profitieren.

Im Grunde sind ITC´s natürliche Pestizide zum Schutz der Pflanze vor Mikroorganismen und Insekten. Wie sich aber herausgestellt hat, profitieren auch wir Menschen gesundheitlich davon. Es handelt sich um Senföle. Diese Stoffe sind nachgewiesener Maßen antiviral und sollen den Krankenverlauf bei manchen Krebsarten positiv unterstützen.

Das Ziel  in der Gemüsezubereitung sollte also lauten: So viel als möglich ITC´s in den Kreuzblütlern entstehen zu lassen, um gesundheitlich zu profitieren.

Zwischen dem Schneiden und der weiteren Erhitzung sollen dabei 40 Minuten vergehen, damit die Kreuzblütler ausreichend ITC´s bilden können. Eine zeitsparendere Methode wäre es, einfach in das gekochte Gemüse, etwas rohe Kreuzblütler zuzugeben. Dann geht ihr auf jeden Fall auf Nummer sicher. Gebt am Ende wie immer bei uns etwas Zitronensaft oder Essig über das Essen. Das Verstärkt den Effekt. Das Buch ist übrigens sehr empfehlenswert, wenn ihr Euch mit dem Thema näher befassen möchtet.

Unsere Ernährungsrichtlinien

Durch krankheitsbedingte Vorgeschichten, halten wir uns überwiegend an die Empfehlungen und Ernährungsrichtlinien von Dr. Neal D. Barnhard, der uns mit seiner allumfassenden Ernährungsmethode überzeugt und uns körperliches Wohlbefinden damit beschert. Sein allgemeiner Grundsatz beruht auf folgender Empfehlung: „Kaufen Sie Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs. Vermeiden Sie alle tierischen Produkte und verwenden Sie pflanzliche Öle nur in minimalen Mengen. Bevorzugen Sie Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index (GI)“.

Dr. Esselstyn ist einer der bekanntesten Ärzte weltweit, der auch schwerste Herzerkrankungen mit einer speziellen Ernährung heilen kann. Mit seinem Ernährungskonzept lassen sich Herzerkrankungen vorbeugen, das Fortschreiten stoppen und die Folgen tatsächlich wieder rückgängig machen. Die Ernährung ist rein pflanzlich, sehr fettarm und äußerst nährstoffreich. Den Erfolg seines Ernährungskonzepts hat Dr. Esselstyn in mehreren Langzeitstudien beweisen können. Wir lieben seine Bücher und haben uns zu Anfang hier Inspirationen geholt. Vorallem haben auch seine Tochter und seine Frau an den Rezeptbüchern mitgeschrieben. Nach einer Weile geht die Zubereitungsform in Herz und Blut über, weshalb wir zum jetzigen Zeitpunkt frei aus der Zauberwaldfeder in der Küche experimentieren.

Inwieweit diese Konzepte zu Euch passen, solltet Ihr für Euch herausfinden. In unserem Bücher- und Filmeregister sind einige hervorragende Bücher aufgeführt. Schaut hier gerne nach.

Bio

Der Kauf von Bio-Produkten macht Sinn. Sowohl für unsere Gesundheit, als auch für unsere Mutter Erde. Das staatliche Bio-Siegel setzt das Mindestmaß fürs Öko-Essen. Demeter-Hersteller leisten mit der Biodynamischen Wirtschaftsweise erheblich mehr als die EU-Bio-Verordnung vorschreibt. Das kommt auch hier der Qualität der Lebensmittel ebenso zu Gute wie der Umwelt. Trotzdem werden hier Tiere benutzt. Zwar kommen Biologisch-Dynamische Präparate aus Kräutern und Mineralien zum Einsatz, aber eben auch Kuhmist. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte unterstützt den veganen friedfertigen Landbau bei Lebe-Gesund, oder kauft bei Landwirten, die ihren Hof auf tierleidfrei umgestellt haben, denn die bio-vegane Landwirtschaft kommt komplett ohne Nutztiere und ohne tierische Produkte aus. Erkundigt Euch, ob es in Eurer Wohnortnähe vielleicht eine bio-vegane SoLaWi gibt.

Pflanzliche Lebensweise

Eine aktuelle amerikanische Studie besagt, dass mit dem Veganismus 390 Millionen mehr Menschen ernährt werden könnten. Das sind ungreifbare Zahlen. Bislang geht ein Drittel der Lebensmittel, die von Landwirten in den USA produziert werden, durch Verderb oder ineffektive Lieferketten verloren. Ein weiterer Faktor, der zur Lebensmittelverknappung führt ist natürlich die hohe Nachfrage an Tierfuttermitteln. Der Anbau von Futterpflanzen in Kombination mit der Tierhaltung selbst frisst die meisten Ressourcen. Nachzulesen (auf englisch) hier und hier.

Fazit: Das Ergebnis daraus besagt, dass die USA alle 327 Millionen Amerikaner (plus hypothetische 390 Millionen mehr) ernähren könnte, wenn sie auf eine vegane Ernährung umstellen würde!

