Walfang in Japan und ĂŒberall auf der Welt 🐳

#Fischfang #Walfang #Netze #Angel #Schiffe #Mörder #Qualen #Lebensmut #Trauer #Tod 🐳🎣

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Am Wochenende stolpern wir ĂŒber folgenden Artikel in der Stuttgarter Zeitung und sind entsetzt: „Das Ende der Schonzeit“. Nach mehr als 30 Jahren nimmt Japan den kommerziellen Walfang wieder auf. Drei Jahrzehnte lang hatte Japan auf die Waljagd aus geschĂ€ftlichen GrĂŒnden verzichtet – nun macht Japan ernst. Dieses GrĂ€uel auf die MeeressĂ€uger wird in Japan als „Tradition“ gerechtfertigt. Und ganz ehrlich: Aufgehört, Wale zu fangen, hat Japan trotz der IWC– (Internationale Walfangkommission) Auflagen nie wirklich damit. Es wurde mehr oder weniger unter dem Deckmantel der Wissenschaft vollzogen. Trotzdem wurde das Fleisch nach diesen Aktionen unter der Hand gehandelt und verzehrt. In Japan ist die Delfinjagd weit verbreitet. Einer ihrer prominentesten Gegner, der einstige TV-Trainer von „Flipper“ ist Richard O’Barry.

Die Folgen liegen doch klar auf der Hand: Die Überfischung sowohl in japanischen KĂŒstengewĂ€ssern als auch in Gebieten auf hoher See haben zum Schwund vieler Walarten gefĂŒhrt. Japans Austritt aus der IWC wird somit das Überleben einiger Walpopulationen gefĂ€hrden.

In Island und Norwegen ist heute noch genau das möglich. Sie sind Mitglied in der Internationalen Walfangkommission und jagen trotzdem kommerziell Wale! Island, weil es scheints wirtschaftlich stark abhÀngig davon ist, und Norwegen, weil das Land damals gegen das Walfangmoratorium Einspruch erhoben hat, Japan auch. Aber nur bei Norwegen wurde dem Einspruch stattgegeben.

Ich denke mir nur: „Um Himmels Willen, warum hĂ€lt das keiner auf? Was können wir tun?“.

Eine Woche spĂ€ter ist in der Siegener Zeitung ein Bericht ĂŒber die Folgen der Ausbeutung der Meere zu lesen. Speziell das Ausrotten der Schweinswale. Hier könnt ihr es nachlesen.

RĂŒckblickend zum 08. Februar 2014 habe ich mit 2000 weiteren engagierten Menschen gegen den japanischen Wal- und Delfinfang, der zum damaligen Zeitpunkt durch die blutigen Delfinmorde in Taiji im Mittelpunkt des Interesses stand, in Berlin demonstriert. Auch der ehemalige James Bond Darsteller Pierce Brosnan war vor Ort. Treffpunkt aller Demonstranten war die japanischen Botschaft in der Berliner Hiroshimastraße und wir liefen von dort aus zum Potsdamer Platz und zum Brandenburger Tor.

In der darauffolgenden Zeit entwerfe ich Flyer und Plakate und kĂ€mpfe mit weiteren lieben Menschen unermĂŒdlich gegen das Ausbeuten und Töten der Meerestiere. Unter Anderem auch regelmĂ€ĂŸig vor dem Tiergarten NĂŒrnberg. Dort leben die Delfine wie ĂŒberall unter schrecklichen Bedingungen.

Es findet unter den Tieraufbewahrungsstationen außerdem ein steter Handel mit Tausch und Verkauf der großen TĂŒmmler im großen Rahmen statt. Hier geht es alles andere um das Wohlbefinden der Wassertiere; einzig die Umsatzzahlen der Tieranlagen spielen eine Rolle. Finanziert bitte diese Qualbetriebe nicht mit Eurem Geld. Bitte. Es gibt so viele andere Angebote, welche Ihr als Familie besuchen könnt.

Auch nĂ€he ich Delfine, um sie auf FlohmĂ€rkten zu verkaufen. Das Geld spende ich der Organisation, welche sich fĂŒr die Freilassung der Tiere einsetzt. Eure Kinder können Delfinbilder malen oder SchlĂŒsselanhĂ€nger basteln. Hier ist Eurer KreativitĂ€t kein Ende gesetzt. Es gibt unzĂ€hlige Ideen Geld fĂŒr das Beenden dieser Qualtaten zu sammeln.

FĂŒr die folgende Beschreibung der wundervollen Meerestiere, habe ich Wikepedia zur Hilfe genommen, da ich keinerlei Delfinarium betrete um diese Lebewesen zu beobachten. Delfine sind meist zwischen eineinhalb und vier Meter lang. Sie haben einen stromlinienförmigen Körper, der an die hohen Schwimmgeschwindigkeiten angepasst ist. Im Kopf befindet sich ein rundes Organ, die Melone. Sie spielt eine Rolle bei der Echoortung.

Das Gehirn der Delfine ist groß und besitzt eine komplexe Hirnrinde, weshalb die Tiere zu den intelligentesten auf der Welt zĂ€hlen. Einige Ethiker sprechen sogar aufgrund der angeblich hohen geistigen KapazitĂ€t und der emotionalen Intelligenz von Delfinen als Individuen, denen dieser Definition nach sogar Persönlichkeitsrechte zustĂŒnden.

Delfine sind schnelle Schwimmer, sie erreichen Geschwindigkeiten bis zu 55 Kilometer pro Stunde. Oft springen sie aus dem Wasser, zuweilen akrobatische Figuren ausfĂŒhrend. Solche SprĂŒnge werden als Spielverhalten und Kommunikation interpretiert. Daneben ermöglichen die SprĂŒnge den Delfinen aber auch eine kraftsparendere Fortbewegung. Möglicherweise helfen SprĂŒnge auch bei der Suche nach FutterplĂ€tzen, da sich Delfine damit an Möwenansammlungen orientieren können. Auf der Jagd können sie bis zu 300 Meter tief und 15 Minuten lang tauchen. Delfine sind bekannt dafĂŒr, dass sie sich Schiffen nĂ€hern, um auf den Wellen zu reiten. Nach solch einer Beschreibung dĂŒrfte jedem Leien klar sein, dass diese Tiere niemals in der Gefangenschaft ein artgerechtes Leben fĂŒhren können.

Delfine sind soziale Tiere, die in Gruppen zusammenleben. Diese sogenannten Schulen können sich an Stellen mit viel Nahrung vorĂŒbergehend zu Ansammlungen von ĂŒber 1000 Tieren zusammenschließen. Die Individuen verstĂ€ndigen sich mit Klicklauten, Pfeifen, Schnattern und anderen GerĂ€uschen untereinander. Sie kommunizieren aber auch durch Körperkontakt mit ihren Artgenossen. Eine große Rolle fĂŒr die Wahrnehmung spielt die Echoortung mittels Ultraschalles. Durch hochfrequente Töne sind sie deshalb in der Lage, ihre Umwelt mittels Echoortung wahrzunehmen.

Dennoch können die Tiere starke Bindungen aneinander entwickeln, was sich besonders in der UnterstĂŒtzung fĂŒr verletzte oder kranke Artgenossen Ă€ußert.

Erkenntnisse eines meeresbiologischen Forschungsteams deuten seit 2006 darauf hin, dass sich Große TĂŒmmler mittels persönlicher Pfeiflaute identifizieren können. Damit geben sich die Tiere nicht nur individuell zu erkennen, sondern werden von Mitgliedern ihrer Gruppe mit diesem Pfeiflaut „angerufen“ und antworten auch darauf. Dieser Laut ist durch die Lautfolge und nicht durch die Charakteristik der Stimme definiert und wird daher wie ein Name verwendet, ein bis heute einzigartiges PhĂ€nomen im Tierreich. Könnt Ihr Euch deshalb vorstellen, wie schlimm es fĂŒr diese Tiere ist, von ihren Familien getrennt zu werden und mit zwei bis drei „fremden“ TĂŒmmlern in ein Poolbecken gesperrt zu werden? Es ist so grauenvoll.