In Deutschland wurden im Jahr 2017 57,2 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen für den Anbau von Futterpflanzen genutzt, nur 26,9 Prozent für pflanzliche Nahrungsmittel. Viele Länder in Europa, darunter auch Deutschland, können ihren Bedarf an Futtermitteln nicht im eigenen Land decken und müssen Futtermittel aus dem Ausland importieren. Die Fleischproduktion beansprucht deshalb auch Agrarflächen in Übersee. Im Zentrum steht hier vor allem die Produktion von Soja in Südamerika. Deutschland beanspruchte im Jahr 2015 durch den Import von Futtermitteln für die eigene Nutztierhaltung im Ausland insgesamt fünf Millionen Hektar. Man spricht hierbei von einem Flächenimport oder einem „virtuellen Landhandel“, das gleiche gilt auch für Wasser! Nachzulesen hier und hier!
Vergessen darf man hierbei nicht die Verschmutzung von Böden und Grundwasser durch die Entsorgung der Exkremente auf die Felder. Nitrate, Arzeneimittelrückstände und andere Stoffe gelangen in großen Mengen ins Grundwasser und müssen aufwendig herausgefiltert werden. Doch auch der Boden wird durch Überdüngung zerstört, bis er nicht mehr zur Erzeugung von Nahrungsmitteln genutzt werden kann.

Dies sind nur zwei Paradebeispiele. Umzuwälzen selbstverständlich auf alle anderen Länder auch!

Nein danke

Palmöl ist für uns das absolute no-go unter den Zutatenlisten. Unverständlich wie manche Hersteller dieses immer noch verwenden. Haltet auch hier Eure Augen auf, denn es geht wie immer um viel Geld. Sehr viel Geld. Und die Produzenten behalten es teilweise immer noch bei. Als Beispiel die Nuss Nougat Creme Nutwave von Attila Hildmann. Hier habt ihr eine Schoko-Creme komplett ohne Palmöl. Mit gerade Mal vier Zutaten. Im Umkehrschluss schafft es dann die Firma Veganz nicht ihre Schokocreme palmölfrei herzustellen. Und nicht nur bei diesem Produkt. Also lest Euch bitte auch bei bio veganen Produkten immer die Zutatenlisten durch. So etwas sollte nicht unterstützt werden.

Auch Avokados spielen bei unserer überzeugten Lebensweise absolut keine Rolle, da wir diese Frucht weder konsumieren, als auch jemals kaufen werden. Zu negativ ist hier die Ökobilanz. Wir verstehen den Hype darum überhaupt nicht. 

Convenience-Produkte

Verarbeitete vegane Produkte sind, wie ihre mit Tierleid produzierten „Originale“, aufgrund ihres oftmals hohen Gehalts an Salz, zugesetzten Fetten, Weißmehl und Zucker sowie ihrer oft hohen Kaloriendichte bei gleichzeitig niedriger Nährstoffdichte, stark zu reduzieren. Jedoch gilt auch hier: „Die Dosis macht das Gift“.

Für den Einstieg in die tierleidfreie Lebensform, gibt es pflanzenbasierte Alternativen. Auch wir nutzen diese, wenn uns danach ist und beobachten die Entwicklung in diese Richtung sehr positiv. Lasst Euch bitte nicht von den Medien beeinflussen, dass diese Produkte aus so vielen Zutaten bestehen und aus dem Chemiebaukasten stammen. Auch wenn es mehr Zutaten sind, so sind diese doch pflanzlich, ohne Genmanipulation, ohne Arzneimittelreste, ohne Hormone und somit keinesfalls ungesünder wie die Tierqualprodukte.

Noch eine Bitte zum Thema der öffentlichen Berichterstattung zur pflanzlichen Ernährung: Hört nicht auf diese von der Tierquallobby verbreiteteten Falschinformationen. Eine  ausgewogene pflanzliche Ernährungsform ist für jedes Alter und jede Lebensphase geeignet und am gesündesten. Da diese aber für Umsatzeinbußen in den entsprechenden Tierqualbetrieben und der Pharmaindustrie sorgt, wird Vegan als gefährlich und ungesund dargestellt. Schaut einfach mal offen ins Netz und besonders virtuell über den Teich nach Amerika, dort sind sie in diesem Bereich viel weiter und in der größten Ernährungsgesellschaft wird diese unsere Lebensweise uneingeschränkt empfohlen.

Ein liebevolles Miteinander 

„Gemeinsam im Alltag 5e gerade sein lassen“. Wenn zu viele Vorhaben beim Umstieg auf die vegane Lebensweise von jetzt auf gleich umgesetzt werden sollen und auch von der Außenwelt wenig hilfreiche Tipps kommen, geraten manche Menschen ins Straucheln, was gar nicht sein muss. Mut zur Lücke und vor allem Menschen um einen, die diesen liebevollen Weg schon eingeschlagen oder den Umstieg schon hinter sich haben. Das gibt Kraft und Sicherheit im eigenen Tun. Es gibt in jeder Gegend Tierrechtsbewegungen, oder vegane Gruppen, die sich über neue Gesichter freuen. Die Euch dabei unterstützen, wenn ihr Hilfe im Alltag benötigt. Auch im Netz findet Ihr viel Unterstützung, Schaut zum Beispiel bei Veganstart, Veganuary nach. Zu empfehlen ist auch Provegan von Dr. med. Heinrich mit vielen Hintergrundinformationen. Habt Euch gern. 

Hoffentlich konnten wir Euch weiterhelfen und motivieren, die vollwertig, individuell fettfreie, pflanzenbasierte Lebensweise auszuprobieren. Und nun, viel Spaß beim experimentieren und genießen, mit vielen positiven Erfahrungen die Ihr dadurch erleben werdet. 🌱

 

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