Auch bei der ErnĂ€hrung ist die Gefangenschaft eine Tortour: Delfine sind schnelle Raubtiere, die ihre Beute aktiv jagen. Sie finden ihre Beute durch Echoortung und haben hierfĂŒr ein spezialisiertes Organ, die Melone. Im Allgemeinen besitzen Delfine gleichförmige konische ZĂ€hne, die dazu dienen, die Beute lediglich festzuhalten. Gefressen werden die gefangenen Fische oder Kalmare fast immer in einem StĂŒck. In den Delphinarien werden die Tiere mit toten Fischen gefĂŒttert, was alles andere als artgerecht ist.

Nun folgen meine persönlichen Worte und meine Bitte an Euch, die Haltung von Delfinen in Delfinarien zu hinterfragen, weil sie mehr als umstritten ist: Ein Poolbecken wird nie die Standards eines Meeres besitzen und die Haltung im Pool ein natĂŒrliches Sozial- und Jagdverhalten verhindern. Auch gibt es ethische Bedenken gegen die Delfinhaltung. Wissenschaftler sprechen Delfinen, die FĂ€higkeit zu, sich im Spiegel selbst zu erkennen. Auch scheint die Intelligenz von Walen erheblich höher zu sein als bisher angenommen. Der grĂ¶ĂŸte Delfin ist der Orca, der wegen seiner PopularitĂ€t gern als Zuschauermagnet benutzt wird. Ich bitte Euch dringlich, Euch Gedanken ĂŒber ZooÂŽs und Delfinarien zu machen. Euch vorzustellen, wie sich solche intelligenten Wesen in Gefangenschaft fĂŒhlen mĂŒssen. Es ist bekannt, dass Delfine sogar in der Lage sind Selbstmord zu begehen, wenn sie das psychische Leiden in Gefangenschaft nicht mehr aushalten können.  

Auch fĂŒr die Delfintherapie schwerkranker und autistischer Menschen werden Delfine eingesetzt. Aufgrund ihrer Verspieltheit eignen sie sich dafĂŒr Laut Fachleuten besonders. Meist halten sich die Patienten an der RĂŒckenflosse des Delfins fest und werden von ihm durch das Wasser gezogen. Bei vielen Patienten lösen sich dadurch Blockaden. Im deutschsprachigen Raum ist die Studie der UniversitĂ€t WĂŒrzburg in Kooperation mit dem Tiergarten NĂŒrnberg die wohl bekannteste. Ich kann die Angehörigen mit Ihren Hoffnungen fĂŒr ein Gesund werden ihrer Angehörigen so sehr verstehen. Die Delfintherapie ist jedoch dafĂŒr nicht geeignet, da der gleiche Effekt meist auch mit anderen Therapiematerialien erzielt werden kann. Außerdem wirft man den bekannten Studien methodische MĂ€ngel vor. Deshalb: Glaubt nicht alles, was an Studien seitens der Tiermissbrauchsorganisationen hervorgebracht wird. Wendet Euch an therapieerfahrene Ärzte/Therapeuten welche hier vor Ort agieren.

Delfinjagd findet durch die FĂ€röer-Inseln beim GrindadrĂĄp und Japan statt. Jedes Jahr. Durch den Oscar-prĂ€mierten Dokumentarfilm „Die Bucht“ aus dem Jahr 2009 wurde vor allem die Stadt Taiji bekannt, in der jedes Jahr mehr als tausend Delfine gefangen und getötet werden. Erkundigt Euch. Informiert Eure Freunde und Familien. Protestiert, meidet die LĂ€nder und all ihre Produkte und schaut Euch den Film an! FĂŒr mich die grĂ¶ĂŸte TierquĂ€lerei, die ich jemals mitverfolgt habe.

Auch Keiko, der Hauptdarsteller aus „Free Willy“, wurde 1998 nach Jahren in einem mexikanischen Tierpark vor Island ins offene Meer verfrachtet. Die Integration in eine Orca-Pflegefamilie misslang. Ebenso der Versuch, dem spĂ€ten Freischwimmer die Kunst der Nahrungsbeschaffung beizubringen. Keiko starb an LungenentzĂŒndung. Hier könnt ihr grob die unendlich traurige Lebensgeschichte „Keikos wahre Geschichte“ dieses wunderbaren Tieres nachlesen.

Auch Orcas erleben demnach in ihren MinitĂŒmpeln der Bespaßungsindustrie Qualen ohne Ende. Es sind Schwertwale, welche die Namen Killerwal und Mörderwal von WalfĂ€ngern gegeben wurden und Bezug nehmen auf die oft brutal anmutenden Jagdmethoden dieser Raubwale.

1964 wurde erstmals in Vancouver ein Schwertwal in einem Aquarium ausgestellt. Seither sind Schwertwale beliebte Tiere in Delfinarien, wo sie aufgrund ihrer Intelligenz KunststĂŒcke lernen und vorfĂŒhren. Es ist hier ĂŒberhaupt kein artgerechtes Leben möglich. Es lĂ€sst sich beobachten, dass viele Schwertwale in Delfinarien ihre natĂŒrliche Lebenserwartung nicht erreichen. AuffĂ€llig ist, dass die große RĂŒckenfinne der MĂ€nnchen in Gefangenschaft umklappt; mögliche GrĂŒnde sind eine Störung des Wasserhaushalts durch verĂ€nderte Wasserwerte, geringerer Blutdruck wegen verminderter AktivitĂ€t oder zu große Hitze, da die Finne in flachen Becken öfter ĂŒber Wasser gehalten wird. In den Free-Willy-Filmen werden die Orcas unter anderem vermarktet.

Schwertwale in Delfinarien haben jedoch in mehreren FĂ€llen Menschen angegriffen und getötet, was auch mit der beengten Haltung zusammenzuhĂ€ngen scheint. Besonders bekannt ist in dieser Hinsicht der Wal Tilikum, der fĂŒr drei dieser FĂ€lle verantwortlich gemacht wurde. Schaut Euch die Dokumentation an. Ich könnte heulen vor Scham ein Mensch zu sein, der solch ein starkes Lebewesen zu einer Bestie macht. Tilikum hat mich schon immer fasziniert und meine Haltung der Meerestieren gegenĂŒber geprĂ€gt. Obwohl Tilikum an dem Tod dreier Menschen beteiligt gewesen war, ist das Tier sanft und verspielt gewesen. Tilikum lebte im VergnĂŒgungspark Seaworld, den ihr bitte nie besuchen werdet, und verstarb auch dort. Schaut Euch bitte den Film „Blackfish“ ĂŒber sein Leben an. Nur so können wir gemeinsam verhindern, dass anderen Tieren dieses Leid erspart bleibt.

Hier könnt Ihr Euch erkundigen und engagieren:

WDSF

ProWal

Fazit: Zusammengefasst kann gesagt werden, dass alles, was mit Inhaftierung, sprich Eingesperrtsein von unseren Mitlebewesen, in Verbindung gebracht werden kann, dringlich boykottiert werden muss. Gemeinsam schaffen wir es, dass auch noch die letzten beiden Delfinarien in Deutschland schließen. Ziel ist es, jede einzelne Tierzelle auf der Welt endgĂŒltig zu schließen. Zusammen sind wir stark! Empty the tanks! ★🐋

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